FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), wenn es zu einer Gehirnentzündung, bzw. Hirnhautentzündung aufgrund des FSME-Virus kommt.
Erfahrungs Berichte
FSME steht für die Frühsommer-Meningoenzephalitis und wird durch das FSME-Virus ausgelöst, das hierzulande von Zecken übertragen werden kann. Es handelt sich um eine Viruserkrankung durch das FSME-Virus. Beim Biss einer infizierten Zecke überträgt sich das Virus auf den Menschen. Das Risiko an einer FSME zu erkranken ist in Süddeutschland und Österreich besonders hoch. In diesen Gebieten wird Bewohnern auch eine FSME-Impfung mit einer Auffrischung alle fünf Jahre angeraten. Die FSME zählt zu den meldepflichtigen Erkrankungen. FSME macht sich bemerkbar durch grippeähnliche Symptome bis hin zu neurologischen Ausfällen.
Das Risiko von einer Zecke gestochen zu werden und anschließend an FSME zu erkranken ist besonders in den Frühlings- und Sommermonaten und in waldigen Gegenden hoch.
Wer sich in Risikogebieten aufhält, kurze Sachen anhat und ungeimpft ist, für den ist das Risiko sich mit FSME anzustecken besonders hoch.
Die FSME muss nicht bei allen Angesteckten symptomatisch werden und nur etwa 30 % der Erkrankten entwickeln Symptome, sodass die Krankheit erkannt wird.
Die FSME kann biphasisch verlaufen, es gibt also zwei Phasen.
In der ersten Phase in den ersten Tagen der Infektion entwickelt der Erkrankte Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und andere grippeähnliche Symptome, die sich nach einigen Tagen zurückbilden.
Nach etwa einer Woche der Beschwerdefreiheit kommt es zu einem zweiten Fieberanstieg auf bis zu 40 Grad. Zusätzlich treten starke Kopfschmerzen auf, die auf eine Reizung der Hirnhäute deuten.
Diese Phase ist die gefährlichste, denn bei etwa 40 % der Betroffenen kommt es zur Meningoenzephalitis, der Entzündung von Gehirn mitsamt umgebender Häute.
Dies kann auch zu Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen führen.
Ist die Krankheit erst einmal in dieses Stadium gekommen, ist eine Heilung nur noch selten und unvollständig möglich.
Wie bei so vielen Krankheiten kann aus dem Anamnesegespräch und der körperlichen Untersuchung schon die erste Verdachtsdiagnose gestellt werden.
Vor allem nach Zeckenbissen in letzter Zeit sollte gefragt und Ausschau gehalten werden.
Zur Bestätigung der Verdachtsdiagnose ist eine Untersuchung nach Antikörpern aus dem Serum nötig.
Auch kann bei einer verdächtigen neurologischen Untersuchung eine Punktion durchgeführt werden, um Liquor zu entnehmen und auf auffällige Veränderungen zu untersuchen.
Es gibt keine wirkliche Therapie für die FSME und genau das macht sie so gefährlich.
Betroffenen werden Schmerzmittel gegeben und Bettruhe angeordnet, bis sich die Symptome bessern und die Krankheit überstanden ist.
Man muss FSME also leider aussitzen.
Hat die Krankheit aber schon in das zentrale Nervensystem übergegriffen, ist eine Heilung kaum möglich und wenn, dann meistens mit bleibenden Schäden verbunden.
Bei schweren Verläufen kann es sein, dass eine parenterale Ernährung bis hin zum Intensivaufenthalt mit Intubation und Beatmung notwendig werden.
Die Prognose bei FSME ist vom Krankheitsverlauf abhängig und kann sehr gut, aber auch sehr ungünstig ausfallen.
Kommt es zum zweiphasigen Verlauf mit Beteiligung des zentralen Nervensystems, ist eine eher ungünstige Prognose zu erwarten. Verläuft die Krankheit ohne Symptome ist die Prognose in der regel gut. Es kann beobachtet werden, dass die Prognose besser ist, je jünger die Betroffenen sind.
Hauptüberträger sind Zecken (Zeckenstich). Nur selten erfolgt eine Infektion über einen anderen Weg.
Da sich der Erreger im Speichel der Zecke befindet, geschieht die Übertragung, wenn sie denn stattfindet, sehr schnell.
Aber auch nach einer Übertragung des Virus muss es nicht zwangsweise zu einem Ausbruch von FSME kommen.
Wusstest Du!
Es suchen etwa 10-mal mehr Menschen im Internet nach Zeckenbiss als nach Zeckenstich. Dabei handelt es sich bei Zecken um einen Stich.
Die beste Art eine FSME-Erkrankung vorzubeugen ist sich impfen zu lassen.
Die Impfung wird Bewohnern von Risikogebieten und auch Reisenden in diese Gebiete empfohlen.
Sie muss alle fünf Jahre aufgefrischt werden und kann bei jedem Hausarzt durchgeführt werden.
Die Impfung schützt vor der FSME, nicht aber vor dem Zeckenbiss.
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