Epidurale Blutung (Epiduralblutung), wenn es zu einer Blutung zwischen Schädel und harter Hinterhaut kommt. In den meisten Fällen als Folge einer Verletzung am Kopf.

Bei einer epiduralen Blutung kommt es zu einer Hämatombildung zwischen Schädelknochen und äußerer Hirnhaut, durch Verletzung eines dort verlaufenden Gefäßes. Durch die Blutansammlung kann es zu einer Kompression des Hirngewebes kommen, wodurch dieses geschädigt werden kann.
Bei einer epiduralen Blutung handelt es sich um eine absolute Notfallsituation. Betroffenen müssen bei Kopfverletzungen umgehen ärztlich versorgt werden.
Die Ursache einer Epiduralblutung ist ein Schädel-Hirn-Trauma, bei dem durch den Unfall die Arteria meningea media – oder in seltenen Fällen – die Sinusvene einreißt und blutet.
Es bildet sich ein Bluterguss im normalerweise nicht vorhandenen Epiduralraum.
Da der Epiduralraum physiologisch nicht vorhanden ist, ist die Ursache für eine epidurale Blutung immer ein Schädel-Hirn-Trauma oder ein Fehler bei einer Operation des Gehirns.
Die Symptome treten als Folge der Hirnkompression durch die Blutansammlung auf.
Charakteristisch bei der epiduralen Blutung ist es, dass es zweimal zur Bewusstlosigkeit kommt.
Einmal bei dem initialen Trauma, das die Blutung auslöst. Anschließend geht es dem Betroffenen wieder besser, obwohl es weiterhin in den Epiduralraum einblutet.
Wenn die Blutung so groß geworden und der Hirndruck zu hoch geworden ist (→ erhöhter Hirndruck), kommt es zur zweiten Bewusstlosigkeit.
Diese Phase mit den zwei Bewusstlosigkeiten kommt in etwa 35 % der Fälle vor.
Durch den erhöhten Hirndruck kann es zusätzlich zu Übelkeit / Erbrechen und Schwindel kommen.
Des Weiteren kann es, wenn die Blutung sehr schnell voranschreitet und das Gehirn zu sehr auf eine Seite gequetscht wird, zu motorischen Ausfällen auf der anderen Körperhälfte kommen.
Differentialdiagnostisch kommen andere Blutungen in der Umgebung des Gehirns in Frage.
Da man diese nicht unbedingt von außen korrekt erkennen und zuordnen kann, ist es wichtig so schnell wie möglich eine CT-Aufnahme des Schädels zu machen.
Andere Ursachen mit ähnlichen Symptomen können die Subarachnoidalblutung und das Subduralhämatom sein.
Die Therapie der epiduralen Blutung besteht darin, die Blutung zu stoppen, das entstandene Hämatom zu entfernen und somit den Druck, der auf das Gehirn durch die Blutung ausgeübt wird zu vermindern.
Dies wird durch einen neurochirurgischen Eingriff erreicht, bei dem der Schädel eröffnet wird, um das Hämatom optimal ausräumen zu können.
Die Prognose der epiduralen Blutung ist schlecht, wenn die Therapie nicht früh genug stattfindet.
Bei schnell erfolgter Therapie stehen die Chancen gut, die Blutung zu überstehen.
70% aller Operierten überleben die Therapie, wobei aber angemerkt werden muss, dass etwa 20% von ihnen bleibende Folgen haben. Ist bei der Diagnosestellung der Patient wach und wird die Therapie unverzüglich begonnen, ist die Überlebensrate weit über 90%.
Die epidurale Blutung hat einen sehr charakteristischen Verlauf.