Bänderriss im Sprunggelenk, wenn aufgrund eines Traumas das Band oder ein Teil vom Band im Sprunggelenk reißt.


Unter einem Bänderriss im Fußgelenk bezeichnet man das komplette Reißen oder Einreißen der Bänder am Gelenk. Medizinisch wird vom Sprunggelenk gesprochen, im Volksmunde nennt man den Teil des Fußes, von dem hier die Rede ist, den Knöchel. Wichtig sind bei dieser Verletzung die Bänder, die sich am Sprunggelenk befinden und dieses stabilisieren. Diese sind das Deltaband (Ligamentum deltoideum), das Außenband (Ligamentum collaterale laterale) und die zwei Syndesmosenbänder (Ligamentum talofibulare anterius und Ligamentum talofibulare posterius). Durch das teilweise Reißen oder die komplette Abtrennung der Bänder verliert das Gelenk nicht nur an Stabilität, sondern auch an Bewegungsfähigkeit. Häufig kommt es zu diesem Krankheitsbild durch das Umknicken des Fußes. Diese Beschwerden sind vom Grad der Verletzung abhängig. Die Bänderverletzung im Sprunggelenk lässt sich in drei Grade einteilen: Grad 1: Bänderzerrung, Bänderdehnung Grad 2: teilweiser Bänderriss Grad 3: kompletter Bänderriss mindestens eines Bandes im Sprunggelenk.
Bei einem Bänderriss im Sprunggelenk handelt es sich glücklicherweise um keine besonders gefährliche Verletzung.
In den meisten Fällen lässt sich der Bänderriss mit konservativen Maßnahmen sehr gut behandeln.
Mit einem Bänderriss im Sprunggelenk musst Du immer umgehend zum Arzt!
Der Zeitpunkt der Diagnose und Therapie entscheidet über die Prognose.
Ob es sich um einen Bänderriss oder eine Bänderdehnung im Sprunggelenk handelt, ist oftmals kaum voneinander zu unterscheiden.
Bei beiden Verletzungen kommt es zu ähnlichen Symptomen, wie Schmerzen, Schwellung, Einblutungen und knackendem Geräusch.
Beachte! Du musst zum Arzt! Nur er/sie kann mittels Bildgebung tatsächlich unterscheiden, ob es sich um einen Bänderriss oder eine Bänderdehnung handelt.
In den meisten Fällen ist das obere Sprunggelenk (OSG) betroffen. Die Aufgabe des OSG besteht darin, den Fuß anzuheben und abzusenken.
Zur Stabilität des OSG trägt das Außenband (Ligamentum collaterale laterale) bei, welches aus 3 Teilen besteht:
Je nachdem, welche Bände betroffen sind, kann man verschiedene Formen der Bänderrisse im Fußgelenk unterscheiden.
Das Leitsymptom beim Bänderriss im Fußgelenk sind Schmerzen bei Belastung oder auch bei Druck.
Die Schmerzen können in ihrer Stärke variieren und dadurch auf den Grad des Risses hinweisen.
In diesem Fall ist es aber nicht so, dass der Riss je schmerzhafter ist, desto größer ist, sondern eher umgekehrt.
Bei einer kompletten Durchtrennung der Bänder geht nicht nur die Bandstruktur kaputt, sondern auch umliegendes Gewebe und auch die Schmerzrezeptoren, die dieses Areal versorgen.
Demnach ist die Schmerzreizleitung bei Bänderrissen 3. Grades eher gestört und es fühlt sich somit weniger schlimm an, als eine starke Bänderreizung.
Neben den Schmerzen kann es noch zur Schwellung und zu Blutergüssen im betroffenen Bereich kommen.
Ein weiteres Hauptsymptom ist die Bewegungseinschränkung.
So können Betroffene zumeist ihren Fuß nicht uneingeschränkt bewegen und auch die Belastung schmerzt und ist kaum möglich.
Wie lange und in welcher Intensität diese Beschwerden anhalten, hängt von der Art der Verletzung ab und ist individuell unterschiedlich, sodass auf die Frage, wie lange es dauern wird, bis die Beschwerden weg sind, keine klare Antwort gegeben werden kann.
Da Bänder nicht gut im Röntgen beurteilt werden können, ist der Bänderriss eine Diagnose, die durch die klinische Untersuchung gestellt werden kann.
Bei einem Bänderriss kommt es zu einer starken Schwellung und Rötung des Knöchels. In den meisten Fällen entsteht zusätzlich ein Bluterguss (Hämatom).
Ähnliche Symptome wie bei einem Bänderriss kommen auch bei anderen Verletzungen der Bänder des Knöchels oder anderer umgebender Strukturen vor.
