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pfeilWas ist das?

Allgemein versteht man unter einer Allergie eine überschießende Reaktion des körpereigenen Immunsystems auf fremde Stoffe. Der Körper entwickelt dabei eine Überempfindlichkeit gegenüber diese eigentlich harmlosen Substanzen, im Falle der Bienengiftallergie gegen das Gift der Bienen. Durch einen Bienenstich kommt es folglich zu einer allergischen Reaktion, die sich anfangs in Form einer Rötung, Schwellung und Juckreiz bemerkbar macht und im weiteren Verlauf bei starker Reaktion auch zu einem allergischen Schock mit Herz- und Kreislaufversagen führen kann. Die Bienengiftallergie ist in Deutschland eine der häufigsten Ursachen einer schweren allergischen Reaktion. Circa 1-5% der deutschen Bevölkerung sind von einer Bienengiftallergie betroffen, allerdings reagieren nicht alle Allergiker gleich auf einen Bienenstich. Manche Menschen reagieren nur mit lokalen Symptomen, die relativ schnell wieder zurückgehen, bei anderen kommt es rasch zu einer systemischen (den ganzen Körper betreffenden) und schweren Reaktion.

pfeilIst das gefährlich?
Gefahrenhinweis Bienengiftallergie
Achtung!

Bei dieser Erkrankung kann es unter Umständen zu einem sehr gefährlichen Verlauf kommen. Bei folgenden Anzeichen solltes Du einen Notarzt verständigen!

Plötzlich einsetzende Atembeschwerden, Engegefühl in der Brust, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, Schwindel und Ohnmacht nach einem Bienenstich/ Wespenstich.

potentiell Lebensgefährliche Erkrankung

Ein Stich von einer Biene kann zu gefährlichen Reaktionen führen.

Es ist zwar extrem selten, aber jährlich kommen ca. 10 - 40 Menschen (Dunkelziffer kann höher liegen) aufgrund von allergischen Reaktionen nach einem Insektenstich ums Leben.

Man spricht dabei von einer anaphylaktischen Reaktion.

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pfeilWann zum Arzt?

Bemerkst du bei dir oder jemand anderen nach einem Bienenstich Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion / Anaphylaxie (Atemnot, Kreislaufprobleme, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit) muss sofort ein Notarzt verständigt werden.

Kommt es infolge eines Bienenstichs zu einem roten Strich im Bereich der Einstichstelle, kann dies ein Anzeichen einer Blutvergiftung oder Infektion sein und du solltest dringend einen Arzt aufsuchen.

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Ursachen Bienengiftallergie

  • Überreaktion – des Körpers auf Bestandteile des Bienengifts. Der Körper versucht sich gegen bestimmte Eiweißbestandteile des Bienengifts zu wehren.
    • Eine Allergie gegen Bienengift muss sich nicht sofort nach dem ersten Stich entwickeln.
  • Unklar – Die Ursache für die Überreaktion ist noch nicht abschließend geklärt.
  • Es scheint, als sei die Bienengiftallergie nicht erblich bedingt.

Was sind die Ursachen einer Bienengiftallergie?

Ursache der allergischen Reaktion ist das Gift im Stachel der Bienen.
Im Gegensatz zu Wespen verlieren Beinen beim Stechen den Stachel. Dieser beinhaltet Giftdrüsen.
Verbleibt der Stachel in der Einstichstelle, kann nun vermehrt Gift in den Körper geraten. Der Körper bildet daraufhin verstärkt Stoffe wie Histamin, die beispielsweise zu einer Weitung der Gefäße oder Schwellung führen
Die Bienengiftallergie macht sich in der Regel im Jugend- bis jungen Erwachsenenalter bemerkbar.
Eine Bienengiftallergie ist nicht vererbbar.
Sie bedarf einer vorherigen Sensibilisierung, also Kontakt gegenüber einem Bienengift.
Erst beim zweiten Kontakt (2. Bienenstich) kommt es dann zu einer allergischen Reaktion.

Wodurch entsteht eine Bienengiftallergie?

