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pfeilWas ist das?

Der Hohlfuß, auch Pes cavus oder Pes excavatus, ist eine meist erworbene bzw. selten angeborene Fußdeformität, bei der ein ungewöhnlich hoher Fußbogen vorliegt. Der Fußrücken ist dabei stark angehoben. Durch die vermehrte Wölbung des Fußes ist die Auflagefläche beim Gehen und Stehen kleiner. Der Hohlfuß stellt im Grunde das Gegenteil von einem Senkfuß (Plattfuß) dar.

Zusammenfassung Hohlfuß

  • Der Hohlfuß zeichnet sich durch eine Erhöhung des Fußrückens aus.
  • In einigen Fällen verursacht ein Hohlfuß Schmerzen im Vorderfuß.
  • Die Ursachen für den Hohlfuß sind oft auf ein neuromuskuläres Zusammenspiel zurückzuführen.
  • Fast immer reicht eine konservative Behandlung.
  • Du kannst selbst etwas dagegen machen!
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 10%
Alters FaktenAlter> 20
Geschlecht FaktenGeschlecht~ w > m
pfeilIst das gefährlich?

Ein Hohlfuß ist zunächst keine Seltenheit und auch erst einmal nicht gefährlich.

Bei einem sehr stark ausgeprägten Hohlfuß können die Schmerzen beim Stehen und Gehen die Lebensqualität jedoch stark beeinflussen, weshalb eine Behandlung zu empfehlen ist.

pfeilWann zum Arzt?

Wenn Du den Verdacht hast, dass Du einen Hohlfuß haben könnten, ist ein Facharzt für Orthopädie der richtige Ansprechpartner.

Bei zu großer Unsicherheit kann auch der Hausarzt aufgesucht werden, der Dich dann zum richtigen Facharzt überweisen kann.

Der Arzt kann eine entsprechende Therapie einleiten.

Indikationen für einen Arztbesuch bei einem Hohlfuß sind:

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Anatomie

Das Sprunggelenk verbindet den Unterschenkel mit dem Fuß. Es besteht aus 2 Gelenken.

  • Oberes Sprunggelenk (Articulatio talocruralis)
  • Unteres Sprunggelenk (Articulatio talotarsalis)

Randnotiz! Mit 52 Knochen befinden sich insgesamt ein Viertel aller Knochen des Menschen im Fuß.

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Einteilung & Formen

Je nachdem, wo der Hohlfuß lokalisiert ist, unterscheidet man zischen:

  • Ballen-Hohlfuß – häufigere Form
  • Hacken-Hohlfuß (Fersenhohlfuß) – seltene Form
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Ursachen Hohlfuß

Grundsätzlich lassen sich die Ursachen eines Hohlfußes unterscheiden in angeborene (selten) und erworbene (ca. 70%) Ursachen.

  • Ungleichgewicht der Fußmuskulatur – Eine zunehmende Schwäche der Fußmuskeln kann zur Entwicklung eines Hohlfußes führen.
    • Muskelspannung – Veränderung der Muskelspannung zwischen Fuß- und Wadenmuskulatur.
  • Neuromuskuläre Störungen – Erkrankungen wie neurale Muskelatrophie kann zu einem Hohlfuß führen.
    Von einem Hohlfuß sind meist Menschen betroffen, die eine neurogene Störung haben, also ein Problem mit dem Nervensystem.
    • Beispiele für solche Erkrankungen sind allgemein Lähmungen, die Spina bifida, eine infantile Zerebralparese oder eine Polio-Infektion.
      Diese können wiederum angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben.
  • Genetische Veranlagung – Oftmals ist ein Hohlfuß anlagebedingt und entsteht im Laufe des Wachstums.
  • Falsche Schuhe – Auch das dauerhafte Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen kann zu einer Verkürzung der Bänder und Muskeln führen, wodurch ein Hohlfuß entsteht.
  • Verletzung – Auftreten in Folge einer Verletzung durch bspw. einen Unfall
  • Idiopathischer Hohlfuß – in einigen Fällen (ca. 20 %) ist jedoch keine genaue Ursache für das Auftreten des Hohlfußes identifizierbar. In diesem Fall kommt es in der Regel zu keiner Verschlechterung der Symptome.

