Morbus Behçet, wenn es zu einer schubweisen, chronisch-entzündlichen Gefäßerkrankung mit schmerzhaften Aphten im Mund und Genitalbereich kommt (Hulusi Behçet (1889–1948).

Erfahrungs Berichte
Unter dem Begriff Morbus Behcet (Morbus Behçet) versteht man eine Autoimmunerkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, bei der es zu einer Gefäßentzündung (Vaskulitis) kommt. Die Ursache ist nur unzureichend geklärt und es können sowohl Arterien als auch Venen betroffen sein. Die Entzündung wirkt sich auf das gesamte System aus. Es kommt zu schmerzhaften Aphthen im Mund und Genitalbereich. Unbehandelt können schwere Organschäden bis hin zur Erblindung erfolgen. Morbus Behcet tritt in der Regel schubweise auf und wird mit Immunsuppressiva (Kortison) behandelt.
Morbus Behçet ist eine chronische Gefäßentzündung, die meist mit schmerzhaften, aber nicht lebensbedrohlichen Symptomen wie Mund- und Genitalgeschwüren oder Hautveränderungen verläuft.
Gefährlich wird die Erkrankung, wenn Augen, Gefäße oder das Nervensystem betroffen sind.
Sehschäden, Thrombosen oder neurologische Ausfälle können in diesem Fall die Folge sein.
Mit moderner immunsuppressiver Therapie ist die Prognose heute jedoch deutlich besser, sofern die Erkrankung früh erkannt und konsequent behandelt wird.
Einen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn wiederholt schmerzhafte Mund- oder Genitalgeschwüre auftreten, die länger als ein bis zwei Wochen bestehen oder wiederkehrend auftreten.
Sofort ärztlich abklären sind Augenbeschwerden wie Rötung, Lichtempfindlichkeit oder verschwommenes Sehen, sowie starke Kopfschmerzen, neurologische Auffälligkeiten, ungeklärte Beinschwellung oder Atemnot.
Auch bei bekannter Erkrankung ist eine zeitnahe Kontrolle wichtig, wenn neue Symptome auftreten oder sich bestehende Beschwerden verschlechtern.
Morbus Behcet wird nach Organbeteiligung, Schweregrad und Aktivität eingeteilt – also danach, welche Organe betroffen sind und wie stark die Entzündung aktuell ist.
Man unterscheidet grob zwischen:
In der Praxis wird außerdem zwischen milder, moderater und schwerer Verlaufsform unterschieden, wobei schwere Verläufe durch Augen-, Gefäß- oder neurologische Beteiligung definiert sind.
Da es sich bei Morbus Behcet um eine Systemerkrankung handelt, sind die Symptome sehr unterschiedlich und variabel in ihrem Erscheinungsbild.
Folgende Anzeichen sind möglich:
Die Diagnose des Morbus Behcet wird in der Regel durch die Zusammenschau der klinischen Symptome und der Untersuchung gestellt.
Es gibt Haupt- und Nebenkriterien, die Diagnosestellung erleichtern sollen.
Hierzu zählen:
Es müssen das Hauptkriterium und mind. 2 Nebenkriterien erfüllt sein.

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Bei einem Morbus Behcet kommt es oft zu typischen Hautveränderungen, die man “von außen” sehen kann.
Es kommt zu Aphten bzw. “herpetiformen” Hautausschlag.
Der Ausschlag sieht aus wie Pusteln, die überall am Körper auftreten können.
Zudem ähnelt der Ausschlag Akne.
Ansonsten sieht man den Betroffenen die Erkrankung nicht an.
Die Behandlung von Morbus Behcet ist abhängig von den beteiligten Strukturen und dem Schweregrad der Ausprägung.
Ansprechpartner sind Augenärzte, Neurologen und Rheumatologen.
Ziel der Therapie ist es:
Die Prognose bei Morbus Behcet ist heute insgesamt deutlich besser als früher und hängt stark davon ab, welche Organe betroffen sind.
Insgesamt gilt: Bei früher Diagnose und konsequenter Behandlung haben die meisten Patienten eine gute Langzeitprognose, auch wenn die Erkrankung typischerweise über Jahre schubweise aktiv bleibt.
Einem Morbus Behcet lässt sich nicht vorbeugen.
Genetische sowie Umweltfaktoren beeinflussen die Entstehung der Erkrankung.
Es handelt sich zwar um eine Vaskulitis, also Entzündung der Gefäße, trotzdem hat das Auswirkungen auf den gesamten Körper.
Jede Gefäßgröße kann von der Entzündung in der Gefäßwand betroffen sein, sodass sich die Symptome auch am ganzen Körper präsentieren können.
Eine Heilung der Krankheit gibt es aktuell nicht.
Da es sich um eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung (Vaskulitis) handelt, bleibt die Veranlagung dazu im Körper bestehen.