Bei der Bienengiftallergie stuft der Körper das Bienengift fälschlicherweise als gefährlich ein.
Bei Allergikern reagiert der Körper mit einer Überempfindlichkeitsreaktion auf Bestandteile des Bienengifts.
Warum es genau zu dieser Überreaktion des Körpers bei einigen Menschen kommt, ist bis heute nicht abschließend geklärt.
Man spricht bei einer Bienengiftallergie von einer allergischen Reaktion vom Soforttyp (Typ 1), bei der es auch zu einer anaphylaktischen Reaktion kommen kann.

Mechanismus einer Allergieentstehung

  1. Erstkontakt (Sensibilisierung)
    Allergen (z. B. Bienengift, Pollen) gelangt in den Körper → das Immunsystem bildet spezifische IgE-Antikörper.
  2. Bindung der IgE-Antikörper
    IgE lagert sich an Mastzellen und basophile Granulozyten an → keine Symptome, aber Bereitschaft zur Reaktion
  3. Zweitkontakt mit dem Allergen
    Das Allergen bindet an die IgE-Antikörper auf der Mastzelle.
  4. Aktivierung der Mastzellen
    Die Mastzellen setzen Histamin und andere Entzündungsmediatoren frei.
  5. Allergische Symptome
    Gefäßerweiterung, Schwellung, Juckreiz, Rötung, Schleimhautreaktionen bis hin zu Atemnot oder Anaphylaxie.
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Symptome Bienengiftallergie

Achtung! Wenn es zu Atembeschwerden, Kreislaufproblemen sowie Übelkeit und Erbrechen kommt, muss ein Notarzt verständigt werden.

  • Häufig – Starke Rötungen, Schwellung und Hautausschlag, starker Juckreiz an der Einstichstelle.
  • Seltener – Großflächiger Hautausschlag, Schwäche und Übelkeit, Erbrechen als systemische (den ganzen Körper betreffende) Reaktion
  • Selten – Blutdruckabfall, Anstieg der Herzfrequenz (Herzrasen), Atembeschwerden/ Atemnot
  • Sehr selten – Anaphylaktischen Schock (Sofort Notarzt verständigen!)

Überblick der Anzeichen

Lokale Reaktion an der Einstichstelle (häufig)

  • Starke Rötung
  • Schwellung und Hautausschlag
  • Starker Juckreiz

Systemische Reaktion – den ganzen Körper betreffend (eher selten)

  • Großflächiger Hautausschlag
  • Schwäche
  • Übelkeit
  • Blutdruckabfall
  • Anstieg der Herzfrequenz
  • Atembeschwerden
  • Herz-Kreislauf Ereignisse (allergischer Schock)

Rötung und Schwellung

Eine allergische Reaktion auf einen Bienenstich äußert sich bei allen Patienten unterschiedlich.
Bei jedem Menschen, auch ohne Bienengiftallergie, tritt in Folge eines Stiches eine schmerzhafte Rötung und leichte Schwellung rund um den Stich auf, welche jedoch nach kurzer Zeit schon wieder zurückgeht und keine allergische Reaktion darstellt.
Nur wenn die Symptome nach 24h weiter anhalten oder schlimmer werden, besteht der Verdacht auf eine Bienengiftallergie.
In der Regel kommt es bei einer leichten, lokalen allergischen Reaktion innerhalb von Minuten zu starkem Juckreiz, Schwellung, starker Rötung und einem Ausschlag rund um die Einstichstelle.

Langjährige Allergiker merken in der Regel schnell, wenn es zu einer allergischen Reaktion kommt.

Systemische Reaktionen

Kommt es zu einer systemischen Reaktion, das heißt die Auswirkungen der allergischen Überempfindlichkeitsreaktion breitet sich über das Blut auf den ganzen Körper aus, kommt es zu schwereren Symptomen, die zu einem großflächigen Ausschlag, Schwäche und Übelkeit bis zu einem Blutdruckabfall, Herzfrequenzanstieg, Atembeschwerden und Herz-Kreislauf-Versagen führen können.

Durch massive Schwellungen kann es zu Schluck- und Sprechbeschwerden und Beklemmungsgefühlen kommen. Man spricht dann von einem allergischen Schock, der bei Nichtbehandlung lebensbedrohlich werden kann.

Daher sollte bei Auftreten solcher Symptome sowie Bewusstlosigkeit sofort ein Notarzt alarmiert werden.

