Scharlach, wenn es zu einer bakteriellen Infektion (oftmals Streptokokken), vor allem bei Kindern kommt.
Unter Scharlach versteht man eine bakterielle Infektion mit Streptokokken der Gruppe A, die mit typischen Symptomen wie hohem Fieber, Halsschmerzen und einem Hautausschlag einhergeht. Scharlach tritt vermehrt in den Wintermonaten auf.
Im Allgemeinen verläuft Scharlach harmlos und komplikationsfrei und wird daher von uns als nicht gefährlich eingestuft.
Es kann jedoch bei ausbleibender Behandlung unter Umständen zu Komplikationen kommen.
Bei Verdacht auf Scharlach (siehe Anzeichen), solltest Du einen Arzt aufsuchen. Spätestens, wenn Dein Kind Schmerzen beim Schlucken hat oder sich die typischen weißen Beläge auf der Zunge zeigen.
Eine frühzeitige Diagnose und Einleitung der Behandlung beugen möglichen Komplikationen vor.
Scharlach gilt zwar als Kinderkrankheit, da meist Kinder zwischen 6 und 12 Jahren betroffen sind, grundsätzlich kann Scharlach jedoch in jedem Alter auftreten.
Streptokokken können auch beim Erwachsenen Scharlach verursachen.
Die Erkrankung Scharlach verläuft beim Erwachsenen ähnlich wie bei Kindern, allerdings werden die Symptome häufig als eine Erkältung, oder einer echten Grippe fehlgedeutet.
Beim Erwachsenen kommt es typischerweise zu Halsschmerzen (Schmerzen beim Schlucken) und Kopfschmerzen, ebenso können Gliederschmerzen und Bauchschmerzen im Vordergrund stehen.
Das für Scharlach typische Fieber bei Kleinkindern ist oftmals beim Erwachsenen weniger stark ausgeprägt.
Zudem gehen Erwachsenen eher selten zum Arzt und riskieren somit mögliche langfristige Komplikationen wie z.B. eine Herzmuskelentzündung.
Zum Thema Scharlach beim Erwachsenen
Ursächlich für Scharlach sind Bakterien, genauer betahämolysierende Streptokokken der Gruppe A.
Die Streptokokken produzieren einen Giftstoff (Toxin) der für den Hautausschlag verantwortlich ist.
Die Übertragung von Scharlach
Scharlach wird über eine Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Niesen, Husten oder Sprechen über Tröpfchen in die Luft abgegeben und von anderen Menschen eingeatmet werden.
Risikofaktoren für eine Scharlacherkrankung sind zuerst einmal der Kontakt zu betroffenen Kindern.
Vor allem Kinder mit einer Immunschwäche oder einer chronischen Erkrankung haben ein erhöhtes Risiko zu erkranken.
Typische Anzeichen einer Scharlacherkrankung sind hohes Fieber und ein reduzierter Allgemeinzustand.
Beim Erwachsenen kann das Fieber abgeschwächt sein, oder erst gar nicht auftreten.
Erbrechen, Bauch- oder Kopfschmerzen können ebenfalls auftreten.
Begleitend treten Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, vergrößerten Rachenmandeln und geschwollene Lymphknoten am Hals auf.
Typisch für Scharlach ist die Veränderung der Zunge, die als weiße Himbeer- oder Erdbeerzunge bezeichnet wird.
Erkrankte Kinder haben einen süßlichen Mundgeruch.
Etwa 48 Stunden nach Krankheitsbeginn kommt es zu einer Wangenrötung und einer Blässe des Mund-Kinn-Dreiecks.
Gleichzeitig tritt ein punktförmiger, roter Ausschlag am weichen Gaumen auf und die Zunge verfärbt sich rot.
Mit einem Test auf Streptokokken kannst Du von zu Hause auf Scharlach testen.
Hinweis! Es müssen nicht immer alle diese Anzeichen auftreten. Erkrankungen verlaufen fast immer individuell.
Beachte! Der Verlauf von Scharlach ist zwar oft charakteristisch, jedoch gibt es immer individuelle Unterschiede. Mit einem Selbsttest kannst Du Dich auf Scharlach testen.
Es tritt der klassische Hautausschlag auf, der in der Fachsprache als feinfleckiges makulopapulöses Exanthem beschrieben wird.
Er besteht aus etwa stecknadelkopfgroßen, hellroten Flecken, die leicht erhaben sind.
Der Ausschlag ist in den Gelenkbeugen und der Leiste am stärksten ausgeprägt. Ein Juckreiz besteht in der Regel nicht. Ein bis zwei Tage nach Auftreten des Ausschlags verfärbt sich dieser scharlachrot.
