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pfeilWas ist das?

Unter Röteln versteht man eine Erkrankung, die durch das Rötelnvirus ausgelöst wird. Charakteristisch für Röteln sind ein Hautausschlag, der hinter den Ohren beginnt und eine Schwellung der Lymphknoten im Nacken. Röteln verlaufen in der Regel milde. Eine Impfung wird dennoch empfohlen, da Röteln in der Schwangerschaft zu schweren Fehlbildungen des Kindes führen können.

pfeilWann zum Arzt?

Besteht bei Deinem Kind Verdacht auf Röteln, solltest Du einen Kinderarzt aufsuchen. Röteln kann einen schweren Verlauf nehmen. Zudem besteht bei Röteln Meldepflicht.

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Ursachen Röteln

  • Virus (Rötelnvirus) - Tröpfcheninfektion mit dem Rötelnvirus
  • Unzureichender Impfschutz

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren einer Infektion mit dem Rötelvirus?

Ursächlich für Röteln ist das Rötelnvirus.
Es wird per Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen.

Eine Übertragung über die Nabelschnur in der Schwangerschaft ist ebenfalls möglich. (Röteln in der Schwangerschaft)

Risikofaktor für die Ansteckung mit Röteln ist ein fehlender oder unvollständiger Impfschutz.

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Symptome Röteln

Was sind die Anzeichen von Röteln?

Röteln führen nur zu einer gering beeinträchtigtem Allgemeinzustand und leichtem Fieber.

Zusätzlich können Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sowie leichter Schnupfen in Begleitung einer Bindehautentzündung auftreten.

Klassisch ist auch die Schwellung von Lymphknoten im Nacken und hinter den Ohren.

Der typische Hautausschlag bei Röteln

Einige Tage nach Auftreten dieser Allgemeinsymptome entwickelt sich der Hautausschlag.
Dieser beginnt meist hinter den Ohren und geht dann auf den Körperstamm und die Extremitäten über.

Der Ausschlag wird als fein- bis mittelfleckig beschrieben. Er bildet sich binnen etwa drei Tagen zurück.

In etwa 50 % der Fälle verläuft eine Infektion mit Röteln jedoch asymptomatisch.

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Diagnose Röteln

Wie werden Röteln diagnostiziert?

Röteln sind in der Regel eine klinische Diagnose (Blickdiagnose und körperliche Untersuchung reichen in der Regel aus).

Der charakteristische Ausschlag und die weiteren Symptome reichen aus, um die Diagnose zu stellen.

Im Blutbild lässt sich ein Anstieg der weißen Blutkörperchen nachweisen.

Sollte Unsicherheit bezüglich der Diagnose bestehen, kann ein Erregernachweis beziehungsweise ein Nachweis von Antikörpern gegen das Virus erfolgen.

Zu welchem Arzt sollte man gehen, wenn man der Verdacht auf Röteln hat?

Bei Röteln sollte man zu einem Kinderarzt gehen.

Wer ist von Röteln betroffen?

Aufgrund hoher Impfquoten sind Röteln selten geworden.

2019 wurden 58 Fälle von Röteln gemeldet.

Der Altersgipfel für Rötelnerkrankungen liegt bei 5 bis 9 Jahren. Röteln treten durch fehlende Auffrischimpfungen jedoch zunehmend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf.

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Bilder

Röteln erkennt man anhand der kleinen, schwach sichtbaren, hellroten, erhabenen (tastbaren) roten Flecken. Die Flecken verschmelzen nicht miteinander.
Der Ausschlag beginnt meist hinter den Ohren.

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Du kannst natürlich jederzeit eine Entfernung beatragen!
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Behandlung Röteln

  • Nur symptomatische Therapie möglich
  • Körperliche Schonung
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Fiebersenkung durch Paracetamol oder Ibuprofen

Wie werden Röteln behandelt?

Die Therapie der Röteln erfolgt rein symptomorientiert.

