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pfeilWas ist das?

Unter Scharlach versteht man eine bakterielle Infektion mit Streptokokken der Gruppe A, die mit typischen Symptomen wie hohem Fieber, Halsschmerzen und einem Hautausschlag einhergeht. Scharlach tritt vermehrt in den Wintermonaten auf.

Zusammenfassung Scharlach

  • Ursache für Scharlach sind Bakterien.
  • Zu den Anzeichen zählen hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, Lymphknotenschwellungen und eine charakteristische weiß-rote Färbung der Zunge.
  • Ein Schnelltest auf Streptokokken gibt Aufschluss.
  • Körperliche Ruhe und eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika ist notwendig.
  • Bei einer Behandlung mit Antibiotika ist die Prognose gut.
  • Beim Erwachsene tritt Fieber eher selten auf.
pfeilIst das gefährlich?

Im Allgemeinen verläuft Scharlach harmlos und komplikationsfrei und wird daher von uns als nicht gefährlich eingestuft.

Es kann jedoch bei ausbleibender Behandlung unter Umständen zu Komplikationen kommen.

pfeilWann zum Arzt?

Bei Verdacht auf Scharlach (siehe Anzeichen), solltest Du einen Arzt aufsuchen. Spätestens, wenn Dein Kind Schmerzen beim Schlucken hat oder sich die typischen weißen Beläge auf der Zunge zeigen.

Eine frühzeitige Diagnose und Einleitung der Behandlung beugen möglichen Komplikationen vor.

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Scharlach beim Erwachsene

Scharlach gilt zwar als Kinderkrankheit, da meist Kinder zwischen 6 und 12 Jahren betroffen sind, grundsätzlich kann Scharlach jedoch in jedem Alter auftreten.

Streptokokken können auch beim Erwachsenen Scharlach verursachen.

Die Erkrankung Scharlach verläuft beim Erwachsenen ähnlich wie bei Kindern, allerdings werden die Symptome häufig als eine Erkältung, oder einer echten Grippe fehlgedeutet.

Beim Erwachsenen kommt es typischerweise zu Halsschmerzen (Schmerzen beim Schlucken) und Kopfschmerzen, ebenso können Gliederschmerzen und Bauchschmerzen im Vordergrund stehen.
Das für Scharlach typische Fieber bei Kleinkindern ist oftmals beim Erwachsenen weniger stark ausgeprägt.

Zudem gehen Erwachsenen eher selten zum Arzt und riskieren somit mögliche langfristige Komplikationen wie z.B. eine Herzmuskelentzündung.

Zum Thema Scharlach beim Erwachsenen

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Ursachen Scharlach

  • Bakterien – Scharlach ist eine Infektion, ausgelöst durch Bakterien (Streptokokken/ Streptococcus pyogenes)
    • Die Übertragung erfolgt meist als Tröpfcheninfektion.
  • Risikofaktoren Scharlach
    • Kindesalter (zwischen 6 und 12 Jahre)
    • Chronische Erkrankungen
    • Immunschwäche – Bei einem geschwächtem Immunsystem haben Erreger es deutlich einfacher.

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren von Scharlach?

Ursächlich für Scharlach sind Bakterien, genauer betahämolysierende Streptokokken der Gruppe A.

Die Streptokokken produzieren einen Giftstoff (Toxin) der für den Hautausschlag verantwortlich ist.

Die Übertragung von Scharlach
Scharlach wird über eine Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Niesen, Husten oder Sprechen über Tröpfchen in die Luft abgegeben und von anderen Menschen eingeatmet werden.

Was sind die Risikofaktoren von Scharlach?

Risikofaktoren für eine Scharlacherkrankung sind zuerst einmal der Kontakt zu betroffenen Kindern.

Vor allem Kinder mit einer Immunschwäche oder einer chronischen Erkrankung haben ein erhöhtes Risiko zu erkranken.

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Symptome Scharlach

Was sind die Anzeichen von Scharlach?

Typische Anzeichen einer Scharlacherkrankung sind hohes Fieber und ein reduzierter Allgemeinzustand.
Beim Erwachsenen kann das Fieber abgeschwächt sein, oder erst gar nicht auftreten.

Erbrechen, Bauch- oder Kopfschmerzen können ebenfalls auftreten.
Begleitend treten Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, vergrößerten Rachenmandeln und geschwollene Lymphknoten am Hals auf.

Typisch für Scharlach ist die Veränderung der Zunge, die als weiße Himbeer- oder Erdbeerzunge bezeichnet wird.

Erkrankte Kinder haben einen süßlichen Mundgeruch.

