Nagelpilz (Onychomykose), wenn es zu einer Pilzinfektion der Nägel kommt. Oft im Zusammenhang mit Fußpilz.

Erfahrungs Berichte
Der Nagelpilz (Onychomykose) bezeichnet eine Pilzinfektion der Fuß- oder seltener Fingernägel. Bei brüchigen oder weißlich-gelblich bis bräunlich verfärbten Nägeln sollte man an eine solche Infektion denken. Die Behandlung erweist sich oft als langwierig. Selten ist Nagelpilz mit Schmerzen verbunden.
Wenn Du vermutest, dass bei Dir ein Nagelpilz vorliegt (siehe Anzeichen), solltest Du auf jeden Fall einen Hautarzt aufsuchen.
Beachte! Ein Nagelpilz heilt nicht von alleine!
Nagelpilz, auch Onychomykose genannt, wird durch eine Infektion der Nägel durch pathogene Pilze ausgelöst.
Vorrangig sind dabei Fußnägel deutlich häufiger betroffen als Fingernägel. Die Infektion breitet sich vom Nagelbett über den Nagelrand bis zum gesamten Nagel aus.
Hinweise auf eine Nagelpilzinfektion kann eine Verfärbung des Nagels, eine Verdickung und eine Instabilität des Nagels sein.
Die Nägel werden dadurch brüchig, porös und gehen in schlimmeren Fällen mit einem unangenehmen Geruch einher.
Durch eine frühzeitige Behandlung lässt sich die Infektion gut behandeln.
Die Ursache einer Nagelpilzinfektion liegt in dem Befall des Nagels und auch des Nagelbettes durch sogenannte Hautpilze (Dermatophyten).
Einige Infektionen werden allerdings auch durch Schimmel- oder Hefepilze ausgelöst, wobei letzteres häufiger an Fingernägel zu finden sind.
Die Infektion erfolgt dann über sogenannte Pilzsporen, ein bestimmtes Entwicklungsstadium der Pilze.
Hinweis! Die Pilze können sich sehr lange auf Gegenständen und Oberflächen halten und sind daher relativ widerstandsfähig.
Die Pilze halten sich vor allem an feuchten Orten, wie Handtücher, Badematten und Schwimmbäder auf.
Hier können sie lange überlegen, sich gut vermehren und übertragen werden.
Die Übertragung findet dann von Mensch zu Mensch oder von Gegenstand auf Mensch statt.
Im Alltag findet sich solch ein Milieu auch in Schuhen, die lange getragen werden oder wenig atmungsaktiv sind, aber auch in durchgeschwitzten Strümpfen.
Zu seltenes Wechseln und Lüften von Kleidung und Schuhen gehört daher zu den Risikofaktoren einer Nagelpilzinfektion.
Auch zu enges Schuhwerk, welches bei längerem Gehen oder sportlichen Aktivitäten getragen wird, kann ein Faktor sein.
Menschen, die dazu neigen sehr stark zu schwitzen oder wiederkehrende Verletzungen mit sich tragen, sind anfälliger für eine Infektion.
Ebenfalls kann es auch nach einer Behandlung im Rahmen einer Fußpflege zu Verletzungen der Nägel oder der umliegenden Haut kommen. Die Pilzsporen können hier den verletzten Nagel angreifen und sich ausbreiten.
Allerdings ist nicht jeder Mensch von einer Infektion gleichmäßig anfällig. Die familiäre Disposition spielt hier eine wichtige Rolle. Menschen, die unter Stoffwechselerkrankungen leiden und mit Durchblutungsstörungen in den Beinen einhergehen, beispielsweise im Rahmen eines Diabetes mellitus, sind anfälliger für die Entstehung von Nagelpilz.
Auch eine allgemeine Immunschwäche, zum Beispiel durch eine HIV-Infektion oder auch medikamentös bedingt, begünstigen die Ausbreitung von Nagelpilz.
Häufig sind Menschen mit höherem Lebensalter von Nagelpilz betroffen, da sich mit steigendem Alter auch die Nagelsubstanz verändert. Sie werden brüchiger, poröser und auch die Hygiene wird mit dem Alter schwieriger.