Falls nötig können zur Fiebersenkung Ibuprofen und Paracetamol verabreicht werden.

Wichtig ist es, wie bei vielen anderen Erkrankungen auch, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und sich auszuruhen.

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Prognose

  • Sehr gute Prognose
  • Komplikationen nur sehr selten
  • Schlechte Prognose für ungeborene Kinder

Wie ist die Prognose bei Röteln?

Die Prognose bei Röteln im Kindesalter ist sehr gut.

Die Erkrankung heilt meist innerhalb von wegen Tagen folgenlos aus.

Eine Ansteckung des ungeborenen Kindes im Mutterleib hingegen hat eine deutlich schlechtere Prognose.

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Verlauf

Nach der Ansteckung und der Inkubationszeit von zwei bis drei Wochen kommt es zu einem Beginn der Erkrankung mit leichten Allgemeinsymptomen wie

Wenige Tage später kommt es zum Auftreten des Hautausschlages, der hinter den Ohren beginnt und sich von hier aus über den Körper verbreitet.

Der Ausschlag verschwindet nach einigen Tagen wieder und es kommt zu einer folgenlosen Heilung.

In etwa der Hälfte aller Fälle kommt es zu einer Ansteckung mit Röteln, die symptomlos verläuft.

In seltenen Fällen kann es jedoch auch zu Komplikationen wie Gehirnentzündungen, Bronchitis oder Herzmuskelentzündungen durch Röteln kommen.

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Dauer

Da Röteln meist unkompliziert verlaufen, dauert die Heilung von Röteln nur einige Tage.

Dies gilt jedoch nicht für eine Rötelninfektion im Mutterleib.

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Vorbeugung

  • Impfung gegen das Rötelnvirus
    → Siehe Abschnitt Impfung

Wie kann man sich vor Röteln schützen?

Die einzige Möglichkeit Röteln vorzubeugen ist eine Impfung gegen Röteln.

Dies ist vor allem wichtig, um schwangere Frauen und ihren ungeborenen Kindern vor der Erkrankung zu schützen.

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Ansteckung & Übertragung

Röteln sind zwar ansteckend, jedoch nicht besonders hochansteckend.

Eine Ansteckungsgefahr besteht sieben Tage vor bis sieben Tage nach Auftreten des Hautausschlages.

Wie lange beträgt die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit (Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) bei Röteln beträgt 14 bis 21 Tage.

pfeilImpfung
  • Gegen Röteln kann man sein Kind durch eine zweimalige Impfung schützen.
  • Eine Impfung gegen Röteln wird in Kombination mit Mumps und Masern.
  • Die erste Impfung erfolgt normalerweise im Alter von 11 bis 14 Monaten. Die zweite Impfung frühestens 4 Wochen nach der ersten Impfung und spätesten im Alter von 23 Monaten.
  • Die Impfung wird fast immer sehr gut vertragen.

Wie wichtig ist eine Impfung gegen Röteln?

Die Impfung gegen Röteln erfolgt im Rahmen der Dreifach-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR).

Diese Impfung wird zweimal innerhalb des ersten Lebensjahres verabreicht. Ziel der Impfung ist es, die Röteln in Deutschland auszurotten und Fehlbildungen durch Röteln bei ungeborenen Kindern zu verhindern.

Der MMR-Impfstoff ist ein Lebendimpfstoff, was bedeutet, dass er abgeschwächte Krankheitserreger beinhaltet. Diese führen nicht zu einer Erkrankung, regen jedoch das Immunsystem zur Antikörperproduktion an. 

Die Dreifach-Impfung wird in der Regel gut vertragen.
Harmlose Nebenwirkungen wie Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle oder leichtes Fieber können in manchen Fällen auftreten. In seltenen Fällen können auch nach einer Impfung sogenannte Impfröteln auftreten. Diese verlaufen jedoch harmlos und sind auch nicht ansteckend.

