Herzinfarkt (Myokardinfarkt), wenn Teile des Herzens nicht mehr richtig durchblutet werden und das Herz somit nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.
Erfahrungs Berichte
Bei einem Herzinfarkt herrscht Lebensgefahr. Der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) bezeichnet den Untergang von Herzmuskelgewebe aufgrund einer lokalen Störung der Durchblutung einer oder mehrerer Herzkranzarterien. Ohne schnelle Hilfe sterben die nicht-durchbluteten Teile des Herzens ab.

Bei dieser Erkrankung kann es unter Umständen zu einem sehr gefährlichen Verlauf kommen. Bei folgenden Anzeichen solltes Du einen Notarzt verständigen!
Plötzliche, starke Brustschmerzen, ausstrahlende Schmerzen in den linken Arm, Engegefühl in der Brust, Schmerzen im Oberbauch, Todesangst.
Ein Herzinfarkt ist sehr gefährlich und lebensbedrohlich.
Ca. 8,4 % der Patienten überleben einen akuten Herzinfarkt nicht.
Wenn Du Anzeichen eines Herzinfarktes bei Dir oder einem Angehörigen vermutest, musst Du sofort den Notarzt verständigen.
Eine rechtzeitige Einleitung der Behandlung ist lebensnotwendig.
Das Herz (cor) liegt in etwa in der Mitte des Brustkorbs und besteht aus 4 Hohlräumen.
Es versorgt unsere Organe kontinuierlich mit sauerstoffangereichertem Blut und ist somit lebenswichtig.
Ein Herzinfarkt kann eingeteilt werden nach:
Die Atherosklerose ist meist die Ursache eines Herzinfarktes.
Hierbei handelt es sich um eine chronisch degenerative Erkrankung der Gefäße.
Mit der Zeit verengen sich die Gefäße und verlieren die Eigenschaft, sich bei Belastung zu weiten.
Aus diesem Grund leiden die Patienten häufig an Atemnot bei Belastung.
Darüber hinaus führt die Atherosklerose zu einer Bildung von Plaques in der Gefäßschicht. Diese Plaques entstehen aus Ablagerungen von Fettmolekülen.
Die große Gefahr hierbei ist, dass sich so ein Plaque von der Gefäßwand löst und ein nachfolgendes Gefäß verstopft.
Dadurch wird akut die Blutzufuhr eines Gefäßes unterbunden. Je nachdem wie groß dieses Gefäß ist, kann das Herz geschädigt werden und man kann das Vollbild eines Herzinfarktes erkennen.
Die Risikofaktoren, die zur Entstehung eines Herzinfarktes führen, sind meist beeinflussbar.
Die beeinflussbaren Risikofaktoren sind ein regelmäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum, ein Bluthochdruck, ein erhöhter Cholesterinspiegel und eine ungesunde Ernährung.
Desweiteren kommen noch Adipositas und Bewegungsmangel hinzu.
Neben den beeinflussbaren Risikofaktoren gibt es auch nicht beeinflussbare Risikofaktoren. Hierzu gehören ein hohes Lebensalter, männliches Geschlecht und eine genetische Prädisposition.
Die Beschwerden sind bei einem Herzinfarkt individuell sehr unterschiedlich.
In ca. 20% der Fälle handelt es sich um stumme Infarkte, also ohne Symptome.
Ein Herzinfarkt setzt akut ein und ist häufig sehr schmerzhaft.
Die Schmerzen sind meist im Bereich der Brust und können in den linken Arm, in den linken Bereich des Halses oder in den linken Kiefer ausstrahlen.
In seltenen Fällen können die Schmerzen auch in den Rücken oder in den Oberbauch ausstrahlen. Betroffene Patienten beschreiben die Schmerzen oft so, als ob ein schwerer Gegenstand auf ihrer Brust liege.
Neben den Schmerzen können auch weitere Symptome wie Übelkeit und Erbrechen auftreten.
Durch die mangelnde Pumpfunktion des Herzens wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Folglich kann es zu einem Abfall des Blutdruckes kommen, welcher von Schwindel oder gar von einem Bewusstseinsverlust begleitet wird.
Die oben beschriebenen Anzeichen erwecken natürlich ein Gefühl der Angst.
Die Angst kann soweit fortschreiten das Patienten sehr unruhig werden und das Gefühl des Todesangst erleben.
Aus diesem Grund sollten diese Patienten immer beruhigt werden und gegebenfalls sollten Benzodiazepine (Beruhigungsmittel) gegeben werden.
Bei Frauen sind die Anzeichen eines Herzinfarktes oftmals weniger eindeutig.
Zu den typischen Beschwerden, die insbesondere bei weiblichen Betroffenen auftreten, gehören:
Die Vorboten eines Herzinfarktes ist meist die Koronare Herzerkrankungen (KHK).
Hierbei handelt es um eine atherosklerotische Veränderung der Herzkranzgefäße, die zu einer Verengung (lat. Stenose) der Gefäße führt.
Dadurch kommt es zu einer Minderversorgung einiger Areale mit Sauerstoff.
