Enddarmentzündung (Proktitis), wenn es zu einer Entzündung im letzten Darmabschnitt kommt.

Erfahrungs Berichte
Eine Enddarmentzündung bezeichnet eine Entzündung des Enddarms, dem letzten Abschnitt des Darms, oftmals aufgrund einer bakteriellen Infektion. Eine Enddarmentzündung kann auch den After mit betreffen. Es kommt zu Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang und Schmerzen.
Von einer Enddarmentzündung (Proktitis) geht zunächst erst einmal keine akute und große Gefahr aus.
Wird die Enddarmentzündung jedoch nicht ausreichend behandelt, kann sich daraus eine Entzündung des gesamten Darms mit Komplikationen wie Geschwüren entwickeln.
Mit einer Entzündung des Enddarms musst Du so früh wie möglich einen Arzt aufsuchen.
Der Ansprechpartner ist in diesem Fall der Proktologe.
Hinweis! Viele Betroffene gehen aus Scham erst spät zum Arzt. Das ist völliger Quatsch und gefährdet die Gesundheit.
Je nach Auslöser lässt sich eine Enddarmentzündung einteilen in:
Die Anzeichen bei einer Enddarmentzündung entstehen vor allem, wenn sich die Entzündung ausbreitet.
Beachte! Die Symptome bei einer Enddarmentzündung können je nach unterschiedlichen Auslösern variieren.
Die Behandlung einer Enddarmentzündung ist abhängig von der Ursache.
Beachte! Es sollte während der Behandlung auf jeden Fall mit einem Kondom verhütet werden.
Eine frühzeitige Diagnose und Therapieeinleitung ist bei der Prognose der Enddarmentzündung von besonderer Bedeutung.
Hinweis! Du solltest nicht aufgrund eines Schamgefühls den Arztbesuch hinauszögern. Der Proktologe hat jeden Tag mit Erkrankungen des Enddarms zu tun.
Ob und inwieweit es überhaupt möglich ist, einer Enddarmentzündung vorzubeugen, ist abhängig von den auslösenden Faktoren.
In einigen Fällen ist keine Vorbeugung möglich.
Eine infektiöse Enddarmentzündung ist ansteckend und wird durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.
Im Vergleich zu anderen Darmentzündungen beschränkt sich die Enddarmentzündung (Proktitis) auf den letzten Abschnitt (letzte 15 cm) des Darmabschnitts.
In vielen Fällen ist gleichzeitig auch der After mit betroffen.
Wenn man bei den ersten Anzeichen einer Enddarmentzündung einen Arzt aufsucht und umgehend eine Therapie einleitet, ist die Prognose bei einer Enddarmentzündung sehr gut und es kommt in den meisten Fällen zu einer vollständigen Heilung.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Enddarm (Rektum), Darmschleimhaut, Analbereich |
| Differentialdiagnose | Analfissur, Hämorrhoiden, Analabszess, Analfistel, Rektumkarzinom |
| Medikamente | entzündungshemmende Zäpfchen oder Salben, Kortikosteroide, Antibiotika bei bakterieller Ursache |
| Epidemiologie | relativ häufig; tritt bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vermehrt auf |
| Prognose | meist gut bei gezielter Therapie; chronische Verläufe möglich |
| Verlauf | akut oder chronisch, oft schubweise |
| Pathophysiologie | Entzündung der Rektumschleimhaut durch Infektionen, Autoimmunreaktionen oder Reizungen |
| Komplikation | chronische Schmerzen, Blutungen, Stuhlentleerungsstörungen |
| Behandlung | lokale medikamentöse Therapie, Behandlung der Grunderkrankung, Hygiene |
| Primärvorbeugung | Infektionsprophylaxe, Analhygiene, Schutz bei Analverkehr |
| Sekundärvorbeugung | frühe Behandlung, regelmäßige Kontrollen bei chronischen Darmerkrankungen |
| Risikofaktoren | chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Infektionen, Strahlentherapie |
| Anzeichen | Schmerzen im Enddarm, Stuhldrang, Blut oder Schleim im Stuhl, Brennen |
| Stadien | akute Proktitis, chronische Proktitis, strahlenbedingte Proktitis |
| Diagnostik | Proktoskopie, Anamnese, Stuhl- und Abstrichuntersuchungen |