Dickdarmpolypen, wenn es zu Vorwölbungen der Darmschleimhaut in den Hohlraum des Darms kommt. In den meisten Fällen sind Dickdarmpolypen gutartig.
Dickdarmpolypen sind verdickte Wucherungen der Dickdarmschleimhaut, die in das Lumen des Darmes hineinragen. Zunächst sind die Polypen gutartig, können jedoch entarten und zu Darmkrebs führen.
Dickdarmpolypen sind in den meisten Fällen zunächst ungefährlich und entwickeln sich sehr langsam.
Da die Dickdarmpolypen sich jedoch zu bösartigen Tumoren entwickeln können, sollte man sie immer entfernen lassen.
Dickdarmpolypen verursachen in vielen Fällen keine Beschwerden und werden daher oft per Zufallsbefund bei einer Darmspiegelung entdeckt.
Der erste Ansprechpartner bei Beschwerden im Darm und Stuhlgang ist Dein Hausarzt.
Bei Darmbeschwerden ist ein Arztbesuch generell empfehlenswert, wenn …
Hinweis! Ab etwa dem 50. Lebensjahr empfiehlt sich eine Darmkrebsvorsorge.
Dickdarmpolypen lassen sich je nach Ausprägung einteilen in:
Des Weiteren wird unterschieden in
Hinweis! Im Rahmen der Darmkrebsvorsorge werden Dickdarmpolypen erkannt. Bei Männern liegt die Empfehlung ab dem 50. Lebensjahr, bei Frauen ab 55.
Grundsätzlich können die Risikofaktoren der Dickdarmpolypen gemieden werden.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Dickdarm, Darmschleimhaut, insbesondere Kolon und Rektum |
| Differentialdiagnose | Darmkrebs, entzündliche Darmerkrankungen, Hämorrhoiden, Divertikel |
| Medikamente | keine spezifische medikamentöse Therapie, ggf. Schmerzmittel nach Polypenabtragung |
| Epidemiologie | häufig, Prävalenz steigt mit dem Alter; viele Polypen bleiben lange symptomlos |
| Prognose | meist gutartig; bestimmte Polypen können sich zu Darmkrebs entwickeln |
| Verlauf | oft lange asymptomatisch; langsames Wachstum über Jahre möglich |
| Pathophysiologie | übermäßige Zellvermehrung der Darmschleimhaut, meist adenomatöse Veränderungen |
| Komplikation | Blutungen, Darmverschluss bei großen Polypen, maligne Entartung |
| Behandlung | endoskopische Polypektomie, regelmäßige Kontrollkoloskopien |
| Primärvorbeugung | ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung, Vermeidung von Alkohol und Rauchen |
| Sekundärvorbeugung | Darmkrebsvorsorge, regelmäßige Nachsorge nach Polypenentfernung |
| Risikofaktoren | höheres Lebensalter, genetische Veranlagung, fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel |
| Anzeichen | meist symptomlos; ggf. Blut im Stuhl, Schleimabgang, Veränderung der Stuhlgewohnheiten |
| Stadien | hyperplastische Polypen, adenomatöse Polypen, fortgeschrittene Adenome |
| Diagnostik | Koloskopie, histologische Untersuchung, ggf. Stuhltests |