Aortenklappenstenose, wenn es aufgrund des häufigsten Herzklappenfehlers, zu Atemnot und Brustschmerzen kommt. Die Aortenklappe ist dabei verengt.

Als Aortenklappenstenose bezeichnet man die Verengung der Aortenklappe durch unterschiedliche Ursachen. Der häufigste Grund hierzulande ist die Verkalkung der Klappe. Die Aortenklappenstenose kann aber auch durch rheumatisches Fieber ausgelöst werden oder durch einen Defekt bei der Geburt begünstigt werden.
Ja, eine Aortenklappenstenose ist gefährlich.
Sie führt teils zu einer sehr starken Einschränkung der Lebensqualität und sogar der Lebenserwartung (vor allem unbehandelt).
Aufgrund der Verengung der Klappe kann diese nicht mehr richtig öffnen.
Folglich gelangt während der Systole (also der Herzaktion, die dem aktiven Auswurf des Blutes dient) weniger Blut in den Kreislauf bzw. muss das Herz gegen einen höheren Widerstand arbeiten (aufgrund der zu engen Klappe).
Das führt einerseits zu einer Volumen- (mehr Blut im Ventrikel) und andererseits zu einer Druckbelastung (höherer Druck muss aufgebracht werden, um die Engstelle zu überwinden).
Es kommt zu Umbauprozessen im Herzen, aber auch der Lunge, was auf Dauer zu Schäden führt und irgendwann auch nicht mehr reversibel ist.
Wenn Du Anzeichen einer Kurzatmigkeit unter Belastung oder Schwindel bemerkst, solltest Du zur Abklärung Deinen Hausarzt aufsuchen.
Es gibt “klassische Symptome" für die Aortenstenose (→ siehe Symptome).
Wenn es zu einer Leistungsminderung, Luftnot, Schwindel und Ohnmachtsanfällen kommt, sollte man auf jeden Fall zum Arzt.
Besonders, wenn weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren vorliegen, wie Bluthochdruck, Diabetes, hohe Blutfette und generell ein ungesunder Lebensstil gepflegt wird, empfiehlt sich der Gang zum Arzt.
Die Aortenklappe (Valva aortae) ist sozusagen das Ausflussventil der linken Herzkammer.
Durch die Aortenklappe fließt das sauerstoffreiche Blut in die Hauptschlagader (Aorta).
Die Aortenklappenstenose kann eingeteilt werden in.
Eine weitere gebräuchliche Einteilung der angeborenen Aortenstenose ist die Einteilung der Klappe nach ihrer Form:
Hier unterscheidet man die bikuspide und die trikuspide Klappe.
Die bikuspide Klappe hat hierbei nur zwei Segel, die Trikuspide drei, selten liegt eine Klappe mit nur einem Segel vor.
Die häufigste Ursache in Deutschland ist die Verkalkung der Aortenklappe, gefolgt vom rheumatischen Fieber oder einer Stenose durch inkorrekte bikuspide Anlage bei der Geburt - die Klappe hat normalerweise 3 Segel, bei manchen Menschen aber schon seit der Geburt nur 2 und das kann eine Stenose begünstigen.
Die Risikofaktoren ähneln jenen der koronaren Herzkrankheit und wären:
Die Symptome einer Aortenklappenstenose hängen vom Grad der Verengung der Aorta ab.
Es ist wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass etwa die Hälfte aller Betroffenen über viele Jahre hinweg keinerlei Beschwerden entwickeln.
Auch Patienten mit höhergradigen Stenosen können beschwerdefrei sein, weil sie sich unbewusst körperlich schonen.
Patienten klagen bei Beschwerden in der Regel über eine Luftnot (Atemnot) bei Belastung oder einen Brustschmerz bei Belastung, eine sogenannte Angina pectoris. Auch kann es bis zu Schwindel und Synkopen kommen.
Auch kann sich eine Aortenklappenstenose in Form einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) bemerkbar machen.
Schon in der körperlichen Untersuchung, dem EKG oder der Anamnese können Befunde auf eine Aortenklappenstenose hinweisen, dies ist aber nur bei schweren Verläufen der Fall und reicht nicht aus, um die Diagnose zu sichern.
Die ausschlaggebendste und wichtigste Methode zur Diagnose einer Aortenklappenstenose ist die Echokardiographie, bei der zugleich auch die Schwere der Erkrankung bestimmt werden kann.
Andere Methoden hierfür wären das MRT (Magnetresonanztomografie) oder der Linksherzkatheter.
Im OP chirurgisch oder im Herzkatheterlabor interventionell behandelt.
Die Aortenklappenstenose kann nur operativ behandelt werden indem man die Herzklappe ersetzt.
Grundsätzlich kann man eine konservative von einer operativen Therapie unterscheiden, hier ist jedoch zu beachten, dass eine konservative Therapie nur bei einer leichtgradigen, asymptomatischen Aortenstenose durchgeführt werden kann und selbst dann in der Regel eine operative Therapie nötig ist.
Teil des konservativen Therapieschemas sind die Meidung starker, schwerer körperlicher Belastung, regelmäßige Kontrolluntersuchung sowie die gute Einstellung möglicher Begleit- oder Vorerkrankungen.
Sobald jedoch Symptome auftreten, ist eine operative/interventionelle Therapie nötig. → Siehe dazu auch Abschnitt Operation.
