Kurzsichtigkeit (Myopie), wenn es aufgrund eines zu langen Augapfels oder zu hoher Brechkraft zu einer Einschränkung des Sehens in der Ferne kommt.
Die Kurzsichtigkeit (Myopie) ist eine Fehlsichtigkeit des Auges, bei der die Brechkraft des Auges im Verhältnis zur Länge des Augapfels (Bulbus) nicht stimmt. Der Bulbus ist zu lang, oder die Brechkraft des Auges ist zu stark. Daraus resultiert, dass das abzubildende Bild deshalb vor der Netzhaut scharf abgebildet. Der Seheindruck ist daher unscharf.
Eine Kurzsichtigkeit stellt zunächst keine Gefahr dar.
Im sehr seltenen Extremfall kann eine starke Kurzsichtigkeit zu einem erhöhten Risiko für Netzhauterkrankungen und grünem Star führen.
Dadruch kann es auch zu einer Erblindung kommen.
Wenn Du eine zunehmende Sehverschlechterung beim „in der Ferne sehen“ bemerkst, musst Du einen Augenarzt kontaktieren.
Bei starker Kurzsichtigkeit sollten regelmäßige Kontrolltermine beim Augenarzt wahrgenommen werden.
Ab dem 40. Lebensjahr empfiehlt sich eine generelle jährliche Kontrolle.
Tritt bei Dir eine Kurzsichtigkeit sehr schnell und plötzlich auf, solltest Du umgehen einen Augenarzt aufsuchen, um eine mögliche gefährliche Ursache auszuschließen.
Das Auge im Vergleich zu einer Kamera
Um zu verstehen, wie ein gesundes Auge funktioniert, kann man es mit einer Kamera vergleichen.
Das Objektiv stellt die Hornhaut und die Linse dar.
Der Film ist beim menschlichen Auge die Netzhaut, auf ihr soll das Bild abgebildet werden.
Die scharfe Sicht
Die einfallenden Lichtstrahlen werden von der Hornhaut und der Linse unterschiedlich stark gebrochen, je nach Einfallswinkel und sie bündeln sich im optimalen Fall alle in einem Punkt, und zwar auf der Netzhaut (gelber Fleck) direkt.
Um klar und deutlich sehen zu können, muss sich das Auge ständig an die jeweilige Entfernung der Gegenstände anpassen. Hierzu „akkomodiert“ das Auge, es verändert durch Muskelanspannung und Entspannung die Dicke der Linse.
Durch eine veränderte Linsendicke ändert sich die Brechkraft des Auges und die Gegenstände können wieder scharf gesehen werden.
Für eine Sicht in der Ferne wird die Augenlinse über Muskelspannung flacher gezogen, ihre Brechkraft sinkt. Beim Blick in die Nähe entspannen sich die Muskeln und die Linse verdickt sich, ihre Brechkraft steigt.
Unscharfe Sicht bei Kurzsichtigkeit
Entsteht dieser Punkt der gebündelten Lichtstrahlen zu weit vor oder hinter der Netzhaut, so kann man nicht scharf sehen. Bei einer Kurzsichtigkeit erscheinen die gebündelten Lichtstrahlen zu weit vor der Netzhaut.
Infolgedessen entsteht das scharfe Bild, der Brennpunkt kurz vor der Netzhaut.
Die Ursache für eine Kurzsichtigkeit (Myopie) ist ein zu langer Augapfel.
Gegenstände, die weiter entfernt sind, können dann je nach Dioptrienzahl nicht mehr scharf gesehen werden.
Wie kommt es zu diesem Phänomen?
Neben der genetischen Vererbung gibt es einige Krankheiten, die häufig im Zusammenhang mit einer Kurzsichtigkeit stehen und das Risiko einer Kurzsichtigkeit erhöhen können.
Hierzu gehören: eine schlecht eingestellten Diabetes mellitus mit zu hohen Blutzuckerwerten, die Kurzsichtigkeit kann sich hier bei Normalisierung der Langzeitblutzuckerwerte wieder zurückbilden.
Bei einigen Syndromen, wie zum Beispiel dem Ehlers-Danlos-Syndrom, das Marfan-Syndrom, dem Down-Syndrom und dem Stickler-Syndrom, kann es ebenfalls zu Kurzsichtigkeit kommen.
