Akne (akne vulgaris), wenn es zu entzündlichen Hautveränderungen mit fettiger Haut, Pickeln, Papeln, Pusteln und Mitessern kommt.

Akne zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen, mit Häufigkeitsgipfel im jugendlichen Alter. Meist tritt Akne im Gesicht in Form von sog. Komedonen, im Volksmund auch Mitesser genannt, auf. Es handelt sich dabei um Talgdrüsen, welche durch das von ihnen produzierte Sekret und Hautzellen verstopft sind.
Akne ist nicht gefährlich.
Es sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass Akne zum Teil mit einer großen psychischen Belastung für Betroffene verbunden ist.
Vor allem bei Jugendlichen besteht erhöhte Gefahr.
Vor allem Jugendliche schämen sich häufig für Akne. Dank guter Behandlung ist Akne sehr gut in den Griff zu bekommen und ein rechtzeitiger Termin beim Hautarzt ist bei Akne generell immer empfehlenswert. Einen Hautarzt solltest Du auf jeden Fall aufsuchen, wenn Du Leidensdruck unter Akne hast, vor allem bei großflächiger Akne und langandauernden Symptomen.
1. Akne vulgaris
Der Begriff Akne vulgaris bezeichnet die häufigste Form der Akne, die typischerweise an Lokalisationen mit einer erhöhten Talgproduktion auftritt.
Hierzu gehören:
2. Akne inversa
Bei der Akne inversa handelt es sich um eine Sonderform Akne, die insbesondere im Intimbereich und im Bereich der Achseln auftreten kann.
Auch das Gesicht, das Gesäß oder die Haut unterhalb der Brust können betroffen sein.
Die Hauterscheinungen sind bei der Akne inversa entzündungsbedingt oft schmerzhaft und können sich großflächig ausbreiten oder sich zu Abszessen ausbilden.
Nach Ausheilung bleiben oft Narben zurück.
Ursache Testosteron
Da Testosteron die Talgproduktion fördert und Männer einen höheren Testosteronspiegel als Frauen aufweisen, gilt das männliche Geschlecht als Risikofaktor von Akne betroffen zu sein.
Ursache Hormonschwankungen
Frauen, die unter Akne leiden, bemerken aufgrund von Hormonschwankungen oftmals eine Verschlechterung der Hauterscheinung kurz vor dem Eintreten der Regelblutung.
Ursächlich hierfür ist ein Abfall des Östrogens.
Ursache Genetik
Auch eine genetische Veranlagung spielt eine Rolle.
Ursache Hauterkrankungen
Hauterkrankungen, die zu einer vermehrten Produktion von Hornzellen führen, können ebenfalls das Auftreten einer Akne begünstigen, da die Talgdrüsen oft durch einen Horn-Talg-Propf verstopft sind.
Ursache Medikamente
Verschiedene Medikamente, wie zum Beispiel Antibiotika, können ebenfalls eine Akne auslösen.
Akne äußert sich in Form von Hautläsionen, die unterschiedliche Erscheinungsformen aufweisen können.
Bei der Akne vulgaris gibt es verschiedene Arten von Komedonen (Mitesser).
Entzünden sich die Hautläsionen, können Papeln, Pusteln oder sogar Abszesse entstehen, welche meist schmerzhaft sind.
Äußerlich sind entzündliche Effloreszenzen meist stark gerötet, evtl. überwärmt und eitrig.
Bei Akne handelt es sich um eine klinische Diagnose, meist in Form einer Blickdiagnose.
Aufgrund des typischen Erscheinungsbildes und dem häufigen Auftreten erübrigt sich eine weitere Diagnostik in den meisten Fällen.
Bei sehr schweren oder besonders lang anhaltenden Verläufen können zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden, wie beispielsweise die Messung verschiedener Hormone im Blut.
Hier spielt insbesondere Testosteron eine wichtige Rolle, da dieses Hormon die Talgproduktion anregt.
Die erste Anlaufstelle für Betroffene von Akne ist der Hausarzt.
Je nach Ausprägungsgrad kann eine Überweisung zu einem Dermatologen, also einem Hautspezialisten, sinnvoll sein.
Insbesondere wenn die Akne über die Pubertät hinaus oder in sehr ausgeprägter Form besteht, ist es sinnvoll, einen Hautarzt zurate zu ziehen.
Bis zu 95 % aller Jugendlichen sind während der Pubertät von einer Akne vulgaris betroffen.