Etwa 48 Stunden nach Krankheitsbeginn kommt es zu einer Wangenrötung und einer Blässe des Mund-Kinn-Dreiecks.
Gleichzeitig tritt ein punktförmiger, roter Ausschlag am weichen Gaumen auf und die Zunge verfärbt sich rot.

Mit einem Test auf Streptokokken kannst Du von zu Hause auf Scharlach testen.

Hinweis! Es müssen nicht immer alle diese Anzeichen auftreten. Erkrankungen verlaufen fast immer individuell.

Verlauf der Symptome

  • Anfangsstadium
    • Erkältungsähnliche Symptome – Zu Beginn von Scharlach kommt es in den meisten Fällen zu allgemeinen Krankheitszeichen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Hinzu kommen relativ schnell Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, sowie eine rasch ansteigende Körpertemperatur (Fieber).
    • Magenbeschwerden – In einigen Fällen klagen Betroffene (Kinder) über Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
    • Mandelentzündung – Der Gaumen und Rachen kann bereits gerötet sein, ggf., bildet sich ein weißer Belag.
    • Lymphknotenschwellung – Oftmals sind die Lymphknoten geschwollen.
  • Nach ca. 1 bis 2 Tagen
    • Himbeerzunge – Die Zunge erscheint in vielen Fällen zunächst weißlich und verfärbt sich anschließend himbeerrot.
    • Wangenrötung – Die Wangen sind oft stark gerötet.
    • Hautausschlag – Der Pünktchen-förmige Ausschlag breitet sich von Achseln, Leiste, Bauch und Brustkorb über den ganzen Körper aus. Nach ca. einer Woche verschwindet der Ausschlag. Die Haut kann sich im Anschluss an Handinnenflächen und Fußsohle schälen.

Beachte! Der Verlauf von Scharlach ist zwar oft charakteristisch, jedoch gibt es immer individuelle Unterschiede. Mit einem Selbsttest kannst Du Dich auf Scharlach testen.

Der typische Hautausschlag bei Scharlach

Es tritt der klassische Hautausschlag auf, der in der Fachsprache als feinfleckiges makulopapulöses Exanthem beschrieben wird.
Er besteht aus etwa stecknadelkopfgroßen, hellroten Flecken, die leicht erhaben sind.
Der Ausschlag ist in den Gelenkbeugen und der Leiste am stärksten ausgeprägt. Ein Juckreiz besteht in der Regel nicht. Ein bis zwei Tage nach Auftreten des Ausschlags verfärbt sich dieser scharlachrot.
Der Ausschlag blasst nach etwa zwei bis vier Tagen langsam ab. 

Charakteristisch ist ebenfalls eine Schuppung der Haut der Hände, des Gesichts, des Stammes und der Leiste.
Diese tritt etwa in der zweiten bis vierten Erkrankungswoche auf.

Wie verändert sich die Zunge bei Scharlach?

Zu Beginn der Scharlacherkrankung ist die Zunge der erkrankten Kinder grau-weißlich belegt.
Dies wird weiße Himbeer- oder Erdbeerzunge genannt.

Im Verlauf der Erkrankung verfärbt sich die Zunge rot und wird dann als rote Himbeer- oder Erdbeerzunge genannt.
Diese Veränderungen der Zunge sind klassische Anzeichen einer Scharlacherkrankung.

Die Scharlach Symptome beim Erwachsenen

Die Anzeichen sind ähnlich wie bei Kindern, allerdings werden die Anzeichen von Scharlach beim Erwachsenen oftmals zunächst mit einer echten Grippe oder einem grippalen Infekt verwechselt.

Es kommt oftmals zu Halsschmerzen und Kopfschmerzen. Aber auch Bauchschmerzen, Schmerzen in der Nierengegend oder Gelenkschmerzen können auftreten.
Das bei Kindern sehr häufige Symptom Fieber tritt bei Erwachsenen nicht zwangsweise auf.

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Diagnose Scharlach

Wie wird Scharlach diagnostiziert?

Blickdiagnose
In den meisten Fällen ist Scharlach eine Blickdiagnose, was bedeutet, dass der Kinderarzt alleine durch eine körperliche Untersuchung die Diagnose stellen kann.

Schnelltest
Zusätzlich kann zur Sicherung der Diagnose ein Schnelltest auf Streptokokken durchgeführt werden.
Hierfür wird ein Rachenabstrich genutzt.

Blutuntersuchung
Weiterhin können im Blut Anzeichen für eine Infektion gefunden werden.
Eine Blutuntersuchung wird jedoch nicht routinemäßig durchgeführt.

Zu welchem Arzt sollte man bei Scharlach?

Bei Scharlach sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden.