Dies ist insbesondere bei Belastung zu spüren, da die Gefäße sich nicht mehr weiten können. Betroffene klagen über Luftnot (Atemnot) und einen stechenden Schmerz in der Brust.
Falls diese Symptomatik vorliegt, sollte man seinen Hausarzt oder einen Internisten zur weiteren Abklärung aufsuchen.
Bei weiterem Fortschreiten der KHK kann nämlich ein Herzinfarkt die Folge sein, der lebensgefährlich sein kann.
Falls der Patient an akut einsetzenden Brustschmerzen leidet, sollte schnellstmöglichst eine Ersteinschätzung erfolgen.
Hierzu gehören Vorerkrankungen und Risikofaktoren, wie Nikotinkonsum oder Adipositas.
Anschließend sollte schnellstmöglichst ein EKG (Elektrokardiogramm) geschrieben werden.
Hierfür werden Elektroden im Bereich der Brust aufgeklebt - diese können die Herzaktivität aufzeichnen.
Falls ein Herzinfarkt aufgetreten ist, verändert sich die Herzaktivität.
Zusätzlich sollte Blut abgenommen werden.
Bei einer Schädigung von Herzmuskelzellen sind einige Parameter, wie zum Beispiel das Troponin erhöht.
Falls man einen Herzinfarkt erleidet, sollte man unverzüglich einen Notarzt kontaktieren.
Ein Herzinfarkt ist eine lebensbedrohliche Erkrankung und muss schnellstmöglich behandelt werden. Der Notarzt leidet die entsprechende Erstversorgung ein und fährt den Patienten in das nächste Herzkatheterlabor.
Das Herz ist essentiell für einen stabilen Blutdruck.
Es funktioniert wie eine Art Pumpe, die sauerstoffreiches Blut in den Körper treibt.
Bei einem Herzinfarkt kommt es zu einem Untergang von Herzmuskelzellen.
Folglich kann das Herz nicht mehr die notwendige Pumpfunktion aufbringen. Ein deutlich reduziertes Blutvolumen gelangt in den Kreislauf und der Blutdruck sinkt.
Dies kann zu Schwindel und sogar zu einem Bewusstseinsverlust führen.
Ein akuter Herzinfarkt bedarf eine sofortige stationäre Aufnahme und intensivmedizinische Betreuung.
Für die Behandlung eines Herzinfarktes werden verschiedene Medikamente verabreicht.
Diese dienen aber primär der Erstversorgung. Im
Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht:
Neben den genannten Medikamenten erfolgt die eigentliche Therapie aber in einem Herzkatheterlabor.
Hier wird über einen Zugang über eine Arterie, meist in der Leiste oder in der Hand, ein Katheter bis zum Herzen vorgeschoben.
Hierbei wird das verschlossene Gefäß wieder geöffnet und ein Stent wird eingesetzt.
Der Stent wird zur Prävention verwendet, um das Gefäß offen zu halten und einen neuen Infarkt zu verhindern.
Die erste Hilfe bei einem Herzinfarkt erfolgt durch einen Notarzt.
Dieser stellt zunächst die Diagnose und leitet unverzüglich die Erstmaßnahmen ein.
Hierzu gehört die Stabilisierung von Herz-Kreislauf und die Gabe von speziellen Notfallmedikamenten. Es werden Opioide zur Schmerzreduktion eingesetzt und Medikamente verabreicht, welche die Blutgerinnung hemmen.
Im Extremfall muss der Notarzt gar eine Reanimation durchführen.
Nach der Gabe der erforderlichen Medikamente fährt der Notarzt mit dem Patienten in das nächstgelegene Krankenhaus, das ein Herzkatheterlabor besitzt.
Ein Stent wird zu Prävention eingesetzt.
Das bedeutet, dass ein Stent immer dann eingesetzt wird, wenn man einen erneuten Verschluss befürchtet.
Nach einem Herzinfarkt werden die betroffenen Gefäße durch ein spezielles Verfahren (perkutane transluminale Angioplastie, PTA) geöffnet.
Allerdings ist die Gefahr eines erneuten Verschlusses hoch, sodass man in vielen Fällen einen Stent einsetzt und eine spezielle Medikation für die Blutverdünnung anordnet.
Dies entscheidet aber der behandelnde Kardiologe während der speziellen Behandlung (PTA).
Bei einem akuten Herzinfarkt werden folgenden Medikamente verabreicht.
Hinweis! Medikamente dürfen bei einem Herzinfarkt aufgrund der Lyse-Therapie nicht intravenös verabreicht werden.
Für die Prognose eines Herzinfarktes lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen, da diese von dem Verschluss der Arterie abhängt.
Allerdings lässt sich sagen, dass bei einem Verschluss einer kleinen Arterie die Prognose gut ist, wohingegen die Prognose bei einem Verschluss der Hauptstamm-Arterien deutlich schlechter ist.
Weiterhin wichtig für die Prognose eines Herzinfarktes ist der Zeitpunkt der Intervention.
