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pfeilWas ist das?

Die Hammerzehe, auch Hallux malleus oder Digitus malleus bezeichnet, ist eine Zehenfehlstellung bzw. Fußfehlstellung, bei der eine verstärkte Beugung des Mittelglieds der Zehe (proximales Interphalangealgelenk) vorliegt. Am häufigsten betroffen sind die zweite bis vierte Zehe. Eine Hammerzehe stellt sich dar mit einer Überstreckung im Grundgelenk, einer starken Beugung im Mittelgelenk (PIP) und einer Streckung im Endgelenk (DIP). So ergibt sich das Bild eines zum Boden gerichteten Hammer der Zehenspitze, während das Mittelglied nach oben über das Niveau der anderen Zehen herausragt. Oft ist die Hammerzehe mit anderen Vorfußdeformitäten einhergehend, z. B. mit dem Hallux valgus (Ballenzehe).

Zusammenfassung Hammerzehe

  • Bei Hammerzehen handelt es sich um eine Zehendeformität.
  • Dauerhaftes Tragen zu enger Schuhe mit Absatz ist oftmals der Auslöser.
  • Hammerzehen schreiten meisten allmählich voran.
  • Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung lässt sich eine OP vermeiden.
pfeilIst das gefährlich?

Hammerzehe sind zwar nicht gefährlich und in einigen Fällen „nur“ optisch störend.

Da jedoch mit einem fortschreitendem Verlauf zu rechnen ist, sollte man Hammerzehe auch nicht auf die leichte Schulter nehmen.

pfeilWann zum Arzt?

Bei Veränderungen der Zehenform, bzw. Schmerzen im Zeh solltest Du zeitnah einen Orthopäden aufsuchen um bereits eine Behandlung im frühen Stadium einzuleiten.

Beachte! Je früher die Diagnose und Behandlung, desto besser ist die Prognose und unwahrscheinlicher eine operative Korrektur.

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Hammerzehe vs. Krallenzehe

  • Hammerzehe – Streckung Grundgelenk, Beugung Mittelglied, Streckung Endglied
  • Krallenzehe – Streckung Grundgelenk, Beugung Mittelglied, Beugung Endglied. (schwerwiegender)

 

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Anatomie

Die Zehenglieder besitzen insgesamt 3 Gelenke

  • Zehengrundgelenk (MTP)
  • Zehenmittelgelenk (PIP)
  • Zehenendgelenk (DIP)

Die Gelenke der Zehen sind zusammen mit der Großzehe für das Abrollverhalten und die Stabilität bei Gehen, Laufen, Tanzen etc. wichtig.

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Einteilung & Formen

Eine Hammerzehe kann man generell einteilen in:

  • Bewegliche Hammerzehe
  • Flexible Hammerzehe – die Zehe kann nicht mehr in Ihre natürliche Lage zurückgebracht werden.
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Ursachen Hammerzehe

  • Unangemessenes Schuhwerk – Vor allem zu enge Schuhe über einen langen Zeitraum stauchen die Zehen zusammen und zwingen das Zehgelenk in eine falsche Stellung. 
    Hohe Absätze an den Schuhen verschlimmern die Belastung der Zehen zusätzlich.
  • Vorausgehende Fußfehlstellungen – Eine Kombination aus Spreizfüßen, Hohlfuß, Plattfuß und Übergewicht führt oftmals zur Entwicklung von Hammerzehen.
  • Neurologische Erkrankung – Spastische Lähmung der Muskeln im Fuß.
  • Verletzungen – Auch eine vorangegangene Verletzung der Vorfußes mit Muskel und Nervenbeteiligung kann zur Entwicklung einer Hammerzehe führen.
  • Rheumatische Arthritis– als Folge einer chronischen Gelenkentzündung.
  • Genetische Veranlagung – In einigen, seltenen Fällen ist eine Hammerzehe angeboren.

Ein Hammerzeh ist eine fortschreitende Erkrankung und entwickelt sich allmählich im Laufe des Lebens.