Wie viele und welche Kinder sind von Scharlach betroffen?

Scharlach tritt vor allem bei Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren auf.

Die Erkrankung kann jedoch in jedem Alter vorkommen. Es gibt keine genauen Daten zu der Häufigkeit von Scharlacherkrankungen.

Man schätzt, dass jährlich in Deutschland etwa 60 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern auftreten.

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Bilder

Scharlach breitet sich über Achsel, Brustkorb und Leisten über den ganzen Körper aus. Die Fußsohle und Handflächen sind meist nicht von dem Ausschlag betroffen.
Die Wangen sind gerötet und die Haut um den Mund erscheint blass.

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pfeilSelbsttest Scharlach

OK, beginnen wir mit der ersten von insg. 10 Fragen …

Ist im näheren Umfeld (Freund, Familienangehöriger, Kindergartengruppe) Ihres Kindes jemand an Scharlach erkrankt?

2. Frage – Fieber:

Leidet Ihr Kind derzeit unter hohem Fieber (> 39 °C)?

3. Frage – Halsschmerzen:

Leidet Ihr Kind derzeit unter Halsschmerzen und Schluckbeschwerden?

4. Frage – Mundgeruch:

Hat Ihr Kind im Moment einen ungewöhnlich starken, süßlichen Mundgeruch?

5. Frage – Zungenfarbe:

Betrachten Sie die Zunge Ihres Kindes!
Ist Ihnen eine Veränderung der Zunge Ihres Kindes aufgefallen (weißlich belegt oder sehr rot)?

6. Frage – Gaumen:

Betrachten Sie den Gaumen Ihres Kindes!
Hat Ihr Kind einen leuchtend roten Ausschlag am weichen Gaumen (hinterer Teil des Gaumens)?

7. Frage – Wangenfarbe:

Hat Ihr Kind gerötete Wangen und ein eher blassen Mund-Nasen-Bereich?

8. Frage – Hautausschlag:

Hat Ihr Kind einen feinfleckigen Ausschlag am gesamten Körper?

9. Frage – Ausschlag an den Gelenken:

Ist der Ausschlag in der Leiste und an den Innenseiten der Gelenke besonders ausgeprägt?

10. Frage – Juckreiz:

Juckt der Ausschlag?

Bevor Du Dich testest!
Hinweis Selbsttest

Beachte! Dieser Selbsttest ersetzt niemals einen Arztbesuch!

Bei einem Selbsttest werden immer Anzeichen, Auslöser & Risikofaktoren abgefragt, Erkrankungen verlaufen jedoch oft individuell.

Im Notfall immer zu einem Arzt statt zu testen!

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Behandlung Scharlach

  • Antibiotika (Penicillin) – Bereits 24 Stunden nach der Einnahme von Antibiotika ist man nicht mehr ansteckend. Es kommt rasch zu einer Besserung der Symptome. Die Einnahme von Antibiotika reduziert das Risiko von möglichen Komplikationen. Bei der Einnahme immer den Anweisungen des Arztes folgeleisten.
  • Körperliche Schonung
  • SchmerzmittelParacetamol oder Ibuprofen können gegen Fieber oder mögliche Schmerzen eingenommen werden.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr – Es ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Wasser oder Tee bieten sich dafür an.

Wie wird Scharlach behandelt?

Antibiotika
Scharlach sollte in jedem Fall mit einem Antibiotikum behandelt werden.

Hierfür wird als erste Wahl Penicillin eingesetzt.
Es sollte über eine Dauer von sieben Tage eingenommen werden.

Ziel der Therapie ist es sowohl die Dauer der Erkrankung als auch die Dauer der Ansteckungszeit zu verkürzen.

Des Weiteren können durch eine Behandlung des Scharlachs mögliche Folgeerkrankungen und Komplikationen vermieden werden.

Zusätzliche symptomatische Therapie

Zusätzlich zur antibiotischen Therapie kann noch eine Linderung der Symptome erfolgen.

  • Schmerzmittel – Hierzu zählen fiebersenkende Mittel, wie z. B. Paracetamol oder Ibuprofen.
  • Nasensprays – Abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen können bei einer verstopften Nasenabhilfe schaffen.
  • Flüssigkeitszufuhr – Es sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass erkrankte Kinder ausreichend trinken.
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Medikamente

  • Antibiotika – Der erste Wirkstoff der Wahl bei Scharlach ist Penicillin V. Bei einer bekannten Allergie gegen diesen Wirkstoff kann auf den Wirkstoff Erythromycin zurückgegriffen werden.
  • Schmerzmittel – Kommt es zu Fieber und Schmerzen können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol eingesetzt werden.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Prognose

  • Gute Prognose bei Behandlung mit Antibiotikum
  • Selten sind Streptokokken-Folgeerkrankungen

Wie ist die Prognose bei Scharlach?

