Broken-Heart-Syndrom, wenn es aufgrund massivem körperlichen und psychischen Stress zu einem Funktionsverlust des Herzens mit Anzeichen eines Herzinfarktes kommt.
Ein Broken-Heart-Syndrom ist auch unter dem Begriff Tako-Tsubo-Kardiomyopathie bekannt und beschreibt eine akute, reversible Störung der Herzfunktion. Ursächlich ist ein massiver emotionaler oder physischer Stress. Die Patientin leiden an einer Dekompensation des Herzens, die sich durch Schmerzen und Druckgefühl im Brustbereich äußern. Therapeutisch kann man versuchen, die Pumpfunktion des Herzens zu verbessern.
Ein Broken-Heart-Syndrom ist gefährlich.
Unbehandelt kann ähnlich wie bei einem Herzinfarkt lebensbedrohlich werden.
Die Prognose ist jedoch deutlich günstiger als bei einem Herzinfarkt.
Wenn Du Anzeichen von Atemnot, einem Gefühl der Enge in der Brust und ausstrahlende Brustschmerzen bemerkst, musst Du sofort einen Notarzt verständigen.
Das Herz (cor) liegt in etwa in der Mitte des Brustkorbs und besteht aus 4 Hohlräumen. Es versorgt unsere Organe kontinuierlich mit sauerstoffangereichertem Blut und ist somit lebenswichtig.
Die genaue Ursache eines Broken-Heart-Syndroms ist bislang unklar.
Man weiß allerdings, dass die Erkrankung durch eine massive emotionale Belastung oder physischen Stress entsteht.
Dies kann zum Beispiel der Tod einer nahestehenden Person oder eine Trennung sein.
Eine mögliche Vermutung liegt in der Annahme, dass einige Patienten besonders empfindlich auf Katecholamine, also auf Stresshormone, reagieren.
Bei besonders hohem emotionalen Stress werden viele Katecholamine freigesetzt, welche eine Dysfunktion des Herzens auslösen könnten.
Ein weiteres wichtiges Merkmal dieser Erkrankung ist, dass überwiegend Frauen in der Menopause betroffen sind.
Möglicherweise spielt der veränderte Östrogenspiegel eine Rolle.
Die Symptome eines Broken-Heart-Syndroms ähneln den Symptomen eines Herzinfarktes.
Aus diesem Grund werden viele Patienten mit einem Herzinfarkt-Verdacht in die Klinik eingeliefert, bis das Gegenteil bestätigt wird.
Die Symptome sind Schmerzen und ein Druckgefühl im Brustbereich (Angina pectoris).
Die Patienten beschreiben dieses Gefühl auch als eine Art Enge, die sie in der Brust empfinden.
Zusätzlich kann eine Luftnot, Übelkeit, Erbrechen und eine extreme körperliche Unruhe auftreten.
In besonders ausgeprägten Fällen kann es zu einem Blutdruckabfall kommen, sodass die Kreislauffunktion nicht mehr aufrechterhalten werden kann.
Dies bezeichnet man in der Medizin als kardiogenen Schock.
Die Diagnose eines Broken-Heart-Syndroms kann durch verschiedene diagnostische Mittel dargestellt werden.
Allerdings ist die Diagnosesicherung etwas schwierig.
Im Folgenden sind die wichtigsten Untersuchungen kurz genannt:
Da die Symptome eines Broken-Heart-Syndroms sehr unspezifisch sind, müssen andere Krankheitsbilder berücksichtigt werden.
Die häufigsten und wichtigsten Differentialdiagnosen werden im folgenden kurz geschildert:
Die Behandlung eines Broken-Heart-Syndroms erfolgt meist symptomatisch.
Das heißt, man versucht die Symptome des Patienten zu reduzieren. Eine kausale Therapie ist leider noch nicht vorhanden, da die genaue Ursache bislang unklar ist.
Medikamente
Zu den Medikamenten, die verabreicht werden, gehören die Beta-Blocker.
