Handpilz, wenn es zu einer juckenden und ansteckenden Infektionskrankheit der Haut an der Hand kommt. (Analog dem Fußpilz)

Erfahrungs Berichte
Der Handpilz (Tinea manuum) ist eine ansteckende, meist einseitige Infektion der Hand durch sogenannte Dermatophyten (Pilzart). Die Infektion beginnt oft als Nagelpilz und breitet sich dann auf die Hand aus, wobei meist die “Arbeitshand” betroffen ist. Hierbei kommt es zu typischen, schuppigen und juckenden Hautveränderungen.
Bei Verdacht auf einen Handpilz oder Veränderung der Haut im Bereich der Hände sollte ein Hautarzt (Dermatologe) aufgesucht werden.
Dieser kann häufig schon durch einfache Untersuchungen die Ursache der Hautveränderung klären, bei Bedarf weiterführende Diagnostik anweisen und eine geeignete Therapiemöglichkeit empfehlen.
Für einen ersten Blick kann auch der behandelnde Hausarzt zurate gezogen werden.
Treten die Beschwerden besonders durch berufliche Belastungen der Hände auf und sind möglicherweise weitere Mitarbeiter davon betroffen, kann es nötig sein, die Häufung der Fälle zu melden.
Dazu sollte der zuständige Betriebsarzt hinzugezogen werden.
Unter der Bezeichnung Handpilz versteht man eine Pilzinfektion der Haut (lateinisch: Dermatomykose) im Bereich der Hände.
Der Befall der Hände durch einen Pilz wird auch Tinea manuum genannt.
In der überwiegenden Anzahl der Fälle des Handpilzes, handelt es sich um eine „Dermatophytose“, eine Infektion mit Fadenpilzen (lateinisch: Dermatophyten).
Die Infektion der Haut mit Fadenpilzen kann die Spezies: Trichophyton, Epidermophyton und Microsporum bezeichnen.
Der Pilz kann die oberflächliche der Haut sowie tiefere Hautschichten befallen.
Der Häufigste Erreger der Tinea manuum ist Trichophyton rubrum.
Meist beginnt die Infektion unilateral, das heißt zunächst nur eine Hand betreffend, und breitet sich im Verlauf auf die zweite Hand aus.
Es ist ebenfalls ein Übergang von verschiedenen befallenen Hautstellen (beispielsweise Fußpilz oder Nagelpilz) auf die Hände und umgekehrt möglich.
Daher ist es keine Seltenheit, wenn Patienten mit Handpilz auch unter Fußpilz oder anderen befallenen Hautbereichen mit Hautpilz leiden. Das Vorkommen von der Infektion beider Füße und einer Hand wird auch als „One Hand- Two Feet“-Syndrom beschrieben.
Häufig können vorgeschädigte Haut und kleinste Verletzungen die Eintrittspforte für eine Pilzinfektion bieten.
Es werden unterschiedliche Erscheinungsformen des Handpilzes beschrieben:
Die Pilzinfektion der Hand entsteht häufig erst sekundär nach vorbestehender Infektion eines anderen Körperteils (Fußpilz, Nagelpilz).
Eine stark beanspruchte Haut, durch Sport oder mechanischer Arbeit, bietet eine leichte Eintrittspforte für den Hautpilz.
Da die Pilzsporen in unserer Umwelt an allen möglichen Oberflächen und an Mitmenschen unbemerkt vorkommen können, kann der genaue Ansteckungsort oft nicht festgelegt werden.
Zudem können bestimmte Grunderkrankungen wie Diabetes, immunsupprimierende Krankheiten oder Durchblutungsstörungen (bspw.: periphere arterielle Verschlusskrankheit pAvk) die Ausbreitung einer Pilzinfektion begünstigen.
Auch eine mangelnde Hygiene und feuchte Haut sowie fehlende Therapie eines bestehenden Fußpilzes können das Risiko von Handpilz erhöhen.
Häufig ist zunächst nur eine Hand betroffen.