Die Prognose bei Scharlach ist bei richtiger Behandlung mit Penicillin sehr gut.

Nach etwa ein bis zwei Tagen sind erkrankte Kinder nicht mehr ansteckend und können wieder den Kindergarten oder die Schule besuchen.
Komplikationen und Folgeerkrankungen treten nur in seltenen Fällen auf.

Wenn keine Behandlung erfolgt, können die Symptome deutlich länger andauern.
Es kann zu Komplikationen wie einer Abszessbildung, einer Mittelohrentzündung bis hin zu einer Hirnhautentzündung kommen.
Eine weitere Komplikation kann das Übertreten der Bakterien in die Blutbahn mit anschließender Blutvergiftung sein.

Folgeerkrankungen

Eine gefürchtete Komplikation sind die sogenannten Streptokokken-Folgeerkrankungen.
Diese können etwa vier bis sechs Wochen nach einer Scharlacherkrankung auftreten. Hier sind zu nennen:

  • Akutes rheumatisches Fieber,
  • Akute poststreptokokken Glomerulonephritis
  • Poststreptokokken-reaktive Arthritis
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Verlauf

  • Scharlach beginnt meist mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Kopfschmerzen und schnell ansteigendem Fieber und Schüttelfrost.
  • Der Gaumen und Rachen färben sich anschließend rötlich und es kann zu einer Schwellung der Lymphknoten kommen.
  • Nach etwa ein bis zwei Tagen entwickelt sich ein juckender Hautausschlag.
    • Der Ausschlag breitet sich oft über Achseln, Brustkorb und Leisten über den ganzen Körper aus.
    • Nach ca. 9 Tagen verschwindet der Ausschlag und die Haut fängt an sich zu schälen.
  • Es kommt oftmals zu einer sog. Himbeerzunge (weißer Belag und rötliche Färbung).

Wie ist der Verlauf von Scharlach?

Scharlach verläuft klassischerweise in zwei Stadien.

  • 1. Stadium - Das erste Stadium wird Prodromalstadium genannt.
    Es dauert etwa zwei Tage an. Es wird charakterisiert durch einen abrupten Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Halsschmerzen und dem Auftreten der weißen Himbeerzunge.
  • 2. Stadium - Nach etwa 48 Stunden beginnt das Exanthemstadium.
    Wie der Name bereits verrät, kommt es in diesem Stadium zur Ausprägung des Ausschlags (Exanthem) und dem Auftreten der roten Himbeerzunge.
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Komplikationen

Komplikationen sind bei Scharlach selten, jedoch möglich, vor allem bei ausbleibender Behandlung.

Zu den möglichen Komplikationen zählen:

  • Mittelohrentzündungen
  • Entzündungen der Nebenhöhlen
  • Entzündungen der Lunge
  • Rheumatisches Fieber
  • Herzmuskelentzündung
  • Entzündung der Nieren

Beachte! Um mögliche Komplikationen zu vermeiden, ist eine frühzeitige Diagnose und Einleitung der Behandlung notwendig.

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Dauer

Die Heilungsdauer von Scharlach ist abhängig davon, ob eine Behandlung mit Penicillin erfolgt oder nicht.

Bei einer adäquaten Behandlung verschwinden die meisten Symptome bereits nach wenigen Tagen.
Der Hautausschlag beginnt etwa nach drei bis vier Tagen abzublassen.

Einen Tag nach Verschwinden des Ausschlags beginnt die Schuppung der Haut.

Wichtig ist es nochmal zu erwähnen, dass erkrankte Kinder bereits 24 Stunden nach der ersten Antibiotikagabe nicht mehr ansteckend sind und wenn sie sich wohlfühlen auch wieder in den Kindergarten oder die Schule gehen können.

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Vorbeugung

  • Kontaktvermeidung mit Betroffenen
  • Hygienemaßnahmen

 

Wie kann man Scharlach vorbeugen?

Um Scharlach vorzubeugen, sollte der Kontakt zu erkrankten Kindern während der Ansteckungszeit, wenn möglich, vermieden werden.

Sollte der Kontakt nicht vermeidbar sein, sollte auf eine strenge Hygiene geachtet werden.
Erkrankte sollten sich beim Niesen und Husten von anderen Menschen wegdrehen oder in ein Papiertaschentuch niesen und dieses danach entsorgen.

Ein regelmäßiges Waschen oder Desinfizieren der Hände sollte sowohl bei Erkrankten als auch bei gesunden Kontaktpersonen durchgeführt werden.