Neurologische Ursache

Ursächlich für den Hohlfuß sind neurogene Störungen, die zum größten Teil angeboren sind. Es kann aber auch im Rahmen von Infektionen im Kindesalter wie Polio, einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung dazu kommen. Bei allen Erkrankungen kommt es zu einer fehlenden Balance der Unterschenkel- und Fußmuskulatur. Die Mittelfußknochen werden vermehrt nach oben gezogen, wodurch ein höheres Fußgewölbe entsteht. Zusätzlich verkürzen sich die Sehnen der Fußsohle, was den gleichen Effekt hat.

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Symptome Hohlfuß

  • Äußerlich sichtbares überhöhtes Fußlängsgewölbe
    • Bodenkontakt – Bei einem Hohlfuß hat nur die Ferse (hinterer Teil des Fußes) und der Ballen (vordere Teil des Fußes) Kontakt mit dem Boden.
      Bei einem Fußabdruck am Boden mit nassen Füßen ist ein Hohlfuß deutliche erkennbar.
    • Verkürzter Fuß – Durch die stärkere Wölbung ist der Fuß verkürzt.
  • Fußschmerzen – Vor allem im vorderen Bereich des Fußes kommt es zu Schmerzen.
  • Veränderungen der Zehenstellung
    • Krallenzehen entstehen oftmals als direkte Folge eines Hohlfußes.
    • Spreizfuß – aufgrund der Überbelastung des Vorfußes.
  • Druckstellen oder Blasen am Fuß (Hühneraugen)
  • Eingeschränkte Beweglichkeit und Instabilität
  • Schwierigkeiten beim Tragen von Schuhen – Durch das erhöhte Fußgewölbe ist der Fuß im Schuh oftmals eingeengt.

Hinweis! Vor allem bei jüngeren Patienten verursacht ein Hohlfuß oftmals gar keine Probleme. Beschwerden entstehen dann oft nur beim Tragen enger Schuhe.

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Diagnose Hohlfuß

  • Anamnese – In einem Gespräch mit dem Patienten wird der Krankheitsverlauf erhoben.
  • Blickdiagnose (vermehrte Fußwölbung) – Die Diagnose Hohlfuß ist recht einfach, da die Fehlstellung durch das reine Betrachten (Inspektion) des Fußes gut erkennbar ist.
    Das Längsgewölbe ist sehr stark ausgeprägt, wodurch die Zehen oftmals eine Krallenstellung einnehmen.
    Der Mittelfuß hat dabei keinen oder kaum Kontakt mit dem Boden.
  • Körperliche Untersuchung – Der behandelnde Arzt untersucht den Fuß auf Funktionalität und überprüft dabei die Beweglichkeit.
    • Funktionstests
  • Ganganalyse – Eine Analyse des Gangbildes ermöglicht es, die Belastung unter dem Fuß während der Belastung zu messen und Fußfehlstellungen zu erkennen.
  • Bildgebende Verfahren (selten) – Um das Ausmaß der knöchernen Fehlstellung grafisch darzustellen.
    • Röntgen – Eine Röntgenaufnahme wird häufig gemacht, um die Stellung der Fußknochen genauer beurteilen zu können.
  • Neurologische Untersuchung – Werden neuromuskuläre Ursachen bei der Entstehung des Hohlfußes vermutet, wird in der Regel eine neurologische Untersuchung und Diagnostik angeschlossen.

 

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Bilder

Einen Hohlfuß kann man sehr gut durch das reine Betrachten des Fußes erkennen.

Das Längsgewölbe ist dabei stark angehoben und der Mittelfuß verliert den Kontakt zum Boden.