Hierzu gehören zum einen die Bänderdehnung und die Bänderzerrung, aber auch ein kleiner Splitterbruch am Sprunggelenk kann zu ähnlichen Beschwerden führen und sollte beim Arzt bei Verdacht abgeklärt werden.
Die Behandlung eines Bänderrisses um Fußgelenk unterscheidet sich je nach Schweregrad.
Am wichtigsten ist es, einen Bänderriss direkt zu behandeln, wenn er erkannt wird. Hierbei befolgt man am besten die PECH-Regel.
Zu den Sofortmaßnahmen bei einem Bänderriss im Sprunggelenk zählt das sog. PECH-Schema.
Nach Befolgung dieser Methode sollte trotzdem ein Arzt aufgesucht werden, der bei Bedarf Schmerzmittel verschreiben und bei Verdacht eine Fraktur ausschließen kann.
Im Anschluss an die Akutphase umfasst die Behandlung konservative und rehabilitative Maßnahmen.
Zumeist werden Bänderrisse des Sprunggelenkes konservativ, also ohne Operation, behandelt. Hierbei ist die Schonung wichtig, die Schmerzmedikation und auch eine unterstützende Behandlung vom Physiotherapeuten.
In den meisten Fällen reicht bei einem Bänderriss eine konservative (nicht-operative) Behandlung.
Eine Operation wird nur in sehr schweren Fällen notwendig, wenn weitere Strukturen beim Unfall verletzt werden.
In folgenden Situationen ist eine Operation angebracht:
Die Prognose hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Schweregrad oder der Einhaltung der Behandlung und Rehabilitation ab.
In der Regel ist die Prognose eines Bänderrisses gut und nach der kompletten Abheilung sollten auch keine Beeinträchtigungen mehr zu verspüren sein.
Die Prognose verschlechtert sich erst, wenn der Patient häufiger umknickt und seine Bänder reißen.
Wenn es häufiger passiert, werden die Bänder instabil und können das Gelenk nicht mehr so gut stützen.
Dies führt dann dazu, dass Umknicktraumata öfters vorkommen, selbst bei kleinen Unebenheiten.
Ist dies der Fall, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden, um die Bänder wieder zu stabilisieren.
Komplikationen sind bei einem Bänderriss selten.
Es kann jedoch zu folgenden Einschränkungen kommen.
Bei Operationen am Sprunggelenk bestehen die typischen Operationsrisiken.
Die Dauer der Heilung nach einem Bänderriss im Sprunggelenk ist abhängig von:
Mit einer Heilung von ca. 4 bis 12 Wochen sollte man bei einem Bänderriss im Sprunggelenk in etwa rechnen.
Die Dauer der Krankschreibung richtet sich nach der Schwere der Symptome und der ausgeführten Tätigkeit.
Bei sitzender Tätigkeit reicht oftmals eine Krankschreibung über wenige Tage, während bei Sprunggelenk belastender Tätigkeit in einigen Fällen eine Krankschreibung von mehreren Wochen notwendig wird.
Der behandelnde Arzt entscheidet darüber im Einzelfall.
Als ein plötzlich traumatisches Ereignis lässt sich ein Bänderriss im Sprunggelenk nicht immer vorbeugen.
Es gibt jedoch einige Faktoren, die man beachten sollte.
In den meisten Fällen ist bei einem Bänderriss im Sprunggelenk das Außenband, bzw. Teile des Außenbandes betroffen.
Man spricht dabei von einem sog. Supinationstrauma.
Ein Bänderriss im Sprunggelenk bzw. die Distorsion im Sprunggelenk kann in 3 Grade eingeteilt werden:
Der Bänderriss im Sprunggelenk ist die häufigste Sportverletzung, mit einem Fall pro 10.000 Einwohner am Tag.
Betroffen können Sportler sein, die unglücklich umknicken bei Sprung- oder Laufbewegungen, aber auch ein Riss der Bänder beim Treppensteigen, beim Tragen der Einkäufe oder durch einfaches Umknicken ist möglich.
Ob es sich um einen Bänderriss oder eine Bänderdehnung im Sprunggelenk handelt, ist oftmals kaum voneinander zu unterscheiden.
Bei beiden Verletzungen kommt es zu ähnlichen Symptomen, wie Schmerzen, Schwellung, Einblutungen und knackendem Geräusch.
Beachte! Du musst zum Arzt! Nur er/sie kann mittels Bildgebung tatsächlich unterscheiden, ob es sich um einen Bänderriss oder eine Bänderdehnung handelt.