Falls das Gefäß innerhalb von kürzester Zeit eröffnet wird, kann das Gewebe erhalten werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist dies aber nicht mehr der Fall und die Herzmuskelzellen sterben dauerhaft ab.
Die Überlebenschancen bei einem Herzinfarkt sind unterschiedlich und eine allgemeine Aussage lässt sich leider nicht treffen.
Die Chancen hängen zum einen von dem Verschluss der Arterie ab.
Es gibt Arterien, die große Areale des Herzens versorgen, wohingegen einige Arterien nur für kleine Bereiche wichtig sind.
Zudem ist der Zeitpunkt der Intervention sehr wichtig.
Falls die Intervention früh erfolgt, kann besonders viel Herzgewebe erhalten werden. Dies erhöht die Überlebenschancen um einiges.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das Lebensalter.
Ein jüngerer Patient hat eine deutlich höhere Chance, als ein älterer Patient mit weiteren Vorerkrankungen.
Wie verläuft ein Herzinfarkt?
Der Verlauf eines Herzinfarktes ist abhängig von dem Verschluss des Gefäßes.
Falls kleine Arterien betroffen sind, kann die Symptomatik milde verlaufen.
Bei einem Verschluss einer Hauptstammarterie hingegen klagen die betroffenen Patienten über heftigste Schmerzen.
Diese Schmerzen setzten meist akut ein und können mit Luftnot, Übelkeit und einem Kreislaufversagen einhergehen.
In diesem Fall ist der Verlauf deutlich gravierender.
Der Herzinfarkt an sich ist schon eine Komplikation.
Deutlich problematisch wird es, wenn es im Zuge des Herzinfarktes zu Kammerflimmern und Pumpversagen des Herzmuskels kommt.
Auch ein unbemerkter (stummer Infarkt) Infarkt birgt ein hohes Risiko, da Patienten in diesem Fall oft zu spät medizinische Hilfe erhalten.
Die typischen Schmerzen und Symptome bei einem Herzinfarkt halten in der Regel für ca. 5 Minuten an. Die Dauer variiert jedoch von Mensch zu Mensch.
Eine Prophylaxe vor einem Herzinfarkt ist durch die Reduzierung der Risikofaktoren für Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) möglich.
Wie bereits geschildert gibt es beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren.
Bei den beeinflussbaren Risikofaktoren handelt es sich um einen ungesunden Lebensstil.
Dies kann man aber ändern, indem man auf eine gesunde Ernährung achtet.
Hierbei wird eine mediterrane Kost empfohlen. Diese besteht aus viel Gemüse, frischem Obst und regelmäßigem Konsum von Meeresfrüchten.
Prozessierte Lebensmittel sollte man von seinem Speiseplan streichen.
Hierzu gehört verarbeitetes Fleisch, Fertiggerichte, Süßigkeiten und Snacks.
Neben einer gesunden Ernährung sollte man regelmäßig Sport treiben.
Empfohlene Sportarten sind Joggen, Radfahren und Schwimmen.
Aber natürlich kann man auch jede andere Sportart durchführen.
Darüber hinaus sollte man auf den Nikotinkonsum gänzlich verzichten.
Alkohol "kann" hin und wieder in kleinen Mengen getrunken werden.
Falls man an einem Bluthochdruck oder einem erhöhten Cholesterinspiegel leidet, sollte man seinen Hausarzt aufsuchen, damit dieser eine medikamentöse Therapie einleitet.
Allerdings verschwinden diese Erkrankungen bei den meisten Menschen, wenn ein konsequenter Wandel des Lebensstils durchgezogen wird.
Im Idealfall müssen die betroffenen Patienten auch keine Medikamente mehr einnehmen.
Die Lebenserwartung nach einem Herzinfarkt hängt maßgeblich von folgenden Kriterien ab.
Der Herzinfarkt ist die häufigste Todesursache in Deutschland.
Pro Jahr versterben etwa 50.000 Patient/innen.
Die Lebenszeitprävalenz einen Herzinfarkt zu erleiden liegt bei etwa 5%, wobei die Prävalenz bei Männern etwas höher liegt und bei Frauen etwas niedriger.
Insbesondere Patienten, die an einer Atherosklerose leiden, können einen Infarkt erleiden.
Eine Atherosklerose beschreibt eine chronisch degenerative Erkrankung der Blutgefäße.
Diese kann durch einen ungesunden Lebensstil ausgelöst werden.
Hierzu gehört unter anderem der Nikotinkonsum, eine ungesunde Ernährung, Adipositas und Bewegungsmangel.
Meistens sind die Symptome eines Herzinfarktes zwischen einem Mann und einer Frau ähnlich.
Allerdings können die Symptome bei älteren Frauen schwach ausgeprägt sein, sodass man auf den ersten Blick keinen Herzinfarkt vermutet.
Auch bei Patienten, die an einem Diabetes Mellitus oder einer chronischen Herzinsuffizienz (Herzschwäche) leiden, können die Symptome maskiert sein. Aus diesem Grund muss man bei dieser Patientengruppe die Diagnostik besonders sorgfältig durchführen.
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