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Diagnose Bienengiftallergie

Die Diagnose Bienengiftallergie ist sehr einfach, da die allergischen Zeichen unmittelbar nach einem Bienenstich auftreten.

  • Prick-Test (Hauttest – Allergene werden in die Haut eingebracht und die folgenden Reaktionen bewertet)
  • Bluttest (IgE-Antikörpernachweis im Blut)
  • Im Einzelnen: Stichprovokation

Die Diagnose einer Bienengiftallergie ist relativ einfach zu stellen, da einer allergischen Reaktion immer ein Bienenstich vorhergeht.
Abzugrenzen hiervon ist eine Allergie gegen Wespengift.
In der Regel liegt jedoch nur eine Allergie gegen eines der beiden Gifte vor.
Die Anamnese durch einen Arzt ist demnach die erste und wichtigste Maßnahme bei der Diagnose einer Bienengiftallergie.
Um den Verdacht auf eine mögliche Bienengiftallergie zu bestätigen, können einige Tests angewandt werden.
Zum einen können im Blut spezifische Allergiemarker nachgewiesen werden, die sogenannten IgE-Antikörper gegen Bestandteile des Bienengiftes. Allerdings sollte das Blut frühestens 3 Wochen nach einer Reaktion abgenommen werden, da die Antikörper erst später gebildet werden.
Zusätzlich können Hauttests durchgeführt werden, bei denen eine geringe Menge Gift unter die Haut gespritzt wird und eine Reaktion abgewartet wird.

Test auf Bienengiftallergie

Die Bestätigung einer Bienengiftallergie erfolgt in der Regel mittels eines Hauttests.
Dabei gibt es unterschiedliche Varianten. Den Intrakutantest, Prick-Test und den Scratch-Test.
Das Prinzip ist jedoch bei allen ähnlich.
Im Rahmen des Testes wird eine geringe Menge des Bienengiftes unter die Haut injiziert.
Anschließend wird abgewartet, wie sehr und wie schnell der Körper auf das Gift reagiert.
Bei einem positiven Test kommt es in der Regel innerhalb von 15–30 min zu einer lokalen Reaktion in Form einer Rötung und Juckreiz.
Bei bekannter starker Reaktion sollte bis zum Folgetag abgewartet und kontrolliert werden, um eine mögliche Spätreaktion erkennen zu können.
Dieser Test sollte immer unter ärztlicher Beobachtung und ggf. Notfallbereitschaft stattfinden, falls es zu einer starken Reaktion kommen sollte.
In der Regel wird gleichzeitig auch ein Test auf Wespenallergie durchgeführt.

Welcher Arzt führt den Allergietest durch?

Ein Test auf Bienengiftallergie wird von einem Facharzt für Allergologie (Allergologe) durchgeführt.
In den meisten Fällen besitzen Hautärzte, Kinderärzte und HNO-Ärzte diese Zusatzqualifikation.
In einem ausführlichen Anamnesegespräch bespricht der Arzt die aktuellen Beschwerden und klärt den Ablauf des Allergietests.

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Bilder

Der Hautausschlag bei einem Bienenstich ist charakteristisch. Um die Einstichstelle ist oftmals bedingt durch das Gift ein weißer Hof und eine deutliche Rötung im weiteren Umfeld zu erkennen.
Je nach Stärke der Reaktion kann es zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Schwellung kommen.

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Du kannst natürlich jederzeit eine Entfernung beatragen!
pfeilSelbsttest Bienengiftallergie

OK, die erste Frage

Kam es nach dem Stich einer Biene bei Dir zu einem starken, Schwellung und Juckreiz an der Einstichstelle?

Kam es nach dem Stich sogar zu einer Reaktion am ganzen Körper, bzw. einem großflächigen Ausschlag (starkes Anschwellen des Körpers) unabhängig der Einstichstelle?

Kam es nach einem Stich zu Bauchschmerzen, Übelkeit oder sogar Erbrechen?

Ist sonst bei Dir eine Allergie bekannt?

Bevor Du Dich testest!
Hinweis Selbsttest

Beachte! Dieser Selbsttest ersetzt niemals einen Arztbesuch!

Bei einem Selbsttest werden immer Anzeichen, Auslöser & Risikofaktoren abgefragt, Erkrankungen verlaufen jedoch oft individuell.

Im Notfall immer zu einem Arzt statt zu testen!

