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pfeilWas ist das?

Das Guillain-Barre-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich Nerven des peripheren Nervensystems (PNS, alle Nerven, die von Gehirn und Rückenmark zu den Organen ziehen) entzünden, da sie von körpereigenen Abwehrzellen und Antikörpern angegriffen werden. Anzeichen sind beginnende Lähmung.

pfeilIst das gefährlich?
potentiell Lebensgefährliche Erkrankung

Das Guillain-Barré-Syndrom gilt als ein medizinischer Notfall.
Das rasche Verschlechtern der Symptome macht eine sofortige Behandlung im Krankenhaus notwendig.
Die Prognose ist abhängig von dem Zeitpunkt der Behandlung.

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pfeilWann zum Arzt?

Tritt bei Dir ein beginnendes, anhaltendes Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Händen und Füßen auf, solltest Du diese Anzeichen immer unabhängig der Ursache ärztlich abklären lassen.

Die erste Anlaufstelle ist Dein Hausarzt. Ggf., wird dieser eine Überweisung an einen Neurologen veranlassen. 

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Einteilung & Formen

Das Guillain-Barré-Syndrom kann anhand der Verlaufsform in eine akute und chronische Form eingeteilt werden:

  • AIDP – akute inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie
  • CIDP – chronische inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie

Bei sog. Miller-Fisher-Syndrom handelt es sich um eine Sonderform des Guillain-Barré-Syndroms. In diesem Fall sind besonders die Hirnnerven betroffen.

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Ursachen Guillain-Barre-Syndrom

  • Autoimmunerkrankung – die Ursache des Guillain-Barre-Syndroms liegt in einer Autoimmunerkrankung, sodass das Immunsystem sich nicht nur gegen schädliche Bakterien, Viren und Krankheitserreger richtet, sondern fälschlicherweise auch die körpereigenen peripheren Nerven angreift.
  • Unklare Ursache – Auslöser der Krankheit sind noch nicht weitgehend geklärt, allerdings kann die Krankheit nach einer Infektion der Atemwege (z.B. Grippe), einer Infektion des Verdauungstraktes (z.B. Lebensmittelvergiftung) oder einer Magen-Darm-Grippe auftreten oder auch auf eine Impfung folgen.
  • Covid-19 Impfung – es wird diskutiert, ob eine Covid-19 Impfung das Guillain-Barré-Syndrom auslösen kann. Bisher konnte jedoch kein Zusammenhang festgestellt werden.
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Symptome Guillain-Barre-Syndrom

Die Symptome bei einem Guillain-Barre-Syndrom beginnen häufig in den Händen und Füßen, bevor sie sich auf die Arme und Beine ausbreiten. Es kommt zunächst zu unspezifischen Anzeichen, die einem Infekt ähneln.

  • Die ersten Auffälligkeiten sind:
    • Taubheit in beiden Händen und Füßen
    • Kribbeln
    • Muskelschwäche
    • Empfindungsverlust, Empfindungsstörungen
    • Lähmungserscheinungen – Entwicklung innerhalb von Stunden bis Tage von der Peripherie in Richtung Körpermitte.
    • Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht und der Koordination
  • Reflexe – fehlende oder abgeschwächte Reflexe
  • Atemstörungen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Blasen- und Darmstörungen
  • Schluckprobleme – Probleme beim Schlucken
  • Sprachschwierigkeiten
  • Gesichtslähmungen – bei Ausfall des Gesichtsnervs
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Diagnose Guillain-Barre-Syndrom

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Behandlung Guillain-Barre-Syndrom

In den meisten Fällen ist das Guillain-Barre-Syndrom mit einem Krankenhausaufenthalt, teilweise auch in der Intensivstation verbunden.

  • Keine Kausaltherapie – eine Therapie der Ursachen ist aufgrund der unklaren Ursache bisher nicht möglich.
  • Infusion – in schweren Fällen Gabe von Infusionen mit einer Mischung von Antikörpern, die mit den aggressiven Antikörpern in Konkurrenz treten.
  • Plasmatausch – Filterung autoaggressiver Antikörper aus dem Blut, ähnliches Verfahren wie bei der Dialyse.
  • Kortison – bei chronischem Guillain-Barre-Syndrom. Bei einem akuten Guillain-Barré-Syndrom wirkt Kortison nicht.
  • Physiotherapie – zum Erhalt der Bewegungsfähigkeit.
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Medikamente

In schweren Fällen eines Guillain-Barre-Syndroms können Immunglobuline eingesetzt werden.

Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Prognose

  • Während der Plateauphase des Guillain-Barre-Syndroms sind die Symptome meistens am stärksten ausgeprägt, bilden sich allerdings bei etwa 70 % der Betroffenen vollständig zurück
  • Die Genesung dauert in der Regel einige Monate.
  • Wiederkehr der Krankheit oder Chronifizierung nach Jahren möglich.
  • Verlauf bei Kindern und Jugendlichen meist günstiger und eher selten mit Langzeitfolgen.
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Komplikationen

Komplikationen können auftreten, wenn es durch das Guillain-Barré-Syndrom zu Lähmung der Atmung oder Störungen des Herz-Kreislauf-Systems kommt.
Diese lebensbedrohlichen Situationen bedürfen einer sofortigen notfallmedizinischen Behandlung.

Bei etwa jedem 5. eingelieferten Patienten mit einem Guillain-Barré-Syndrom muss eine künstliche Beatmung erfolgen.

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Vorbeugung

Da die Auslöser des Guillain-Barre-Syndroms noch nicht geklärt sind, gibt es auch keine bestätigten Empfehlungen zur Vorbeugung

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Lebenserwartung

In weniger als 10 % der Fälle des Guillain-Barré-Syndroms kommt es aufgrund von Komplikationen zum Versterben der Patienten.
Eine Lähmung der Atmung oder des Herz-Kreislauf-Syndroms sind dafür die Auslöser.

Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Aussagen über eine mögliche Lebenserwartung sind immer abhängig vom individuellen Verlauf der Erkrankung. Pauschale Aussagen müssen daher immer kritisch betrachtet werden.
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Zahlen & Statistiken

  • Das Guillain-Barré-Syndrom bei 1-2 von 100.000 Menschen auf, und ist daher sehr selten.
  • Am häufigsten tritt die Erkrankung zwischen dem 2.-3. und 5.-6. Lebensjahrzehnt auf.
  • Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 1-2 / 100.000
Alters FaktenAlter~ 50
Geschlecht FaktenGeschlechtw < m
aktualisiert: 02.12.2024
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