Hornhautgeschwür (Ulcus cornae), wenn es aufgrund einer Infektion mit Krankheitserregern zu einer oberflächlichen Schädigung der Hornhaut des Auges kommt.

Das Hornhautgeschwür, in der Fachsprache auch Ulcus corneae, beschreibt eine Schädigung der Hornhaut des Auges und ist eine mögliche Komplikation einer Hornhautentzündung. Durch die Schädigung der Hornhaut kann es beispielsweise durch einen Defekt zum Eintritt von Keimen und dadurch zu einer Entzündung und einem Geschwür kommen. Das Hornhautgeschwür ist eine gefährliche Erkrankung, die von starken Schmerzen bis hin zu Einschränkungen beim Sehen führen kann. Daher ist es wichtig schnell zu handeln, um eine Beeinträchtigung des Sehens zu vermeiden, sollte das Geschwür zu lange unbehandelt bleiben oder die Erkrankung zu schnell voranschreiten. Achtung! Bei bestehendem Verdacht auf ein Hornhautgeschwür sollte daher schnellstmöglich ein Augenarzt aufgesucht werden.
Bei einem Hornhautgeschwür handelt es sich um eine gefährliche Augenerkrankung.
Ohne Therapie kann ein Hornhautgeschwür zur Erblindung führen.
Liegt bei Dir der Verdacht auf ein Hornhautgeschwür vor, solltest Du Dich sofort an einen Augenarzt oder Augenklinik wenden.
Der Verlauf und Folgend sind abhängig von einer zeitnahen Therapieeinleitung.
Die Hornhaut [1] (Kornea) des Auges ist lichtdurchlässig (durchsichtig) und bildet die Hülle des Augapfels vor der Pupille und übernimmt den Hauptteil der Lichtbrechung.
Bei einem Hornhautgeschwür wird zwischen infektiösen und nicht-infektiösen Auslösern unterschieden.
Der Grund für ein Hornhautgeschwür ist eine Schädigung der Hornhaut, durch die Keime eintreten und zu Entzündungen führen können.
Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen anfälliger für ein Hornhautgeschwür sind.
Man unterscheidet hier mechanische Gründe, also Fehlbildungen oder vorgereizte, trockene Augen und immunologische Gründe, wie Immunsupprimierte.
Demnach sind Menschen, deren Lidschluss nicht komplett möglich ist, gefährdeter, da immer ein Teil der Hornhaut ungeschützt ist.
Auch ist das Risiko bei Kontaktlinsenträgern erhöht.
Daher ist es wichtig, dass Linsenträger die Hygieneregeln besonders beachten und die Linsen regelmäßig rausnehmen.
Ein Hornhautgeschwür kann sich durch verschiedene Beschwerden bemerkbar machen.
Diese Symptome können unterschiedlich ausgeprägt sein und es kann auch sein, dass einige Symptome sehr stark und andere gar nicht vorhanden sind.
Die Diagnose wird bei der Untersuchung des Auges gestellt.
Ein Hornhautgeschwür tritt als eine grau-weiße Trübung der Hornhaut in Erscheinung. Die Bindehaut ist zudem oftmals geschwollen und das Auge gerötet.

Du möchtest wissen, wie ein Hornhautgeschwür aussieht?
Hier klicken!Bei anderen entzündlichen Erkrankungen im Augenbereich können ähnliche Beschwerdebilder entstehen.
Beispiele hierfür sind die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder die Regenbogenhautentzündung (Iritis).
Zur Behandlung werden antimikrobielle Medikamente gegen den zugrunde liegenden Erreger eingesetzt.
Das sind zumeist Salben, eine Gabe in Tablettenform ist bei Infektionen, die sich ausgebreitet haben, aber auch möglich.
Zusätzlich kann Cortison verwendet werden, sollten neben der Hornhaut noch andere Teile beteiligt sein.
Im schlimmsten Fall kann sogar eine Hornhauttransplantation nötig werden.
Bei einem Hornhautgeschwür entsteht die Entzündung zumeist durch Keime, die durch einen Defekt eindringen.
Oberstes Ziel ist es daher, den Keim auszulöschen, mit dem jeweils passenden antimikrobiellen Medikament.
Zu den antimikrobiellen Medikamenten zählen:
Verabreicht werden die Medikamente zumeist in Salbenform, jedoch ist auch eine orale Gabe - also eine Einnahme in Tablettenform - möglich, sollte die Entzündung sich bis in tiefere Abschnitte oder gar bis ins Augenumfeld ausgebreitet haben.
Zusätzlich kann eine Therapie mit Glukokortikoiden oder Mydriatika unterstützt werden. Mydriatika sind Medikamente, die die Pupille erweitern. Liegt ein erhöhter Augeninnendruck vor, sollte dieser auch im Rahmen der Therapie medikamentös gesenkt werden.
