Analabszess, wenn es zu einer akuten, eitrigen Entzündung im Bereich der Haut um den After kommt.

Erfahrungs Berichte
Ein Analabszess ist eine akute Infektion im Bereich des Afters, die meist von den zwischen den Schließmuskeln gelegenen Proktodealdrüsen des Anus ausgeht. Typische Symptome sind eine akute schmerzhafte Schwellung in diesem Bereich bis hin zu Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl. Im Regelfall wird der Analabszess operativ behandelt.
Ein Analabszess ist nicht ungefährlich.
Unbehandelt kann sich die Infektion verschleppen und ernste Komplikationen nach sich ziehen.
Ein Analabszess erfordert immer eine Behandlung.
Bei Schmerzen, Schwellung und Rötung im Bereich des Afters solltest Du immer einen Arzt aufsuchen.
Der erste Ansprechpartner ist Dein Hausarzt oder der Proktologe.
Aufgrund der anatomischen Lage lässt sich ein Analabszess einteilen in:

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Ein Analabszess unter der Haut ist als Schwellung und Rötung im Bereich des Afters erkennbar.
Die Stelle ist zudem sehr druckempfindlich.
Die Therapie eines Analabszesses erfolgt durch Öffnung der Eiterhöhle und somit dem Abfließen des Eiters. Das Öffnen erfolgt meist notfallmäßig.
Die Prognose bei einem Analabszess ist unterschiedlich. Je nach Größe und Lokalisation des Abszesses sowie patientenabhängigen Faktoren wie Alter, Ernährungszustand, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme spielen dabei eine Rolle.
Allgemein kommt es bei einem Analabszess eher zu einem langwierigen Verlauf aufgrund der permanenten Keimexpostion durch den Stuhlgang.
Wie lange es dauert, bis ein Analabszess entsteht, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Wichtig ist jedoch die frühzeitige Diagnose und Einleitung der Behandlung.
In vielen Fällen ist eine Vorbeugung vor einem Analabszess nicht möglich.
Generell sollte auf eine ausreichende Hygiene im Bereich des Afters geachtet werden.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Analkanal, perianales Gewebe, ischioanale und pelvirektale Räume |
| Differentialdiagnose | Hämorrhoiden, Analfissur, Thrombose der Analvene, Perianale Fistel, Proktitis, Analekzem |
| Medikamente | Schmerzmittel, Antibiotika (bei systemischer Infektion oder Risikopatienten), Abführmittel zur Stuhlregulation |
| Epidemiologie | häufige proktologische Erkrankung; Männer häufiger betroffen; meist im jungen bis mittleren Erwachsenenalter |
| Prognose | gut bei rechtzeitiger chirurgischer Behandlung; erhöhtes Risiko für Fistelbildung |
| Verlauf | akuter Beginn mit zunehmenden Schmerzen; rasche Verschlechterung ohne Therapie |
| Pathophysiologie | Infektion der Proktodealdrüsen → Eiteransammlung im perianalen Gewebe |
| Komplikation | Analfistel, Sepsis, Ausbreitung in tiefere Beckenräume, Rezidive |
| Behandlung | chirurgische Inzision und Drainage, ggf. Antibiotikatherapie, Schmerzbehandlung, Wundpflege |
| Primärvorbeugung | gute Analhygiene, Vermeidung von chronischem Durchfall oder Verstopfung |
| Sekundärvorbeugung | frühe Behandlung proktologischer Beschwerden, Nachsorge zur Fistelerkennung |
| Risikofaktoren | Morbus Crohn, Diabetes mellitus, Immunsuppression, chronische Darmerkrankungen, Rauchen |
| Anzeichen | starke, pochende Analschmerzen, Schwellung, Rötung, Überwärmung, Fieber, Schmerzen beim Sitzen oder Stuhlgang |
| Stadien | perianaler Abszess, ischioanaler Abszess, pelvirektaler Abszess |
| Diagnostik | klinische Untersuchung, digitale rektale Untersuchung, Ultraschall (endoanal), MRT bei tiefen Abszessen |