Auch gibt es eine spezielle Form des Grauen Stars, der sogenannte Kernstar, bei dem Kurzsichtigkeit besonders bei älteren Menschen häufig mit auftritt.
Zu früh geborene Kinder haben generell ein höheres Risiko, an Augenerkrankungen und Sehfehlern zu erkranken.
Ist eine Person kurzsichtig, so sieht sie in der Nähe sehr scharf.
Manchmal sogar besser, als eine normalsichtige Person. Ein weiter entfernter Gegenstand kann aber nicht klar und deutlich gesehen werden.
Er wird als verschwommen und unscharf gesehen.
Meistens bemerken es die betroffenen Personen selbst im Alltag. Unscharfes Sehen stört und in vielen Fällen müssen die Augen zusammengekniffen werden, um „schärfer“ in der Ferne sehen zu können.
Neben dem unscharfen Sehen können noch weitere Symptome auftreten, hierzu gehören:
Verschlechtert sich das Sehen sehr rasch, so sollte umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden.
Allgemein sollte die Sehkraft 1–2 mal pro Jahr von einem Optiker und Augenarzt überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden.
Der Augenarzt wird zuerst eine gründliche Anamnese erheben und nach Symptomen und dem Sehvermögen fragen.
Der Arzt wird mithilfe von Lampen ihre Augen untersuchen und in diese hineinleuchten.
Anschließend folgen einige Tests mithilfe von Zahlen oder Ringen, die vorgelesen werden sollen.
Je nach Verdacht und Befund sind weitere diagnostische Maßnahmen notwendig, die der behandelnde Arzt mit Dir bespricht.
Ein Facharzt für Augenheilkunde (Ophthalmologe) ist auf die Untersuchung der Augen und der Sehkraft spezialisiert.
Fällt Dir im Alltag auf, dass Gegenstände oder Personen in der Ferne nicht mehr scharf gesehen werden können/oder fühlen sich Deine Augen müde, schmerzend oder angestrengt an, so kann es sein, dass eine Kurzsichtigkeit vorliegt.
Am besten ist es, einen Facharzt für Augenheilkunde aufzusuchen und sich gründlich untersuchen zu lassen.
Wie weit eine kurzsichtige Person noch scharf sehen kann, hängt von der Stärke der Kurzsichtigkeit ab.
Je höher die Dioptrienzahl vor dem Minus, umso schlechter können weiter entfernte Gegenstände oder Personen gesehen werden.
Die Stärke von Sehfehlern werden in der Einheit Dioptrien angegeben, Abkürzung hierfür ist: dpt.
Bei Kurzsichtigkeit ist das Vorzeichen ein Minus.
Je stärker die Kurzsichtigkeit, umso höher die Dioptrienzahl nach dem Minus. Je nach Schweregrad der Messwerte kann man die Myopie unterscheiden.
Es gibt einige Erkrankungen und Syndrome, bei denen es zu ähnlichen Symptomen wie bei einer Kurzsichtigkeit kommen kann.
Hierzu zählen beispielsweise das Ehlers-Danlos-Syndrom, das Marfan-Syndrom, das Stickler-Syndrom und zahlreiche Augenerkrankungen.
Um eine adäquate Diagnostik und Therapie sicherstellen zu können, ist es daher sehr wichtig, frühzeitig einen Augenarzt aufzusuchen, die Symptome sehr genau zu beschreiben und regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen.
Für die Behandlung von Kurzsichtigkeit gibt es verschieden Behandlungsmethoden.
Durch Brillengläser oder Kontaktlinsen kann die Fehlsichtigkeit korrigiert werden.
Mit einer Operation oder Laserbehandlung kann eine Kurzsichtigkeit (Myopie) in manchen Fällen sogar komplett korrigiert und geheilt werden.
Je nach Stärke des Sehfehlers können auch mehrere Methoden zur Sehkorrektur angewendet werden.
Die Brillengläser zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit tragen ein Minus als Vorzeichen.
Diese „Minusgläser“ streuen das Licht so, dass die Lichtstrahlen direkt auf der Netzhaut auftreffen und das Bild wieder scharf gesehen werden kann.
