Weitsichtigkeit (Hyperopie), wenn aufgrund einer Fehlsichtigkeit Gegenstände in der Nähe nicht mehr deutlich erkannt werden können.

Bei der Weitsichtigkeit, auch Hyperopie genannt, handelt es sich um eine Fehlsichtigkeit, bei der die Brechkraft des Auges zu gering oder der Augapfel zu kurz ist. Dies führt zu einem Missverhältnis zwischen der Länge des Augapfels und der Brechkraft des Auges. Folglich können nahe Objekte nicht scharf gesehen werden.
Von einer Weitsichtigkeit geht keine Gefahr aus.
Wenn Du eine zunehmende Sehschwäche in der Nähe (z. B. beim Lesen) bemerkst, solltest Du einen Augenarzt oder Optiker aufsuchen, um eine entsprechende Behandlung einzuleiten.
Optiker und Augenärzte empfehlen ab +2 Dioptrien das dauerhafte Tragen einer Brille.
Eine Weitsichtigkeit gefährdet weder die Schwangerschaft noch die Entwicklung des Kindes.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Augapfel (verkürzt), Linse, Hornhaut, Netzhaut |
| Differentialdiagnose | Alterssichtigkeit, Astigmatismus, Akkommodationsstörung, trockene Augen |
| Medikamente | keine direkten Medikamente, Augentropfen zur Entspannung (selten), künstliche Tränen bei Überanstrengung |
| Epidemiologie | häufig bei Kindern und jungen Erwachsenen, genetisch bedingt, Häufigkeit nimmt mit dem Alter ab |
| Prognose | gut, meist problemlos korrigierbar, bei Kindern kann sich der Sehfehler auswachsen |
| Verlauf | konstant oder leichte Verbesserung im Wachstum, im Alter erneute Zunahme durch Linsenveränderungen |
| Pathophysiologie | Augapfel zu kurz oder Brechkraft zu schwach → Bild entsteht hinter der Netzhaut |
| Komplikation | Kopfschmerzen, Augenüberanstrengung, Schielen (v. a. bei Kindern), Akkommodationsprobleme |
| Behandlung | Plus-Brillen, Kontaktlinsen, Laserbehandlung (LASIK/PRK), Linsentausch in Einzelfällen |
| Primärvorbeugung | nicht möglich |
| Sekundärvorbeugung | regelmäßige augenärztliche Kontrollen, frühzeitige Korrektur bei Kindern zur Schielprävention |
| Risikofaktoren | Familiäre Vorbelastung, genetische Faktoren, Entwicklungsstörungen des Auges |
| Anzeichen | verschwommenes Nahsehen, Kopfschmerzen, schnelle Ermüdung beim Lesen, Augenbrennen, Konzentrationsstörungen |
| Stadien | leichte, mittlere und starke Hyperopie; akkommodative Kompensation möglich |
| Diagnostik | Sehtest, Refraktionsbestimmung, Skiaskopie (v. a. bei Kindern), Augenuntersuchung |