Leukoplakie (Weißschwielenkrankheit), wenn es zu einer Verhornung von Zelloberflächen der Schleimhaut kommt.

Als Leukoplakie bezeichnet man bestimmte krankhafte Veränderungen an Schleimhäuten, besonders an der Mundschleimhaut. Es handelt sich dabei um weißliche, nicht abwischbare Erscheinungen an der Mundschleimhaut, welche das Potential haben, sich in ein bösartiges Plattenepithelkarzinom zu entwickeln.
Sollte der Verdacht bestehen, unter einer Leukoplakie zu leiden, sollte unbedingt eine ärztliche Beurteilung eingeholt werden.
Der erste Ansprechpartner bei Veränderungen der Schleimhaut, wie sie als Leukoplakie auftreten, sollte ein Hautarzt (Dermatologe) sein.
Alternativ kann auch ein HNO-Arzt die Diagnose stellen (Hals-Nasen-Ohren-Arzt).
Diese Fachrichtungen können durch entsprechende Diagnostik und Erfahrung, viele dermatologische sowie HNO-spezifische Differentialdiagnosen ausschließen.
Häufig fallen die Schleimhautveränderungen aber auch erst bei einem Zahnarztbesuch auf.
Dieser kann, in einigen Fällen, Hinweise zur Entstehung geben (irritierende Zahnstellung oder Entzündung, Zahnspange, Prothese uvm).
Sollte eine Mundschleimhautveränderung schmerzen oder ähnliche Beschwerden aufweisen, kann auch der Hausarzt als Ansprechpartner dienen, bis ein Termin in der empfohlenen Fachrichtung frei ist.
Bei Leukoplakie oder ähnlichen Veränderungen im Bereich der Genitalien, kann zunächst ein Gynäkologe (für Frauen) oder Urologie (für Männer), sowie bei analen Veränderungen (im Bereich des Afters) ein Gastroenterologe beziehungsweise Proktologe aufgesucht werden.
Da die Leukoplakie je nach Form ein erhöhtes Entartungsrisko (Krebsrisiko) aufweist, sollten beobachtete Veränderung jeglicher Art nicht unterschätzt und umgehend durch einen Mediziner beurteilt werden.
Dies kann in fast allen Fällen zu einer Diagnose und einer angemessenen Therapie beziehungsweise Vorbeugung der Verschlimmerung beitragen.
Der Begriff Leukoplakie (altgriechisch = „weiße Fläche“) beschreibt Hautveränderungen der Schleimhaut.
Diese krankhaften Veränderungen werden in der Dermatologie (medizinische Fachrichtung der Haut) auch als eine Form der Effloreszenzen (optische Hautveränderungen) beschrieben.
Die Leukoplakie zeigt sich häufig als weißliche Schleimhautverfärbung.
Durch das typische Erscheinungsbild wird die Leukoplakie im Volksmund auch als Weißschwielenkrankheit bezeichnet.
Im Rahmen der Erkrankung verändern sich die äußersten Zellschichten der Schleimhaut. Diese Veränderungen können beispielsweise an der Mundschleimhaut, aber auch im Genitalbereich auftreten.
Zu der weißlichen Farbveränderung, die auf der eher rötlichen Schleimhaut meist gut zu erkennen ist, zeigen sich die Flecken meist auch etwas verdickt im Vergleich zum restlichen Gewebe.
Der Mundraum ist dabei der häufigere Ort des Auftretens der Leukoplakie.
Dort können unter anderem Zunge, Wangen und Mundboden betroffen sein.
Im Rahmen der Leukoplakie gibt es eine unnatürlich starke Verhornung der obersten Schleimhaut.
Die Verhornung (Keratinisierung) ist ein natürlicher Prozess, bei dem die neuen Zellen im Laufe ihrer Lebensdauer an die Hautoberfläche wandern und ihren Zellkern verlieren, sie liefern dann einen Schutz gegen äußere Reize bis sie abgeschilfert werden.
Geschieht dies, wie im Fall der Leukoplakie verstärkt, können die Zellen durch die ständige Feuchtigkeit (Schleimhäute sind immer feucht) aufquellen und verhindern, dass kleine Blutgefäße nicht mehr sichtbar sind, was dann das beschrieben weiße Bild erzeugt.
Die Entstehung der Leukoplakie kann durch unterschiedliche Reize begünstigt werden.
Ein häufiger Grund ist ein mechanischer Reiz, zum Beispiel durch andauerndes Reiben an der Schleimhaut.
Dies kann durch einen Zahn oder eine Prothese sowie Zahnspange ausgelöst sein.
Andere Gründe können mangelnde (Mund-)hygiene oder Tabak- sowie Alkoholkonsum sein.
Je nach Erscheinungsform und Auslöser kann die Leukoplakie ein Risiko für eine Entartung, also eine bösartige Vermehrung der Zellen, bergen und sollte ärztlich begutachtet werden.