Der Ausschlag blasst nach etwa zwei bis vier Tagen langsam ab.
Charakteristisch ist ebenfalls eine Schuppung der Haut der Hände, des Gesichts, des Stammes und der Leiste.
Diese tritt etwa in der zweiten bis vierten Erkrankungswoche auf.
Zu Beginn der Scharlacherkrankung ist die Zunge der erkrankten Kinder grau-weißlich belegt.
Dies wird weiße Himbeer- oder Erdbeerzunge genannt.
Im Verlauf der Erkrankung verfärbt sich die Zunge rot und wird dann als rote Himbeer- oder Erdbeerzunge genannt.
Diese Veränderungen der Zunge sind klassische Anzeichen einer Scharlacherkrankung.
Die Anzeichen sind ähnlich wie bei Kindern, allerdings werden die Anzeichen von Scharlach beim Erwachsenen oftmals zunächst mit einer echten Grippe oder einem grippalen Infekt verwechselt.
Es kommt oftmals zu Halsschmerzen und Kopfschmerzen. Aber auch Bauchschmerzen, Schmerzen in der Nierengegend oder Gelenkschmerzen können auftreten.
Das bei Kindern sehr häufige Symptom Fieber tritt bei Erwachsenen nicht zwangsweise auf.
Blickdiagnose
In den meisten Fällen ist Scharlach eine Blickdiagnose, was bedeutet, dass der Kinderarzt alleine durch eine körperliche Untersuchung die Diagnose stellen kann.
Schnelltest
Zusätzlich kann zur Sicherung der Diagnose ein Schnelltest auf Streptokokken durchgeführt werden.
Hierfür wird ein Rachenabstrich genutzt.
Blutuntersuchung
Weiterhin können im Blut Anzeichen für eine Infektion gefunden werden.
Eine Blutuntersuchung wird jedoch nicht routinemäßig durchgeführt.
Bei Scharlach sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden.
Scharlach tritt vor allem bei Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren auf.
Die Erkrankung kann jedoch in jedem Alter vorkommen. Es gibt keine genauen Daten zu der Häufigkeit von Scharlacherkrankungen.
Man schätzt, dass jährlich in Deutschland etwa 60 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern auftreten.
Scharlach breitet sich über Achsel, Brustkorb und Leisten über den ganzen Körper aus. Die Fußsohle und Handflächen sind meist nicht von dem Ausschlag betroffen.
Die Wangen sind gerötet und die Haut um den Mund erscheint blass.
Antibiotika
Scharlach sollte in jedem Fall mit einem Antibiotikum behandelt werden.
Hierfür wird als erste Wahl Penicillin eingesetzt.
Es sollte über eine Dauer von sieben Tage eingenommen werden.
Ziel der Therapie ist es sowohl die Dauer der Erkrankung als auch die Dauer der Ansteckungszeit zu verkürzen.
Des Weiteren können durch eine Behandlung des Scharlachs mögliche Folgeerkrankungen und Komplikationen vermieden werden.
Zusätzlich zur antibiotischen Therapie kann noch eine Linderung der Symptome erfolgen.
Die Prognose bei Scharlach ist bei richtiger Behandlung mit Penicillin sehr gut.
Nach etwa ein bis zwei Tagen sind erkrankte Kinder nicht mehr ansteckend und können wieder den Kindergarten oder die Schule besuchen.
Komplikationen und Folgeerkrankungen treten nur in seltenen Fällen auf.
Wenn keine Behandlung erfolgt, können die Symptome deutlich länger andauern.
Es kann zu Komplikationen wie einer Abszessbildung, einer Mittelohrentzündung bis hin zu einer Hirnhautentzündung kommen.
Eine weitere Komplikation kann das Übertreten der Bakterien in die Blutbahn mit anschließender Blutvergiftung sein.
Eine gefürchtete Komplikation sind die sogenannten Streptokokken-Folgeerkrankungen.
Diese können etwa vier bis sechs Wochen nach einer Scharlacherkrankung auftreten. Hier sind zu nennen:
Scharlach verläuft klassischerweise in zwei Stadien.
Komplikationen sind bei Scharlach selten, jedoch möglich, vor allem bei ausbleibender Behandlung.
Zu den möglichen Komplikationen zählen:
Beachte! Um mögliche Komplikationen zu vermeiden, ist eine frühzeitige Diagnose und Einleitung der Behandlung notwendig.
Die Heilungsdauer von Scharlach ist abhängig davon, ob eine Behandlung mit Penicillin erfolgt oder nicht.
Bei einer adäquaten Behandlung verschwinden die meisten Symptome bereits nach wenigen Tagen.
Der Hautausschlag beginnt etwa nach drei bis vier Tagen abzublassen.
