Hagelkorn (Chalazia), wenn es aufgrund einer Blockierung der Drüsenöffnung im Auge zu einer Vergrößerung der Talgdrüse kommt.
Das Hagelkorn (med. Chalazion) bezeichnet eine chronische, nicht-bakterielle Entzündung einer Talgdrüse (sog. Meibom-Drüse) am Augenlid. Zur Entzündung kommt es durch eine Verstopfung des Ausführungsganges der Drüse durch körpereigene Abbauprodukte. Dadurch staut sich das Sekret in der Drüse an und löst im umliegenden Gewebe eine Entzündungsreaktion aus.
Ein Hagelkorn ist nicht gefährlich.
In vielen Fällen wird ein Hagelkorn jedoch als störend und unangenehm empfunden.
In einigen Fällen ist auch das Sichtfeld beeinträchtigt.
In den meisten Fällen bildet sich das Hagelkorn von alleine wieder zurück.
Ist dies nicht der Fall, oder das Hagelkorn tritt bei Dir gehäuft auf, solltest Du einen Augenarzt zur Abklärung aufsuchen.
Was sind die Ursachen und Entstehungsmechanismen eines Hagelkorns?
Ein Hagelkorn (Chalazion) entsteht durch eine verstopfte Liddrüse, oft Meibom- oder Zeis-Drüse, am unteren oder oberen Augenlidrand.
Dadurch bedingt kommt es zur Entzündung der Drüse sowie das umliegende Gewebe.
Hautprobleme wie Akne vulgaris oder Rosacea sind damit ein Risikofaktor, da in diesem Fall der Abfluss der Talgdrüsen behindert ist.
Hierbei spielt auch die Produktion von Geschlechtshormonen eine große Rolle, da diese unter anderem für die Talgdrüsen verantwortlich sind. Aus diesem Grund sind Kinder eher selten von Hagelkörnern betroffen, ganz im Gegensatz zu Jugendlichen und Erwachsenen.
Bindehautentzündungen oder Lidrandentzündungen bewirken ebenfalls einen Stau von Drüsensekreten und erhöhen damit das Risiko für ein Chalazion.
Treten Hagelkörner immer wieder auf, so kann auch eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes mellitus dahinter liegen.
Auch immungeschwächte Personen leiden an immer wiederkehrenden Hagelkörnern.
Manchmal kann dem Hagelkorn auch ein infiziertes Gerstenkorn vorausgehen.
In seltenen Fällen liegt dem Ganzen auch ein Lidtumor zugrunde liegen, der den Abfluss der Liddrüsen behindern kann.
In den meisten Fällen stellt sich bei einem Hagelkorn ein schleichender Verlauf dar.
Dabei bildet sich über mehrere Tage und Wochen ein verschiebbarer derber Knoten am oberen oder unteren Augenlid.
Durch das Größenwachstum entzündet sich neben der Talgdrüse oft auch ein Teil des Augenlids sowie der Bindehaut.
Das Auge selbst und die umliegenden Strukturen schwellen dabei aber nicht an.
Auch weitere Symptome wie Fieber treten dabei nicht auf, schließlich handelt es sich um die alleinige Entzündung und Schwellung einer Talgdrüse, nicht um eine Infektion.
Für die Diagnose eines Hagelkorns reicht dem Arzt oft nur ein Blick aufs Auge und eine Schilderung der Symptome, an denen der Patient leidet.
Neben dem auffallenden, geröteten Knoten berichtet der Betroffene von einem zunehmenden Druckgefühl.
Bei der Befragung ist außerdem wichtig zu herauszufinden, ob die Person an einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes erkrankt ist.
Bei der Untersuchung sucht der Augenarzt zudem nach Anzeichen von Komplikationen, wie einer sekundären Infektion.
In der Regel ist das Hagelkorn aber harmlos.
Bei einer schmerzlosen Schwellung am Auge wie bei einem Hagelkorn ist ein Gang zum Arzt meist sogar nicht notwendig – diese Knoten verschwinden nämlich oft von alleine.
Sind Sie sich aber unsicher oder verspüren ein zunehmendes Druckgefühl, so ist ein Gang zum Augenarzt empfohlen.
Dieser kann das Hagelkorn diagnostizieren und eventuell eine entsprechende Therapie einleiten.
Auch bei einer nicht vollständigen Rückbildung oder beim wiederholten Auftreten von Hagelkörnern sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen, um mögliche Ursachen auszuschließen.
Von außen erkennt man das Hagelkorn an einer knotigen Schwellung des Augenlids, welche manchmal auch eine Rötung verursacht.
