Piriformis-Syndrom, wenn es aufgrund einer Störung des Musculus Piriformis (birnförmier Muskel) zu einer Irritation des Ischiasnervs kommt. (Einengung Ischiasnervs aufgrund des M. pririformis)


Übungen
Beim Piriformis-Syndrom handelt es sich um eine Einengung des Ischiasnervs durch den über ihm verlaufenden Piriformis-Muskel (ein tiefer Gesäßmuskel). Dies geschieht, wenn der Piriformis-Muskel gereizt, verhärtet oder verkrampft ist. Langes Sitzen verschlimmert oft die Symptomatik.
Ein Piriformis-Syndrom ist zwar nicht gefährlich, kann jedoch schmerzhaft und unangenehm und belastend sein.
Betroffene schildern die Beschwerden oft als quälend im Alltag.
Oftmals verschwinden die Beschwerden bei einem Piriformis Syndrom von selbst.
Bei Anhalten der Beschwerden, oder wenn diese plötzlich, z. B. als Folge eines Unfalls auftreten, solltest du immer einen Arzt (Ortopäden) aufsuchen.
Der M. piriformis (birnenförmiger Muskel) ist ein tiefsitzender Hüftmuskel und befindet sich anatomisch hinter/ unter dem M. glutes maximus (großen Gesäßmuskel).
Der Muskel verläuft durch das große Sitzbeinloch (Foramen ischiadicum majus) und teilt das Becken in 2 Teile.
Unmittelbar unterhalb des M. piriformis verläuft der Ischiasnerv, sodass eine Verhärtung oder Verkürzung des Muskels zu einer Einengung des großen Sitzbeinlochs führt und den Nerv irritiert (Engpasssyndrom), und daher zu ausstrahlenden Schmerzen im unteren Rücken und Gesäß führen kann.
Der M. piriformis ist in erster Linie für die Außenrotation im gestrecktem Hüftgelenk verantwortlich, darüber hinaus für Abduktion und Retroversion verantwortlich und daher bei fast allen Bewegungen des Beines beteiligt.
Zudem übernimmt der Muskel eine Stabilisierungsfunktion der Hüfte.
Reizung des M. Piriformis durch Kompression, Verkürzung oder Verspannung.
Hinweis! Auch das lange Sitzen auf einer Geldbörse in der Gesäßtasche kann zu einem Piriformis-Syndrom führen.
Beachte! Die Anzeichen bei einem Piriformis Syndrom sind oftmals sehr unspezifisch und erschweren somit die Diagnose oder werden fehlinterpretiert.
Das Therapieziel besteht in einer Entspannung des M. piriformis. Oft benötigt die Therapie jedoch mehrere Wochen bis Monate.
Bis zur vollständigen Genesung können mehrere Wochen bis zu einigen Monaten vergehen.
Ab 3 Monaten spricht man von einem chronischen Verlauf.
In der Schwangerschaft tritt ein Piriformis-Syndrom durch verspannte Muskeln im Becken gehäuft auf.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
Am besten ist eine Mobilisierung mit wechselnder Schlafposition.
Ein Druck auf der betroffenen Stelle sollte vermieden werden.
In Seitenlange daher nicht auf der betroffenen Seite liegen. Ggf. sollten Seitenschläfer ein spezielles Kissen für Seitenschläfer verwenden.