Hierzu ist das Glas von „Minusgläser“ ist am Rand meistens etwas dicker als in der Mitte (konkav gewölbte Linse).
Heutzutage sind Brillengläser aber sehr dünn und gegen einen Aufpreis kann die Dicke noch mehr verringert werden (der Optiker wird Dir beim Brillenkauf verschiedene Optionen anbieten).
Eine Brille kann gut als Korrektur der Kurzsichtigkeit verwendet werden.
Sie sollte aber regelmäßig nach jedem Augenarztbesuch und nach jeder Überprüfung der Sehkraft angepasst und überprüft werden.
Nach einer Augenuntersuchung, bei der das Auge auf mögliche Krankheiten untersucht wurde und die Sehkraft gemessen wurde, kann eine Brille verordnet werden.
Hierzu misst der Augenarzt genau aus, welche Eigenschaften die Brille haben muss.
Dioptrien, Zylinder und Achsengrade werden bestimmt.
Ein Augenoptiker berät bei der Auswahl der passenden Brille und prüft nach Anfertigung, ob die Brille korrekt sitzt und ob die Stärke der Gläser, sowie der Schliff zur Fehlsichtigkeit des Auges passen.
Kontaktlinsen können alternativ zur Brille bei Kurzsichtigkeit verwendet werden.
Auch hier ist eine gute Beratung durch einen Augenarzt und Optiker unerlässlich. Besonders bei sportlichen Aktivitäten können Kontaktlinsen von Vorteil sein, allerdings ist eine sehr gewissenhafte Pflege, Anwendung und Hygiene der Hände und Kontaktlinsen unerlässlich, um Infektionen der Augen und Reizungen zu vermeiden.
Bei bestimmten Formen von Kurzsichtigkeit kann es sein, dass der Augenarzt sogenannte harte Kontaktlinsen empfiehlt.
Hier gibt es spezielle harte, formstabile Linsen, die nachts getragen werden. Da sie starr und fest sind, üben sie eine gewisse Kraft auf die Hornhaut aus und können so zur Abflachung der Hornhaut (Orthokeratologie) beitragen.
Dies kann die Kurzsichtigkeit ausgleichen. Allerdings kann die Wirkung im Tagesverlauf nachlassen, was zur Folge haben kann, dass am Nachmittag eine Brille aufgesetzt werden muss oder Kontaktlinsen eingesetzt werden müssen.
In einigen Fällen wird auch berichtet, dass das nächtliche Kontaktlinsen Tragen bei empfindlichen Augen besser vertragen wird.
Ob und in welcher Form Kontaktlinsen im Einzelfall medizinisch am sinnvollsten verwendet werden sollen, entscheidet aber der Augenarzt.
Es gibt aktuell keine ausreichende Studienlage und Beweise dafür, dass Kurzsichtigkeit durch regelmäßiges Augentraining verhindert oder verbessert werden kann.
Einen wissenschaftlichen Nutzen bringen spezielle Augenübungen, bei denen die Augenmuskeln aktiv an- und entspannt werden sollen, also nicht.
Was allerdings in Studien teilweise nachgewiesen werden konnte, ist, dass zu vieles Arbeiten an Computer, Laptop und Starren auf den Fernsehbildschirm oder das Handy und Tablet, die Kurzsichtigkeit verstärken kann.
Kurze Pausen, immer wieder in die Ferne blicken, nicht länger als 8 Stunden am Tag am Bildschirm arbeiten und verantwortungsvoller Umgang mit Bildschirmzeiten sind für die Gesundheit des ganzen Körpers wichtig.
Neben den konventionellen Sehkorrekturen wie Brille und Kontaktlinsen, gibt es auch operative Therapieverfahren zur Behandlung von Kurzsichtigkeit.
Die Hornhaut kann mittels eines Lasers abgeflacht werden. Hier gibt es verschiedene Verfahren, wie zum Beispiel:
Laseroperationen sind aber nicht bei jeder Form der Kurzsichtigkeit indiziert.
Des Weiteren gibt es auch Korrektionslinsen oder Kunstlinsen, die bei sehr starker Kurzsichtigkeit in das Auge eingepflanzt werden können. Der Arzt entscheidet im Einzelfall, ob und welche Laser- oder operative Therapie sinnvoll ist.