Diese führen zu einer Senkung der Herzfrequenz und verbessern somit die Durchblutung des Herzens.
Die anderen Medikamente werden bei der Behandlung einer Herzinsuffizienz verwendet.
Zu diesen Medikamenten zählen die ACE-Hemmer, die Aldosteron-Antagonisten und die Diuretika. Aldosteron-Antagonisten und ACE-Hemmer führen zu einer erhöhten Ausscheidung von Wasser, da es aufgrund der Herzschwäche zur Bildung von Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen) kommt.
ACE-Hemmer führen zu einer Reduktion des Blutdrucks und schützen die Niere, die bei Erkrankungen des Herzens oft auch in Leidenschaft gezogen wird.
Psychotherapie
Neben der medikamentösen Behandlung wird auch eine psychotherapeutische Behandlung empfohlen. Dies hilft den Patienten, Gefühle zu verarbeiten und emotionalen Stress zu reduzieren.
Bei der medikamentösen Therapie des Broke-Heart-Syndroms kommen infrage:
Die Prognose ist abhängig von den zugrundeliegenden Erkrankungen. Falls andere Erkrankungen am Herzen vorliegen, ist die Mortalität der Patienten erhöht.
Sie liegt bei etwa vier Prozent.
Im allgemeinen ist die Prognose aber gut, wenn der Stress reduziert werden kann.
Um erneute Rückfälle zu verhindern, sollte eine Psychotherapie in Anspruch genommen werden.
Ein Broken-Heart-Syndrom entsteht sehr akut.
Die Patienten berichten über einen plötzlich eintretenden Schmerz und ein Engegefühl in der Brust.
Die Symptomatik ähnelt einem Herzinfarkt, weswegen viele Patienten mit diesem Verdacht in die Klinik eingewiesen werden.
Zusätzlich kann es zu Schweißausbrüchen, Übelkeit, Erbrechen und einer extremen körperlichen Unruhe kommen.
Wie lange diese Symptome anhalten, ist abhängig von der „Stressfreiheit“ des Patienten.
Der Verlauf wird zudem noch durch Vorerkrankungen beeinflusst.
Insbesondere Erkrankungen des Herzens haben einen negativen Effekt. Sie führen nämlich zu einer erhöhten Komplikationsrate und leider auch zu einer erhöhten Mortalität.
Falls der emotionale Stress reduziert werden kann, kommt es auch zur Linderung der Symptome.
Die „Stressfreiheit“ führt dann zur endgültigen Ausheilung.
Das Ziel nach der Heilung ist es, erneute Rückfälle zu vermeiden.
Es ist gar nicht so selten, dass die Erkrankung erneut auftritt. Aus diesem Grund empfiehlt sich auch im Anschluss eine psychotherapeutische Behandlung.
Ein Broken-Heart-Syndrom ist zwar weniger lebensbedrohlich wie ein Herzinfarkt, dennoch kann es auch hierbei zu Komplikationen kommen.
Die Heilung eines Broken-Heart-Syndroms ist individuell recht unterschiedlich.
Das Broken-Heart-Syndrom kann innerhalb von wenigen Stunden verschwinden oder aber Wochen anhalten.
Dies liegt an der „Stressfreiheit“ des Patienten.
Also je schneller der emotionale Stress des Patienten gelindert werden kann, desto schneller verläuft die Heilung.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Heilung beeinflusst, sind Vorerkrankungen.
Wenn es sich hierbei um andere Herzerkrankungen handelt, kann die Heilung verzögert werden. In besonders ungünstigen Fällen können weitere Komplikationen am Herzen auftreten.
Die genaue Ursache eines Broken-Heart-Syndroms ist nicht geklärt.
Aus diesem Grund ist es schwierig, eine genaue Empfehlung abzugeben.
Allerdings kann man auf seine Herzgesundheit achten, indem man sich gesund ernährt und regelmäßig Sport betreibt.
Ca. 1 - 5 % der Patienten mit einem Broken-Heart-Syndrom verstirb. Bei Männern ist die P