Arteriosklerose (Atherosklerose, Arterienverkalkung), wenn es zu einer krankhaften Veränderung der Arterien kommt.
Erfahrungs Berichte
Die Arteriosklerose beschreibt eine krankhafte fetthaltige Veränderungen/ Ablagerungen der inneren arteriellen (vom Herzen wegführenden) Gefäßwände, wodurch es zu Engstellen und Verhärtungen im Gefäß, Verwirbelungen des Blutstroms oder anderen Komplikationen kommen kann. Im schlimmsten Fall wird der Blutfluss unterbrochen und es entsteht ein Infarkt. Die Arteriosklerose ist die häufigste Ursache für sogenannte kardiovaskuläre Erkrankungen, wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder periphere arterielle Verschlusskrankheit.
Eine Arteriosklerose ist sehr gefährlich.
In den westlichen Industrienationen zählt die Arteriosklerose zu den häufigsten Todesursachen. Eine Arteriosklerose kann zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen.
Die Arteriosklerose ist die Hauptursache für einen Herzinfarkt und Schlaganfall, verursacht jedoch zunächst kaum spürbare Symptome. Risikopatienten sollten daher regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt wahrnehmen.
Als Arterie bezeichnet man das Blutgefäß, welches sauerstoffangereichertes Blut vom Herzen weg transportiert. Arterien besitzen im Vergleich zu Venen eine Muskelschicht an den Wänden. Venen transportieren das sauerstoffarme Blut zur Lunge.
Entstehung der Arteriosklerose:
Risikofaktoren für Arteriosklerose:
Die Symptome der Arteriosklerose können vielseitig sein und hängen davon ab, welche Gefäße betroffen sind.
Egal um welche Art der Arteriosklerose es sich handelt, es ist eine schwerwiegende Erkrankung, die ärztliches Handeln und eine adäquate Therapie bedarf.
Ein erster Verdacht kann durch eine Blutuntersuchung und durch eine umfangreiche Anamnese gestellt werden. Die bestätigende Diagnostik ist aber die Sonographie des verstopften Gefäßes. Alternativ zur Sonographie kann auch die Angiographie eingesetzt werden.
Eine Arteriosklerose kann im Verlauf unter anderem zu folgenden Krankheiten führen:
Eine Arteriosklerose kann unterschiedlich behandelt werden.
Die erste und gesündeste Methode ist die Änderung des Lebensstils und der Ernährung.
Sollte der Patient dies nicht schaffen, ist es auf jeden Fall wichtig den – falls vorhanden – hohen Blutdruck (→ Bluthochdruck) zu therapieren und das Cholesterin zu senken.
Auch wird die Verstopfung der Gefäße mit Medikamenten wie ASS oder Clopidogrel versucht zu verhindern.
Wenn dies alles fehlschlägt, sind Eingriffe wie eine Bypass-Operation, eine Entfernung des thrombotischen Materials aus den Gefäßen oder eine Aufdehnung dieser Therapiemethoden, die in Frage kommen.
Eine gesunde Ernährung und Lebensweise ist eigentlich immer anzuraten, bei bestimmten Krankheiten gibt es jedoch noch einmal extra Gründe den Lebensstil auch wirklich langfristig zu ändern.
Eine ausgewogene und richtige Ernährung ist zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Krankheiten das wichtigste und beste, das man tun kann.
Hierbei sollte auf fettreiche Nahrungsmittel wie Wurst und fettigen Käse verzichtet und eine sogenannte mediterrane Diät bevorzugt werden.
Hierzu gehört der Verzehr von viel Obst, Gemüse, Fisch, Olivenöl und Vollkornprodukten.
Diese Art von Ernährungsumstellung wirkt sich zusätzlich auch sehr positiv auf den Blutdruck aus und ist die natürliche Variante ihn zu senken, bevor man zu Medikamenten greifen muss.
Die Prognose ist oft abhängig vom Ausmaß der Arteriosklerose, sie kann sehr schlecht sein, wenn die meisten Risikofaktoren vorliegen und der Patient die vorgeschlagene Therapie nicht befolgt. Der Patient hat hier, im Vergleich zu manch anderen Krankheiten, viel mehr Einfluss auf die Prognose.
Man kann schon fast sagen, dass jeder irgendwann einmal an einer Arteriosklerose erkrankt.
Fast jeder Mensch über 80 hat eine arteriosklerotische Verengung in einem Gefäß.