Kommt eine Operation infrage, so wird der Arzt ein Aufklärungsgespräch führen und den Patienten über die Methode der Durchführung, Erfolgschancen und Risiken und postoperative Maßnahmen aufklären.
Ob und welches Operationsverfahren im individuellen Fall einer Kurzsichtigkeit empfohlen wird, entscheidet der behandelnde Arzt nach ausführlicher Diagnostik.
Neben einem allgemeinen guten gesundheitlichen Zustand und einem intakten Immunsystem kann es sein, dass weitere Kriterien bei einer Operationsplanung eine Rolle spielen.
Hierzu gehören:
Der Ablauf einer Augenlaserbehandlung oder Augenoperation lässt sich nicht pauschalisieren.
Er hängt von der jeweiligen Methode und individuellen Faktoren ab.
Der behandelnde Arzt bespricht mit dem Patienten alle Laser- und Operationstechniken, die beim jeweils festgestellten Sehfehler oder Augenerkrankung am medizinisch sinnvollsten sind.
Vorbereitung der Operation
Nach einem ausführlichen Beratungs- und Anamnesegespräch wird über die Risiken und Folgen der Behandlung aufgeklärt.
Oftmals müssen noch einige ergänzende Voruntersuchungen am Auge erfolgen.
Vor einer Augenlaserbehandlung müssen verschiedene Dinge beachtet werden, über diese wird der Patient informiert. Beispielsweise dürfen in vielen Fällen eine Woche vor der Laserbehandlung keine weichen Kontaktlinsen mehr getragen werden und drei Tage vor dem Lasereingriff müssen 3x täglich Augentropfen in das Auge gegeben werden (diese bekommt der Patient, wenn nötig bereits bei der Voruntersuchung).
Am Tag des Eingriffs sollte kein Make-up verwendet werden, es sollte nicht geraucht werden und kein Parfum und Deodorant verwendet werden.
Ablauf der Operation
In den meisten Fällen erfolgt eine Augenlaserbehandlung ambulant.
Die Laserbehandlung an sich dauert nur wenige Sekunden. Vor dem Eingriff werden betäubende Augentropfen gegeben, sodass die Behandlung in der Regel schmerzfrei ist. Das Gesicht wird in der Regel steril abgedeckt und um das Schließen der Augenlider zu verhindern, wird ein Lidhalter ins Auge eingesetzt.
Die einzelnen Lasertechniken werden unter dem Punkt Laserbehandlung näher erläutert.
Nach der Laserbehandlung bleibt der Patient noch circa eine Stunde im Augenzentrum. Da die Augen nach der Behandlung empfindlich sind, ist es empfehlenswert eine Sonnenbrille zu tragen.
Die Nachbehandlung
Oftmals erfolgt ein Tag nach der Operation eine Kontrolluntersuchung und es müssen daheim regelmäßig Augentropfen appliziert werden.
Nach ungefähr einer Woche findet noch ein zweiter Kontrolltermin beim Augenarzt statt.
Für andere Operationen am Auge kann ein etwas längerer Aufenthalt in einer Augenklinik notwendig sein. Hier klärt der Augenarzt den Patienten aber umgehend auf.
Die postoperativen Maßnahmen können sich auch von Operation oder Laserbehandlung leicht unterscheiden.
Generell sollte aber in den ersten zwei bis drei Wochen staubig, rauchige und direkte Luftströmungen (wie z.B. Klimaanlage im Auto) vermieden werden. Die Augen sollten nicht gerieben werden, vor Sonne und Wind beispielsweise mit einer Sonnenbrille geschützt werden und es ist wichtig auf eine sehr gute Händehygiene zu achten, um Infektionen vorzubeugen.
Da sich das Auge nach eines Eingriffs im Heilungsprozess befindet, können Erreger leichter eindringen und Entzündungen im Auge verursachen.
Kosten der Augenoperation
Die Kosten einer Laserbehandlung sind nicht pauschalisierbar und werden je nach Methode und Anbieter unterschiedlich veranschlagt. Grob kann mit einem Betrag von circa 2200 bis 3100 Euro pro Auge gerechnet werden.
Es gibt viele Anbieter auf dem Markt, ihr Augenarzt und die Krankenkasse werden Sie hierzu umfassend beraten.
