Schmerzen Adduktoren, wenn es zu (muskulären) Schmerzen im Bereich der Innenseite des Oberschenkels kommt.



Erfahrungs Berichte
Es gibt verschiedene Ursachen für Schmerzen an den Adduktoren (Oberschenkelinnenseite). Die Schmerzen können plötzlich auftreten oder langsam und allmählich zunehmen. Die Beschwerden können schnell nachlassen oder immer wieder auftreten. Alles in allem lassen sich die Ursachen für Adduktorenschmerzen jedoch gut behandeln.
Die meisten Ursachen für Schmerzen im Bereich der Adduktoren sind glücklicherweise nicht gefährlich.
Lediglich wenn es bei den Schmerzen bzw. genauer gesagt bei Rückenschmerzen, die in das Bein ausstrahlen, zu zusätzlichen Symptomen, wie Blasen- und Mastdarmentleerungsstörung, Lähmungen oder Erektionsstörung bzw. Gefühlsstörungen im Genitalbereich kommt, sollte man dringend zum Arzt.
Hier kann ein schwerer Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule oder ein anderer Prozess in der Wirbelsäule auf das Rückenmark drücken und dieses nachhaltig schädigen.
Vor allem, wenn eine Leistenhernie (Leistenbruch) bekannt ist, aber auch bei plötzlich auftretenden folgenden Symptomen sollte man sich ebenfalls zeitnah ärztlich vorstellen:
Hier kann es zu einer Einklemmung von Darmschlingen und Gefäßen in der Hernie („Leistenbruch“) mit teils lebensbedrohlichen Komplikationen kommen, besonders wenn dies nicht zeitnah behandelt wird.
Bei einer Lymphknotenschwellung der Leiste, die einem Anlass zur Sorge gibt (Malignitätszeichen) kann sich in seltenen Fällen auch Krebs dahinter verstecken, jedoch stehen eher Leistenschmerzen bzw. ein Druckgefühl im Vordergrund.
Tendenziell gilt aber auch, dass ein druckschmerzhafter Lymphknoten eher nicht bösartig ist.
In der Regel sind die Ursachen von Schmerzen an den Adduktoren (an der Innenseite des Oberschenkels) aber völlig ungefährlich.
In den meisten Fällen sind Schmerzen in den Adduktoren auf eine Überbelastung oder Verletzung an den Muskeln selbst zurückzuführen.
Eine Hüftgelenksarthrose ist ein fortschreitender Verschleiß des Gelenkknorpels zwischen Oberschenkelkopf und Hüftpfanne.
Eine weiche Leiste ist eine Vorstufe eines Leistenbruchs, bei der die Bauchwand in der Leistenregion geschwächt ist, ohne dass bereits eine sichtbare oder tastbare Bruchlücke besteht.
Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule oder Irritation des versorgenden Nervs (z.B. N. obturatorius oder N. femoralis).
Eine Lymphknotenschwellung in der Leiste ist eine tastbare Vergrößerung der dortigen Lymphknoten, meist als Reaktion auf Infektionen, Entzündungen oder Verletzungen im Bein- oder Genitalbereich.
Man sollte mit Schmerzen an den Adduktoren zum Arzt, wenn diese immer wieder auftreten oder gar an Intensität zunehmen.
Gut ist auch zu wissen, ob es spezifische Auslöser für die Schmerzen gibt oder ob diese provozierbar sind.
Kommt es zu Lähmungen, Blasen- oder Mastdarmentleerungsstörungen oder Gefühlsstörungen im Genitalbereich, sollte man schnellstmöglich ärztliches Personal aufsuchen.
Auch nach einem Unfall sollte man vor allem bei anhaltenden Beschwerden die Ursache abklären lassen.
Bei hervortretenden Schwellungen in der Leiste oder einem auffälligen Lymphknoten (anhaltende Schwellung, Druckgefühl, fehlende Verschieblichkeit, etc.) sollte man sich ärztlich vorstellen, um die Ursache abzuklären.