Oftmals ist die Verengung so klein, dass sie sich nicht symptomatisch bemerkbar macht. Dadurch ist es dem Betroffenen meist gar nicht bewusst.
In diesen Fällen ist die Prognose gut, denn wenn sich keine Symptome bemerkbar machen und ein guter Lebensstil geführt wird, ist diese unabhängig vom Alter besonders gut.
Folgekrankheiten, die durch Arteriosklerose entstehen können, können verschiedenste Organe betreffen.
Mögliche Folgeerkrankungen sind Arterienverschlüsse verschiedener Art wie beispielsweise:
Die Arteriosklerose kann sich erst nach Jahren bemerkbar machen, nachdem sie still immer weiter fortschreitet.
Wenn sich die Plaques ansammeln und dicker werden, sodass das Gefäß immer mehr eingeengt wird, macht sich die Arteriosklerose bei zu starker Verengung durch Symptome bemerkbar.
Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit für embolische Ereignisse und auch für einen Einriss des Gefäßes.
Wie schwer der Verlauf wird ist durch die Eindämmung von Risikofaktoren beeinflussbar.
Wichtig bei der Vorbeugung ist die Senkung der Risikofaktoren.
Einige, wie das Geschlecht, können nicht beeinflusst werden. Andere wiederum wie das zu hohe Cholesterin oder der Bewegungsmangel können mit einer Lebensstiländerung geändert werden.
Durch gezielten Sport kann das Gewicht gesenkt werden.
Auch das Rauchen sollte unterlassen werden.
Bestehender Bluthochdruck oder Diabetes sollten gut eingestellt und behandelt werden, sodass sich das Risiko einer Arteriosklerose minimiert.
Wenn möglich sollte versucht werden Stress abzubauen, da auch er zu einer Verengung von Arterien und dadurch zur Gefäßverstopfung führen kann.
Der erste Schritt bei einer symptomfreien oder leicht symptomatischen Arteriosklerose ist die Therapie durch Lebensstiländerung und wenn dies fehlschlägt, die Eindämmung der Krankheit durch Medikamenteneinnahme.
In diesen Fällen geht es vor allem darum, den Fortschritt der Krankheit zu verhindern und das Risiko von Folgeerkrankungen zu mindern.
Zu diesen Maßnahmen gehört auch eine adäquate und gut eingestellte Therapie von Blutdruck und Zuckerkrankheit.
In den weit fortgeschrittenen Fällen der Arteriosklerose ist eine Entfernung des Thrombus möglich durch einen operativen Eingriff.
Hierbei wird der Plaque entfernt und manchmal auch ein Stent eingesetzt, um das Gefäß offenzuhalten.
Zwar kann man hier sagen, dass der Patient ja eigentlich nach der Entfernung des Thrombus geheilt sein sollte, man geht aber in diesen Fällen davon aus, dass jemand der eine fortgeschrittene Arteriosklerose hat, auch an anderen Stellen Verengungen besitzt, die nicht operativ entfernt werden können.
Die Tatsache, dass man die Erkrankung nicht komplett heilen kann, soll aber keinesfalls demotivierend sein. Denn durch die Einhaltung der empfohlenen Maßnahmen ist ein langes Leben ohne Bemerken von Beschwerden gut möglich.
Die Arteriosklerose ist weltweit verbreitet und gehört vor allem in den Industrieländern zu den häufigsten Krankheiten.
Man sagt sogar, dass sie die häufigste Todesursache in den Industrieländern ist, da sie zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen kann.
Etwa 20 % der Bevölkerung sind im Risikobereich, an einer Arteriosklerose zu erkranken.
Die Zahlen der an Arteriosklerose-Erkrankten wird in Deutschland auf etwa 4 Millionen geschätzt, wobei nur ein Drittel von diesen ihre Krankheit diagnostiziert bekommen hat.
Die anderen wissen nicht, dass sie betroffen sind, da sie keine Symptome aufweisen oder nicht vom Arzt diesbezüglich untersucht wurden.
Wahrscheinlich werden sie es erst bemerken, wenn eine andere Krankheit als Spätfolge auftritt.
Deine Erfahrung zählt!
Du kannst Anderen helfen, indem Du Deine Erfahrung zum Thema Arteriosklerose mit anderen Menschen teilst.
Völlig anonym.
Du bist Mediziner und möchtest Dein Wissen zum Thema Arteriosklerose teilen?
Hilf uns, unsere Qualität stetig zu verbessern.