Besonders bei nassen Füßen hinterlässt der Hohlfuß einen markanten Fußabdruck.

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Du kannst natürlich jederzeit eine Entfernung beatragen!
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Behandlung Hohlfuß

Die Behandlung des Hohlfußes richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache.

Je nach Ausmaß der Fehlstellung wird zwischen konservativer und operativer Behandlung unterschieden.

Konservative Behandlung eines Hohlfußes

Bei einer leichten Ausprägung des Hohlfußes mit geringfügigen Beschwerden reicht in den meisten Fällen eine konservative (nicht-operative) Therapie aus.

  • Hohlfußeinlagen (orthopädische Einlagen) – Ziel der Einlage ist es, das Defizit der Fußstellung auszugleichen und den Vorfuß zu entlasten und den Druck beim Gehen und Stehen besser zu verteilen.
    • Die Einlagen müssen individuell auf den jeweiligen Fuß angepasst werden.
  • Speziell angepasste Schuhe
  • Orthesen / Schienen – können auch zur Behandlung eingesetzt werden.
  • Physiotherapie / Trainingstherapie → siehe Abschnitt Übungen
    • Stärkung der Fußmuskulatur – Regelmäßiges Training der Fußmuskulatur wirkt sich positive auf einen Hohlfuß aus.
    • Fußgymnastik – Durch Dehnübungen wird die Beweglichkeit des Fußes verbessert.

Operative Korrektur eines Hohlfußes

Bei einer sehr stark ausgeprägten Form des Hohlfußes mit erheblicher Belastung (Fußschmerzen) wird in den meisten Fällen zu einer operativen Korrektur geraten.

  • Sehnenverlängerung
  • Knochenkorrektur
  • Osteotomie – Entfernung von Knochenteilen
  • Arthrodese – Versteifung der Gelenke
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Übungen bei Hohlfuß

Bevor Du trainierst!
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Bitte bespreche Übungen im Vorfeld immer mit Deinem Arzt oder Therapeuten!

Bei starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Ausfallerscheinungen solltest Du von Übungen absehen. Übungen sollten den Schmerz nie verschlimmern.

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Medikamente

Medikamente dienen bei einem Hohlfuß in erster Linie, die begleitenden Symptome zu lindern.

  • Schmerzmittel – und topische Schmerzlinderung durch Cremes, Salben und Gele
  • Entzündungshemmende Medikamente – gegen mögliche Entzündungen und Schwellungen
  • Muskelrelaxierende Mittel – um Muskelverspannungen und Krämpfe zu lösen, die möglicherweise durch den Hohlfuß entstanden sind
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Operation

Bei einem ausgeprägtem Hohlfuß mit starken Schmerzen und keinem Erfolg durch konservative Therapie ist eine Operation des Hohlfußes angedacht.

Auch im Hinblick auf mögliche, langfristige Folgeschäden am Fuß kann über eine operative Therapie des Hohlfußes nachgedacht werden.

Übersicht der Operationsindikationen:

  • Schnell voranschreitender (progredienter) Hohlfuß.
  • Schäden an der Fußsohle aufgrund des Hohlfußes.
  • Starke Schmerzen im Alltag und Bewegungseinschränkungen.

Beachte! Erst wenn alle konservativen Maßnahmen erfolglos bleiben, solltest Du über eine Operation nachdenken.

Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Operationen sind immer mit allgemeinen Risiken verbunden. Erfahre allgemeine Informationen zum Ablauf und Risiken einer Operation. Mehr Infos
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Prognose

  • In vielen Fällen verursacht ein leicht ausgeprägter Hohlfuß keine Beschwerden und kann gut kompensiert werden.
  • Durch die veränderte Fußstellung kommt es jedoch zu einer übermäßigen Beanspruchung und Überbelastung der Gelenke des Fußes.
    • Infolgedessen kann es zu Beschwerden im Fuß und Fußschmerzen kommen.
  • Die Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks ist eingeschränkt.
  • Es können sich Krallenzehen oder Klauenzehen bilden.
  • Auch die Ausbildung einer Haglund-Ferse ist aufgrund eines Hohlfußes möglich. Das Fersenbein tritt dabei stärker nach hinten und scheuert im Schuh.