Hier gibt es verschiedene Verfahren, wie zum Beispiel:
Laseroperationen sind aber nicht bei jeder Form der Kurzsichtigkeit indiziert.
Nur ein Augenarzt kann beurteilen, welche Lasertherapie infrage kommen kann.
Ein Eingriff mittels Laser wird oft als Laseroperation bezeichnet, es kommen aber keine Klingen oder ähnliches zum Einsatz, sondern nur ein Laserstrahl.
Die Photorefraktive Keratektomie
Eine PRK wird bis zu einer Kurzsichtigkeit von circa -6 dpt eingesetzt.
Zuerst wird die oberste Schicht der Hornhaut mittels Laser oder anderer Techniken entfernt und anschließend das Auge mit einem Laserstrahl behandelt.
Dadurch wird im Idealfall die Oberfläche der Hornhaut so verändert, dass die dadurch erlangte neue Brechkraft den Sehfehler ausgleicht und nach Abheilung des Eingriffs wieder scharf gesehen werden kann.
LASIK und LASEK
Zwei weitere Lasermethoden sind die LASIK und die LASEK.
Der Hauptunterschied zwischen LASIK und LASEK besteht darin, wie die Hornhaut präpariert wird, damit der Laserstrahl diese durchdringen kann.
Bei einer LASIK Augenbehandlung wird ein dünner Schutzfilm auf der Hornhaut erzeugt, mit einem zweiten Laser wird dieser dann angehoben und die Sehkorrektur vorgenommen.
Die Heilungsdauer beträgt durchschnittlich 48 Stunden, sodass viele Patienten bereits nach zwei Tagen wieder arbeiten können.
Es kann allerdings einige Tage bis Wochen dauern, bis sich die Sehkraft vollständig adaptiert und verbessert hat. In den meisten Fällen werden beide Augen am gleichen Tag behandelt.
Bei einer LASEK Augenbehandlung hingegen wird nur ein Laser verwendet. Sie ist Mittel der Wahl bei Patienten mit einer sehr dünnen Hornhaut oder bei Patienten mit Hornhauterkrankungen, die eine Laserbehandlung erschweren können.
Hier wird das Auge mittels einer Alkohollösung zugänglich gemacht und nicht wie bei LASIK mit einer zweiten Lasertechnik.
Bei dieser Methode werden oft Schutzkontaktlinsen für einige Tage nach der Behandlung zur Heilung in das gelaserte Auge eingesetzt.
Auch bei einer LASEK kann eine sofortige Verbesserung der Sehkraft eintreten, aber es kann einige Tage bis Wochen dauern, bis sich die Sehkraft vollständig neu angepasst hat.
Die Heilungsdauer nach einer LASEK Augenlaser Behandlung dauert in der Regel etwas länger als nach einer LASIK.
Der behandelnde Arzt entscheidet im Einzelfall, ob eine Laserbehandlung Sinn ergibt und klärt den Patienten im Detail über Ablauf, Vor- und Nachteile, sowie Besonderheiten der Operation bezüglich Durchführung und Nachbehandlung auf.
Eine Kurzsichtigkeit kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln, verbessern oder verschlechtern.
Die häufigste Form der Kurzsichtigkeit ändert sich bis maximal zum 25. Lebensjahr und verschlechtert sich danach meist nicht mehr.
Da die Akkomodation (die Fähigkeit der Linse sich optimal auf weit entfernte oder nahe Gegenstände und Personen anzupassen) der Augen aber generell mit dem Alter schlechter wird, kann eine Altersweitsichtigkeit zur Kurzsichtigkeit hinzukommen.
Da sowohl Kurz- als auch Weitsichtigkeit das Entstehen weiterer Augenerkrankungen begünstigen kann, sollten regelmäßige Kontrolltermine beim Augenarzt unbedingt wahrgenommen werden.
Die Ursache für eine Kurzsichtigkeit (Myopie) ist ein zu langer Augapfel.
Die Länge des Augapfels kann nicht beeinflusst werden und somit ist es auch nicht möglich einer Kurzsichtigkeit vorzubeugen.