Die Arbeitshand/Haupthand wird meist durch Arbeit mechanisch stärker beansprucht und zeigt auch in der Mehrheit der Fälle als erste Anzeichen von Handpilz.
Im Verlauf breitet sich der Pilz oft auch auf die andere Hand aus.
Um einen Handpilz zu diagnostizieren, sollte zunächst ein Hautarzt aufgesucht werden.
Dieser kann die betroffene Haut genau inspizieren und schon im Gespräch mögliche Risikofaktoren oder Auslöser erkennen.
Einige Vorerkrankungen können Hinweis geben und andere Differentialdiagnosen so schnell ausgeschlossen werden.
Neben der genauen optischen Beurteilung sollte ebenfalls eine Untersuchung auf verschiedene Erreger durchgeführt werden.
Diese mikrobielle Diagnostik sollte unbedingt ohne Einwirkung von Medikamenten auf der betroffenen Stelle erfolgen, da sonst das Ergebnis verfälscht werden könnte.
Nach Reinigung der betroffenen Haut wird Material als Probe entnommen, das können beispielsweise Hautschüppchen und Haare oder Sekret sein. Dazu kann der Hautarzt einen Abstrich durchführen.
Diese Proben werden dann mikroskopisch untersucht. Wenn die Diagnose dadurch noch nicht gesichert werden kann oder die Therapie nicht anschlägt, kann zusätzlich eine Pilzkultur angelegt werden, um den Verdacht zu bestätigen. Da die Kulturen meist einige Wochen zum Wachsen brauchen, gibt es zusätzlich weitere Laboruntersuchungen, wie die PCR, um schneller an ein Ergebnis zu kommen.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Haut mit einer bestimmten UV-Lampe dem “Wood”-Licht zu untersuchen. Dies kann bei einigen Pilzerkrankungen hilfreich sein.
Beim Handpilz kommt es zu Schuppenbildung an der Hand. Die gesamte Hand kann betroffen sein.
Der Handpilz zeigt sich mit trockener, teils schuppiger Haut der Handfläche.
Seltener ist auch der Handrücken betroffen. Dazu können sich Risse der Haut und kleine, rötliche Bläschen zeigen. Je nach Form sind auch die Finger und Handkanten betroffen.
Es gibt einige Hauterkrankungen und Hautreaktion, die ein ähnliches Symptombild aufweisen können wie der Befall der Hände mit einem Hautpilz.
Zu den Differentialdiagnose, die bei Ungewissheit ausgeschlossen werden sollten, zählen:
Grundsätzlich kann der Pilzbefall der Hand mit einer lokalen antimykotischen (Pilze bekämpfend) Therapie gut behandelt werden.
Dazu eignen sich Salben mit wachstumshemmenden Wirkstoffen, die auf die betroffene Haut aufgetragen werden.
Zudem sollten mögliche weitere pilzbefallene Areale (bspw. bei zusätzlich bestehendem Fußpilz) mitbehandelt werden, um eine erneute Ansteckung zu verhindern. Auslöser oder Risikofaktoren, die für die Entstehung der Pilzinfektion infrage kommen, sollten, wenn möglichst minimiert werden.
Die Hände sollten trocken gehalten und gut gegen Verletzungen geschützt werden. Neben der antimykotischen Therapie kann gegen die unangenehmen Begleitsymptome eine Juckreiz- und entzündungslindernde Therapie eingeleitet werden.
In seltenen Fällen, beispielsweise bei einer hartnäckigen Form des Handpilzes oder bei beteiligung von weiteren Körperstellen und starken Symptomen, kann eine systemische Therapie notwendig werden.
In diesem Fall werden die antimykotischen Medikamente oral eingenommen. Diese intensivere Therapie wird meist durch Blutentnahmen und regelmäßige ärztliche Kontrollen begleitet, um Nebenwirkungen auszuschließen.
Die Dauer der Behandlung sollte immer individuell mit dem behandelnden Hautarzt besprochen werden.
Bei einer lokalen Therapie des Handpilzes kommen folgende Inhaltsstoffe in Betracht (Beispiele): diese werden meist in Forme von Cremes, Salben oder Gelen verwendet.
