Divertikulitis, wenn es zu einer Entzündung der Ausstülpungen der Darmwand kommt.
Erfahrungs Berichte
Die Divertikulitis beschreibt eine Entzündung von Divertikeln im Darm. Divertikel sind Ausstülpungen des Darms nach außen, welche sich durch eine Schwäche der Darmwand bilden können. Da der Stuhl länger in dieser Ausstülpung verweilt, ist dieser besonders anfällig für Infektionen.
Eine Divertikulitis kann zu sehr ernsten Komplikationen führen und ist daher potenziell gefährlich.
Es kann zu einem Übergreifen der Entzündung auf benachbarter Strukturen kommen.
In einigen Fällen wird sogar eine Notoperation notwendig.
Mit einer Divertikulitis musst Du zum Arzt.
Bei anhaltenden Schmerzen im Unterbauch, vor allem rechtsseitig, Blähung, Durchfall oder Verstopfung solltest Du unabhängig der Ursache immer einen Arzt zur Klärung der Ursache aufsuchen.
Der erste Ansprechpartner ist in diesem Fall Dein Hausarzt.
Die Art der Behandlung ist abhängig vom Ausmaß der Divertikulitis und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Betroffen.
Hausmittel können unterstützend bei einer Divertikulitis angewandt werden.
Ein Divertikulitis-Schub ist gut medikamentös behandelbar und geht in der Regel rasch wieder zurück.
Individuell kann es sein, dass Betroffene nie wieder einen weiteren Anfall erleiden oder erneut Schübe auftreten.
Die Dauer der Behandlung bei einer akuten Divertikulitis beträgt in der Regel zwischen 6 und 8 Wochen.
Nicht alle Risikofaktoren einer Divertikulitis sind beeinflussbar, jedoch können manche von ihnen beeinflusst werden.
In den meisten Fällen ist der letzte Darmabschnitt von einer Divertikulitis betroffen.
Eine Divertikulitis lässt sich in drei Stadien einteilen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Dickdarm, vor allem Sigma, Darmausstülpungen (Divertikel) |
| Differentialdiagnose | Appendizitis, Reizdarmsyndrom, Colitis, Darmkrebs, Harnwegsinfektion, gynäkologische Erkrankungen |
| Medikamente | Antibiotika, Schmerzmittel, krampflösende Medikamente, ggf. Abführmittel nach Abklingen |
| Epidemiologie | häufig im höheren Lebensalter; westliche Industrienationen besonders betroffen |
| Prognose | meist gut bei unkompliziertem Verlauf; komplizierte Formen mit erhöhtem Risiko |
| Verlauf | akut entzündlicher Schub; bei manchen Patienten rezidivierend oder chronisch |
| Pathophysiologie | Entzündung von Divertikeln durch Stuhlstau und bakterielle Besiedelung |
| Komplikation | Abszess, Perforation, Fistelbildung, Darmblutung, Darmverschluss |
| Behandlung | Schonung, flüssige Kost, Antibiotika, bei Komplikationen operative Therapie |
| Primärvorbeugung | ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Bewegung |
| Sekundärvorbeugung | Ernährungsumstellung, Vermeidung von Verstopfung, regelmäßige ärztliche Kontrolle |
| Risikofaktoren | ballaststoffarme Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, höheres Lebensalter |
| Anzeichen | linksseitige Unterbauchschmerzen, Fieber, Druckschmerz, Verstopfung oder Durchfall |
| Stadien | unkomplizierte Divertikulitis, komplizierte Divertikulitis, chronisch-rezidivierende Form |
| Diagnostik | Anamnese, Labor, Ultraschall, CT-Abdomen; Koloskopie erst nach Abklingen der Entzündung |
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