Einen Tag nach Verschwinden des Ausschlags beginnt die Schuppung der Haut.
Wichtig ist es nochmal zu erwähnen, dass erkrankte Kinder bereits 24 Stunden nach der ersten Antibiotikagabe nicht mehr ansteckend sind und wenn sie sich wohlfühlen auch wieder in den Kindergarten oder die Schule gehen können.
Um Scharlach vorzubeugen, sollte der Kontakt zu erkrankten Kindern während der Ansteckungszeit, wenn möglich, vermieden werden.
Sollte der Kontakt nicht vermeidbar sein, sollte auf eine strenge Hygiene geachtet werden.
Erkrankte sollten sich beim Niesen und Husten von anderen Menschen wegdrehen oder in ein Papiertaschentuch niesen und dieses danach entsorgen.
Ein regelmäßiges Waschen oder Desinfizieren der Hände sollte sowohl bei Erkrankten als auch bei gesunden Kontaktpersonen durchgeführt werden.
Eine vorbeugende Einnahme von Antibiotika sollte nur bei Menschen mit einer schweren Grunderkrankung oder einer Immunschwäche erfolgen.
Es gibt keinen Impfstoff gegen Scharlach.
Grund hierfür ist die Vielzahl verschiedener Toxine und Oberflächenproteine der Streptokokken, die Scharlach auslösen können.
Scharlach ist hochansteckend.
Die Bakterien (Streptokokken) werden per Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen, aber auch schon beim Sprechen übertragen.
Auch eine Übertragung per Schmierinfektion durch Gegenstände ist möglich, aber eher selten.
Es ist zudem möglich, dass auch gesunde Menschen die Bakterien im Rachenraum tragen.
Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Erkrankung, bzw. den ersten Symptomen) beträgt bei Scharlach in etwa 1 bis 3 Tage.
Nach der Einnahme eines Antibiotikums ist man bereits nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend.
Hinweis! Eine bereits durchgemacht Infektion schützt nicht vor einem erneuten Ausbruch der Erkrankung.
Die Inkubationszeit (Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Erkrankung) bei Scharlach beträgt zwei bis vier Tage.
Hinweis! Nach der Einnahme von Antibiotika ist man bereits nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend.
Scharlach ist typischerweise eine Erkrankung des Kindesalters.
Ein Auftreten im Erwachsenenalter ist jedoch auch möglich. Besonders gefährdet sind Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einer Immunschwäche.
Die Symptome einer Scharlacherkrankung sind die gleichen wie bei Kindern.
Im Erwachsenenalter verläuft Scharlach jedoch häufig schwerwiegender und es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Komplikationen oder Folgeerkrankungen.
Daher ist eine rechtzeitige und ausreichende Behandlung des Scharlachs sehr wichtig.
Bei Verdacht auf Scharlach sollte direkt der Hausarzt aufgesucht werden.
Durch hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft ist das Immunsystem der schwangeren Frau geschwächt.
Daher kann es auch zu einer Infektion mit Scharlach kommen.
Die Symptome von Scharlach in der Schwangerschaft sind unverändert. Bei einer Ansteckung in der Schwangerschaft sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, um eine Therapie einzuleiten.
Die Therapie erfolgt, wie auch im Kindesalter, mit Penicillin.
Penicillin ist ein Antibiotikum, dass auch während der Schwangerschaft problemlos verabreicht werden darf.
Scharlach hat keine direkte Auswirkung auf das ungeborene Kind.
Eine schnelle Behandlung der Mutter sollte trotzdem erfolgen, um das Risiko für Komplikationen und Folgeerkrankungen zu minimieren und somit das ungeborene Kind nicht zu gefährden.
Scharlach gilt zwar als Kinderkrankheit, da meist Kinder zwischen 6 und 12 Jahren betroffen sind, grundsätzlich kann Scharlach jedoch in jedem Alter auftreten.
Streptokokken können auch beim Erwachsenen Scharlach verursachen.
Die Erkrankung Scharlach verläuft beim Erwachsenen ähnlich wie bei Kindern, allerdings werden die Symptome häufig als eine Erkältung, oder einer echten Grippe fehlgedeutet.
Beim Erwachsenen kommt es typischerweise zu Halsschmerzen (Schmerzen beim Schlucken) und Kopfschmerzen, ebenso können Gliederschmerzen und Bauchschmerzen im Vordergrund stehen.
Das für Scharlach typische Fieber bei Kleinkindern ist oftmals beim Erwachsenen weniger stark ausgeprägt.
Zudem gehen Erwachsenen eher selten zum Arzt und riskieren somit mögliche langfristige Komplikationen wie z.B. eine Herzmuskelentzündung.
Zum Thema Scharlach beim Erwachsenen