Rippenblockade, wenn aufgrund einer Fehlfunktion des Wirbel-Rippen-Gelenks die Rippen blockieren.

Erfahrungs Berichte
Übungen
Unter einer Rippenblockade versteht man die Fehlfunktion einer Rippe in ihrem Gelenk zum Wirbelkörper. Das wird durch muskuläre Spannung, eingeschränkte Beweglichkeit sowie Schmerzen und einem Engegefühl im Brustkorb begleitet.
Eine Rippenblockade ist zwar nicht gefährlich, aber sehr schmerzhaft.
Kommt es jedoch in seltenen Fällen durch die starken Schmerzen zu Luftnot, kann es gefährlich werden.
Wichtig ist auch, Differenzialdiagnosen wie zum Beispiel einen Herzinfarkt (bei dem plötzlich auftretende, in den Arm ausstrahlende starke Schmerzen auch auftreten) oder eine Aortendissektion auszuschließen.
Bei diesen Diagnosen handelt es sich um lebensbedrohliche Ereignisse.
Kommt es nach wenigen Tagen zu keiner Besserung der Beschwerden, sollte ein Orthopäde aufgesucht werden.
Treten immer wieder Blockaden auf oder lassen die Schmerzen nach Therapieversuchen nicht nach, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden.
Die 12 Rippen (costae) sind mit der Brustwirbelsäule und zum Teil mit dem Brustbein (Sternum) verbunden.
Die Rippengelenke sind sehr unbeweglich und haben einen geringen Bewegungsspielraum und geben dadurch den Brustkorb seine Stabilität.
Dennoch ist eine gewisse Beweglichkeit der Rippengelenke für die Bewegung der Brustwirbelsäule und der Atmung notwendig.
Kommt es zu einer Bewegungseinschränkung der Rippen, spricht man von einer Rippenblockade.
Bei einer Rippenblockade kommt es zu einer Fehlfunktion der Rippen im Wirbel-Rippen-Gelenk.
Hinweis! Typische für eine Rippenblockade ist eine Verbesserung der Schmerzen in bestimmten Körperpositionen (Schutzhaltung).
Beachte! In einigen Fällen löst sich eine Rippenblockade von alleine.
Die Prognose ist bei einer Rippenblockade sehr gut.
Nachdem die Blockade gelöst ist, sollten gezielte Übungen durchgeführt werden, um die Muskulatur zu stärken und eine erneute Blockade zu verhindern.
Die Dauer einer Rippenblockade ist unterschiedlich. Grundsätzlich kann man zwischen zwei Verlaufsformen unterscheiden.
Eine Rippenblockade kann rechts- oder linksseitig lokalisiert sein.
Bei einer linksseitig gelegenen Rippenblockade kann aufgrund der Nähe zum Herzen die Rippenblockade als Anzeichen eines Herzinfarktes gedeutet werden.
Eine Rippenblockade beschränkt sich auf die betroffene Region und gefährdet in der Regel weder die Schwangerschaft noch die Entwicklung des Kindes.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Rippen, Rippen-Wirbel-Gelenke, Interkostalmuskulatur, Brustwand |
| Differentialdiagnose | Rippenfraktur, Prellung des Brustkorbs, Zoster (Gürtelrose), Interkostalneuralgie, Lungenentzündung, Herzinfarkt |
| Medikamente | Schmerzmittel (NSAR), Muskelrelaxanzien, ggf. lokale Injektionen bei chronischen Schmerzen |
| Epidemiologie | häufig bei Fehlhaltungen, Überlastung oder plötzlicher Drehbewegung; alle Altersgruppen betroffen |
| Prognose | meist gut; spontane Besserung innerhalb von Tagen bis Wochen |
| Verlauf | akute Schmerzen, oft stechend; verschlechtert sich bei Atmung oder Bewegung; meist selbstlimitierend |
| Pathophysiologie | Blockade eines Rippen-Wirbel-Gelenks oder muskuläre Verspannung → eingeschränkte Beweglichkeit, lokale Schmerzen |
| Komplikation | Atemnot durch Schonatmung, chronische Schmerzen bei Fehlbelastung, Überlastung anderer Gelenke |
| Behandlung | manuelle Therapie (Chiropraktik, Physiotherapie), Wärmeanwendungen, Schmerztherapie, Atemübungen |
| Primärvorbeugung | richtige Körperhaltung, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, gezieltes Training der Rücken- und Brustmuskulatur |
| Sekundärvorbeugung | frühe Therapie bei ersten Anzeichen, Vermeidung einseitiger Belastung, regelmäßige Bewegung |
| Risikofaktoren | schlechte Haltung, Überlastung, plötzliche Drehbewegungen, Sportverletzungen, Muskelverspannungen |
| Anzeichen | stechender oder ziehender Schmerz an der Brust- oder Rückenwand, Druckschmerz, eingeschränkte Beweglichkeit, Atemschmerz |
| Stadien | akut, subakut, chronisch (bei länger bestehender Fehlstellung oder Muskelverspannung) |
| Diagnostik | klinische Untersuchung, Beweglichkeitstest, Ausschluss von Frakturen (Röntgen), Ultraschall bei Weichteilbeteiligung |
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