
Für ein Taubheitsgefühl im Bein gibt es verschiedene Ursachen, meist hängt es aber mit einem Nervenschaden oder der Durchblutung zusammen. Die Beschwerden können plötzlich auftreten oder sich langsam verschlimmern. Außerdem können sie einmalig auftreten oder chronifizieren. Oftmals lassen sie sich behandeln.
Wie gefährlich die Ursachen von Taubheitsgefühlen im Bein sind, lässt sich nicht pauschalisieren.
Es gibt Ursachen, die teils mit lebensbedrohlichen Komplikationen einhergehen, wie z. B. ein GBS, einer Thrombose, die im schlimmsten Fall zu einer Lungenarterienembolie führen kann oder aber auch einem Diabetes.
Auf der anderen Seite gibt es Ursachen, die zwar sehr lästig sind, aber nicht lebensbedrohlich, wie z. B. ein Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule oder eine Verletzung.
Meist lassen sich die Ursachen aber behandeln und damit auch das Taubheitsgefühl, was auch nicht immer führendes Symptom sein muss.
Man sollte vor allem dann zum Arzt, wenn das Taubheitsgefühl anhält und nicht wieder weggeht oder es schlimmer wird.
Es gilt, wenn man sich unsicher ist, lieber einmal zu viel ärztlich vorstellig werden, als zu wenig.
Nach einem Unfall sollte man sich auf jeden Fall vorstellen, da auch hier ein Knochenbruch mit einer Verletzung des Nervs vorliegen kann.
Wenn weitere Symptome bestehen, sollte man sich auch ärztlich vorstellen, um die Ursache zu finden.
Wenn das Taubheitsgefühl in bestimmten Situationen auftritt (Stress, Angst, beim Gehen bzw. nach einer gewissen Strecke) hilft dies auch, die möglichen Auslöser einzugrenzen.
Wenn schon eine passende Erkrankung bekannt ist, wie z. B. ein Diabetes, sollte man auch zum Arzt, wenn das Taubheitsgefühl ein neues Symptom ist.
Wenn ein Taubheitsgefühl plötzlich auftritt, vor allem mit einer Lähmung einer Körperhälfte oder Körperteilen, gilt es, differentialdiagnostisch immer einen Schlaganfall auszuschließen.
Wenn nur ein Taubheitsgefühl im Bein vorliegt, ist das zwar nicht der primär erste differentialdiagnostische Gedanke, jedoch ist das eine Ursache, die schnell behandelt und somit ein- bzw. ausgeschlossen werden muss.
In solch einer Situation sollte man immer den Notarzt rufen, vor allem wenn man sich unsicher ist, um lieber einmal zu viel einen Schlaganfall auszuschließen, als zu wenig.
Der Verlauf der Krankheit richtet sich nach der Ursache und individuellen Faktoren.
Er lässt sich nicht pauschalisieren.
Es gibt Ursachen, die einen „chronischen“ Verlauf mit sich ziehen, aber auch solche, die nur für einen begrenzten Zeitraum Symptome verursachen.
Zu chronischen Verläufen kommt es z. B. bei einer pAVK oder Diabetes, da das alles Ursachen sind, die man nicht mehr rückgängig machen kann.
Sie lassen sich aber trotzdem behandeln, sodass sie nicht automatisch fortschreiten.
Auch da kann der Verlauf sehr unterschiedlich sein, je nach Therapiecompliance und individuellen Faktoren.
Wenn man sich gut an die Therapie hält, können auch gar keine Symptome auftreten und das Fortschreiten definitiv verlangsamt werden.
Alles in allem kann man sagen, dass das Taubheitsgefühl oft nur phasenweise auftritt, sowie auch die meisten anderen Symptome. Schreiten die Krankheiten fort, kann es auch eher dauerhaft bestehen, auch zusammen mit möglichen Begleiterscheinungen.
Bei einem GBS (Guillain-Barré-Syndrom) sind die Symptome meistens nur vorübergehend.
Die Symptome bilden sich in der Regel wieder vollständig zurück.
Die Behandlung bei Taubheitsgefühlen im Bein richten sich nach der Ursache. Aufgrund der Vielzahl an verschiedenen Auslösern ist vor der Therapie immer eine ausführliche Diagnostik notwendig.
Man kann grob zwischen konservativen und operativen Methoden unterscheiden.
Je nach Auslöser kommen unterschiedlichen Medikamente bei Taubheitsgefühlen im Bein infrage.
Die Prognose bei Taubheitsgefühlen im Bein richtet sich nach der Ursache und individuellen Faktoren.
Da viele verschiedene Ursachen in Frage kommen, lässt sie sich nicht pauschalisieren und eine Diagnostik wird zwingend notwendig.
Man kann aber bei vielen Ursachen sagen, dass je weiter fortgeschritten das Krankheitsbild ist, desto schlechter ist die Prognose (z. B. bei einer pAVK oder einem Diabetes).
Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto mehr Komplikationen können auftreten und dementsprechend den Verlauf bzw. die „Heilung“ prolongieren.
Die Dauer der einzelnen Ursachen für ein Taubheitsgefühl unterscheidet sich auch anhand von individuellen Faktoren.
Manche Ursachen sind, wenn sie einmal aufgetreten sind, nicht mehr rückgängig zu machen.
Andere Ursachen lassen sich in einer Vorstufe, wie z. B. einem Diabetes Mellitus Typ 2 auch noch „aufhalten“ bzw. das Fortschreiten verlangsamen.
Die aufgezählten Ursachen sind chronisch und begleiten Betroffene für den Rest ihres Lebens, lassen sich aber behandeln, auch so, dass keine Symptome auftreten.
Nicht jeder Ursache für Taubheitsgefühle im Bein lässt sich vorbeugen.
Generell gilt, dass ein gesunder Lebensstil vielen Krankheiten vorbeugt, aber eben nicht alles ist, da bei vielen Ursachen auch die Genetik und beispielsweise Umweltfaktoren mit reinspielen.
Mittels ausreichender Bewegung, gesunder Ernährung und dem Anstreben eines Normalgewichts kann man aber dazu beitragen, dass beispielsweise Diabetes Typ2 unwahrscheinlicher wird, aber auch eine Arteriosklerose („Voraussetzung“ einer pAVK).