Muskelfaserriss der Wade, wenn es zu einem Riss in der rückseitigen Muskulatur des Unterschenkels kommt.



Erfahrungs Berichte
Bei einem Muskelfaserriss der Muskeln in der Wade kommt es zu einem Riss innerhalb der Muskeln an der Rückseite des Unterschenkels. Das ist sehr schmerzhaft und geht oft mit einer Bewegungseinschränkung einher. Es ist eine sehr häufige Sportverletzung, die Prognose ist aber fast immer gut.
Nein, ein Muskelfaserriss in der Wadenmuskulatur ist nicht gefährlich.
Der Riss sorgt jedoch für erhebliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Bein.
Je nach Ausprägung kann es relativ lange dauern, bis man wieder die volle Funktion erlangt.
Selten kommt es zu einer bleibenden Bewegungseinschränkung oder einem Kraftverlust.
Wenn es zu einem Muskelfaserriss im Wadenmuskel kommt, entstehen meist plötzliche starke Schmerzen und es kommt zu einer Bewegungseinschränkung mit Kraftverlust im betroffenen Bein.
Oftmals passiert ein Muskelfaserriss nach oder während einer abrupten Bewegung (Sprint, Sprung) und Betroffenen müssen die Bewegung bzw. den Bewegungsablauf abbrechen.
Wenn es dann zusätzlich zu einer Verhärtung und einem Bluterguss in der Wade kommt, ist ein Muskelfaserriss wahrscheinlich.
Ein Gang zum Arzt ist empfehlenswert, auch um herauszufinden, wie sehr der Muskel geschädigt ist.
Zudem sollte ein Therapiekonzept erarbeitet werden, um dem Muskel die besten Heilungschancen zu geben und zukünftige Verletzungen zu vermeiden.
Die Wade (Wadenmuskulatur) beschreibt eine Muskelgruppe, bestehend aus mehreren einzelnen Muskeln. In der Regel meint man mit der Wade „nur“ den Musculus triceps surae, der sich genau genommen auch nochmal aus 2 einzelnen Muskeln bzw. Muskelbäuchen zusammensetzt:
Weiterhin wird diese Wadenmuskulatur auch als oberflächliche Wadenmuskulatur bezeichnet, weil er einfach anatomisch oben bzw. unter der Haut liegt.
Es gibt auch noch Muskeln, die näher am Knochen und somit unter den gerade genannten Muskeln liegen. Zu den „tiefen Wadenmuskeln“ gehören die:
Die Aufgabe der Wadenmuskulatur ist die Beugung im Fuß sowie den Zehen und im Sprunggelenk. Muskelfaserrisse sind hier sehr häufig, weil die Muskeln bei so vielen Sportarten und Aktivitäten angesteuert werden.

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Oftmals kommt es bei einem Muskelfaserriss der Wade zur Entstehung eines blauen Flecks über der „Rissstelle“.
Manchmal ist auch eine Delle oder Schwellung sichtbar.
Betroffene können teils den Muskel (M. triceps surae) nicht mehr richtig anspannen, sodass eine mögliche Schonhaltung oder vorübergehende „Gangstörung“ bestehen kann.
Die Prognose bei einem Muskelfaserriss der Wade ist abhängig von der Größe bzw. Ausprägung des Risses, individuellen Faktoren, aber auch der Einhaltung des Therapiekonzepts, besonders der Schonfrist.
Selten kommt es zu einer Bewegungseinschränkung oder einem Kraftverlust.
Da die Ausprägung aber sehr unterschiedlich sein kann, lässt sich die Prognose nicht pauschalisieren.
Der Verlauf und die Dauer eines Muskelfaserrisses in der Wade richten sich nach der Ausprägung des Risses, individuellen Faktoren und dem Einhalten des Therapiekonzepts.
Bei leichten Muskelfaserrissen
Je kleiner der Riss, desto schneller heilt dieser in der Regel aus. Sehr kleine Risse heilen in ca. 1 - 2 Wochen von alleine aus, meist auch ohne die Notwendigkeit einer Behandlung.
Hier ist vor allem Schonung wichtig.
Ein anschließender Muskelaufbau und Dehnung sind aber immer sinnvoll.
Bei einem größeren Muskelfaserriss
Größere Risse brauchen schon länger. Je nach Ausprägung ca. 3 - 6 Wochen.
Wenn der Muskel komplett gerissen ist, dauert es schon mal wenige Monate (2–3), bis der Riss ausgeheilt ist und in einigen Fällen ist dann auch eine OP nötig.
Je mehr man sich an das Therapiekonzept hält (Schonung, Dehnung, Muskelaufbau), desto seltener kommt es zu einer andauernden Bewegungseinschränkung oder anderen Problemen, die ein Muskelfaserriss mit sich bringen kann.
Eine Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten sollte, je nach Ausprägung des Risses, nach frühestens 1 bis 2 Wochen, teils auch 6-8 Wochen begonnen werden.
Viele Sportverletzungen lassen sich vorbeugen.
Besonders ein Muskelfaserriss – hierfür ist das richtige Aufwärmen unerlässlich.
Außerdem sollten genügend Sportpausen eingelegt werden und die Trainingsbelastung nicht zu schnell gesteigert werden.
Neben der Dehnung der Wadenmuskulatur sollte diese, aber auch die restliche Beinmuskulatur gekräftigt werden, um dem ganzen Bein viel Stabilität zu verleihen.
Auch eine mögliche Dysbalance zwischen den Muskelgruppen und auch zwischen den Beinen sollte ausgeglichen werden.
Wenn man merkt, dass die Muskeln müde sind und man nicht mehr kann, sollte man sich auch am besten auswechseln lassen (zumindest bei Teamsportarten), um eine möglicherweise schon angeschlagene Muskulatur nicht zu überreizen.
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