Kurzsichtigkeit kann daher nur durch geeignete Maßnahmen wie Sehhilfen oder operativ behandelt werden, aber nicht vorgebeugt werden.
Kurzsichtigkeit kann durchaus vererbt werden.
Daher sollten vor allem Eltern, die selbst an Kurzsichtigkeit leiden, oder/und diese bereits seit dem Kindesalter haben, früh mit ihren Kindern einen Augenarzt und Optiker aufsuchen.
Eine Kurzsichtigkeit (Myopie) kann bereits im ersten Lebensjahr festgestellt werden.
Bei Unsicherheiten kann der jeweilige Kinderarzt, der die U-Untersuchungen beim Kind durchführt, um Rat gefragt werden und gegebenenfalls an einen für Kinder spezialisierten Augenarzt verweisen.
Besonders bei Kindern kann durch eine Korrektur des Sehfehlers viel erreicht werden.
Eine adäquate Diagnostik und Korrektur bei einem vorliegenden Sehfehler unterstützt die Entwicklung des Kindes und Wachstum des Auges positiv.
Eine Korrektur der Sehfähigkeit kann für das Kind im Alltag, beim Spielen oder im Straßenverkehr sehr wichtig sein, wenn ein Sehfehler vorliegt.
Der behandelnde Augenarzt entscheidet im Einzelfall, ob das Kind eine Sehhilfe benötigt und ob eventuell weitere Maßnahmen wie Sehschule und das Durchführen von Sehübungen notwendig sind.
Ebenso sollten die zeitlichen Untersuchungsintervalle gründlich besprochen und nach Empfehlung des Augenarztes eingehalten werden.
Wird dem Kind eine Brille verordnet, so muss diese auch regelmäßig von einem Optiker überprüft und gegebenenfalls hinsichtlich Stärke und Sitz am Kopf und auf der Nase angepasst werden.
Eine Kurzsichtigkeit gefährdet weder die Schwangerschaft noch die Entwicklung des Kindes.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
Der Anteil kurzsichtiger Personen variiert je nach Altersgruppe und Geschlecht.
Generell kann man aber sagen, dass in Deutschland ungefähr ein Viertel der Bevölkerung von Kurzsichtigkeit betroffen ist.
Laut Studien wird die Tendenz in den kommenden Jahren steigen. 2050 soll circa die Hälfte der Bevölkerung betroffen sein.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Augapfel (verlängert), Hornhaut, Linse, Netzhaut |
| Differentialdiagnose | Astigmatismus, Presbyopie, Akkommodationsstörungen, Keratokonus |
| Medikamente | keine direkte medikamentöse Therapie, Atropintropfen zur Progressionshemmung bei Kindern |
| Epidemiologie | weltweit zunehmend, besonders häufig bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen |
| Prognose | gut korrigierbar, jedoch Risiko für Komplikationen bei hoher Myopie |
| Verlauf | oft Beginn im Kindes- oder Jugendalter, Fortschreiten bis ins junge Erwachsenenalter |
| Pathophysiologie | verlängerter Augapfel oder zu starke Brechkraft führt dazu, dass Licht vor der Netzhaut fokussiert wird |
| Komplikation | Netzhautablösung, Glaukomrisiko, Makulopathie, Myopieprogression |
| Behandlung | Brille, Kontaktlinsen, Orthokeratologie, Laserbehandlung (LASIK, PRK), Linsenimplantate, Atropintherapie |
| Primärvorbeugung | viel Tageslicht für Kinder, reduzierte Naharbeit, Pausen bei Bildschirmarbeit |
| Sekundärvorbeugung | regelmäßige Kontrollen, frühzeitige Korrektur, Myopie-Management (Atropin, Ortho-K, spezielle Brillengläser) |
| Risikofaktoren | genetische Faktoren, intensive Naharbeit, wenig Aufenthalt im Freien |
| Anzeichen | unscharfes Sehen in der Ferne, Zusammenkneifen der Augen, Kopfschmerzen, Augenermüdung |
| Stadien | geringe Myopie (-0.25 bis -3 dpt), mittlere Myopie (-3 bis -6 dpt), hohe Myopie (>-6 dpt) |
| Diagnostik | Sehtest, Refraktionsbestimmung, Augenlängenmessung (Biometrie), Netzhautuntersuchung |