Schmerzen kommen normalerweise nicht vor, allerdings äußert sich das Chalazion durch ein unangenehmes Druckgefühl.
Teilweise kann die Stelle auch warm werden.
Probleme macht ein Hagelkorn erst, wenn es eine gewisse Größe erreicht.
Dann kann es sein, dass es durch den Druck auf den Augapfel die Sehfähigkeit beeinträchtigen kann. Als Folge des Drucks kann es zu einem vermehrten Tränenfluss und zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit kommen.
Ein Hagelkorn kommt meist nur einzeln vor, mehrere zur gleichen Zeit sind eher selten.
Liegt ein kleiner Knoten vor, der sich in der Nähe der Wimpern befindet, so ist höchstwahrscheinlich eine Zeis-Drüse betroffen. Ist der Knoten größer und weiter vom Lidrand entfernt, so ist es wahrscheinlich eine Meibom-Drüse.
Ansteckend ist das Hagelkorn im Gegensatz zum Gerstenkorn nicht.

Du möchtest wissen, wie ein Hagelkorn aussieht?
Hier klicken!Vor allem kleinere Hagelkörner bilden sich in den meisten Fällen innerhalb weniger Wochen von alleine wieder zurück.
Da die Schwellung allerdings nicht durch Antibiotika behandelt werden kann, dauert die Behandlung eines Hagelkorns länger.
Unterstützende Maßnahmen
Unterstützend zum Heilungsprozess können Hausmittel verwendet werden. Dazu gehört feuchte Wärme durch einen sauberen, warmen Waschlappen oder eine Kompresse in heißem Wasser, die man sich mehrmals auf das Auge legen kann.
Auch eine Rotlichtlampe kann durch die Wärmeerzeugung Abhilfe verschaffen.
Von manch anderen Hausmittel, über die man im Internet lesen kann, ist eher abzuraten – manche Tees wie Kamillentee zum Beispiel reizen eher das Auge als dass sie helfen.
Deswegen lassen Sie sich im Zweifelsfall lieber von Ihrem Augenarzt beraten.
Ein Hagelkorn solltest Du NIEMALS selbst aufstechen oder ausdrücken! Sonst gelingen leicht gefährliche Keime in die Wunde, welche das Auge infizieren können. Also vertrauen Sie hier lieber einem Spezialisten.
In schwierigeren Fällen kann Ihnen der Augenarzt auch spezielle Augentropfen oder -salben verschreiben, die entzündungshemmende Wirkstoffe enthalten.
Antibiotika kommen bei einem Hagelkorn eher nicht zum Einsatz, schließlich handelt es sich dabei um eine isolierte Entzündung einer Talgdrüse, nicht um eine Infektion mit Bakterien. Erst bei einer Komplikation der Drüse durch eine zusätzliche Infektion mit Keimen kann ein Antibiotikum im Tablettenform zum Einsatz kommen.
Ist das Hagelkorn immer noch hartnäckig und es wurden bereits alle oben genannten Maßnahmen ausprobiert, so können Sie eine Operation in Betrachtung ziehen.
Hierbei wird mithilfe einer örtlichen Betäubung ein kleiner Schnitt durchgeführt, welcher das Hagelkorn eröffnet.
Daraufhin kann das angestaute, entzündete Gewebe entfernt werden.
Bei homöopathischen Mitteln am Auge sollten Sie grundsätzlich vorsichtig sein und die Meinung Ihres Augenarztes einholen.
Schließlich geht es um Ihr Augenlicht. Greifen Sie im Zweifelsfall lieber auf die harmlosen, oben genannten Hausmittel zurück.
Ansonsten verschreiben einige Augenärzte auch Globuli wie Apis mellifica D30 (Bienengift, in homöpathischer Dosis) oder Staphisagria D12.
Gegen Eiter helfen vielen Globuli wie Myristica C9, Pyrogenium C7 und C9 oder Hepar sulfuris C15.
Gegen Schmerzen und Schwellungen soll Belladonna C5 helfen und Silicea C4 unterstützt die Wundheilung.
Am Auge können auch homöopathische Augentropfen oder -salben aufgetragen werden – jedoch immer unter ärztlicher Anleitung.
Ein Hagelkorn sollte man auf keinen Fall selbst ausdrücken oder eröffnen.
Eine Infektion kann ohne entsprechende Hygienemaßnahmen sehr schnell auftreten – erst recht beim Auge.
Hier könnten die Komplikationen teils gravierend sein, vor allem das es hier um das Augenlicht geht. Warte lieber, dass der Knoten nach ein paar Tagen oder Wochen von alleine zurückgeht.