Kann mein Kind Röteln trotz einer Impfung bekommen?

In seltenen Fällen treten Röteln trotz einer Impfung auf.
Dies passiert in der Regel nur, wenn, statt der üblichen zwei, nur eine Impfung gegen Röteln erfolgt ist.

Nach einmaliger Rötelnimpfung besteht ein Impfschutz von 95 %.

pfeilIn der Schwangerschaft
  • Eine Röteln-Infektion in der Schwangerschaft ist sehr gefährlich und kann auf das Baby übertragen werden und zu gravierenden Entwicklungsstörungen führen.
  • In unseren Breitengraden sind jedoch die meisten Menschen gegen Röteln geimpft, sodass es auch während der Schwangerschaft zu keiner Infektion kommen sollte.
  • Daher sollte, falls kein Impfschutz besteht, vor einer geplanten Schwangerschaft eine Impfung erfolgen.

Röteln in der Schwangerschaft, was sollte man beachten?

Röteln können bei einer Infektion der Mutter in der Schwangerschaft über die Nabelschnur auf das ungeborene Kind übertragen werden.

Das Übertragungsrisiko ist je nach Schwangerschaftswoche unterschiedlich. Bis zur 10. Woche ist das Risiko am höchsten und liegt bei etwa 50 %.

Nach der 10. Woche sind die Übertragungswahrscheinlichkeit weiter ab und nach der 18. Woche ist das Risiko nur noch sehr gering.

Konnatale Röteln (Rötelninfektion des ungeborenen Kindes) haben bei einer Infektion bis zur 12. Woche die sogenannte Rötelnembryopathie zur Folge.
Diese kann im schlimmsten Fall zu einem Schwangerschaftsabbruch führen.

Weiterhin kann es zu einer Reihe an Fehlbildungen kommen, die unter dem Begriff Gregg’sche Trias zusammengefasst werden.
Hierzu gehören:

Auch eine geistige Behinderung kann durch Röteln hervorgerufen werden.

Eine Infektion nach der 12. Woche wird Rötelnfetopathie genannt.
Es kommt zu:

Die Symptome einer Rötelnfetopathie bilden sich in der Regel wieder zurück.

Aufgrund der schwerwiegenden Folgen der konnatalen Röteln ist es wichtig vor einer Schwangerschaft bei der werdenden Mutter nach einem ausreichend hohen Impftiter zu schauen und im Zweifel noch einmal zu impfen.

Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.

aktualisiert: 29.10.2025
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OK, beginnen wir mit der ersten von insg. 8 Fragen …

Ist im näheren Umfeld Ihres Kindes jemand an Röteln erkrankt?

2. Frage – Impfstatus:

Ist Ihr Kind bereits ein oder mehrmals gegen Röteln (im Rahmen der Maser/Mumps/Röteln – Impfung) geimpft worden?

3. Frage – Fieber:

Leidet Ihr Kind unter hohem Fieber (über 39 °C)?

4. Frage – Schnupfen:

Leidet Ihr Kind derzeit an leichtem Schnupfen?

5. Frage – Hautausschlag:

Hat Ihr Kind einen kleinfleckigen Ausschlag?

6. Frage – Lokalisierung:

Begann dieser Ausschlag am Kopf bzw. hinter den Ohren?

7. Frage – Lymphknotenschwellung:

Sind Ihnen bei Ihrem Kind geschwollene Lymphknoten im Bereich des Halses aufgefallen?

8. Frage – Allgemeinzustand:

Ist Ihr Kind, bis auf ggf. leichtes Fieber, in einem guten Allgemeinzustand?

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Hinweis Selbsttest

Beachte! Dieser Selbsttest ersetzt niemals einen Arztbesuch!

Bei einem Selbsttest werden immer Anzeichen, Auslöser & Risikofaktoren abgefragt, Erkrankungen verlaufen jedoch oft individuell.

Im Notfall immer zu einem Arzt statt zu testen!

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