Generell gilt, bei unklaren Beschwerden, die auch an Intensität zunehmen, sollte man sich immer ärztlich vorstellen.
Der Verlauf bei Schmerzen an den Adduktoren (Innenseite des Oberschenkels) richtet sich nach der Ursache.
Alles in allem spielen aber bei jedem Verlauf auch individuelle Faktoren eine Rolle, sodass er sich nie hundertprozentig voraussagen lässt, die meisten Ursachen heilen aber wieder aus.
Die Behandlung bei Schmerzen in den Adduktoren richtet sich nach der Ursache und individuellen Faktoren.
Grob kann man zwischen konservativen und operativen Behandlungsmethoden unterscheiden.
Die Prognose für Schmerzen an Adduktoren ist gut.
In der Regel lassen die Beschwerden mit der richtigen Behandlung nach, je nach Ursache können sie aber immer wieder auftreten.
Um einer Chronifizierung vorzubeugen, gilt es besonders bei Sport assoziierten Verletzungen ausreichend Sportpause einzuhalten und anschließend gezieltes Muskeltraining auszuführen, um ein erneutes Verletzungsrisiko zu minimieren.
Außerdem sollte eine Überlastung vermieden werden.
Chronische Beschwerden können zum Teil sehr lästig sein, sollten sich aber auch behandeln lassen, sodass es zumindest schmerzfreie Phasen gibt.
Auch Ursachen wie ein Leistenbruch oder aber Lymphknotenschwellungen der Leiste können immer wieder auftreten, lassen sich aber auch behandeln.
Wenn eine Lymphknotenschwellung einem den Grund gibt, an etwas Malignes (also bösartiges) zu denken, hängt die Prognose von der jeweiligen Grunderkrankung ab.
Sie lässt sich nicht pauschalisieren, weil auch individuelle Faktoren eine große Rolle spielen.
Die Dauer der Schmerzen unterscheidet sich je nach Krankheitsbild.
Nicht jeder Ursache für Schmerzen an der Innenseite des Oberschenkels lässt sich vorbeugen. Man sollte aber vor allem beim Sport auf ausreichendes “Warmmachen” und die Vermeidung von plötzlich starker Trainingssteigerung achten sowie ausreichende Trainingspausen einplanen.
Auch Kinder können von Schmerzen an der Oberschenkelinnenseite betroffen sein. Prinzipiell kommen ebenfalls Sportverletzungen oder eine Überbelastung in Frage, aber auch Wachstumsschmerzen und Erkrankungen der Hüfte. In sehr seltenen Fällen können Tumore am Knochen die Beschwerden verursachen, wobei diese auch den ganzen Oberschenkel betreffen können und eher nicht spezifisch an der Innenseite sind. Zu den spezifischen Ursachen bei Kindern zählen:
Kinder fallen auch oft durch eine Vermeidung von Belastung im Bein auf, besonders wenn sie noch nicht so gut sprechen können. Wenn zusätzlich weitere Symptome wie Fieber und Unwohlsein bestehen, sollte man sich zeitnah ärztlich vorstellen, da es sich auch um eine Gelenkinfektion handeln kann, die dringend behandelt werden muss. Die Ursachen lassen sich aber auch im Kindesalter gut behandeln, sodass die Erkrankungen meist folgenlos ausheilen (abhängig von der genauen Ursache und dem jeweiligen Krankheitsstadium bzw. der Symptomausprägung). Je nach Ursache lassen sich die Beschwerden konservativ behandeln, besonders aber beim Morbus Perthes oder der Epiphyseolysis capitis femoris sowie auch bei Knochentumoren sind teils Operationen nötig. Es können bleibenden Bewegungseinschränkungen auftreten, meist heilen die Krankheitsbilder aber wieder vollständig aus. Je nach Krankheit heilen die Symptome innerhalb weniger Tage bis Wochen aus, selten dauert es länger.
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