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Symptome Hammerzehe

  • Asymptomatisch (ohne Anzeichen) – Hammerzeh müssen nicht immer Schmerzen verursachen, sondern sind in einigen Fällen ein kosmetisches Problem.
  • Schmerzen im Zeh – Besonders an den betroffenen Stellen, an denen die Zehe gegen die Schuhe oder andere Zehen reibt. Die Schmerzen können bei Bewegung oder Druck auf die Zehe verstärkt werden.
    • Die Schmerzen müssen nicht immer im Zusammenhang mit dem Grad der Ausprägung stehen. Teilweise verursachen optisch kaum erkennbare Hammerzehen deutlich mehr Probleme als stark verkrümmte Zehen.
  • Reibung und Hautprobleme – Aufgrund der gekrümmten Form der Zehe kann es zu Reibung oder Druck zwischen der Zehe und dem Schuh kommen. Dies kann zu Hautirritationen, Blasenbildung, Hornhaut oder Hühneraugen führen.
  • Schwierigkeiten beim Tragen von Schuhen – Die gekrümmte Zehe kann eventuell dazu führen, dass der Fuß nicht mehr in die normale Schuhform passt. Dadurch können zusätzliche Reizungen verursacht werden.
  • Veränderung der Zehenform – Die betroffene Zehe weist eine deutliche Krümmung auf, die sich mit der Zeit verschlimmern kann.
  • Bewegungseinschränkung – Mit fortschreitender Deformität kann die Fähigkeit, die Zehe normal zu bewegen, eingeschränkt sein. Die gekrümmte Zehe kann sich nicht mehr in eine gerade Position bewegen.
  • Gangveränderung – Um dem Schmerz und Druck zu entgehen, kann es unterbewusst zu Veränderungen in der Gangweise kommen.
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Diagnose Hammerzehe

  • Anamnese – In einem Gespräch mit dem Patienten erhebt der Arzt die Krankengeschichte.
  • Körperliche Untersuchung – Der Arzt untersucht die Zehe auf Funktonalität bzw. überprüft die Beweglichkeit der Zehe.
  • Blickdiagnose– Eine Hammerzehe erkennt der Arzt aufgrund der äußerlichen Charakteristik.
  • Bildgebung – Ausschluss möglicher Differentialdiagnosen.
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Bilder

Bei einem Hammerzeh ist das Zehengrundgelenk und Zehenendgelenk gestreckt, das Mittelgelenk der Zehe jedoch zu stark gebeugt.

Durch diese Beugung des Zehenmittelgelenks erscheint der betroffene Zeh optisch wie ein Hammer.

Hinweis BilderaufrufDu möchtest helfen?
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Du kannst natürlich jederzeit eine Entfernung beatragen!
pfeilSelbsttest Hammerzehe

Sind Deine Zehen (Zehe) gekrümmt, bzw. lässt sich nicht mehr vollständig strecken?

Leidest Du an Hühneraugen an Deinen Zehen?

Hast Du Druckstellen in den Schuhen (im Bereich der Zehen)?

Trägt Du häufiger enge, spitz zulaufende Schuhe

Belastest Du Deine Füße stark im Alltag (Beruf, Sport, z. B. Tanzen …)?

Leidest Du an einer Fußfehlstellung (Spreizfuß, Knickfuß, Plattfuß)?

Ist die Beweglichkeit Deiner Zehen eingeschänkt?

Hast Du Schmerzen in den Zehen?

Sind Fehlstellung bei näheren Verwandten (Eltern, Geschwister) bekannt?

Bevor Du Dich testest!
Hinweis Selbsttest

Beachte! Dieser Selbsttest ersetzt niemals einen Arztbesuch!

Bei einem Selbsttest werden immer Anzeichen, Auslöser & Risikofaktoren abgefragt, Erkrankungen verlaufen jedoch oft individuell.

Im Notfall immer zu einem Arzt statt zu testen!

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Behandlung Hammerzehe

Bei der Behandlung einer Hammerzehe kann zwischen konservativen und operativen Maßnahmen unterschieden werden.

Die Entscheidung, welche Therapie infrage kommt, wird der Arzt individuell, nach Schwere der Fehlstellung und auftretenden Beschwerden entscheiden.