Hausmittel wie Wärme kann den Heilungsprozess beschleunigen. Bei Unsicherheit kannst Du Dich auch an Deinen Augenarzt wenden.
In der Regel sollten Sie Medikamente nicht von sich aus nehmen bzw. Augentropfen oder -salben verwenden, über die Sie im Internet gelesen haben.
Bei Ihrem Augenlicht sollten Sie lieber vorsichtig sein und auf Expertenmeinung vertrauen – also Ihrem Augenarzt. Dieser kann Sie adäquat beraten.
Letzteres kommt eher selten vor, da ein Hagelkorn primär nicht durch eine Infektion mit Bakterien entsteht.
Außerdem bringen diese Medikamente immer ein gewisses Risiko mit, das Sie gemeinsam mit dem Augenarzt abwägen sollten.
Das einfachste Hausmittel, das beim Heilungsprozess helfen kann, nennt sich Wärme.
Dafür kann eine Rotlichtlampe zum Einsatz kommen, genauso wie warme, feuchte Kompressen oder Waschlappen.
Beim Einsatz vom Rotlicht sollten Sie dringend den empfohlenen Mindestabstand einhalten und die Augen geschlossen halten. Ansonsten ist die Anwendung harmlos und wird bis zu dreimal täglich für etwa zehn Minuten empfohlen. Die trockene Wärme unterstützt den Abfluss des angestauten und entzündeten Sekretes.
Aber auch feuchte Wärme wirkt unterstützend beim Heilungsprozess. Sie hilft beim Öffnen der Poren und damit beim Abfluss des angestauten Talgs in der Drüse.
Allerdings sollte es sich hier ganz sicher um ein Hagelkorn handeln.
Liegt nämlich das infektiöse Gerstenkorn vor, so kann sich die Entzündung sogar verschlimmer oder das Sekret wird noch tiefer in das Gewebe gedrückt.
Massagen können ebenfalls helfen. Dafür können Sie mit sauberen (!) Fingern die Haut in der Nähe der betroffenen Stelle in kreisenden Bewegung Richtung Augenlid massieren.
An der Stelle des Hagelkorns sollten Sie lieber nicht massieren, dies könnte das Sekret noch tiefer drücken und die Entzündung verschlimmern.
Weitere Hausmittel, über die man im Internet lesen kann, machen manchmal mehr Schaden als dass sie helfen. Deswegen fragen Sie lieber Ihren Augenarzt.
Insgesamt ist eine gute Hygiene dabei das A und O, um eine zusätzliche Infektion der entzündeten Drüse zu vermeiden.
In über neunzig Prozent der Fälle geht das Hagelkorn wieder von alleine zurück – allerdings dauert das oft einige Tage oder Wochen.
Manchmal muss mit antientzündlichen Salben oder sogar Antibiotika nachgeholfen werden.
In seltenen Fällen ist auch eine operative Eröffnung und Ausräumung nötig. Doch selbst dies heilt nach wenigen Wochen schnell aus.
Damit ist die Prognose des Hagelkorns sehr gut.
Nur bei Kindern muss bei großen Hagelkörnern relativ schnell eingegriffen werden, um dauerhafte Sehprobleme zu vermeiden.
Über den Verlauf von mehreren Wochen bildet sich zunehmend eine knotige Schwellung, die allerdings nicht weh tut, aber ein unangenehmes Druckgefühl verursacht.
Genauso lange wie sich das Hagelkorn entwickelt, ungefähr so lange braucht es auch, um sich zurückzubilden – also individuell und Art mehrere Tage oder Wochen.
In seltenen Fällen drückt das Hagelkorn so sehr auf das Auge, dass es die Sehleistung beeinträchtigen kann.
Das ist vor allem bei Kindern ein Problem, da dies den Lernprozess des Sehens einschränkt und sogar auf Dauer verhindern kann.
Langfristig kann es zu einem bleibenden Sehschaden kommen. Deswegen ist vor allem bei Kindern eine schnelle Therapie angesagt.
Meistens bildet sich das Hagelkorn (Chalazion) jedoch von alleine wieder zurück, erst recht bei Erwachsenen.
Manchmal kann das Hagelkorn aber auch Anzeichen einer anderen Krankheit sein.
Bei häufigem Auftreten spricht das beispielsweise für Diabetes oder eine andere Stoffwechselerkrankung, sowie für Hautkrankheiten wie Akne.
Die Heilung des Hagelkorns dauert viel länger als die des infektiösen Gerstenkorns und zieht sich manchmal über mehrere Wochen.
