Extrasystole, wenn es zu Extraschlägen des Herzens kommt. Die Schläge treten etwas früher auf als der normale Herzschlag. Stress oder Aufregung lösen sie aus.

Als Extrasystolen bezeichnet man Herzschläge, welche außerhalb des normalen Herzrhythmus auftreten und vom Betroffenen häufig als Herzstolpern wahrgenommen werden. Je nach Ursprungsort werden ventrikuläre Extrasystolen (entstehen im Bereich der Herzkammern) von extraventrikulären Extrasystolen (entspringen dem Vorhof des Herzens) unterschieden. In den meisten Fällen sind Extrasystolen ungefährlich.
In vielen Fällen wird keine Ursache für die Extrasystolen gefunden.
In diesem Fall handelt es sich um harmlose, ungefährliche idiopathische Extrasystolen.
Extrasystolen aufgrund einer zugrundeliegenden Herzerkrankung können jedoch gefährliche Folgen haben.
Es kommt hier immer auf die Art der Systole und auf die betroffene Person an.
Ist der Patient herzgesund, sind Extrasystolen, egal ob supraventrikulär oder ventrikulär, meist harmlos.
Gefährlich können ventrikuläre Extrasystolen werden, wenn sie bei Herzerkrankten auftreten.
Liegt ein frischer Infarkt nicht lange zurück, können gehäufte Extrasystolen der Vorbote eines Kammerflimmerns sein.
Ein Kammerflimmern setzt zwar nicht zwingend voraus, dass es von Extrasystolen angekündigt wird, es kann aber durchaus der Fall sein.
Daher ist eine Überwachung von Herzkranken mit frischem Infarkt auf einer Überwachungsstation erforderlich.
Treten bei Dir des Öfteren zusätzliche Herzschläge auf, solltest Du dies von einem Kardiologen abklären lassen.
Tritt zusätzlich zu den Extrasystolen Schwindel und Bewusstlosigkeit auf, muss sofort ein Notarzt verständigt werden.
Normalerweise wird ein Herzschlag über den Sinusknoten im Vorhof gesteuert.
Bei einer Extrasystole kommt es zu einem zusätzlichen Impuls im Vorhof oder der Herzkammer.
Bei Extrasystolen kann unterschieden werden in:
Ursache und auch gleichzeitig Risikofaktoren für Extrasystolen können organische Herzerkrankungen sein, wie die koronare Herzkrankheit.
Auch Faktoren, die nicht direkt das Herz betreffen, können in Fragen kommen. Diese wären beispielsweise Medikamente, die Extrasystolen begünstigen, oder eine Störung im Elektrolythaushalt.
Auch eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann das Risiko für Extrasystolen erhöhen.
Genussmittel, wie Tabak, Alkohol und Koffein erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit für Extrasystolen.
Kann Stress Extrasystolen verursachen?
Eine erhöhte emotionale Belastung kann Extrasystolen begünstigen.
Obwohl Stress ein Grund für Extrasystolen sein kann, sollten diese bei häufigem Auftreten beobachtet werden, da auch neben dem Stress ein anderer Grund dahinter stecken könnte, der noch nicht bemerkt wurde.
Häufig werden Extrasystolen von den Betroffenen gar nicht wahrgenommen.
Nur jeder Dritte etwa klagt über „Herzstolpern“ oder „Herzaussetzer“ und nur ein Teil von diesen Betroffenen fühlt sich dadurch krank.
Sonst können Symptome, die sich bemerkbar machen, welche sein, die sich durch die zugrunde liegende Herzerkrankung ausbilden, oder Nebenwirkungen von Medikamenten sein, die Extrasystolen auslösen.
Ob und wie Extrasystolen behandelt werden, hängt von ihrer Art, Ursache und Ausprägung ab.
Sobald eine Grunderkrankung vorliegt, die Extrasystolen verursacht, gehört diese behandelt.
Dadurch sollten auch die Extrasystolen nachlassen, da die Ursache behoben wurde. Sind Medikamente oder eine Elektrolytverschiebung der Grund, sollten jede Substanzen abgesetzt und der Elektrolythaushalt wieder ausgeglichen werden.
Zum Einsatz kommen, vor allem wenn es keine zugrunde liegende Erkrankung gibt, auch vor allem bei ventrikulären Extrasystolen antiarrhythmische Medikamente wie beispielsweise Betablocker.
Sport bei Extrasystolen, was sollte man beachten?
Wenn Herzrhythmusstörungen in Form von Extrasystolen vorliegen, bedeutet das für den Betroffenen nicht automatisch, dass er auf Sport verzichten muss.
Wichtig hierbei ist es, sich genau bei seinem Kardiologen beraten zu lassen, welcher Sport in welchem Ausmaß durchgeführt werden kann, ohne dass das Herz langfristig Probleme macht.
Bei der medikamentösen Behandlung von Extrasystolen kommen folgende Medikamente zum Einsatz:
In vielen Fällen ist eine Behandlung von Extrasystolen nicht notwendig.
Bei vielen Menschen führt die Einnahme von Magnesium und Kalium zu einer Verbesserung der Symptome.
Die Prognose bei Extrasystolen ist vor allem bei Herzgesunden gut. Generell kann man auch sagen, dass supraventrikuläre Extrasystolen meist harmloser sind als ventrikuläre Extrasystolen.
Wenn jedoch herzkranke Patienten, die einen frischen Herzinfarkt hinter sich haben, ventrikuläre Extrasystolen entwickeln, ist höchste Vorsicht geboten.
Hier ist das besondere Risiko vorhanden, dass sich ein Kammerflimmern entwickelt und eine Überwachung ist dringend erforderlich.
Je nach Auslöser lassen sich Extrasystolen vorbeugen.
Extrasystolen sind sehr häufig und kommen auch bei gesunden Menschen vor.
Viele Menschen haben irgendwann in ihrem Leben Extrasystolen, jedoch bemerken nur etwa 30% diese.
Betroffen sind neben gesunden Menschen aber besonders Herzerkrankte.
Es ist schwer zu sagen, wie viele Extrasystolen nun normal sind und ab wann man sich Sorgen machen sollte.
Dies ist von Patient zu Patient unterschiedlich und kommt immer auf die Umstände an.
Wichtig ist es die Art der Extrasystole zu diagnostizieren, also ob ventrikulär oder supraventrikulär, und dann den Verlauf zu beobachten.
Hormone entfalten bekanntlich ihre Wirkung in unterschiedlichen Teilen des Körpers und nicht nur am Ursprungsort.
So kann es während der Wechseljahre, die durch die Änderungen im Hormonhaushalt charakterisiert sind, auch zu einer Änderung des Blutdruckes, der Herzfrequenz oder auch des Herzrhythmus kommen.
Daher kann man sagen, dass eine gewisse Änderung zu erwarten ist.
Es kann aber passieren, dass es zu extremen Rhythmusstörungen oder Blutdruckschwankungen kommt, die behandelt werden müssen.
Dies muss individuell entschieden werden.
Daher ist es wichtig, dass die Extrasystolen vom behandelnden Arzt beobachtet und in gewissen Abständen kontrolliert werden, damit bei Bedarf eine Therapie eingeleitet werden kann.