In den Wintermonaten zählt auch das Tragen von Handschuhen zu den Risikofaktoren.
Nagelpilz geht häufig mit Fußpilz einher und wird daher oftmals als Folge einer Hautpilzinfektion angesehen. Somit zählt der Fußpilz zu den häufigsten Ursachen des Nagelpilzes.
Oftmals ist der große Zeh von Nagelpilz betroffen.
Hinweis! In der Regel stellt der Nagelpilz bei den meisten Betroffenen jedoch oft nur ein kosmetisches Problem dar.
Oftmals reicht eine klinische Inspektion, um die Diagnose Nagelpilz zu bestätigen.
Oft wird zur sicheren Diagnosestellung ein Stück des Nagels abgeschnitten und unter dem Mikroskop auf einen eventuellen Pilzbefall untersucht.
Für die Bestimmung des genauen Erregers ist die mikrobiologische Anzüchtung einer Pilzkultur notwendig.
Bei Nagelpilz verfärbt sich der Nagel hautfarbenen bis gelblich-braun und verliert an Glanz. Zudem kommt es zu einer Verdickung und der Nagel wird zunehmend brüchig.
Ähnliche Symptome findet man auch bei der:
Hinweis! Bei Nagelpilz ist oft eine Langwierige und konsequente Therapie (oft über mehrere Monate) erforderlich.
Viele Patienten wollen den Nagelpilz behandeln, weil ihnen das Aussehen des Nagels unangenehm ist.
Die Behandlung ist allerdings oftmals langwierig und erfordert Ausdauer und Geduld von Seiten des Patienten.
Ein frühzeitiger Beginn der Behandlung ist daher ratsam, da sie die Ausbreitung der Infektion am Nagel und auch deren Verdickung vorbeugt.
Nagelpilz kann sowohl durch äußere Maßnahmen, als auch lokal und systemisch, also den ganzen Organismus betreffend, behandelt werden.
Zu den äußeren Maßnahmen gehören regelmäßige Hygienevorkehrungen, die sowohl das Waschen von Händen und Füßen, als auch von Strümpfen und deren regelmäßiges Wechseln beinhaltet.
Auch das Tragen von atmungsaktiven Schuhen, die zur Beseitigung des feuchtwarmen Milieus innerhalb des Schuhs führt, dient der Therapie.
Lokal kann der Nagelpilz durch Auftragen mit farblosen Lacken behandelt werden, die mittlerweile rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind.
Diese Lacke haben eine antimykotische Wirkung, also richten sich dabei gegen die Pilzinfektion und hemmen das Wachstum oder töten ihn ab. Sie enthalten in der Regel die Wirkstoffe Amorolfin oder Ciclopirox.
Beachte! Die Lacke müssen teilweise mehrere Monate bis zu einem Jahr aufgetragen werden, bis eine Verbesserung sichtbar wird.
Neben Lacken gibt es auch Cremes, die vor allem Harnstoff enthalten und direkt auf den infizierten Teil des Nagels aufgetragen werden.
Der Nagel weicht dadurch auf und kann abgetragen werden. Die freiwerdende Haut wird ebenfalls mehrere Wochen mit einer Creme behandelt.
Die Cremes enthalten häufig den Wirkstoff Bifonazol.
Meist ist allerdings eine systemische Behandlung mit Tabletten nötig, um den Nagelpilz komplett zu entfernen.
Hierbei ist die Behandlung abhängig von der Art des Pilzes.
Die Tabletten können Nebenwirkungen beinhalten, die vor allem den Magen-Darm-Trakt betreffen und Übelkeit oder Durchfall hervorrufen. Die genauen Informationen entnehmen Sie bitte aus der Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments.
In schweren Fällen stellt die Therapie mit Laser oder UV-C-Strahlung eine Therapieoption dar.
Es sind einige Hausmittel bekannt, die die Behandlung von Nagelpilz unterstützen können.
Allerdings gibt es hierfür keine klinisch belegten positiven Erfolge.