Der Altersgipfel liegt zwischen 15 und 18 Jahren.
Männer (Jungs) sind häufiger davon betroffen als Frauen.
Die meisten Menschen leiden jedoch unter einer milden Verlaufsform.
Lediglich ein geringer Anteil der von Akne Betroffenen leidet unter der schweren Verlaufsform der Akne inversa.
Hier ist der Anteil der Frauen größer und das Durchschnittsalter höher.
Die Akne inversa tritt in der Regel erst nach der Pubertät auf.
Akne kann mehrere Erscheinungsformen haben und daher unterschiedlich in Erscheinung treten.
Es kommt zu rötlichen Papeln/ Pusteln auf der Haut. Offene Mitesser haben einen kleinen schwarzen Punkt in der Mitte.
Bei geschlossenen Mitessern sammelt sich Talg in der Mitte.
Die Basisbehandlung der Akne besteht in der Hautpflege.
Die tägliche Reinigung der Haut sollte konsequent durchgeführt werden.
Dabei ist darauf zu achten, die Haut nicht durch aggressive Pflegeprodukte zu reizen, sondern optimalerweise pH-hautneutrale Seifen zu benutzen.
Außerdem sollten keine porenverstopfende Cremes verwendet werden.
Circa einmal pro Woche kann ein Hautpeeling durchgeführt werden.
Dafür eignen sich Salicylsäure- oder Fruchtsäure-haltige Produkte.
Auch eine professionelle Kosmetikbehandlung kann zu einem verbesserten Hautbild beitragen.
Hierbei kann die Haut gezielt ausgereinigt werden.
Das selbstständige ausdrücken von Hautläsionen sollte vermieden werden, da dies oft zu einer Entzündung mit der Gefahr einer Narbenbildung führt.
Ist die Akne mit den oben aufgeführten Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen, können auch medikamentöse Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.
Es gibt verschiedene Stufen der Aknebehandlung, die sich nach Art und Schweregrad der Akne richten.
Es sollte jedoch immer der Schweregrad der Akne und mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten gegeneinander abgewogen werden.
Die Ernährung kann sich sowohl positiv als auch negativ auf das Hautbild auswirken.
Hier lässt sich jedoch keine allgemeine Aussage zu bestimmten Lebensmitteln oder Ernährungsformen treffen.
Inwiefern die Ernährung eine bestehende Akne beeinflusst, ist individuell unterschiedlich.
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine wichtige Rolle, um Mangelzustände, die zu einer Verschlechterung der Akne führen können, zu vermeiden.
Es sollte auf eine ausreichende Vitamin- und Nährstoffzufuhr geachtet werden, da dies essenziell für die Zellerneuerung ist.
Bei Bedarf kann auch erprobt werden, ob Nahrungsergänzungsmittel einen Hautbild-verbessernden Effekt zur Folge haben.
Ein übermäßiger Konsum von sehr fettreichen oder zuckerhaltigen Speisen sowie Alkohol können sich negativ auf Akne auswirken.
Auch Molkereiprodukt können bei einigen Betroffenen eine Verschlechterung der Beschwerden bei Akne nach sich ziehen.
Eine positive Wirkung auf Aknenarben haben Hautpeelings mit Frucht- oder Salicylsäure.
Eine Behandlung mit diesen Stoffen kann im Falle der Anwendung von niedrig-dosierten Produkten zu Hause selbstständig durch den Betroffenen durchgeführt werden.
Höher konzentrierte Produkte sollten lediglich von geschultem Fachpersonal, beispielsweise von Kosmetikern, angewendet werden.
Ein weiterer Wirkstoff, der gegen Hyperpigmentierungen durch Akne eingesetzt werden kann, ist Niacinamid.
Es ist auch als Vitamin B3 bekannt und fördert die Hautregeneration.
Alternativ können auch verschiedene Lasertechniken, von Fachpersonal durchgeführt, zur Behandlung von Aknenarben zum Einsatz kommen.
Bei der medikamentösen Behandlung der Akne muss zwischen einer entzündlichen Akne und einer nicht-entzündlichen Akne unterschieden werden.
Bei einer nicht-entzündlichen Form der Akne können Retinoid-haltige Cremes oder Seren verwendet werden.
Bei Retinoiden handelt es sich um Vitamin-A-Derivate.
Zu den Wirkstoffen gehören:
Auch der Wirkstoff Benzoylperoxid kann zur Therapie bei Akne, ggf. auch in Kombination mit Retinoiden, angewendet werden.