Konservative Behandlung einer Hammerzehe

  • Passendes Schuhwerk – Wichtig bei der Behandlung der Hammerzehe ist passendes Schuhwerk. Schuhe sollten weder zu klein, noch zu schmal ausfallen.
    • Ggf. ist eine Anpassung der Schuhe (Erweiterung der Schuhkappe) sinnvoll.
  • Orthopädische Einlagen – Die Druckpunkte können durch Einlagen verschoben werden, um somit die Zehe zu entlasten.
  • Orthesen – Dadurch wird der Druck verringert und der Zeh entlastet.
  • Fußpflege – Vor allem für die Behandlung und Vorbeugung vor Hühneraugen.
  • Kinesiotape – Zur Stabilisierung des Zehs und Vorbeugung einer weiteren Verkrümmung.
  • Fußgymnastik – zur Stärkung und Verbesserung der Muskel am Fuß und an den Zehen.

Operative Behandlung einer Hammerzehe

Bei einem weit fortgeschrittenem Hammerzeh ist oftmals eine Operation das erste Mittel der Wahl.

  • Sehnenverlagerung – wenn das Zehengelenk noch flexibel ist. Es wird dabei das Strecksehen und ggf. Beugesehnen verlagert.
  • Gelenkrekonstruktion – Es wird ein Teil des Mittelgelenks und Grundgelenk entfernt.
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Übungen bei Hammerzehe

Bevor Du trainierst!
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Bitte bespreche Übungen im Vorfeld immer mit Deinem Arzt oder Therapeuten!

Bei starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Ausfallerscheinungen solltest Du von Übungen absehen. Übungen sollten den Schmerz nie verschlimmern.

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Medikamente

  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Schmerzmittel
  • lokale Salben, Cremes und Gel
  • Corticosteroid-Injektionen
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Operation

  • Ablauf – Die Operationsmethode der Hammerzehe richtet sich nach dem Schweregrad des Befundes.
    Bei der flexiblen Hammerzehe wird eine Sehnenverlagerung angestrebt. Hierbei werden die Sehnenenden der Zehenstrecker gelöst und eine nähere Stelle verlegt. Dadurch nimmt der Zug auf die einzelne Zehe ab und sie kann in die entspannte Neutralhaltung zurückkehren.
    Ist die Hammerzehe bereits unbeweglich geworden, ist eine Gelenkrekonstruktion oder eine Versteifung der betroffenen Zehe indiziert.
    Bei der Rekonstruktion wird ein Stück des hervorstehenden Knochens entfernt. Der Zeh wird dadurch verkürzt, was den passiven Zug der Sehne reduziert. Bei der Versteifung wird darüber hinaus Metall (ein Draht oder eine Klammer) eingebracht und die Zehe somit in gerader Position fixiert.
  • Durchführung/Dauer – Unabhängig von der Methode wird die Hammerzeh-Operation in der Regel ambulant durchgeführt.
    Neben der Vollnarkose steht auch die Regionalanästhesie oder örtliche Betäubung zur Wahl.
    Der Eingriff selbst wird minimalinvasiv durchgeführt und dauert nur 15–30 Minuten.
  • Risiken – Risiken einer solchen OP sind vergleichbar mit anderen orthopädischen Eingriffen, hier sind bspw. Wundinfektion, Blutung oder Schädigung umliegender Strukturen (z. B. Gefäße oder Nerven) zu nennen.
  • Nachbehandlung – In den ersten Tagen nach der Operation sollte der Fuß viel gekühlt und hochgelagert werden, um die Schwellung zu reduzieren. Die Lymphdrainage schafft zusätzlich Entlastung. Nach der OP wird zügig mit gezielten Übungen und Krankengymnastik begonnen, um die Funktionalität wiederherzustellen. Eine Vollbelastung ist durch einen speziellen Vorfußentlastungsschuh direkt möglich. Dieser Schuh sollte für ein bis zwei Monate getragen werden. Anfangs können Gehstützen zur Gehübung mit dem Spezialschuh verwendet werden.
  • Kosten – Die Operationskosten liegen (die ambulante Versorgung vorausgesetzt) im niedrigen vierstelligen Bereich und werden in der Regel vollständig von den Krankenkassen übernommen.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Operationen sind immer mit allgemeinen Risiken verbunden. Erfahre allgemeine Informationen zum Ablauf und Risiken einer Operation. Mehr Infos
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Prognose

Die Prognose bei Hammerzehen hängt von verschiedenen Faktoren wie der Schwere der Deformität, der Ursache, dem Zeitpunkt der Behandlung und der Art der Therapie ab

  • Schwere der Fehlstellung
    • Leichte Fehlstellung – Bei einer geringfügigen Abweichung von der gesunden Gelenkstellung, können konservative Methoden alleine bereits ausreichen.
    • Starke Fehlstellung – Bei einer starken Deformität kann eine Operation notwendig werden, um die Zehen wieder in die richtige Position zu bringen.
  • Ursache – Wenn die Erkrankung auf kontrollierbaren Faktoren wie falsches Schuhwerk, Arthritis oder Ähnlichem beruht, beeinflusst dies die Therapie maßgeblich.
  • Behandlungszeitpunkt – Je früher die Diagnose gestellt und therapiert werden kann, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Korrektur der Fehlstellung. Besonders in frühen Stadien greifen konservative Maßnahmen sehr gut, bei weiter fortgeschrittenen Fällen kommt es gegebenenfalls zu einem chirurgischen Eingriff.
  • Behandlungsmethode – Bei operativen Maßnahmen beeinflusst der Chirurg und auch die postoperative Behandlung die Prognose.
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Verlauf

Hat sich die Zehendeformität erst einmal manifestiert, handelt es sich meist um einen langsam fortschreitenden Prozess. Ohne OP kann vor allem die kontrakte Form der Hammerzehe nicht geheilt werden.

Eine Therapie sollte so früh wie möglich begonnen werden, um das Fortschreiten zu verhindern.

Nach der Operation ist die Prognose gut, sofern Maßnahmen wie passendes Schuhwerk und regelmäßige Bewegung eingehalten werden.

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Dauer

Bei den Hammerzehen handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung. 

Die Fußdeformität bleibt ohne operative Korrektur dauerhaft bestehen.

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Vorbeugung

  • Angemessenes Schuhwerk – mit ausreichend Platz für die Zehen, vermeiden von hohen Absätzen und zu engen Schuhen.
  • Barfuß laufen – so oft wie möglich barfuß laufen. Dies beugt Fehlstellungen bei Fuß und Zehen vor.

Um eine gesunde Zehenfunktion zu erhalten, ist es wichtig, die Zehen regelmäßig und gründlich zu bewegen. Kleine Alltagsübungen, wie z. B. einen heruntergefallenen Gegenstand mit dem Fuß aufzuheben oder beim Zähneputzen immer wieder in den Zehenstand zu gehen, können hierbei schon sehr hilfreich sein.

Außerdem ist es ratsam, nach Möglichkeit viel barfuß zu gehen und wenn dies nicht möglich ist, auf geeignetes Schuhwerk zu setzen, das in erster Linie nicht zu klein und zu eng am Vorfuß geformt ist.

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Lokalisation

In den meisten Fällen tritt eine Hammerzehe an der zweiten Zehe auf.

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Stadien

Das Stadium der Hammerzeh wird aufgrund der Beweglichkeit eingeteilt.

  • Flexible Hammerzehe – Bei dieser Form ist es dem Arzt möglich, durch Druckausübung den Zeh wieder in die gesunde Normalstellung zurückzubringen.
  • Steife Hammerzehe – Hier ist es dem Arzt auch mithilfe von Druck nicht möglich, den Zeh in die Normalposition zu bringen.
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Heilung

Hammerzehen verschwinden nicht von selbst.

Ganz im Gegenteil, es ist eher ein Fortschreiten der Hammerzehen zu erwarten.

