Herzfehler (Herzvitium), wenn es zu einer erworbenen oder angeborenen Fehlbildung des Herzens oder Herzstrukturen kommt.
Ein Herzfehler beschreibt einen angeborenen oder erworbenen Defekt in der Herzstruktur. Dieser Defekt führt meist zu einer Belastung des Herzens, sodass mit der Zeit eine Herzschwäche entsteht. Meist kann das Blut auch nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, sodass auch andere Organe an einem Herzfehler leiden. Häufig sind die betroffenen Patienten müde und abgeschlagen. Glücklicherweise lassen sich viele Herzfehler behandeln, wenn man diese frühzeitig erkennt.
Ein Herzfehler ist eine schwere Erkrankung.
Dennoch schätzen viele Betroffene Ihre körperliche Verfassung als gut ein. Durch die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten erreichen über 90 % der Kinder mit angeborenen Herzfehlern das Erwachsenenalter.
Ein Herzfehler wird im Normalfall bereits in der Schwangerschaft im Rahmen der Routineuntersuchung oder beim Neugeborenen anhand des Neugeborenenscreenings diagnostiziert.
Das Herz (cor) ist ein muskulöses Hohlorgan und liegt in etwa in der Mitte des Brustkorbs und besteht aus 4 Hohlräumen. Es versorgt unsere Organe kontinuierlich mit sauerstoffangereichertem Blut und ist somit lebenswichtig.
Funktion des Herzens:
Herzfehler können eingeteilt werden in:
Bei Herzfehlern kann man zudem grundsätzlich zwischen erworbenen und angeborenen Herzfehler unterscheiden.
Erworbene Herzfehler werden am häufigsten durch eine Endokarditis (Entzündung der inneren Herzschicht) oder einen Herzklappenfehler ausgelöst.
Eine Endokarditis beschreibt eine Entzündung der inneren Schicht der Herzwand.
Sie kann infektiös oder nicht-infektiös bedingt sein.
Eine unbehandelte Endokarditis kann zur Zerstörung von Strukturen im Herzen führen.
Ein Herzklappenfehler hingegen führt meist zur Überlastung des Herzens und kann dadurch verschiedene Strukturen des Herzens schädigen.
Insbesondere kann es zur Vergrößerung von den Herzkammern kommen.
Eine frühzeitige Behandlung kann die Prognose wesentlich verbessern.
Es gibt viele verschiedene Arten von angeborenen Herzfehlern. Die häufigsten sind im folgenden kurz beschrieben:
Die Beschwerden bei einem Herzfehler sind abhängig von der Art und der Ausprägung des Defekts.
Die Lebenserwartung bei einem Herzfehler ist vom Ausmaß des Herzfehlers abhängig.
Durch verbesserte Therapiemöglichkeiten erreichen Betroffene in über 90 % der Fälle trotz eines Herzfehlers das Erwachsenenalter und führen oftmals ein völlig normales Leben.
Angeborene Herzfehler kommen bei etwa einem Prozent der Neugeborenen vor.
In Deutschland sind es jährlich etwa 6500 Neugeborene.
Die Ursache ist leider nicht ganz klar.
Häufig liegt dem aber ein chromosomaler Defekt zugrunde, wie zum Beispiel das Down- Syndrom (Trisomie 21) oder das Edwards-Syndrom (Trisomie 18).
Ferner stellt der Alkoholkonsum und die Aufnahme von toxischen Substanzen (Giftstoffe) und einigen Arzneimittel in der Schwangerschaft ein Risikofaktor dar.
Auch einige Infektionen wie Röteln in der Schwangerschaft können zu Fehlbildungen des Embryos führen und einen Herzfehler hervorrufen.