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Behandlung Bienengiftallergie

Bei der Behandlung einer Bienengiftallergie unterscheidet man zwischen der akuten Behandlung der Symptome nach einem Stich und einer möglichen Behandlung der Ursache der Bienengiftallergie.

Akutbehandlung nach einem Stich (Notfallbehandlung)

  • Ruhe bewahren – Zunächst sollte man nach einem Stich einer Biene, Wespe oder Hornisse nicht in Panik verfallen und den Patienten, bzw. sich selbst beobachten.
  • Kälte (Kältebehandlung) – Es empfiehlt sich immer, die Einstichstelle zu kühlen.
    Am besten mit Eis. Der direkte Hautkontakt sollte vermieden werden.
  • Salbe auftragen (bei lokaler Reaktion) – Wenn vorhanden, antiallergischen Salben (Anthistaminikum, Cortison) auftragen.
  • Medikamente einnehmen (systemische Reaktion / ganzer Körper betroffen) – Bei stärkeren Reaktionen können bzw. sollten Medikamente (Antihistaminika und ggf. Kortison) angewandt werden. (Notfallset)
  • Notfallmedikamente und Notarzt – In einer Notfallsituation (bei einem anaphylaktischen Schock mit Kreislaufversagen, Herzrasen, Atemnot, Blutdruckabfall) → Anwendung einer Adrenalin-Spritze und Notarzt verständigen.

Langfristige Behandlung der Bienengiftallergie

  • Desensibilisierung (Hyposensibilisierung) – zur Behandlung der Ursache.
    Im Vergleich zu vielen anderen Allergien ist die Hyposensibilisierung (Immuntherapie) bei einer Bienengiftallergie vielversprechend erfolgreich.
    Der Körper wird bei dieser Behandlung allmählich an das Bienengift gewöhnt. Vor allem bei Risikopatienten mit Gefahr einer Anaphylaxie bietet sich eine solche Therapie zur Prophylaxe vor starken Reaktionen an.
  • Schulung und Aufklärung
    • Umgang in einer Notsituation erlernen (Umgang mit dem Notfallset erlernen und wissen, wann es angewandt wird)
    • Aufklärung des sozialen Umfeldes
  • Kontaktvermeidung – Kontakt mit dem Auslöser (Biene) bestmöglich vermeiden. Barfußlaufen meiden, Bienenstock meiden ..
  • Notfallset – Das Notfallset sollte immer mitgeführt werden.

Maßnahmen bei einer Bienengiftallergie

  • Ruhe bewahren – Das Wichtigste ist zuallererst Ruhe zu bewahren und den Allergiker zu beobachten.
    Die meisten Allergiker können die Situation sehr schnell und gut einschätzen.
  • Stachel entfernen – Die Einstichstelle sollte auf mögliche Reste des Stachels untersucht werden, da Bienen diesen oft verlieren und ggf. sollte dieser entfernt werden.
  • Kühlen der Einstichstelle – Bei einer akuten und lokalen Reaktion ist Kühlung der Einstichstelle mittels Eisbeuteln, kalten Umschlägen oder ähnlichem wichtig, um einer möglichen Schwellung vorzubeugen.
  • Anwendung von Salben – Des Weiteren gibt es antiallergische Salben oder Gele, die aufgetragen werden können, um lokale Symptome und Juckreiz zu behandeln.
  • Ggf. Arzt aufsuchen – Sollte es zu Fieber oder Abgeschlagenheit kommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. 
  • Ggf. Medikamente verabreichen – Bei einer starken Reaktion kann die Allergie mittels Antihistaminika oder Kortison behandelt werden.
    Damit kann die Reaktion eingedämmt werden. Bei einem Kreislaufversagen sollte auch Adrenalin gegeben werden.
    Bekannte Allergiker haben in der Regel ein Notfallset mit, in dem diese Medikamente enthalten sind.
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Medikamente

  • Antihistaminikum als Tropfen oder Schmelztabletten
  • Kortisonpräparate
  • Adrenalinspritze für den Fall eines allergischen Schocks.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Prognose

  • Prognose nach einem Bienenstich
    • In den meisten Fällen Reaktionen nur an der Einstichstelle.
    • Selten – systemischen Reaktionen (den ganzen Körper betreffend)
    • Tödlicher Ausgang extrem selten
  • Prognose der Bienengiftallergie
    • Desensibilisierung zur Heilung der Bienengiftallergie möglich

Eine allergische Reaktion auf einen Bienenstich kann lebensbedrohlich sein, jedoch ist ein tödlicher Ausgang extrem selten.
In den meisten Fällen kommt es nur zu lokalen Symptomen, die relativ schnell zurückgehen.