Zu den angewandten Hausmitteln bei Nagelpilz zählen:
Beachte! Es wird allerdings dringend eine Abklärung durch einen Arzt/Ärztin empfohlen, damit Nagelpilz mit einer geeigneten Therapie behandelt werden kann.
Prinzipiell lässt sich die Nagelpilzinfektion gut behandeln.
Die Dauer und der Beginn der Therapie sind dabei wichtige Faktoren bezüglich der Prognose.
Wird die Behandlung frühzeitig begonnen und der betroffene Nagel konsequent behandelt, besteht eine gute Heilungschance.
In der Regel heilt die Infektion dann auch vollständig aus.
In schlimmeren Fällen sind ein Arztbesuch und auch die Einnahme von systemischen Medikamenten unerlässlich, weshalb eine Therapie auch langwierig und mehrere Monate dauern kann.
Eine Infektion mit Nagelpilz ist relativ hartnäckig und langwierig.
Eine Therapie erfordert daher meistens viel Geduld.
Da Nagelpilz nicht einfach mit dem Nagel rauswächst, wird dringend zu einer Behandlung mit einem geeigneten Medikament geraten.
Eine unbehandelte Nagelpilzinfektion kann sich sonst vom Nagelrand auf den gesamten Nagel ausbreiten.
Daher ist ein frühzeitiger Beginn der Therapie unerlässlich für eine zeitnahe Heilung. Allerdings kann es mehrere Monate dauern, bis man einen Behandlungserfolg sieht und der Nagel neu nachgewachsen ist.
Da Nagelpilz vor allem durch Pilze ausgelöst wird und Pilze vorrangig in feuchten Umgebungen wachsen, sollte man unbedingt auf folgende Dinge achten:
Nagelpilz ist ansteckend und kann über Schmier- oder Kontaktinfektion übertragen werden.
Die Übertragung findet hierbei entweder direkt von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit infiziertem Nagelmaterial oder indirekt durch gemeinsam genutzte Gegenstände statt.
Diese Gegenstände sind beispielsweise Kleidungsstücke wie Schuhe oder Strümpfe oder Handtücher sowie Nagelscheren.
Daher ist auf eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Textilien zu achten, um eine Übertragung möglichst zu verhindern.
Die Ansteckungsgefahr ist vor allem dann am höchsten, wenn sich die Pilze an warmen und feuchten Orten gut verbreiten können. In Schwimmbädern und Saunen, wo Menschen barfuß gehen, sollte man daher Badeschuhe tragen.
Wichtig ist außerdem, dass die Füße anschließend gut getrocknet werden und auch trocken gehalten werden.
Durch eine gute Vorbeugung kann man sich wirkungsvoll vor einer Infektion schützen.
Wird die Infektion mit einem Antipilzmittel therapiert, senkt sich das Ansteckungsrisiko nach einiger Zeit herab.
Allerdings ist darauf zu achten, dass die Behandlung auch dann gemäß Anweisungen des Arztes/der Ärztin und der Packungsbeilage fortgeführt wird, wenn eine Besserung der Symptome eintreten.
Auch wenn äußerlich kein Befall mehr sichtbar ist, können die Erreger weiterhin im Nagel vorhanden sein.
Daher unbedingt auf eine ausreichende Behandlung achten, um eine wiederkehrende Infektion zu vermeiden.
Auch sollte das regelmäßige Waschen von Händen und Füßen, sowie der Strümpfe und Schuhe weiterhin durchgeführt werden.
Nagelpilz, auch Onychomykose genannt, wird durch eine Infektion der Nägel durch pathogene Pilze ausgelöst.
Vorrangig sind dabei Fußnägel deutlich häufiger betroffen als Fingernägel. Die Infektion breitet sich vom Nagelbett über den Nagelrand bis zum gesamten Nagel aus.
Hinweise auf eine Nagelpilzinfektion kann eine Verfärbung des Nagels, eine Verdickung und eine Instabilität des Nagels sein.
Die Nägel werden dadurch brüchig, porös und gehen in schlimmeren Fällen mit einem unangenehmen Geruch einher.
Durch eine frühzeitige Behandlung lässt sich die Infektion gut behandeln.
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