Brustkorbprellung (Thoraxprellung), wenn es aufgrund einer Gewalteinwirkung zur Prellung, jedoch zu keiner strukturellen Schädigung des Brustkorbs und darunterliegender Organe kommt.


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Eine Brustkorbprellung ist eine Verletzung des Brustkorbes, bei der die knöchernen Strukturen, also Rippen, Brustbein und Wirbelsäule intakt bleiben, aber der Knorpel und Bandapparat geschädigt werden. Die Organe bleiben ebenfalls unverletzt. Meist entsteht eine Brustkorbprellung als Folge einer stumpfen Gewalteinwirkung gegen den Brustkorb. Bei einer Prellung liegt kein Bruch von Knochenstrukturen sowie keine Schädigung innerer Organe vor.
Unter normalen Umständen ist eine Brustkorbprellung ungefährlich.
Die Brustkorbprellung ist oftmals jedoch sehr schmerzhaft und kann unter Umständen zu gefährlichen Atemproblemen oder Lungenentzündungen führen.
In der Regel heilt sie allerdings mit guter Schmerztherapie und körperlicher Schonung schnell und folgenlos ab.
Nach einem Sturz oder Schlag auf den Brustkorb mit anschließenden Schmerzen solltest Du immer einen Arzt aufsuchen.
Der Arzt untersucht, ob möglicherweise ein Rippenbruch oder Brustbeinbruch vorliegt und ob möglicherweise noch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Der Brustkorb (Thorax) umfasst 12 Brustwirbel, 12 Rippenpaare und das Brustbein.
Der Brustkorb hat 2 Funktionen:
Bei Verletzungen des Brustkorbs sollte daher immer auch eine Beteiligung der inneren Organe ausgeschlossen werden.
Eine Prellung von einem Bruch zu unterscheiden ist oftmals nicht einfach, da die Symptome ähnlich ausfallen. Einblutungen und starke Schmerzen treten in beiden Fällen auf.
Kommt es zu einer deutlich sichtbaren Verschiebung des Brustkorbs (Änderung der Form des Brustkorbs), handelt es sich um einen Bruch.
Um eine Prellung von einem Bruch zu unterscheiden, ist daher oftmals ein Besuch bei Arzt notwendig.
In den meisten Fällen ist ein Unfall die Ursache einer Brustkorbprellung.

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Bei einer Brustkorbprellung kommt es in vielen Fällen zur Bildung eines Hämatoms (blauer Fleck).
Ähnliche Symptome können bei einer Verletzung innerer Organe sowie bei einem Bruch von Rippen (Rippenbruch) oder Brustbein auftreten.
Liegen sichtbare äußere Verletzungen vor, wird nicht mehr von einer Brustkorbprellung gesprochen.
Medikamente kommen bei einer Brustkorbprellung zum Einsatz, um die Schmerzen zu lindern.
Die Prognose bei einer Brustkorbprellung ist gut.
Meist heilt eine Brustkorbprellung in 3 bis 6 Wochen ab.
Abhängig von Alter und körperlichen Trainingszustand heilt eine Prellung bei jungen, körperlich aktiven mit gut ausgebildeter Brustmuskulatur schneller.
Kleinere Prellungen können bei entsprechendem Einhalten der Schonfrist bereits nach 1 bis 2 Wochen abheilen. Wichtig ist, generell körperliche Anstrengungen in dieser Zeit zu meiden.
Im schlimmsten Fall kann es durch die flache Atmung zu einer Lungenentzündung kommen, da Bakterien es leichter haben sich anzusiedeln.
Komplikationen bei einer Prellung des Brustkorbs sind eher selten und stellen Ausnahmefälle dar.
Dennoch kann es bei sehr starker Krafteinwirkung zu Komplikationen kommen.
Kommt es nach einer Brustkorbprellung zu Anzeichen einer Organschädigung, erfordert dies eine dringende ärztliche Abklärung.
Es kann nicht allgemein gesagt werden, wie viel Zeit die Heilung einer Brustkorbprellung benötigt. Dies hängt von mehreren Faktoren ab, wie z. B. der Art und Schwere der Verletzung. Auch die Art der Behandlung hat einen Einfluss auf die Dauer der Heilung.
Bei einer leichten Brustkorbprellung und einer optimalen Behandlung geht man von einer Heilungsdauer von 1 Monat aus.
Je nach Schwere der Prellung und körperlicher Verfassung dauert die Heilung zwischen wenigen Tagen bis hin zu 6 Wochen.
Auf Sport solltest Du, solange noch Schmerzen bestehen, verzichten und
Auch die Dauer der Krankschreibung variiert und richtet sich in erster Linie nach den Beschwerden der Patienten und der Art der ausgeführten Tätigkeit.
Der behandelnde Arzt wird die Krankschreibung individuell mit Dir besprechen.
Einer Prellung des Brustkorbs vorzubeugen, erweist sich als schwierig.
Es besteht einzig und alleine die Möglichkeit, Risikofaktoren zu minimieren:
Von einer Brustkorbprellung können folgende Strukturen betroffen sein:
Eine Brustkorbprellung ist für die betroffene Person schmerzhaft und unangenehm, beeinflusst aber weder die Schwangerschaft, noch die Entwicklung des Kindes.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Brustkorb (Rippen, Brustbein, Brustmuskulatur), Zwischenrippenmuskulatur, umliegendes Weichteilgewebe |
| Differentialdiagnose | Rippenbruch, Brustbeinbruch, Lungenkontusion, Pneumothorax, Herzprellung, Interkostalneuralgie |
| Medikamente | Schmerzmittel (NSAR), lokal kühlende Salben oder Gel, ggf. Muskelrelaxantien |
| Epidemiologie | häufig nach Stürzen, Sportverletzungen oder stumpfer Gewalt; alle Altersgruppen |
| Prognose | günstig; vollständige Heilung meist innerhalb von 2–6 Wochen |
| Verlauf | akuter Schmerz, verstärkt durch Atmung und Bewegung; schrittweise Besserung über Wochen |
| Pathophysiologie | Prellung des Weichteilgewebes im Brustbereich durch stumpfe Gewalt → Schwellung, Hämatome, Muskelverspannungen |
| Komplikation | Atemschmerzen, Schonatmung, Lungenentzündung (bei unzureichender Belüftung), selten verdeckte Frakturen |
| Behandlung | Schmerztherapie, Schonung, Kühlung, Atemübungen, physiotherapeutische Unterstützung bei Bedarf |
| Primärvorbeugung | Schutzkleidung im Sport, Unfallprävention, Sturzprophylaxe im Alltag |
| Sekundärvorbeugung | ausreichende Schmerzbehandlung zur Vermeidung von Schonatmung, Atemtherapie |
| Risikofaktoren | Sportarten mit Körperkontakt, Verkehrsunfälle, Stürze, Osteoporose (erhöht Risiko für Begleitfrakturen) |
| Anzeichen | Brustschmerzen, Druckschmerz, Atemschmerzen, Schwellung, Hämatome, eingeschränkte Beweglichkeit |
| Stadien | leichte Prellung, mäßige Prellung, schwere Prellung mit Muskelbeteiligung |
| Diagnostik | Klinische Untersuchung, Röntgen zum Ausschluss von Frakturen, Ultraschall bei Hämatomen, ggf. CT bei Verdacht auf Organverletzung |
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