Seltener kommt es zu starken Reaktionen, die bei schneller Anwendung des Notfallsets und Alarmierung des Notarztes jedoch schnell behandelt und lebensbedrohliche Folgen verhindert werden können.

Die Vorbeugung vor einem Bienenstich spielt daher eine wichtige Rolle bei Allergikern.

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Verlauf

  1. Sensibilisierung
    Nach dem ersten Stich kommt es zu einer Sensibilisierung. Die Symptome sind dabei nicht stark ausgeprägt.
  2. Symptome
    Erst nach dem zweiten Stich kommt es zu den typischen Anzeichen der Bienengiftallergie.
  3. Diagnostik beim Arzt
    Meist wird daraufhin ein Arzt konsultiert, der mittels Allergietest die Diagnose bestätigt.
  4. Kontaktvermeidung
    Der Kontakt mit Bienen sollte vermieden werden und Medikamente für den Notfall sollten griffbereit sein.
  5. Desensibilisierung
    Es kann über eine Desensibilisierung nachgedacht werden.

Eine Bienengiftallergie kann bereits im Kindesalter auftreten oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln.
Nach dem ersten Stich einer Biene kommt es zu einer Sensibilisierung. Der Körper stuft das Gift der Biene als gefährlich ein. Die Symptome treten nicht ausgeprägt auf.

Erst nach dem zweiten Stich kommt es zu den typischen Symptomen.

In der Regel folgt daraufhin ein Allergietest, welcher die Verdachtsdiagnose bestätigt.

Ab diesen Zeitpunkt sollten Allergiker Vorsicht im Umgang mit Bienen zeigen.

Sollte es versehentlich doch zu einem Stich kommen, helfen Medikamente die Symptome zu lindern. Bei schweren Verläufen mit Atemnot muss Adrenalin verabreicht werden und ein Notarzt verständigt werden.

Bei bekannten schweren Verläufen sollten Allergiker daher immer ein Allergie – Notfallset bei sich tragen.

Reagieren Allergiker stärker auf Bienengift, sollte eine Desensibilisierung in Betracht gezogen werden.

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Komplikationen

Eine gefürchtete, jedoch sehr seltene Komplikation bei einer Bienengiftallergie ist der anaphylaktische Schock. Es kommt dabei zu Herz-Kreislauf Probleme, Blutdruckabfall und Atemnot. Treten solche Symptome nach einem Bienenstich auf, muss sofort ein Notarzt verständigt werden.

Kann es zu einem tödlichen Verlauf kommen?

Ja, ein tödlicher Verlauf ist tatsächlich möglich, die Wahrscheinlichkeit ist allerdings sehr, sehr gering.
Selbst bei Bienengiftallergiker ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Verkehrsunfall tödlich zu verunglücken, vielfach höher.

In Deutschland kommt es jährlich zu ca. 10 Todesfällen durch Bienen-, Wespen- oder Hornissenstiche. Dies stellt weniger als 0,0001% der deutschen Bevölkerung dar.
Ein tödlicher Ausgang ist demnach möglich, aber bei guter und schneller Behandlung sehr, sehr unwahrscheinlich.

Dabei machen die Wespenstiche den Großteil aus, da es hier schneller zu Stichen kommt. 
In sehr seltenen Fällen kann es bei einer übermäßigen Anzahl von Stichen zu einer Vergiftung führen, die ebenfalls zum Tod führen kann.

Beachte: Die Anwendung einer Adrenalispritze kann in Notsituationen Leben retten!

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Dauer

  • Die ersten Reaktionen nach einem Bienenstich treten bereits kurz nach dem Stich auf (Soforttyp einer Allergie).
  • Die Symptome klingen in den meisten Fällen innerhalb weniger Stunden wieder ab.
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Vorbeugung

  • Keine Vorbeugung möglich
  • Kontaktvermeidung mit Bienen zur Stichprophylaxe

Wie kann man sich vor einer Bienengiftallergie schützen?