Eine vorbeugende Einnahme von Antibiotika sollte nur bei Menschen mit einer schweren Grunderkrankung oder einer Immunschwäche erfolgen.

Gibt es eine Impfung gegen Scharlach?

Es gibt keinen Impfstoff gegen Scharlach.

Grund hierfür ist die Vielzahl verschiedener Toxine und Oberflächenproteine der Streptokokken, die Scharlach auslösen können.

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Ansteckung & Übertragung

Scharlach ist hochansteckend

Die Bakterien (Streptokokken) werden per Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen, aber auch schon beim Sprechen übertragen.
Auch eine Übertragung per Schmierinfektion durch Gegenstände ist möglich, aber eher selten.

Es ist zudem möglich, dass auch gesunde Menschen die Bakterien im Rachenraum tragen.

Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Erkrankung, bzw. den ersten Symptomen) beträgt bei Scharlach in etwa 1 bis 3 Tage.

Nach der Einnahme eines Antibiotikums ist man bereits nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend.

Hinweis! Eine bereits durchgemacht Infektion schützt nicht vor einem erneuten Ausbruch der Erkrankung.

Wie lange ist die Inkubationszeit bei Scharlach?

Die Inkubationszeit (Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Erkrankung) bei Scharlach beträgt zwei bis vier Tage.

Hinweis! Nach der Einnahme von Antibiotika ist man bereits nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend.

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Zahlen & Statistiken

  • Alter – Scharlach ist eine Kinderkrankheit und tritt vermehrt bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren auf. Aber auch Erwachsene können von Scharlach betroffen sein.
  • Häufigkeit – Scharlach zählt zu den häufigsten von Bakterien ausgelösten Infektionen im Kindesalter.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 5/1000 p. A.
Alters FaktenAlter~ 5 - 15
Geschlecht FaktenGeschlecht~ 1 : 1
AQ`sFAQ`s

Was, wenn Scharlach im Erwachsenenalter auftritt?

Scharlach ist typischerweise eine Erkrankung des Kindesalters.

Ein Auftreten im Erwachsenenalter ist jedoch auch möglich. Besonders gefährdet sind Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einer Immunschwäche.

Die Symptome einer Scharlacherkrankung sind die gleichen wie bei Kindern.
Im Erwachsenenalter verläuft Scharlach jedoch häufig schwerwiegender und es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Komplikationen oder Folgeerkrankungen.

Daher ist eine rechtzeitige und ausreichende Behandlung des Scharlachs sehr wichtig.

Bei Verdacht auf Scharlach sollte direkt der Hausarzt aufgesucht werden.

Scharlach in der Frühschwangerschaft, was sollte man beachten?

Durch hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft ist das Immunsystem der schwangeren Frau geschwächt.

Daher kann es auch zu einer Infektion mit Scharlach kommen.
Die Symptome von Scharlach in der Schwangerschaft sind unverändert. Bei einer Ansteckung in der Schwangerschaft sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, um eine Therapie einzuleiten.

Die Therapie erfolgt, wie auch im Kindesalter, mit Penicillin.
Penicillin ist ein Antibiotikum, dass auch während der Schwangerschaft problemlos verabreicht werden darf.

Scharlach hat keine direkte Auswirkung auf das ungeborene Kind.

Eine schnelle Behandlung der Mutter sollte trotzdem erfolgen, um das Risiko für Komplikationen und Folgeerkrankungen zu minimieren und somit das ungeborene Kind nicht zu gefährden.

aktualisiert: 31.10.2025
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Scharlach gilt zwar als Kinderkrankheit, da meist Kinder zwischen 6 und 12 Jahren betroffen sind, grundsätzlich kann Scharlach jedoch in jedem Alter auftreten.

Streptokokken können auch beim Erwachsenen Scharlach verursachen.

Die Erkrankung Scharlach verläuft beim Erwachsenen ähnlich wie bei Kindern, allerdings werden die Symptome häufig als eine Erkältung, oder einer echten Grippe fehlgedeutet.

Beim Erwachsenen kommt es typischerweise zu Halsschmerzen (Schmerzen beim Schlucken) und Kopfschmerzen, ebenso können Gliederschmerzen und Bauchschmerzen im Vordergrund stehen.
Das für Scharlach typische Fieber bei Kleinkindern ist oftmals beim Erwachsenen weniger stark ausgeprägt.

Zudem gehen Erwachsenen eher selten zum Arzt und riskieren somit mögliche langfristige Komplikationen wie z.B. eine Herzmuskelentzündung.

Zum Thema Scharlach beim Erwachsenen

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