Herzschwäche (Herzinsuffizienz), wenn die Pumpleistung des Herzens abgeschwächt ist. Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Atemnot sind die Folgen.

Eine Herzschwäche beschreibt eine reduzierte Leistung des Herzens. Es kann nicht mehr genug Blut in den Körperkreislauf pumpen, sodass sich das Blut vor dem Herzen staut. Dies führt zur Ödembildung und zu einer Luftnot, da sich das Wasser auch in den Lungen einlagert. Die Therapie beruht auf der Symptomreduktion und der Verhinderung eines Progresses der Herzschwäche. Hierfür gibt es eine medikamentöse Stufentherapie.
Eine Herzschwäche ist gefährlich.
Da das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen kann, kommt es zu Unterversorgung von Organen wie Gehirn, Nieren und Muskeln.
Am Ende droht eine Lebensgefahr.
Wenn Du bei Dir bemerkst, dass Deine körperliche Belastbarkeit abnimmt und Du immer schneller außer Atem kommst, solltest Du dies ärztlich abklären lassen.
Das Herz (cor) ist ein muskulöses Hohlorgan und liegt in etwa in der Mitte des Brustkorbs und besteht aus 4 Hohlräumen. Es versorgt unsere Organe kontinuierlich mit sauerstoffangereichertem Blut und ist somit lebenswichtig.
Bei einer Herzschwäche wird unterschieden in:
Lokalisierung
Zeitraum
Blutdruck
Eine Herzinsuffizienz kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden.
Allen gemeinsam ist, dass sie zu einer verringerten Pumpfunktion des Herzens führen.
Im Folgenden werden die häufigsten Ursachen kurz geschildert:
Der größte Risikofaktor ist ein ungesunder Lebensstil.
Hierzu gehört der Konsum von Fertiggerichten, Weißmehl-Produkten, Wust- und Fleischwaren mit Nitriten und Süßigkeiten.
Hinzu kommt das Rauchen, Trinken und der Bewegungsmangel.
Diese Kombination kann eine Reihe von anderen Erkrankungen auslösen, die gefährlich sein können.
Aus diesem Grund sollte man sich ausgewogen ernähren und regelmäßig Sport betreiben.
Die Symptome einer Herzinsuffizienz kann man in Symptome einer Linksherzinsuffizienz und Rechtsherzinsuffizienz unterteilen.
In der Praxis entwickeln viele Patienten eine kombinierte Herzinsuffizienz, d. h. beide Herzhälften sind betroffen.
Symptome, die in beiden Fällen auftreten, sind eine Leistungsminderung, häufiges nächtliches Wasserlassen und eventuell Herzrasen durch eine erhöhte Herzfrequenz.
Die Symptome einer Linksherzinsuffizienz sind folgende:
Die Symptome einer Rechtsherzinsuffizienz sind folgende:
Bei einer Herzschwäche sollte man am besten zu einem Kardiologen - einem Facharzt für Erkrankungen des Herzens. Alternativ kann man auch einen Internisten, einen Facharzt für Innere Medizin, aufsuchen.
Die Therapie einer Herzinsuffizienz beruht auf allgemeinen Maßnahmen und einem speziellen Stufenschema.
Dieses Stufenschema enthält eine Reihe von Medikamenten, die je nach Schweregrad zum Einsatz kommen.
Im nachfolgenden Abschnitt werden diese Medikamente kurz beschrieben.
Behandlung der Grunderkrankung
Die allgemeinen therapeutischen Maßnahmen beruhen auf einer Behandlung von Grunderkrankungen, wie einem Bluthochdruck, einer koronaren Herzkrankheit oder Erkrankungen der Herzklappen.
Ggf. Anpassung der Lebenssituation
Darüber hinaus sollte eine Änderung des Lifestyles erfolgen.
Dies beinhaltet eine ausgewogene Ernährung.
Diese sollte kochsalzarm und kaliumreich sein.
Im Allgemeinen wird eine mediterrane Diät empfohlen.
Zusätzlich sollte der Nikotinkonsum gänzlich eingestellt werden.
Auch der Alkoholkonsum sollte reduziert werden.
Falls es zu Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen) in den Beinen gekommen ist, sollte die Flüssigkeitsmenge verringert werden.
Patientenschulung
Neben den genannten therapeutischen Maßnahmen spielt die Patientenschulung eine zentrale Rolle. Die Patienten sollten sich täglich wiegen und bei einer Gewichtszunahme von über zwei Kilogramm in drei Tagen bei einem Arzt vorstellen, da die Herzinsuffizienz sich verschlechtert haben könnte (Dekompensation).
Bei einer Reise sollte immer ein Arztbrief mitgeführt werden
Generell sind kurze Reiseziele zu empfehlen.
Da die Herzinsuffizienz eine belastende Erkrankung ist, sollte man bei depressiver Symptomatik zusätzlich eine psychiatrische Behandlung anbieten.
Die Ernährung bzw. der Lebensstil haben einen maßgeblichen Einfluss auf das Herz.
Eine ausgewogene Ernährung, die überwiegend aus mediterraner Kost besteht, wird stark empfohlen. In Studien konnten die gesundheitlichen Vorteile dieser Ernährung demonstriert werden.
Mediterrane Kost enthält viel Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, die mit Olivenöl zubereitet werden.
Zusätzlich werden verschiedene Nusssorten und viel frisches Obst konsumiert.
Bei einer manifesten Herzinsuffizienz sollten die Patienten die Salzmenge reduzieren und kaliumreiche Lebensmittel bevorzugen.
Neben einer ausgewogenen Ernährung sollte auf den Konsum von Nikotin verzichtet werden.
Dies führt zu einer Schädigung der Gefäße und kann eine bestehende Herzschwäche verstärken.
Auch der Konsum von Alkohol sollte verringert werden.
Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten, die man bei einer Herzinsuffizienz verabreichen kann.
Für die optimale Behandlung gibt es ein Stufenschema, an welchem man sich orientieren kann.
Die Medikamente können unterschiedlich kombiniert werden und können bei unerwünschten Nebenwirkungen durch Medikamente aus der gleichen Wirkklasse ersetzt werden.
Im Folgenden sind die wichtigsten Medikamente kurz genannt:
Eine Herzinsuffizienz ist nicht heilbar. Den Prozess des Fortschreitens kann man jedoch selbst beeinflussen.
Eine mögliche Folge der fortgeschrittenen Herzschwäche ist das Pumpversagen des Herzens und der plötzliche Herztod.
Die Herzschwäche ist ein fortschreitender Prozess.
Um den Schweregrad einer Herzinsuffizienz einteilen zu können erfolgt eine Einteilung in Stadien nach NYHA-Klassifikation.
Die Lebenserwartung bei einer Herzschwäche kann bei rechtzeitigem Therapiebeginn deutlich (bis zu 10 Jahre) gesteigert werden. In manchen Fällen regeneriert sich das Herz.
In etwa die Hälfte der Patienten mit einer Herzschwäche verstirbt innerhalb der nächsten 5 Jahre. Das Alter der Patienten ist jedoch maßgeblich mitentscheidend.