Warum genau eine Allergie entsteht, ist bis heute noch nicht geklärt.
Daher ist es auch nicht möglich, einer Bienengiftallergie vorzubeugen.

Es ist allerdings möglich, einem Bienenstich und somit der Reaktion vorzubeugen.

Meiden von Kontakt mit Bienen

Die wichtigste Maßnahme ist, die Nähe zu Bienen zu meiden.

Besonders in Feldgebieten und blühenden Wiesen sind viele Bienen.
Allerdings sind Bienen relativ friedliche Lebewesen, die nur in sehr seltenen Fällen stechen, zum Beispiel wenn sie sich bedroht fühlen.

Man sollte Bienen nicht reizen.
Bei der Gartenarbeit sollte man auf lange Kleidung und Handschuhe achten.
Um Bienen nicht anzulocken, sollte man das Tragen von starkem Parfum, Shampoo oder Sonnencreme meiden. Auch Süßes, wie Kuchen, lockt Bienen an.

Bienen- und Insektennester in der Nähe sollten von der Feuerwehr entfernt werden.
Wichtig ist immer das Mittragen des Notfallsets!

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Lokalisation

Lokalisation Bienengiftallergie
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Die Anzeichen treten typischerweise zunächst an der Einstichstelle auf.

Im weiteren Verlauf kann es auch zu systemischen Reaktionen kommen, die den ganzen Körper betreffen.

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Stadien

4 Stadien der Reaktion:

  • Stufe I:  Unwohlsein, juckende, Nesselsucht, Quaddeln,
  • Stufe II: Bauchschmerzen, Schwindel, Engegefühl im Brustkorb, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,
  • Stufe III: Luftnot, keuchende Atmung, Schwierigkeiten beim Schlucken, geistige Benommenheit
  • Stufe IV: Anaphylaktischer Schock – Blutdruckabfall, Zusammenbruch des Herz-Kreislauf-Systems, Verlust des Bewusstseins
pfeilSport bei Bienengiftallergie

Selbstverständlich kann man trotz einer Bienengiftallergie Sport treiben.

Sport nach einem Bienenstich

Solltest Du jedoch von einer Biene oder einer Wespe gestochen worden sein, gibt es einige Punkte, die Du beachten solltest.

  • Sport ist nach einem Stich möglich, Du solltest jedoch auf Anzeichen einer allergischen Reaktion achten und entsprechend den Symptomen pausieren.
  • Den Stachel am besten von der Haut wegkratzen, nicht herausziehen, da ansonsten noch mehr Gift in den Körper gelangt.
  • Die Einstichstelle kühlen.
  • In den Stunden nach dem Stich solltest Du vor allem als Bienengiftallergie auf mögliche Symptome Deines Körpers achten.
  • Anaphylaktische Reaktionen sind zwar selten, Du solltest bei einer bestehenden Allergie dennoch Deine Notfallmedikamente bei Dir tragen.
  • Kommt es zu Anzeichen von Kreislaufproblemen, Bewusstseinsstörungen oder Atemnot, muss ein Notarzt verständigt werden.
Hinweis ArztbesuchBeachte bitte: Vor dem Beginn mit Sport solltest Du immer Rücksprache mit Deinem Therapeuten halten.
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Heilung

Der einzige kausale Therapieansatz (Behandlung der Ursache) ist die sogenannte Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung oder spezifische Immuntherapie (SIT) genannt.

Dabei wird dem Körper geringe Mengen des Giftes unter die Haut verabreicht.
Die Dosis wird wöchentlich gesteigert, wodurch der Körper eine Toleranz gegenüber den Substanzen bildet.
Zudem bildet der Körper physiologische IgG-Antikörper, anstatt IgE-Antikörper. Dies sollte immer unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden.

Für einen langwierigen Schutz sollte die Behandlung über 3–5 Jahre stattfinden.

Bei 80–85 % schlägt die Therapie an und es kommt zu einer kompletten Heilung. Jedoch sind nicht alle Menschen geeignet für diesen Behandlungsansatz.

