Fistel am After (Analfistel), wenn sich eine röhrenartige Verbindung zwischen Enddarm und der Haut rund um den After bildet.

Bei Fisteln am After handelt es sich um unnatürliche Verbindungen, die sich zwischen dem Analkanal und der Haut des Afters bilden. Die Analfistel beschreibt die chronische Form, wohingegen der Analabszess die akute Form der Erkrankung beschreibt. Eine Fistel am After ist oft mit starken Schmerzen verbunden.
Eine Fistel am After ist zwar nicht akut bedrohlich, heilt jedoch nicht von selbst aus und muss immer chirurgisch entfernt werden.
Es kann zu wiederholten Entzündungen im Bereich des Afters kommen.
Beachte! Bei ausbleibender Therapie kann eine Fistel am After zu Komplikationen führen.
Mit einer Fistel am After musst Du zum Arzt.
Der erste Ansprechpartner ist meist der Hausarzt, mit anschließender Überweisung an einen Proktologen.
Unterschieden werden kann zwischen

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Die Fistelöffnung sieht optisch aus wie eine Pustel, bzw. mit einer gefüllter Pickel.
Eine Fistel am After heilt nicht von alleine und muss daher operativ versorgt werden.
Die Art der Operation richtet sich in erster Linie nach der Lage der Fistel.
Die Prognose bei einer Fistel am After ist individuell sehr verschieden.
Hinweis! Die Prognose wird erheblich verbessert, wenn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung stattfindet.
Eine Maßnahme zum gezielten Vorbeugen vor einer Entzündung der Proktodealdrüsen ist bisher nicht bekannt und auch bei chronischen Erkrankungen als auslösende Faktoren bleiben nicht viele Möglichkeiten.
Es kann jedoch versucht werden, Risikofaktoren, die die Krankheit zu begünstigen scheinen, zu vermeiden
Analfistel können unterschiedlich lokalisiert sein.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Analbereich, Analkanal, Verbindungsgang zwischen Enddarm und Haut |
| Differentialdiagnose | Analabszess, Analfissur, Hämorrhoiden, Pilonidalsinus, Rektumkarzinom |
| Medikamente | Antibiotika bei Infektion, Schmerzmittel; Medikamente allein meist nicht ausreichend |
| Epidemiologie | relativ häufig; Männer häufiger betroffen als Frauen |
| Prognose | bei operativer Behandlung meist gut; Rezidive möglich |
| Verlauf | chronisch mit wiederkehrender Sekretion oder Schmerzen |
| Pathophysiologie | meist Folge eines Analabszesses → Ausbildung eines dauerhaften Fistelgangs |
| Komplikation | Abszessrezidive, Ausbreitung der Infektion, Stuhlinkontinenz nach Operation |
| Behandlung | operative Sanierung (Fistelspaltung, Seton, plastische Verfahren) |
| Primärvorbeugung | frühe Behandlung von Analabszessen, gute Analhygiene |
| Sekundärvorbeugung | regelmäßige Nachkontrollen nach Operation, frühzeitige Behandlung von Beschwerden |
| Risikofaktoren | Analabszess, Morbus Crohn, Diabetes mellitus, Immunschwäche |
| Anzeichen | Schmerzen am After, eitriges Sekret, Nässen, Schwellung, Fieber bei Infektion |
| Stadien | einfache Fistel, komplexe Fistel, rezidivierende Fistel |
| Diagnostik | klinische Untersuchung, Anoskopie, Endosonographie, MRT bei komplexen Fisteln |