Systemische Therapie durch Tabletteneinnahme: nur unter engmaschiger ärztlicher Betreuung, da hohes Nebenwirkungspotenzial bei falscher Dosierung
Symptomlindernde Therapie:
Beachte! Da sich auch bei schneller Besserung der Beschwerden und des Hautbildes, Sporen der Pilze noch unsichtbar in der Haut verbergen können, sollte die Therapie über einen ausreichend langen Zeitraum durchgeführt werden. Bei zu raschem Beenden der Therapie kann der Pilz sonst erneut wachsen und auch ansteckend bleiben.
Grundsätzlich gilt die Hygiene als bestes Hausmittel, um das Entstehen oder Fortschreiten eines Hautpilzes einzudämmen.
Ist die Pilzinfektion jedoch manifest, sollte eine medizinische Behandlung erfolgen, da die Pilze meist sehr hartnäckig in der Haut sitzen und ohne medikamentöse Therapie (sei es per Salbe oder Tablette) kaum in den Griff zu kriegen sind.
Einige Hausmittel können jedoch durch ihre desinfizierenden und antientzündlichen Eigenschaften zum Wohlbefinden und Heilungsprozess beitragen:
Bei der Anwendung dieser Hausmittel ist es stets ratsam, diese zuvor an einer nicht betroffenen Hautstelle auf Verträglichkeit oder allergische Reaktionen auszuprobieren.
Auch sollte bei offenen Wunden oder Rissen darauf verzichtet werden, um die Infektionsgefahr nicht zu erhöhen.
Beachte! Hausmittel alleine helfen bei einem Handpilz nicht! Die effektivste Methode, den Pilz loszuwerden, bleibt also bei der spezifischen antimykotischen Therapie durch den Hautarzt.
Da der Handpilz mit der lokalen Therapie meist sehr effektiv zu beherrschen ist, besteht bei der Infektion eine gute Prognose.
Wird er ausreichend therapiert und versorgt, treten keine Langzeitfolgen auf.
Da ein Handpilz jedoch sehr ansteckend ist, sollte auf eine strikte Hygiene und befolgen der ärztlichen Anweisungen beachtet werden. Trotz gutem Ansprechen kann die Pilzbehandlung durch die Hartnäckigkeit einige Zeit beanspruchen und fordert daher von Betroffenen etwas Geduld.
In seltenen Fällen kann es zu Ausbreitung des Pilzbefalls kommen. In diesen Fällen kann eine intensivere Therapie mit Medikamenteneinnahme und ärztlicher Beobachtung notwendig werden. Dies ist je nach Fall und Pilzart gemeinsam mit de behandelnden Arzt zu entscheiden.
Je nach Verlaufsform kann sich ein Handpilz unterschiedlich entwickeln.
Wird er nicht ordnungsgemäß behandelt, kann die Symptomatik sehr belastend werden und die Benutzung der Hände stark einschränken. Besteht ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Entstehung des Pilzes und dem Arbeitsplatz/der beruflichen Tätigkeit, kann bei Einschränkung der Arbeitsfähigkeit eine Einstufung als Berufskrankheit möglich sein. Dies sollte jedoch ärztlich begutachtet werden.
Da die Sporen des Pilzes noch lange, nachdem die Beschwerden abgeklungen sind und das Hautbild sich wieder verbessert hat, überleben können, kann die Dauer der Behandlung einige Zeit in Anspruch nehmen.
Mit der richtigen Therapie für den untersuchten Erreger sollte der Befall der Hände jedoch beherrschbar sein.
Bei einem Befall mehrerer Körperstellen oder der Füße ist noch etwas mehr Geduld aufzubringen. Wichtig ist, die Ursache der Infektion zu finden. Der behandelnde Arzt sollte neben der Inspektion des restlichen Körpers, um einen anderen Ursprungsherd auszuschließen, auch eine detaillierte Anamnese durchführen. Werden Risikofaktoren nicht angemessen therapiert, wie beispielsweise eine bestehende Zuckerkrankheit, kann dies den Heilungsprozess verlängern und sogar verhindern.