Dazu ist es ebenfalls wichtig, die Symptome bis zur OP medikamentös zu behandeln.
Hierbei kommen Medikamente zur Therapie der Herzinsuffizienz und von möglichen Herzrhythmusstörungen zum Einsatz (z.B. Betablocker, ACE-Hemmer, SGLT2-Inhibitoren, Nitrate etc.).
Bei der operativen Therapie unterscheidet man minimalinvasive/interventionelle Eingriffe von einer offenen Operation.
Man kann entweder die Klappe ersetzen (sowohl offen als auch minimalinvasiv) oder aber die Stenose zum Beispiel “weiten” mittels ”Ballondilatation”.
Der minimalinvasive Ersatz (“TAVI”) ist vor allem für sehr kranke Menschen geeignet, die eine offene Operation nicht gut verkraften würden.
Bei den Klappen stehen biologische und mechanische als Ersatz zur Verfügung.
Generell hält die mechanische Klappe lebenslang, allerdings besteht dann auch lebenslang die Indikation für eine Antikoagulation, also die Einnahme von Blutverdünnern.
Für manche Menschen ist das keine Option, da zum Beispiel Kontraindikationen für diese Blutverdünnung bestehen.
So bekommen in der Regel auch Frauen mit Kinderwunsch eine biologische Klappe, da eine Geburt unter vollständiger Antikoagulation zu riskant wäre.
Biologische Klappen werden außerdem eher bei “kürzerer” Lebenserwartung eingesetzt, auch weil hier eben keine lebenslange Antikoagulation nötig ist.
Sie halten im Schnitt 10 bis 20 Jahre.
Man kann eine Klappe auch mehrfach wechseln, allerdings wird jeder Eingriff etwas schwerer aufgrund des sich bildenden Narbengewebes
Alles in allem ist eine kardiologisches Konzept aber auch eine Lebensstilanpassung (um Begleiterkrankungen gut einzustellen) nötig.
Die Indikation zur Operation wird immer abhängig vom Beschwerdebild des Patienten festgelegt.
Symptomatischen Patienten und beschwerdefreien Patienten, die aber eine hochgradige Aortenklappenstenose haben, wird auf jeden Fall zu einem Eingriff geraten.
Bei beschwerdefreien Patienten mit einer niedriggradigen Stenose kann man erst einmal vorsichtig zuwarten, würde aber, sobald Symptome geklagt werden, die Stenose beseitigen.
Es gibt zwei Arten die Aortenklappenstenose zu operieren, nämlich einmal die konventionell offene Operation oder die TAVI, die über einen Katheter, der über die Beinarterie eingeführt wird, abläuft.
Welche Klappe für wen am besten in Frage kommt entscheidet der Arzt immer in Zusammenschau aller Befunde und fällt die Entscheidung individuell.
Die Prognose der Aortenklappenstenose hängt von der Therapie ab.
Ist eine Operation indiziert und wird diese auch durchgeführt ist die Prognose sehr gut und ein Rückgang der Beschwerden mit Verbesserung der Herzfunktion zu erwarten.
Bei Patienten mit Beschwerden, die jedoch eine Operation ablehnen, ist die Prognose sehr schlecht mit einer Überlebenswahrscheinlichkeit von lediglich 50% für die nächsten 2 Jahre.
Eine Aortenklappenstenose bleibt oft lange Zeit, teils über Jahrzehnte unbemerkt ohne Anzeichen. Das Herz von Betroffenen muss dauerhaft mehr Leistung erbringen und verdickt sich dadurch im Laufe der Zeit. Es kommt zur Herzvergrößerung und einem Verlust der Elastizität des Herzens und der Herzkammern. Dadurch wird das Herz im Laufe der Zeit schwächer und es treten die ersten Anzeichen auf.
Zunächst unter Belastung, im weiteren Verlauf auch in Ruhe.
Veränderungen an der Herzklappe sind dauerhaft.
Der angeboren Form und einer krankheitsbedingt erworbenen Form der Aortenklappenstonose ist eine Vorbeugung nicht möglich.
Der altersbedingten Form jedoch schon.
Eine Vorbeugung der Aortenklappenstenose ist am besten durch die Senkung oder Eliminierung von Risikofaktoren möglich.
Des Weiteren sollten ab einem gewissen Alter regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrgenommen werden, damit eine leichte Stenose auch schon rechtzeitig erkannt und bei Bedarf therapiert werden kann.
Eine Aortenstenose betrifft die Aortenklappe. Das ist die Herzklappe, die den linken Ventrikel vom Körperkreislauf trennt.
Bei einer Aortenklappenstenose existieren 5 Schweregrade:
Die Schweregrade der Aortenklappenstenose lassen sich zudem anhand der Klappenöffnungsfläche einteilen:
Eigentlich kann eine Aortenstenose in jedem Alter symptomatisch werden, abhängig davon, welche genau vorliegt, gibt es aber nochmal ein paar Unterschiede.
Eine Aortenklappenstenose ist nur durch den künstlichen Ersatz der Klappe heilbar.
Nach Durchführung der Operation und wieder einleben in den Alltag gilt die Stenose als geheilt.
Treten die tpischen Anzeichen einer Aortenklappenstenose auf, steigt auch die Sterblichkeit.