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pfeilWas ist das?

Als Petechien bezeichnet man stecknadelkopfgroße Blutungen in die Haut oder Schleimhäute. Diese Blutungen entspringen Kapillaren, kleinsten Blutgefäßen, die Haut und Schleimhäute versorgen. Petechien weisen auf eine Störung der Blutstillung hin.

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  • Hämatologie zur Ursachensuche
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Ursachen Petechien

Meist handelt es sich bei Petechien um eine harmlose Ursache, unter Umständen kann jedoch auch eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegen.

  • Infektionskrankheiten – pfeiffersches Drüsenfieber, Scharlach, Mandelentzündung, Meningokokken, Cytomegalie, bakterielle Endokarditis.
  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten) führt zu Problem der Blutgerinnung und zu insuffizienter Abdichtung der Blutgefäße.
  • Nebenwirkung bestimmter Medikamente wie – Antibiotika, Antiepileptika, Blutverdünner, Schmerzmittel.
  • Gefäßentzündung (Vaskulitis) – oder erworbene Gefäßschäden durch bspw. Diabetes.
  • Gewalteinwirkung auf die Haut durch Reibung.
  • Leukämie – da hierbei Verdrängung der roten Blutkörperchen und Blutplättchen; Petechien eines der ersten Anzeichen für Leukämie.
  • Mangelernährung – Vitamin K oder Vitamin C.

Ursache Infektionskrankheiten

In den meisten Fällen sind die Ursachen von Petechien eher harmlose Krankheiten, die gut therapiert werden können.

Zu diesen Infektionskrankheiten gehören unter anderem das Pfeiffersche Drüsenfieber, eine Mandelentzündung, die Cytomegalie, der Scharlach, Meningokokken.

Unter diesen Infektionskrankheiten kommt es zu einem Mangel an Blutplättchen - auch Thrombozyten genannt -, die dafür verantwortlich sind, die Gefäße abzudichten.
Fällt diese Abdichtung durch den Plättchenmangel weg, kommt es zu kleinen Einblutungen, die sichtbar werden.

Weitere Auslöser

Auch Medikamente, wie Gerinnungshemmer oder auch Antibiotika, können Petechien als Nebenwirkung verursachen.

Petechien können auch ein Zeichen der Mangelernährung sein.

Ganz simpel können Petechien auch durch Verletzungen wie Einklemmungen entstehen.

Petechien können aber auch durch schwerwiegende grundlegende Krankheiten ausgelöst werden, wie von Blutkrebs oder von Vaskulitiden.
Die Leukämie greift auch in die Blutgerinnung und Blutstillung ein, indem sie gesunde Blutzellen verdrängt.

Daher ist es so wichtig bei Petechien die Ursache genau herauszufinden, um sie frühzeitig und richtig behandeln zu können.

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Symptome Petechien

  • Einblutungen – in Haut oder Schleimhaut (punktförmig bis stecknadelkopfgroß)
    • Einblutungen gruppiert und in größerer Zahl
    • kleine, rötlich-violette, später bräunliche Punkte in der Haut (können ineinander übergehen)
    • meistens schmerzlos
  • Lokalisation – häufig an Armen und Beinen, aber auch an Bauch und Gesäß oder an Gaumen oder der Innenseite der Augenlider.
  • Bei Druck auf Petechien behalten diese ihre Färbung.

Petechien sind selbst ein Symptom.

Sie sind kleine, punktförmige Einblutungen an der Haut oder der Schleimhaut, die nicht wegdrückbar und schmerzlos sind.

Lokalisation
Oft treten sie zuerst an den Knöcheln und Beinen auf.
Andere Stellen, an denen Petechien häufig vorkommen sind Arme, das Gesicht und die Mundschleimhaut, der Bauchbereich und auch am Gesäß.
Am Rücken oder an der Brust sind sie seltener.

Farbe
Sie sind zwar meist rot, können, aber wenn sie länger bestehen auch bräunlich erscheinen.