Eine Reduktion der Fußschmerzen, eine Vermeidung von Fehlbelastungen und Instabilität kann durch individuelle Einlagen, orthopädische Schuhe, Orthesen und evtl. Physiotherapie erreicht werden.

Helfen diese Maßnahmen nicht oder besteht eine extreme Fußdeformität, stehen operative Methoden zur Verfügung, um die Beschwerden durch den Hohlfuß zu vermindern.
Ziel dieser Behandlungen ist in der Regel eine Schmerzreduktion, Erhalt einer Belastungsfähigkeit im Alltag und eine Verminderung von Gelenkverschleiß.

Wann eine Therapie ohne Operation mittels Einlagen und Orthesen notwendig ist und wann eine operative Therapie, hängt von verschiedenen, individuellen Faktoren ab und muss vom behandelnden Arzt eingeschätzt werden.

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Verlauf

Der Verlauf eines Hohlfußes ist abhängig vom Auslöser der Fehlstellung.

2 verschiedenen Szenarien sind denkbar:

  • Fortschreitender Verlauf (progredienter Krankheitsverlauf) – Bei einem Ungleichgewicht der Fußmuskulatur kann es zu einem fortschreitendem Verlauf kommen. Die Beschwerden nehmen dabei im Laufe des Lebens zu.
  • Unverändert – Der Zustand der Fußfehlstellung bleibt im Laufe des Lebens unverändert.

Das Gute! Das Fußgelenk ist von vielen Muskeln und Sehnen stabilisiert, die Du selbst gut durch eine Kräftigung verbessern kannst.

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Vorbeugung

Ob und inwieweit sich ein Hohlfuß vorbeugen lässt, ist abhängig von der Ursache.

Bei einem angeborenen Hohlfuß ist keine Vorbeugung möglich, ein erworbener Hohlfuß lässt sich in einem gewissen Rahmen durch spezielle Übungen vorbeugen.

  • Richtiges Schuhwerk – Zu enge Schuhe und Schuhe mit hohen Absätzen sollten weitestgehend vermieden werden.
  • Barfuß laufen – Häufiges Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur und hilft dadurch das Längsgewölbe und Quergewölbe im Fuß zu stabilisieren.
  • Fußmuskeltraining – Gezielte Übungen zur Stärkung und Mobilisierung der Fußmuskulatur unterstützen eine gesunde Fußform.

Randnotiz! Unsere Füße tragen uns im Durchschnitt 6.000 Schritte. Im Laufe des Lebens umrunden wir somit zufuß im Durchschnitt dreimal den Äquator.

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Stadien

  • Stadium 1 - muskuläres Ungleichgewicht, äußerlich nicht direkt erkennbar, nur durch Ganganalyse, zu den Symptomen zählen Muskelschwäche, reduzierte Belastbarkeit und Schwellung
  • Stadium 2 - flexibler Hohlfuß, überhöhter Längswölbung nun erkennbar, kann aber noch durch äußerliche Kraft ausgeglichen werden, Symptome: Schmerzen am Vorfuß, Fußaußenrand und unteren Fersensporn, zunehmende Bewegungseinschränkung und Muskelschwäche, beginnende Zehenfehlstellung
  • Stadium 3 - fester (kontrakter) Hohlfuß, stark erhöhte Belastung insbesondere im Bereich des Ballens und Außenrandes, Symptome: ausgeprägter Hohlfuß, starke Schmerzen am Ballen, OSG und Fußwurzel, zunehmende Zehenfehlstellung, Arthrose, Hühneraugen und Schwielen
  • Stadium 4 - stark ausgeprägter Hohlfuß beeinflusst auch benachbarte Gelenke und führt zu chronischer Gelenkverrenkung im unteren und vorderen Sprunggelenk, Symptome: großer Schmerzbereich, Hautdruckschäden, Ermüdungsbrüche, zunehmende Gehirneinschränkung und -unfähigkeit
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Zahlen & Statistiken

  • Häufigkeit – In etwa bei 10 % der Bevölkerung ist ein mehr oder weniger stark ausgeprägter Hohlfuß nachweisbar.
AQ`sFAQ`s

Wie viele und welche Menschen sind von einem Hohlfuß betroffen?

