Guillain-Barré-Syndrom (GBS), wenn es innerhalb von Tagen bis Wochen zu einer Schwäche der Muskulatur kommt. (Georges Charles Guillain, Jean-Alexandre Barré)

Erfahrungs Berichte
Das Guillain-Barre-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich Nerven des peripheren Nervensystems (PNS, alle Nerven, die von Gehirn und Rückenmark zu den Organen ziehen) entzünden, da sie von körpereigenen Abwehrzellen und Antikörpern angegriffen werden. Anzeichen sind beginnende Lähmung.
Das Guillain-Barré-Syndrom gilt als ein medizinischer Notfall.
Das rasche Verschlechtern der Symptome macht eine sofortige Behandlung im Krankenhaus notwendig.
Die Prognose ist abhängig von dem Zeitpunkt der Behandlung.
Tritt bei Dir ein beginnendes, anhaltendes Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Händen und Füßen auf, solltest Du diese Anzeichen immer unabhängig der Ursache ärztlich abklären lassen.
Die erste Anlaufstelle ist Dein Hausarzt. Ggf., wird dieser eine Überweisung an einen Neurologen veranlassen.
Das Guillain-Barré-Syndrom kann anhand der Verlaufsform in eine akute und chronische Form eingeteilt werden:
Bei sog. Miller-Fisher-Syndrom handelt es sich um eine Sonderform des Guillain-Barré-Syndroms. In diesem Fall sind besonders die Hirnnerven betroffen.
Die Symptome bei einem Guillain-Barre-Syndrom beginnen häufig in den Händen und Füßen, bevor sie sich auf die Arme und Beine ausbreiten. Es kommt zunächst zu unspezifischen Anzeichen, die einem Infekt ähneln.
In den meisten Fällen ist das Guillain-Barre-Syndrom mit einem Krankenhausaufenthalt, teilweise auch in der Intensivstation verbunden.
In schweren Fällen eines Guillain-Barre-Syndroms können Immunglobuline eingesetzt werden.
Komplikationen können auftreten, wenn es durch das Guillain-Barré-Syndrom zu Lähmung der Atmung oder Störungen des Herz-Kreislauf-Systems kommt.
Diese lebensbedrohlichen Situationen bedürfen einer sofortigen notfallmedizinischen Behandlung.
Bei etwa jedem 5. eingelieferten Patienten mit einem Guillain-Barré-Syndrom muss eine künstliche Beatmung erfolgen.
Da die Auslöser des Guillain-Barre-Syndroms noch nicht geklärt sind, gibt es auch keine bestätigten Empfehlungen zur Vorbeugung
In weniger als 10 % der Fälle des Guillain-Barré-Syndroms kommt es aufgrund von Komplikationen zum Versterben der Patienten.
Eine Lähmung der Atmung oder des Herz-Kreislauf-Syndroms sind dafür die Auslöser.
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