Die Dauer der Beschwerden muss unter 5 Jahren sein, weshalb vor allem junge Patienten von der Therapie profitieren.

pfeilIn der Schwangerschaft

Jede allergische Reaktion ist eine Stressreaktion für den Körper.

Insbesondere Bienengiftallergien sind oft Typ-1-Allergien, die innerhalb von Sekunden bis Minuten starke Reaktionen auslösen.

In Schwangerschaft ist so eine starke Stressreaktion nicht gut und sollte so weit wie möglich verhindert werden.

Im Falle einer allergischen Reaktion sollte eine immer Kontrolle der Schwangeren und des Kindes beim Facharzt erfolgen.

Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.

pfeil

Zahlen & Statistiken

  • 20 - 25 % der Menschen reagieren lokal empfindlich nach einem Bienenstich.
  • 1,2 - 3,5 % der Betroffene reagieren dabei sogar systemisch (Reaktionen, die den ganzen Körper betreffen).
  • 52 % aller anaphylaktischen Reaktionen (heftigste allergische Reaktion) sind auf Insektengifte zurückzuführen
  • 10 - 40 Todesfälle werden jährlich in Deutschland aufgrund von Insektenstiche gemeldet. Die Dunkelziffer kann höher liegen.
    Die Mehrzahl davon Erwachsene Männer.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit1,5 - 2%
Alters FaktenAlterab Kind
Geschlecht FaktenGeschlechtunbekannt
AQ`sFAQ`s

Was ist das Bienengift - Notfallset?

Wer sollte ein Allergie-Notfallset bei sich tragen?

Bekannte Allergiker sollten immer ein Notfallset mit sich tragen.
Selbst Menschen, die in der Vergangenheit nicht so stark auf einen Bienenstich reagiert haben, sollten eins haben, da es bei folgenden Stichen auch zu einer stärkeren Reaktion kommen kann.
Da ein allergischer Schock relativ schnell zu einem Herz-, Kreislaufversagen und demnach zum Tod führen kann, ist es wichtig die Medikamente schnell griffbereit zu haben.
Zudem ist es wichtig, dass Personen im näheren Umkreis in der Anwendung der Medikamente geschult werden.

Was sollte das Set beinhalten?

Das Notfallset sollte in jedem Fall 3 Medikamente beinhalten.

  1. Adrenalinspritze
  2. Antihistaminika
  3. Cortison

Antihistaminika und Kortison, wirjken bei gleichzeitiger Einnahme einer allergischen Reaktion und Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers entgegen. Sie verhindern eine zunehmende Schwellung, Rötung und Hautausschlag. Diese liegen in der Regel in Form von Tabletten vor.
Zudem sollte in dem Set immer Adrenalin beigefügt sein, meistens in Form einer Fertigspritze. Bei einem Kreislaufschock, bei dem es zu einem Blutdruckabfall, Herzfrequenzsteigerung und Atemnot kommt, kann das Adrenalin direkt über die Spritze in den Oberschenkelmuskel injiziert werden und den Kreislauf stabilisieren.

Wann muss man das Notfallset anwenden?

Allergiker und nähere Kontaktpersonen sollten in der Anwendung eines Notfallsets geschult werden.
Sie sollten darauf trainiert werden, die Reaktionen des Körpers einschätzen zu können. Die Medikamente sollten nicht bei jedem Stich eingenommen werden. Nur wenn es in der Vergangenheit schon zu starken Reaktionen gekommen ist, sollte das Notfallset direkt angewandt werden.

Sollte der Betroffene starke Übelkeit, Schweißausbrüche, Hautausschlag oder ähnliches empfinden, empfiehlt es sich das Antihistaminikum und das Kortison anzuwenden. Bei beginnender Atemnot, Bewusstlosigkeit oder Sprechbeschwerden sollte sofort Adrenalin gespritzt werden.
Wichtig ist jedoch immer die gleichzeitige Alarmierung eines Notarztes.