Von einem Hohlfuß sind meist Menschen betroffen, die eine neurogene Störung haben, also ein Problem mit dem Nervensystem.

Beispiele für solche Erkrankungen sind allgemein Lähmungen, die Spina bifida, eine infantile Zerebralparese oder eine Polio-Infektion.

Diese können wiederum angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben.

Kann ein Hohlfuß Schmerzen verursachen?

Ja, durch die Fehlbelastung bei einem Hohlfuß kann es durchaus zu Schmerzen kommen.

Häufig sind die Schmerzpunkte im Bereich der Fußwurzelknochen und der Mittelfußknochen (Schmerzen im Mittelfuß), insbesondere auf den Seiten des großen und kleinen Zehs.

Bei den Betroffenen bilden sich an dieser Stelle unter anderem Schwielen (Hornhaut).

Außerdem kann es durch den steileren Winkel zu einer Stauchung der Fußknochen und vermehrte Abnutzung kommen, was ebenfalls Schmerzen auslösen kann.

Was bringen Einlagen bei einem Hohlfuß?

Die Einlagen zur Behandlung eines Hohlfußes sollen diesen in erster Linie entlasten und stabilisieren.

Sie sind mittig erhöht, sodass das verstärkte Fußgewölbe direkt darauf aufgebettet wird und ein Druckausgleich ermöglicht wird.

Dadurch werden auch die Schmerzen im Fuß verringert und weitere Komplikationen des Hohlfußes verhindert.

Was bringt die Nachtschiene bei einem Hohlfuß?

Es gibt verschiedene Modelle der Nachtschienen bei einem Hohlfuß.

Die meisten beruhen auf einem verstärktem Zug des Fußes nach oben, sodass die verkürzten Sehnen der Fußsohle gedehnt werden.

Vor allem im Kindesalter in der Wachstumsphase können diese Schienen eine große Wirkung entfalten und Komplikationen der Fehlstellung vorbeugen.

Gibt es Übungen bei einem Hohlfuß?

Es gibt in der Tat Übungen, die bei einem Hohlfuß helfen können und auch in der Physiotherapie zum Einsatz kommen.

Im Vordergrund steht dabei, die Dysbalance der Muskulatur gezielt auszugleichen und verkürzte Sehnen zu dehnen.

Eine exemplarische Übung für zu Hause ist im Sitzen einen Tennisball (Faszienball / Faszienrolle) unter die Fußsohle zu legen.

Dieser wird auf dem Boden über die Sohle für einige Minuten auf und ab gerollt. Das fördert die Dehnung, Durchblutung und Regeneration der Sehnen.

Um die Übungen korrekt auszuführen, sollte zu Beginn der Therapie ein Physiotherapeut aufgesucht werden und die Übungen daraufhin regelmäßig zu Hause durchgeführt werden.

→ siehe Abschnitt Übungen

Bringt Barfußlaufen etwas bei einem Hohlfuß?

Barfuß laufen soll die muskuläre Dysbalance korrigieren und dadurch auch bei einem Hohlfuß helfen.

Zu Hause ist dies gut möglich, aber als Alternative bietet sich spezielles Schuhwerk oder auch die Einlagen.

Vorsichtig sollte man außerdem sein, wenn neben der Fußfehlstellungen Gangunsicherheiten auftreten, da es ohne Stabilisierung zu weiteren Verletzungen kommen kann.

aktualisiert: 16.05.2025
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