Dafür bilden sie sich häufig von alleine zurück.
In seltenen Fällen, bei der das Hagelkorn nicht zurückgeht oder das Sehen beeinträchtigt, muss durch Salben oder gar operativen Methoden nachgeholfen werden.
Hierbei dauert die Heilung ebenfalls einige Wochen.
Treten Hagelkörner immer wieder auf, so muss nicht nur eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes in Betracht gezogen werden.
Manchmal reicht auch die „einfache“ Änderung der Hygienemaßnahmen am Auge.
Für Kontaktlinsenträger gelten die dementsprechend Maßnahmen wie die Kontaktlinsen richtig zu reinigen und nicht länger als empfohlen tragen.
Für alle anderen empfiehlt es sich, die Augenlider einschließlich Wimpern täglich zu reinigen.
Das gelingt am einfachsten unter einem Vergrößerungsspiegel, mit einem sauberen und angefeuchteten Wattestäbchen.
Zusätzlich kann eine pflegende Augensalbe aufgetragen werden.
Im Gegensatz zum Gerstenkorn ist ein Hagelkorn nicht ansteckend.
Ein Hagelkorn entsteht durch die Verstopfung des Ausführungsganges der Drüse.
Ein Hagelkorn ist nicht ansteckend – es handelt sich hierbei um die alleinige Schwellung und Entzündung einer Drüse am Augenlidrand.
Im Gegensatz dazu steht das Gerstenkorn, das sehr wohl ansteckend ist.
Es unterscheidet sich vom Hagelkorn dadurch, dass es sich hier um eine Infektion der Drüse mit Keimen wie Bakterien handelt.
Das Gerstenkorn bereitet oft Schmerzen und kann sich auf andere Strukturen im Auge ausbreiten. Außerdem erkennt man neben einer Rötung und Schwellung oft einen Eiterpunkt.
Der Verlauf des Gerstenkorns ist viel schneller und akuter als der Verlauf des Hagelkorns.
Ein Hagelkorn kann sowohl am Oberlid als auch am Unterlid lokalisiert werden.
Oftmals auf er Innenseite des Augenlides.
Ein Hagelkorn beschränkt sich auf die Augenregion und gefährdet in der Regel weder die Schwangerschaft noch die Entwicklung des Kindes.
Sollte sich die Entzündungsreaktion aber systematisch im Körper ausbreiten oder der Entzündung eine andere Erkrankung zugrundeliegen kann dies sehr wohl gefährlich für das Ungeborene werden.
Daher sollte in jedem Fall eine Untersuchung der Beschwerden und eine Ursachenabklärung beim Arzt erfolgen.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Lidrand, Meibom-Drüsen, Tarsus |
| Differentialdiagnose | Gerstenkorn, Lidrandentzündung, Zyste, Tumor am Lid, Allergie |
| Medikamente | warm-feuchte Kompressen, antibiotische Augensalben bei Entzündung, kortisonhaltige Tropfen/Salben (falls nötig) |
| Epidemiologie | häufige Lidveränderung, verstärkt bei Meibom-Drüsen-Dysfunktion |
| Prognose | meist gute Spontanheilung, kann rezidivieren |
| Verlauf | langsame Entwicklung, schmerzlos, chronisch entzündlich, kann Wochen bis Monate bestehen |
| Pathophysiologie | Verstopfung der Meibom-Drüsen, Rückstau von Talg, granulomatöse Entzündung |
| Komplikation | sekundäre Infektion, kosmetische Beeinträchtigung, selten Astigmatismus durch Druck auf die Hornhaut |
| Behandlung | warm-feuchte Kompressen, Lidrandpflege, Massage, antibiotische Salben, chirurgische Entfernung bei ausbleibender Besserung |
| Primärvorbeugung | Lidrandhygiene, Meibom-Drüsen-Pflege, Vermeidung von Augenreiben |
| Sekundärvorbeugung | frühe Behandlung von Lidrandentzündungen und Drüsenverstopfungen |
| Risikofaktoren | Meibom-Drüsen-Dysfunktion, Rosazea, fettige Haut, chronische Blepharitis, Stress |
| Anzeichen | schmerzloser Knoten am Lid, Schwellung, leichte Rötung, Druckgefühl, kosmetische Auffälligkeit |
| Stadien | Verstopfung der Drüse → Knotenbildung → chronische Entzündung |
| Diagnostik | klinische Untersuchung, Inspektion des Lids, Abgrenzung zu Gerstenkorn oder Tumoren |