aktualisiert: 18.01.2026
QuellenStudienKI-Training
  • 2024 – Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) et al. – Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie (AWMF S2k-Leitlinie)
  • 2018 – Sturm G.J., Varga E.M., Roberts G. et al. – EAACI guidelines on allergen immunotherapy: Hymenoptera venom allergy
  • 2022 – Stoevesandt J., Trautmann A. – Risk factors in bee and Vespula venom allergy: state of the art
  • 2022 – Ruëff F., Jakob T. – Bee and Wasp Venom Allergy (in Braun-Falco’s Dermatology)
  • 2021 – Demirkale Z.H., Yücel E., Çimen S. … Tamay Z. – Venom allergy and knowledge about anaphylaxis among beekeepers and their families
  • 2025 – Carli T., Locatelli I., Košnik M. … Kukec A. – Epidemiology and Risk Factor Analysis of Systemic Allergic Reaction to Bee Venom in the Slovenian Population of Beekeepers
  • 2011 – Krishna M.T., Ewan P.W., Diwakar L., Durham S.R., et al. – Diagnosis and management of hymenoptera venom allergy: British Society for Allergy and Clinical Immunology (BSACI) guidelines
  • 2016 – Nabieva N., Kropf E., Freyer T., Offe J. – Bienengiftallergie (DocCheck Flexikon, letzte Bearbeitung 31.05.2016)
EigenschaftWert
Anatomiesystemisch, Haut; Atemwege, Herz-Kreislauf-System, Magen-Darm-Trakt
DifferentialdiagnoseInfektionen; Nesselsucht, Nahrungsmittelallergie, Kontaktallergien
MedikamenteAntihistaminika, Glukokortikoide, Adrenalin-Autoinjektor, Schmerzmittel, lokale kühlende/abschwellende Mittel
EpidemiologieHymenopterengiftallergien ca. 3–5% der Bevölkerung, systemische Reaktionen < 1%
Prognosegute Prognose bei Therapie, mögliche Hyposensibilisierung
VerlaufSoforttyp-Allergie, Reaktion innerhalb von Sekunden bis Minuten, lokal bis systemisch
PathophysiologieIgE-vermittelte Hypersensitivität, Mastzellaktivierung → Histaminfreisetzung
Komplikationstarke lokale Schwellung, Atemwegsverengung; Kreislaufversagen, Anaphylaxie
BehandlungAllergenvermeidung, Notfallset (Adrenalin, Antihistaminikum, Cortison), Hyposensibilisierung
PrimärvorbeugungStillen, Rauchverzicht, Aufwachsen auf dem Bauernhof
SekundärvorbeugungAllergenvermeidung, konsequentes Mitführen eines Notfallsets
Risikofaktorenfrühere systemische Reaktion, Mastzellenerkrankungen, häufige Exposition (z. B. Imker)
AnzeichenSchwellung, Rötung, Juckreiz, Atemnot, Bauchschmerzen, Übelkeit, Blutdruckabfall, Herzrasen
StadienSchweregrade einer Anaphylaxie (Grad I–IV)
DiagnostikPricktest, Intradermaltest, spezifisches IgE, Basaltryptase, Provokationstest (Spezialzentrum)
Hinweis: Diese Tabelle dient der strukturierten Datenaufbereitung für KI-gestützte Informationsverarbeitung und Assistenzsysteme.
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  1. Vermeide bestmöglich den Stich einer Biene.
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  3. Du solltest ein Notfallset bei Dir tragen (in Risikosituationen).
  4. Im Falle eines Stiches solltest Du Ruhe bewahren und bestmöglich nicht alleine sein.
  5. Der Umgang mit dem Notfallset sollte Dir und Angehörigen bekannt sein.
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Bienengiftallergie
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  • 20 - 25 % der Menschen reagieren lokal empfindlich nach einem Bienenstich.
  • 1,2 - 3,5 % der Betroffene reagieren dabei sogar systemisch (Reaktionen, die den ganzen Körper betreffen).
  • 52 % aller anaphylaktischen Reaktionen (heftigste allergische Reaktion) sind auf Insektengifte zurückzuführen
  • 10 - 40 Todesfälle werden jährlich in Deutschland aufgrund von Insektenstiche gemeldet. Die Dunkelziffer kann höher liegen.
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Tobias Kasprak

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Unsere Philosophiemedicine meets sports Medizin trifft Sport.
Unser Ziel ist es, Medizin einfach und visuell darzustellen und neben der klassischen Therapie dem Betroffenen aktive Maßnahmen zur Behandlung aufzuzeigen. Aus diesem Grund arbeiten Mediziner, Sportwissenschaftler & Physiotherapeuten gemeinsam an Trainingskonzepten.
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