Daher ist neben der lokalen Behandlung auch eine ganzheitliche Bewertung der Gesundheit sinnvoll. Das Ausheilen des Pilzes kann je nach Patient also zwischen wenigen Wochen bis hin zu Monaten oder in extremen, aber sehr seltenen Fällen sogar Jahren dauern.
Eine vollständige Vermeidung einer Kontamination ist fast nicht möglich, da der Pilz überall vorkommen kann. Folgende Maßnahmen tragen zu einem bestmöglichen Schutz bei:
Da es einige Risikofaktoren und Ursachen gibt, die die Entstehung und Ansteckung mit einem Handpilz erhöhen, sollte zunächst versucht werden diese zu minimieren.
Ein gesunder Lebenswandel und angemessene körperliche Hygiene bilden das Grundgerüst.
Zudem sollte darauf geachtet werden, die Haut vor Nässe und feuchter Wärme zu schützen, also so gut es möglich ist, trocken zu halten.
Auch Desinfektionsmittel können eine Ansteckung mit Pilzen gut verhindern, wenn diese im Wirkspektrum aufgeführt sind.
Bei Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen, die das Immunsystem oder die Durchblutung beeinträchtigen können, sollte eine regelmäßige Inspektion der Haut erfolgen.
So können bereits kleinste Anzeichen erkannt und behandelt werden.
Kleidung, Bettwäsche sowie Handtücher, die mit infizierten Hautarealen in Kontakt kommen, sollten zudem ausreichend heiß gewaschen werden, um die Pilzsporen abzutöten.
Betroffene sollten ihre Textilien nicht mit anderen Familienmitgliedern oder Mitbewohnern teilen, bis die Behandlung abgeschlossen ist.
Der Handpilz (Tinea manuum) ist eine sehr ansteckende Erkrankung.
Meist entwickelt er sich durch die leichte Ausbreitung aus einem Fußpilz oder Nagelpilz.
Die Pilzsporen können sehr schnell durch Hautkontakt übertragen werden. Da die Pilze auch durch den Kontakt mit Oberflächen und Textilien, neben der direkten Mensch zu Mensch Ansteckung, weitergeben werden können, ist eine gründliche Reinigung wichtig zur Eindämmung der Infektion.
Eine intensive Hygiene zur Vermeidung einer Ansteckung und Weitergabe ist essentiell.
Unter der Bezeichnung Handpilz versteht man eine Pilzinfektion der Haut (lateinisch: Dermatomykose) im Bereich der Hände.
Der Befall der Hände durch einen Pilz wird auch Tinea manuum genannt.
In der überwiegenden Anzahl der Fälle des Handpilzes, handelt es sich um eine „Dermatophytose“, eine Infektion mit Fadenpilzen (lateinisch: Dermatophyten).
Die Infektion der Haut mit Fadenpilzen kann die Spezies: Trichophyton, Epidermophyton und Microsporum bezeichnen.
Der Pilz kann die oberflächliche der Haut sowie tiefere Hautschichten befallen.
Der Häufigste Erreger der Tinea manuum ist Trichophyton rubrum.
Meist beginnt die Infektion unilateral, das heißt zunächst nur eine Hand betreffend, und breitet sich im Verlauf auf die zweite Hand aus.
Es ist ebenfalls ein Übergang von verschiedenen befallenen Hautstellen (beispielsweise Fußpilz oder Nagelpilz) auf die Hände und umgekehrt möglich.
Daher ist es keine Seltenheit, wenn Patienten mit Handpilz auch unter Fußpilz oder anderen befallenen Hautbereichen mit Hautpilz leiden. Das Vorkommen von der Infektion beider Füße und einer Hand wird auch als „One Hand- Two Feet“-Syndrom beschrieben.
Häufig können vorgeschädigte Haut und kleinste Verletzungen die Eintrittspforte für eine Pilzinfektion bieten.
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