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Diagnose Petechien

  • Anamnese (Arzt-Patient-Gespräch) – weitere Symptome, Medikamenteneinnahme, körperliche Belastung, Verletzung, Fernreise..
  • Untersuchung durch den Arzt
    • Differenzialdiagnose zu einfachem Hautausschlag
  • Körperliche Untersuchung – Petechien werden in der körperlichen Untersuchung diagnostiziert. Dabei werden sie darauf untersucht, ob sie schmerzfrei und nicht wegdrückbar sind.
    Wurde der Verdacht bestätigt, geht es an die Ursachenfindung.
  • Blutuntersuchung – großes Blutbild
  • Urinprobe – zur weiteren Abklärung
  • Rachenabstrich

Manchmal wird diesen Untersuchungen auch ein Röntgen des Thorax angeschlossen. Welche Untersuchungen und wann sie nötig sind wird individuell vom Arzt entschieden.

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Bilder

Es entstehen kleine, rote Punkte unter der Haut. In vielen Fällen sind als erstes Knöchel und Unterschenkel betroffen.

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Differenzialdiagnose

Petechien als Symptom können bei verschiedenen Krankheiten auftreten.

Die häufigsten sind hierbei Infektionskrankheiten, aber auch andere schwerere Krankheiten können ursächlich sein. Petechien kommen bei folgenden Krankheiten vor:

  • Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Pfeiffersches Drüsenfieber, Cytomegalie
  • Entzündungskrankheiten der Gefäße, auch Vaskulitiden genannt
  • Leukämie
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Behandlung Petechien

Petechien sind ein Symptom, das bei bestimmten zugrunde liegenden Krankheiten auftreten kann.
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Um also die Petechien zu behandeln, ist es essenziell, die ursächliche Krankheit korrekt zu erkennen und zu behandeln.

  • Häufig harmlos und benötigen keine Behandlung.
  • Behandlung richtet sich nach zugrundeliegender Ursache.
  • Bei Petechien durch Infektionskrankheit – Verschwinden nach Heilungsprozess.
  • Petechien als Folge von Blutgerinnungsstörung – Behandlung der Störung.
  • Petechien als Nebenwirkungen von Medikamenten – ggf. anderes Präparat nach Rücksprache mit Arzt.
  • Petechien als Folge von Druck – Verschwinden nach einigen Tagen.
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Prognose

  • Die Prognose kommt auf die Ursache der Petechien an.
  • Wenn ernste Erkrankung zugrunde liegt (in seltenen Fällen) - Lebensqualität und Lebenserwartung eingeschränkt.
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Verlauf

Zumeist verschwinden Petechien nach einigen Tagen oder Wochen, wenn die zugrundeliegende Ursachen behoben wurde.

Liegt den Petechien eine schweiwiegendere Ursache zugrunde wie Leukämie oder Vaskulitiden, verschwinden die Petechien nicht ohne Therapie.

Bleiben die Petechien über einen längeren Zeitraum bestehen oder vermehren sich und Sie kennen die Ursache nicht, suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf.

Erst nach die Ursachenfindung kann die richtige Therapie eingeleitet werden.

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Vorbeugung

  • Da Petechien unterschiedliche Ursachen haben, kann man nicht immer vorbeugen
  • Ist eine erbliche Blutgerinnungsstörung bspw. die Ursache ist keine Vorbeugung möglich 
  • Bei mechanischen Gründen für Petechien sollte man das Tragen von schweren Gegenständen und Reibung auf der Haut vermeiden
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Bei Kindern

Bei Kindern entstehen Petechien durch die gleichen Gründe wie bei Erwachsenen.

Dies kann bei Infektionen oder durch kleine Verletzungen beim Spielen geschehen.

Da aber auch bei KIndern Gerinnungs- oder Blutstillungsstörungen zugrunde liegen können, sollten Kinder mit Petechien, die nicht auf eine klare Ursache zurückgeführt werden können, schnell dem Arzt vorgestellt werden.

Vor allem im Kindesalter können Krankheiten, die zuvor noch nicht bekannt waren, entdeckt werden und es sollte keine Zeit mit ihrer Diagnose und Therapie verloren werden, da es manchmal auch schwere Krankheiten sein können.

