Schmerzen im Unterleib beim Mann (Unterbauchschmerzen), wenn es zu Schmerzen im Bereich des Urogenitaltraktes kommt.


Schmerzen im Unterleib kann für betroffene Männer sehr unangenehm sein und vielfältige urologische als auch allgemeinchirurgische Ursachen haben. Bei starken Schmerzen oder nicht besser werdenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Aufgrund der vielen verschiedenen Ursachen variiert auch die Gefahr, die von ihnen ausgeht.
Während ein Magen-Darm-Infekt oder Verstopfungen häufig ohne ärztliches Zutun heilen, gibt es andere Erkrankungen, die definitiv ärztlich abgeklärt und gegebenenfalls operativ therapiert werden müssen.
Besonders gefährlich sind Krankheitsbilder, die mit einer verminderten Durchblutung einhergehen, wie die Hodentorsion oder ein Darmverschluss.
Hier ist besonders schnelles Handeln erforderlich.
Verdrehung des Hodens durch falsche Bewegung
Ausgelöst durch einen Erreger (meist Virus oder Bakterium)
Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn sich akut auftretende Beschwerden nicht bessern oder sogar verschlechtern, ebenso, wenn die Schmerzen im Unterleib sehr stark sind und den Alltag erheblich beeinträchtigen.
Auch länger bestehende Schmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden, da chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Lebensmittelunverträglichkeiten oder eine Divertikulose dahinter stecken können.
Eine Einteilung der Schmerzen im Unterleib beim Mann kann anhand der Ursachen des betroffenen Organsystems erfolgen:
Eine genaue Lokalisierung der Schmerzen im Unterleib beim Mann ist oft nicht möglich bzw. anders als die Normvariante.
So kann eine Blinddarmentzündung auch mal im linken Unterbauch Schmerzen auslösen oder eine Divertikulitis im rechten.
Die folgende Auflistung soll eine Orientierung für typische Lokalisationen geben.
Der Verlauf bei Schmerzen im Unterleib ist bei den meisten genannten Erkrankungen unkompliziert.
Nach einer entsprechenden Therapie heilen die Auslöser in der Regel folgenlos aus und die Schmerzen verschwinden.
Dies gilt jedoch nicht für den Morbus Crohn, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung.
Wie der Name sagt, handelt es sich um eine chronische Erkrankung, für die es bis zum heutigen Tag keine Heilung gibt.
Der Verlauf der Erkrankung ist leider von wiederkehrenden Beschwerden und dem Auftreten von Komplikationen geprägt.
Auch durch die Therapie einer Divertikulose können sich bestehende Divertikel nicht zurückbilden und somit weiterhin entzünden (Divertikulitis).
Je nach Ursache der Beschwerden können neben den Schmerzen im Unterleib weitere Anzeichen auftreten.
Begleitsymptome geben einen wichtigen Hinweis bei der Diagnostik.
Diese Anzeichen müssen nicht immer zwingend bei den jeweiligen Ursachen auftreten, geben jedoch einen möglichen Hinweis.
Ursachenabhängige Behandlung – Die Behandlung richtet sich nach der ursächlichen Erkrankung.
Je nach Auslöser der Schmerzen im Unterleib beim Mann kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz.
Vor der Einnahme möglicher Medikamente ist daher immer eine ausführliche Diagnostik notwendig.
Die Anwendung von Hausmittel richtet sich nach der Ursache der Beschwerden.
Im Folgenden mögliche Hausmittel zur unterstützenden Behandlung bei Schmerzen im Unterleib.
Die Prognose bei Schmerzen im Unterleib beim Mann variiert sehr stark je nach Ursache.
Auch wenn bei allen genannten Ursachen Komplikationen möglich sind, heilen die meisten nach entsprechender Therapie folgenlos aus.
Insbesondere Magen-Darm-Infekte, Harnwegsinfektionen oder Verstopfungen zählen zu den eher ungefährlichen Krankheitsbildern.
Bei einer unkomplizierten Blinddarmentzündung, die adäquat (operativ) behandelt wird, liegt die Sterblichkeitsrate bei 0,001 % (eins zu 100.000). Die Prognose verschlechtert sich mit zunehmendem Alter.
Eine Hodentorsion oder ein Verschluss der Bauchgefäße haben bei umgehender chirurgischer Therapie eine gute Prognose.
Betroffene von Morbus Crohn können bis jetzt nicht geheilt werden. Komplikationen und ein Wiederkehren der Symptome sind häufig zu beobachten. Allerdings ist die Lebenserwartung bei adäquater Therapie nicht eingeschränkt.
Je nach Auslöser kann es bei Schmerzen im Unterleib zu Komplikationen kommen, dazu zählen je nach Auslöser:
Die Dauer bei Schmerzen im Unterleib variiert ebenfalls je nach zugrunde liegender Erkrankung.
Eine Hodentorsion sowie ein Verschluss von Bauchgefäßen sind plötzlich auftretende Krankheitsbilder, die umgehend behandelt werden müssen und somit auch nur von kurzer Dauer sind.
Schmerzen, ausgelöst durch Entzündungen jeglicher Art, verschwinden bei entsprechender Behandlung in der Regel nach einigen Tagen bis Wochen.
Eine Divertikulose kann zwar therapiert werden, bestehende Divertikel bilden sich dadurch allerdings nicht zurück und können sich im Laufe der Zeit entzünden.
Der Morbus Crohn besteht ein Leben lang, während die Colitis Ulcerosa durch eine chirurgische Entfernung des betroffenen Darmabschnitts geheilt werden kann.
Eine Vorbeugung vor Schmerzen im Unterleib beim Mann per se existiert nicht.
Eine ausreichende Trinkmenge, regelmäßige Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung können einen schützenden Einfluss sowohl bezüglich einiger urologischer als auch Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts haben.
Bei Harnsteinen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder einer Divertikulitis liegen allerdings in der Regel genetische Veranlagungen vor, auf die kein Einfluss genommen werden kann.
Bei Kindern gibt es ebenfalls eine Vielzahl von Auslösern für ein Stechen im Unterbauch. Möglich sind z.B.: