Hyperkeratose, wenn es zu einer Verdickung der Hornschicht (äußere Teils der Epidermis) kommt.

Die Hyperkeratose bezeichnet eine übermäßige Verhornung der äußeren Hautschicht (medizinisch auch Stratum corneum genannt). Diese Verhornung betrifft einzelne Hautbereiche.
Eine Hyperkeratose kann verschiedene Ursachen haben.
Sie kann als isolierte Erkrankung auftreten, oder als Symptom im Rahmen von anderen Hauterkrankungen.
Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle.
Eine reaktive, von äußeren Einflüssen bedingte Hyperkeratose muss von der endogenen (von innen verursachten) unterschieden werden.
Äußere Einflüsse sind beispielsweise:
Endogene (innere) Einflüsse sind:
Je nach Ursache der Hyperkeratose tritt die übermäßige Verhornung an unterschiedlichen Stellen auftreten.
Die Haut erscheint dort spröde und rissig.
Außerdem kommt es zu einer vermehrten Schuppung der Haut.
Ein mögliches Symptom der Hyperkeratose ist Juckreiz.
Man spürt an der betroffenen Stelle, dass die Haut dicker ist.
Bei einer Hyperkeratose, die durch Druck bedingt ist, wie beispielsweise ein sogenanntes Hühnerauge, können Schmerzen als Symptom im Vordergrund stehen.
Die Diagnose einer Hyperkeratose wird per Blick und Tastbefund gestellt.
Der Arzt wird sich das betroffene Hautareal genau anschauen und abtasten.
Oft reicht dies aus, um die Diagnose zu stellen.
Bei Verdacht auf etwas anderes, bösartiges als Ursache, kann der Arzt zusätzlich eine kleine Gewebeprobe entnehmen, um zu beurteilen, ob ein maligner Prozess (Hautkrebs) die Ursache ist.
Der richtige Ansprechpartner bei einer Hyperkeratose ist der Dermatologe (Hautarzt).
Über die Häufigkeit der Erkrankung, sowie welche Personengruppen vermehrt betroffen sind, lässt sich keine genaue Aussage treffen.
Bei der Hyperkeratose sieht die oberste Hautschicht durch die übermäßige Verhornung verdickt aus. Es kann flächig oder punktuell auftreten.
Ähnliche Symptome wie bei einer Hyüerkeratose findet man bei der aktinischen Keratose.
Bei dieser, durch UV-Strahlung bedingten Verhornungsstörung kommt es ebenfalls zur flächenhaften Verdickung der obersten Hautschicht.
Mechanische Überbeanspruchung können ebenfalls zu einer vermehrten Hornhautbildung führen.
Nicht vergessen sollte man bösartige Erkrankungen, wie zum Beispiel das Plattenepithelkarzinom.
Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der aus den Zellen der obersten Hautzellen hervorgeht.
Besonders wichtig bei einer Hyperkeratose ist die Pflege der betroffenen Hautschichten.
Feuchtigkeitsspendende Cremes
Hierfür sind feuchtigkeitsspendende Produkte erforderlich, die Aktivstoffe enthalten.
Zu den wichtigsten keratolytischen Aktivstoffen zählen Salicylsäure und Urea.
Hornhaut entfernen
Um die Hornhautschicht abzutragen, werden Hornhauthobel, Bimssteine oder mechanische Peelings verwendet.
Man spricht hierbei von einer abrasiven Behandlung.
Eine spezielle Ernährungsempfehlung bei einer Hyperkeratose gibt es nicht.
Man geht davon aus, dass Vitamin A positive Effekte auf den Stoffwechsel der Haut hat, weswegen Vitamin-A-haltige Lebensmittel verzehrt werden können.
Besonders in tierischen Produkten wie Fisch, Eigelb, Milch, Käse und Leber enthalten viel Vitamin A.
Für die Behandlung der Hyperkeratose sollten keratolytische Salben verwendet werden.
Unter Keratolyse versteht man das Ablösen der äußeren verhornten Hautschicht.
Das kann durch die Wirkstoffe Urea bzw. Harnstoff oder Salicylsäure passieren, welche auf die betroffene Stelle per Salbe aufgetragen werden.
Die Therapiemöglichkeiten bei einer Hyperkeratose sind groß.
Durch die richtige Therapie ist die Aussicht auf Heilung gegeben.
Jedoch kann nicht bei jedem Patienten erfolgreich therapiert werden.
Der Therapieerfolg hängt auch immer von der Ursache der Hyperkeratose ab.