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Zahlen & Statistiken

  • Häufigkeit – Da es sich bei Petechien nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom handelt, gibt es keine genauen zahlen, wie viele Menschen von Petechien betroffen sind.
    Viele Menschen bemerken Petechien auch erst später, wenn diese sich im Laufe der zugrundeliegenden Krankheit vermehrt haben.
  • Alter – Man kann sagen, dass Kinder und Senioren am häufigsten betroffen sind, da diese Personengruppen am häufigsten Störungen in der Blutgerinnung und -stillung haben.
    Dies ist zum einen der Fall, weil im frühen Alter einige Krankheiten noch nicht diagnostiziert wurden, zum anderen, weil Senioren oft Medikamente einnehmen, die in die Blutgerinnung einwirken und auch, weil im Alter die Gerinnung und Blutstillung nicht mehr so gut funktioniert.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 1/1000
Alters FaktenAlterab Kind
Geschlecht FaktenGeschlechtk. A.
aktualisiert: 08.12.2025
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EigenschaftWert
AnatomieHaut, Schleimhäute, Blutgefäße, Blutplättchen (Thrombozyten)
DifferentialdiagnoseThrombozytopenien, Gerinnungsstörungen, Infektionen (z. B. Sepsis, Meningokokken), Vaskulitiden, Trauma, Vitamin-K-Mangel
MedikamenteAbhängig von Ursache: Thrombozytenkonzentrate, Immunsuppressiva bei ITP, Antibiotika bei Infektion, Gerinnungsfaktoren bei Koagulopathien
Epidemiologieselten; kann in jedem Alter auftreten; häufig bei Immunthrombozytopenie, Infektionen oder Medikamentennebenwirkungen
Prognoseabhängig von Ursache; meist gut bei reversibler Ursache, bei schweren Infektionen oder Koagulopathien lebensbedrohlich
Verlaufplötzlich oder schleichend; Petechien können lokal begrenzt oder generalisiert auftreten
PathophysiologieKapillarschädigung oder Mangel an Blutplättchen/Gerinnungsfaktoren → punktförmige Blutungen in Haut oder Schleimhaut
Komplikationinnere Blutungen, Anämie, Sepsis, Organblutungen bei schwerer Koagulopathie
BehandlungUrsachenorientiert: Thrombozytenkonzentrate, Immunsuppressiva, Antibiotika, Gerinnungsfaktoren; symptomatische Maßnahmen
Primärvorbeugungkeine spezifische Prävention möglich
Sekundärvorbeugungfrühe Abklärung von Blutungszeichen, Überwachung von Risikopatienten, Behandlung von Grunderkrankungen
RisikofaktorenThrombozytopenien, Gerinnungsstörungen, bestimmte Medikamente, Infektionen, Autoimmunerkrankungen
Anzeichenpunktförmige rote oder violette Haut- und Schleimhautblutungen, häufig an Beinen, Unterarmen, Mundschleimhaut
Stadienmild (isolierte Petechien), moderat (häufig generalisiert), schwer (begleitende Blutungen, Organbeteiligung)
DiagnostikBlutbild (Thrombozytenzahl), Gerinnungsprofil, Leberwerte, Infektionsdiagnostik, Immunologische Tests, ggf. Knochenmarkdiagnostik
Hinweis: Diese Tabelle dient der strukturierten Datenaufbereitung für KI-gestützte Informationsverarbeitung und Assistenzsysteme.
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  • Häufigkeit – Da es sich bei Petechien nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom handelt, gibt es keine genauen zahlen, wie viele Menschen von Petechien betroffen sind.
    Viele Menschen bemerken Petechien auch erst später, wenn diese sich im Laufe der zugrundeliegenden Krankheit vermehrt haben.
  • Alter – Man kann sagen, dass Kinder und Senioren am häufigsten betroffen sind, da diese Personengruppen am häufigsten Störungen in der Blutgerinnung und -stillung haben.
    Dies ist zum einen der Fall, weil im frühen Alter einige Krankheiten noch nicht diagnostiziert wurden, zum anderen, weil Senioren oft Medikamente einnehmen, die in die Blutgerinnung einwirken und auch, weil im Alter die Gerinnung und Blutstillung nicht mehr so gut funktioniert.
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