Eine rechtzeitige Diagnose und frühzeitige Einleitung einer Behandlung sind daher besonders ratsam, um das Fortschreiten der Erkrankung auszubremsen.

Ab einem gewissen Grad der Fehlstellung und damit verbundenen Beschwerden ist oftmals nur noch eine operative Therapie möglich.

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Zahlen & Statistiken

  • Häufigkeit – Hammerzehen ist mit die häufigste Zehendeformität. Über 100.000 Korrekturoperation pro Jahr.
    Insgesamt gibt es keine belastbaren Zahlen, wie viele Menschen tatsächlich eine Hammerzehe haben, weil die Patienten oft erst in einem Spätstadium zum Arzt gehen und erfasst werden können. Die Betroffenen in Anfangsstadien lassen sich daher schwer abschätzen.
    Bekannt ist aber, dass es sich bei der Hammerzehe nach dem Hallux valgus um die häufigste Zehendeformität handelt.
  • Geschlecht – Frauen sind aufgrund des Krankheitshergangs der Hammerzehe häufiger betroffen als Männer.
Epidemiologische FaktenHäufigkeitoft
Alters FaktenAlter> 50 Jahre
Geschlecht FaktenGeschlechtw > m
AQ`sFAQ`s

Was bringt die Schiene bei Hammerzehen?

Eine Schiene bietet keine kausale Lösung für die Hammerzehe.

Das heißt, die Hammerzehe kann nicht geheilt bzw. die Fehlstellung korrigiert werden.
Hilfreich können Schienen sein, um einen Progress (Fortschreiten der Hammerzehe) vorzubeugen oder bestehende Schmerzen zu lindern.

Hierfür gibt es Schienen zum Laufen oder Nachtschienen, die beim Schlafen getragen werden.

Beachte! Die Wirksamkeit der Schienen ist wissenschaftlich nicht belegt.

Gibt es Übungen zur Behandlung der Hammerzehen?

Übungen können nur das Fortschreiten der Hammerzehen positiv beeinflussen oder der Entstehung entgegenwirken.

Vor allem Zehengymnastik hilft dabei, die Beweglichkeit der Zehen aufrecht zu erhalten.

Hierzu zählen die aktive Zehenbeugung und -streckung oder Kräftigungsübungen, bei denen bspw. Gegenstände mit den Zehen vom Boden aufgehoben werden müssen.

Auch Lockerung und das Dehnen der Waden- und Fußbodenmuskulatur unterstützen die gesunde Zehenfunktion. Zur Hilfe genommen werden kann hierfür z. B. ein Faszienball.

→ Siehe Abschnitt Übungen

Gibt es spezielle Schuhe für Hammerzehen?

Ja, für Hammerzehen gibt es Spezialschuhe, die eine erweiterte, breitere Schuhkappe haben.

Dadurch stoßen die deformierten Zehen nicht an und es bilden sich weniger Druckstellen oder Schwielen (weniger Hornhaut an den Füßen).

Zusätzlich können Einlegesohlen oder Druckpolster, die zur Druckumverteilung in den Schuh eingeklebt werden, Abhilfe schaffen.

Ergänzend zu speziellem Schuhwerk ist im Übrigen auch häufiges Barfußgehen essenziell, um eine gesunde Zehenfunktion zu fördern.

Was bringt das Hammerzehenpolster?

Druckpolster aus Schaumgummi oder Silikon, die unter den Zehen platziert werden, sollen für Entlastung der betroffenen Zehen sorgen.

Diese können eine bestehende Fehlstellung allerdings nicht korrigieren und wirken daher „nur“ symptomatisch.

Die Erfahrung mit Zehenpolstern ist sehr subjektiv und nicht wissenschaftlich belegt.

aktualisiert: 13.05.2025
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  • Hammerzehe – Streckung Grundgelenk, Beugung Mittelglied, Streckung Endglied
  • Krallenzehe – Streckung Grundgelenk, Beugung Mittelglied, Beugung Endglied. (schwerwiegender)

 

Hinweis: Diese Tabelle dient der strukturierten Datenaufbereitung für KI-gestützte Informationsverarbeitung und Assistenzsysteme.
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