Das Hornhautgeschwür ist eine ernstzunehmende Erkrankung und sollte schnellstmöglich von einem Augenarzt gesehen und behandelt werden.
Die Prognose ist abhängig vom Ausmaß der Infektion.
Wird das Hornhautgeschwür früh erkannt und die Therapie schnell und richtig eingeleitet, ist die Prognose gut und eine komplette Heilung möglich.
Dauert es hingegen länger und wird das Geschwür größer bis die richtige Therapie begonnen wird, kann es zu Schäden kommen, die nicht mehr heilbar sind und dauerhaft das Sehvermögen beeinträchtigen können.
In schweren Fällen kann sogar eine Hornhauttransplantation notwendig werden.
Leider kann dies auch einmal der Fall sein, selbst wenn ein Hornhautgeschwür früh und korrekt erkannt wird, da manchmal keine andere Therapie anschlägt.
Der Verlauf wird weitestgehend davon bestimmt, wann und ob die richtige Therapie eingeleitet wurde.
Ein Hornhautgeschwür bildet sich durch die Schädigung der Hornhaut, die das Auge schützt.
Daher ist eine frühe Diagnose für einen guten Verlauf sehr wichtig und der Arzt sollte bei bestehendem Verdacht dringend aufgesucht werden.
Die Dauer der Heilung eines Hornhautgeschwürs richtet sich nach Art der Ursache.
In vielen Fällen bei leichter Schädigung ist eine Heilung innerhalb weniger Tage bis zu 2 Wochen zu erwarten.
Wird das Hornhautgeschwür allerdings nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, kann sich die Heilung über mehrere Wochen ziehen.
Es gibt keine Möglichkeit sich zu 100% vor einem Hornhautgeschwür zu schützen, da ein Unfall einfach nicht verhindert werden kann.
Man kann aber bei vorhandenen Risikofaktoren, wie einem inkompletten Lidschluss, mit einer Salbe die Entstehung eines Hornhautgeschwüres vorbeugen.
Für Kontaktlinsenträger ist es wichtig, die Linsen nachts nicht zu tragen und bei Hartlinsen regelmäßig die Linsen-Schalen zu reinigen.
Bei einem Hornhautgeschwür unterscheidet man zwischen infektiösen und nicht-infektiösen Auslösern.
Bei den infektiösen Auslösern handelt es sich meist um Bakterien. Daher ist diese Form des Hornhautgeschwürs ansteckend.
Ein Hornhautgeschwür betrifft die Hornhaut, den vordersten Abschnitt des Auges.
Es handelt sich dabei um die durchsichtige, lichtdurchlässige Hülle des Augapfels.
Ein Hornhautgeschwür wird medikamentös behandelt.
Die Therapie sollte mit einem Facharzt besprochen werden, da es Medikamente gibt, die während einer Schwangerschaft nicht verwendet werden sollten.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Hornhaut (Epithel, Stroma, Endothel), Tränenfilm, Limbusbindehaut |
| Differentialdiagnose | Keratitis, Bindehautentzündung, Herpes-Keratitis, Abrasion, Fremdkörper, Uveitis |
| Medikamente | antibiotische Augentropfen, antivirale Mittel, antimykotische Tropfen, Zykloplegika, bei Bedarf systemische Therapie |
| Epidemiologie | häufig bei Kontaktlinsenträgern, Immunschwäche, Hornhautverletzungen |
| Prognose | bei schneller Behandlung gut, Risiko für Narben und dauerhaften Sehverlust bei schweren Fällen |
| Verlauf | rasch progredient, akuter Beginn, ohne Therapie Gefahr der Perforation |
| Pathophysiologie | defektes Hornhautepithel ermöglicht Eindringen von Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten |
| Komplikation | Narbenbildung, Hornhauttrübung, Perforation, Endophthalmitis, Visusverlust |
| Behandlung | intensive lokale antibiotische oder antivirale Therapie, Kontaktlinsenpause, Schutzverband, stationäre Behandlung bei schweren Ulzera |
| Primärvorbeugung | gute Kontaktlinsenhygiene, Augenverletzungen vermeiden, UV-Schutz |
| Sekundärvorbeugung | frühe Behandlung von Keratitiden, regelmäßige Kontrolluntersuchungen |
| Risikofaktoren | Kontaktlinsen, Hornhautverletzung, Immunschwäche, trockene Augen, Herpes-Viren, schlechte Hygiene |
| Anzeichen | starke Schmerzen, Rötung, Lichtempfindlichkeit, Tränenfluss, Visusminderung, eitriges Sekret, weißlicher Hornhautdefekt |
| Stadien | Epithelverluste → Infiltration → Ulkus → mögliche Perforation |
| Diagnostik | Spaltlampenuntersuchung, Fluoreszein-Färbung, Hornhautabstrich, mikrobiologische Analyse |