Bei entzündlicher Akne kann auch ein lokal angewendetes Antibiotikum, beispielsweise Erythromycin oder Clindamycin, zum Einsatz kommen.
Antibiotika und Benzoylperoxid wirken antibakteriell und fördern somit den Rückgang von Entzündungen.
Ebenfalls Bakterien-reduzierend wirkt das Aknemittel Azelainsäure.
Je nach Form der Akne können die eben genannten Wirkstoffe auch miteinander kombiniert werden.
Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, denen eine positive Wirkung auf Akne zugeschrieben wird.
Wie gut diese wirken, ist individuell unterschiedlich, in jedem Fall sollte jedoch die korrekte Reinigung der Haut im Vordergrund stehen und selbstständige Manipulation von Hautläsionen (Ausdrücken) durch den Betroffenen vermieden werden.
Dampfbad
Einfach selbst zu Hause durchzuführen ist beispielsweise ein Dampfbad.
Eine zu hohe Temperatur sollte natürlich vermieden werden, um Verbrennungen vorzubeugen, jedoch kann warmer Dampf zu einer Öffnung der Poren und einer Verbesserung der Durchblutung beitragen.
Heilpflanzen
Auch Aloe vera und Teebaumöl können bei Akne zum Einsatz kommen, da sie entzündungshemmend wirken
Heilerde kann ebenfalls zu einem feineren Hautbild beitragen.
Die Anwendung von Hausmitteln gegen Akne richtet sich natürliche auch nach dem Schweregrad und der Art der Akne.
Bei leichten Formen von Hautunreinheiten, können Hausmittel zu einer Verbesserung der Beschwerden beitragen.
Bei schweren und entzündlichen Formen der Akne reichen diese oft nicht aus, sodass Betroffene auf eine medikamentöse Unterstützung zurückgreifen.
In den meisten Fällen bildet sich Akne nach Beendigung der Pubertät zurück.
Narbenbildung
Ob nach dem Rückgang der Akne Narben zurückbleiben, hängt vom Schweregrad der Akne ab.
Akne, die durch entzündliche Prozesse tiefere Hautschichten geschädigt hat, hinterlässt oft narbige Einkerbungen in der Haut.
Männer sind vom Auftreten von Aknenarben in der Regel häufiger betroffen.
Jedoch können auch mildere Formen der Akne eine Hyperpigmentierung der ehemals von Läsionen betroffenen Hautstellen zur Folge haben.
Narben vorbeugen
Um diesem Phänomen vorzubeugen, sollte die selbstständige Manipulation von Hautläsionen in jedem Fall vermieden werden.
Bei einem gewissen Anteil der Betroffenen, circa in 10 Prozent der Fälle, persistiert (bleibt) die Akne bis ins Erwachsenenalter.
Davon sind Frauen im Allgemeinen häufiger betroffen.
Hautschonende Hautpflege
Die beste Methode, um dem Auftreten von Akne vorzubeugen, ist eine hautschonende, jedoch gründliche, Hautreinigung.
Das Gesicht sollte nicht mit ungewaschenen Händen oder Handtüchern in Berührung kommen, da dies potenziell zu einer Bakterienbesiedlung und einer damit einhergehend Entzündungsreaktion führen kann.
Auch regelmäßige Hautpeelings können Akne vorbeugen, da durch sie verhindert wird, dass abgestorbene Hornzellen die Talgdrüsen verstopfen.
Bei Frauen kann die Einnahme der Anti-Baby-Pille dem Auftreten von Akne vorbeugen, da sie in den Hormonhaushalt, insbesondere in das Gleichgewicht der Talg-fördernden Hormone, eingreift.
Bevor die Vorbeugung von Akne jedoch medikamentös erfolgt, sollte versucht werden, etwaige Rahmenbedingungen, die Akne begünstigen können, zu evaluieren.
Neben der Hautreinigung kann dazu auch die Umstellung der Ernährung erprobt werden.
Die häufigsten Lokalisation der Akne ist das Gesicht.
Hier tritt die Akne insbesondere an Stirn, Kinn und den Wangen auf.
Die Nase ist ebenfalls häufig von offenen Komedonen betroffen.
Auch das Dekolleté und der Brustbereich sowie der Rücken können von Akne befallen sein.
Tritt Akne an untypischen Bereichen wie beispielsweise dem Gesäß oder den Achseln auf, handelt es sich möglicherweise um das Bild einer Akne inversa.