Karotisstenose, wenn es zu einer Verengung der Halsschlagader (Arteria carotis) kommt. Oft ausgelöst durch eine Arterienverkalkung.

Bei der Karotisstenose handelt es sich um eine Verengung der Halsschlagader. Die Karotis ist die Halsschlagader, sie versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und Nährstoffen und zieht beidseits seitlich am Hals hoch. Bei einer Stenose handelt es sich um eine Engstelle des Gefäßes, die die Blutversorgung des Gehirns einschränken kann. Die häufigste Ursache für eine Verengung stellt die Arteriosklerose dar, bei der sich Plaques an der Gefäßwand bilden.

Bei dieser Erkrankung kann es unter Umständen zu einem sehr gefährlichen Verlauf kommen. Bei folgenden Anzeichen solltes Du einen Notarzt verständigen!
Plötzliche Lähmung, Gefühlsstörungen, Sprachstörung, Gedächtnisstörung.
(Anzeichen eines Schlaganfalls)
Eine Karotisstenose ist potentiell sehr gefährlich.
Bei dieser sog. Verengung der Halsschlagader besteht die Gefahr eines Schlaganfalls. Mögliche Folgen sind lebenslange Behinderungen mit Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen.
Treten bei Dir oder Angehörigen aufgrund der Karotisstenose Anzeichen von plötzlichen Sehstörungen, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen oder plötzliche heftige Kopfschmerzen und Schwindel auf, musst Du sofort einen Notarzt verständigen!
Die Halsschlagader (Arteria carotis) führt vom Herzen am Hals und teilt sich in zwei Blutgefäße:
Die Karotisstenose kann konservativ und operativ behandelt werden.
Wenn eine Operation nicht indiziert ist, wird mit der Einnahme von Acetylsalicylsäure (auch ASS oder Aspirin® genannt) das Risiko von gesenkt.
Ist eine Operation notwendig, gibt es verschiedene Arten:
Es wird empfohlen eine Karotisstenose operativ zu behandeln, wenn sie sich durch Beschwerden bemerkbar macht und die Stenose das Lumen zu 50 % eingeengt hat oder wenn zwar keine Beschwerden bestehen, aber das Lumen schon zu 60 % eingeengt ist.
Bei symptomatischen Karotisstenosen ist das Risiko an einer Komplikation zu leiden und im schlimmsten Fall an ihr zu versterben höher.
Wird die Karotisstenose jedoch behandelt, liegt die Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in den nächsten fünf Jahren zu erleiden bei nur noch 6 %.
Die Karotisstenose kann lange Zeit keine Symptome verursachen und daher unbemerkt verlaufen.
Dies klingt zwar im ersten Moment gut, kann aber auch gefährlich sein, da die Krankheit so unbemerkt fortschreiten kann, bis es zu einem Schlaganfall oder einer anderen Komplikation kommt.
Ohne vorbeugende medikamentöse Therapie oder einer operativen Entfernung der Plaques wird die Stenose weiter fortschreiben, bis es irgendwann zu schwerwiegenden Komplikationen kommt.
Eine Carotisstenose kann je nach Stadium gefährlich für die Schwangere werden.
Besonders bei einem symptomatischen Carotisverschluss ist eine operative Therapie notwendig, die je nach Symptomatik um gewisse Zeit aufgeschoben werden kann.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.