Brustentzündung (Mastitis), wenn es zu einer entzündlichen Reaktion im Gewebe der Brust kommt. Oft während der Stillzeit.
Erfahrungs Berichte
Bei der Brustdrüsenentzündung (Mastitis) kommt es, meist aufgrund von Bakterien, zu einer Entzündung des Drüsengewebes in der Brust. Von einer Brustdrüsenentzündung sind häufig stillende Mütter betroffen.
Bei der Brustentzündung (Mastitis) handelt es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, die aber bei schneller Behandlung in aller Regel komplikationslos verläuft.
Die Symptome einer Mastitis können allerdings denen von Brustkrebs ähneln, sodass besonders Männer oder nicht stillende Frauen eine weitere fachärztliche Abklärung der Ursache durchführen lassen sollten.
Eine Entzündung der Brust muss frühzeitig behandelt werden.
Bei folgenden Symptomen solltest Du direkt einen Arzt aufsuchen:
Bei einer Brustdrüsenentzündung gilt, lieber einmal zu oft zum Arzt, als zu lange zu warten!
Eine Brustentzündung (Mastitis) kann, je nach Auftreten, im Zusammenhang mit dem Stillen eingeteilt werden in:
In der Mehrzahl der Fälle entsteht eine Brustentzündung während der Stillzeit.
Die Brustentzündung betrifft fast immer nur eine Brust.
Bei rechtzeitiger Anwendung von Antibiotika heilt eine Brustentzündung (Mastitis) in den meisten Fällen folgenlos ab.
Die Prognose der Brustentzündung ist daher sehr gut.
Wird die Entzündung jedoch zu spät oder gar nicht behandelt, kann es zu der Bildung eines Abszesses kommen, der unter anderem operativ versorgt werden muss.
Im schlimmsten, jedoch sehr seltenen Fall, breitet sich die Infektion weiter aus, sodass es zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen kann.
In einigen Fällen treten die Beschwerden auch nach abgeschlossener Behandlung erneut auf.
Kommt es immer wieder zu einer Brustentzündung außerhalb der Stillzeit, besteht die Gefahr, dass es zu einem chronischen Verlauf kommt.
Wenn sich die Beschwerden nicht nach spätestens 24 bis 48 Stunden deutlich bessern, wird vermutlich eine Behandlung mit Antibiotika notwendig.
Nach Beginn der Antibiotikaeinnahme kommt es bereits nach kurzer Zeit zu einer Besserung der Symptome.
Die Dauer der Antibiotikaeinnahme beträgt 5 bis 10 Tage.
Eine Entzündung des Drüsengewebes ist nicht ansteckend, sodass keine Gefahr für das Baby besteht und weiter gestillt werden kann.
In seltenen Fällen kann es auch bei Kindern zu einer Brustentzündung kommen.
Dies ist jedoch eher in Ausnahmefällen der Fall.
Bei einer Brustentzündung beim Neugeborenen spricht man von einer Mastitis neonatorum.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Brustdrüse, Milchgänge, Brusthaut, umliegendes Fett- und Bindegewebe |
| Differentialdiagnose | Brustabszess, Milchstau, entzündlicher Brustkrebs, Hautinfektionen, Fibroadenom |
| Medikamente | Antibiotika (bei bakterieller Mastitis), Schmerzmittel (NSAR), ggf. Entzündungshemmer |
| Epidemiologie | häufig bei stillenden Frauen (Mastitis puerperalis), selten bei Nichtstillenden (Mastitis non-puerperalis) |
| Prognose | bei frühzeitiger Behandlung sehr gut; verzögerte Behandlung kann zu Abszessen führen |
| Verlauf | akuter Beginn, rasche Verschlechterung möglich; bei Stillenden oft mit Milchstau kombiniert |
| Pathophysiologie | bakterielle Infektion (meist Staphylococcus aureus) oder sterile Entzündung durch Milchstau |
| Komplikation | Brustabszess, Fieber, Sepsis (selten), Stillprobleme, chronische Mastitis |
| Behandlung | Antibiotika, Kühlung, Ausstreichen/Abpumpen der Brust, ausreichende Entleerung, Schmerztherapie |
| Primärvorbeugung | korrektes Stillmanagement, häufiges Anlegen, Brustwarzenpflege, Vermeidung von Milchstau |
| Sekundärvorbeugung | frühe Behandlung von Milchstau, Kontrolle von Brustwarzenverletzungen |
| Risikofaktoren | Stillen, Milchstau, Brustwarzenrisse, Stress, geschwächtes Immunsystem, Rauchen |
| Anzeichen | schmerzhafte Brust, Rötung, Überwärmung, Schwellung, Fieber, Schüttelfrost, verhärtete Bereiche |
| Stadien | Mastitis ohne Abszess, Mastitis mit Abszessbildung |
| Diagnostik | klinische Untersuchung, Ultraschall bei Abszessverdacht, Labor (CRP, Blutbild) |
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