Die Leukoplakie kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:
Die Leukoplakie kann sich meist sehr eindeutig auf der Schleimhaut präsentieren:
Zudem kann sich eine Leukoplakie in verschiedenen Ausprägungsformen zeigen:
Die Diagnose einer Leukoplakie erfolgt durch den behandelnden Arzt.
Dies ist in den meisten Fällen ein Hautarzt (Dermatologe) oder eine HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren).
Dieser begutachtet die betroffene(n) Stelle(n) der Schleimhaut sehr genau.
Durch einen Spatel, kann bei Reibung festgestellt werden, ob sich die Flecken abstreifen lassen oder es sich um die typischen permanenten Verfärbungen der Leukoplakie handelt.
Dadurch können schon einige alternative Ursachen als Erkrankungsursache ausgeschlossen werden. Auch die Art und der Fortschritt, sowie die Form der Leukoplakie können so eingeschätzt werden.
Für den Ausschluss einiger Differentialdiagnosen können Blutentnahmen oder Probenentnahmen notwendig sein.
Um das Ausmaß der Leukoplakie, nach Diagnosestellung, einschätzen zu können, wird häufig eine Gewebeprobe entnommen.
Dies kann mit einer kleinen Bürste oder mittels Skalpell unter lokaler Betäubung erfolgen und anschließend können die Zellen auf Krebs typische Veränderungen oder Entartungen sowie Infektionen oder Erreger untersucht werden.
Da diese Untersuchungen häufig mit verschiedenen Färbungen und unter dem Mikroskop erfolgt, kann es einige Zeit bis zur Ergebnismitteilung dauern.
Eine Leukoplakie fällt durch weiße Flecken der Mundschleimhaut auf der Zunge und Gaumen auf
Die Leukoplakie, ist wie der Name schon beschreibt (Weißfleckenkrankheit) eine häufig schon durch den ersten Blick zu erkennende Hautveränderung.
Es gibt jedoch, trotz der meist eindeutigen optischen Erscheinung, einige Erkrankungen die vom Arzt als alternative Erkrankungen (Differentialdiagnosen) ausgeschlossen werden sollten. Tritt die Leukoplakie im Mundbereich aufkommen folgende Differentialdiagnosen in Frage:
Zum Finden einer geeigneten Therapie ist unerlässlich, zuerst die Diagnose durch den behandelnden Arzt stellen zu lassen, um gezielt handeln zu können.
Dabei sollte auch der Schweregrad der Schleimhautveränderung beziehungsweise die Form der Leukoplakie definiert werden.
Ja noch Stadium der Leukoplakie sollte unterschiedlich vorgegangen werden. Da mit zunehmender Veränderung das Risiko der Entartung, also der Entwicklung einer bösartigen Wucherung (Krebs), steigt, muss je nach Schwere der Leukoplakie anders verfahren werden.
Bei einfachen Formen und Anfangsstadien kann eine Entfernung des Reizes schon nach einigen Wochen zur Abheilung der Hautveränderung führen.
Bei fortgeschritteneren Stadien, die schon als Krebsvorstufen (Präkanzerosen) gelten, ist meist eine operative Entfernung der Leukoplakie notwendig.
Hinweis! Die Behandlungsmethode wird immer individuell mit dem zuständigen Arzt nach der Diagnosestellung besprochen.
Bisher gibt es keine medikamentöse Form der Therapie einer Leukoplakie.
Die Therapie der Leukoplakie erfolgt je nach Stadium der Hautveränderung.
Bei einfachen Formen ohne hohes Risiko für bösartige Entwicklung, wird versucht auslösende Reize zu minimieren und das spontane Abheilen der Erscheinung abzuwarten.
Gelingt dies nicht oder besteht ein erhöhtes Risiko für die weitere Entwicklung zu Krebs (z. B. bei der verrukösen Form der Leukoplakie), sollte in jedem Fall eine chirurgische Entfernung des veränderten Gewebes erfolgen.
Wie die Leukoplakie entfernt wird, kann individuell mit dem behandelnden Arzt entschieden werden. Es stehen verschieden Methoden zur Verfügung, welche insgesamt sehr schonend und ambulant durchgeführt werden können.
Ist dies der Fall, sollte die Entfernung unbedingt erfolgen, da dies der einzige Weg ist, die Entstehung des Krebses zu verhindern oder zu bremsen.
Bei der leichten Form der Leukoplakie kann neben dem Abwarten zudem durch natürliche Hausmittel der Heilungsprozess unterstützt werden.
Achtung! Dies ersetzt jedoch keine medizinische Therapie!
Je nach Fortschritt der Leukoplakie ergibt sich eine unterschiedliche Prognose.
Das Risiko für die Entwicklung einer bösartigen Erkrankung hängt von der Form der Leukoplakie ab. Unbehandelt zeigt sich das Risiko dafür bei den Formen wie folgt:
Bei der homogenen Form heilt die Leukoplakie häufig schnell wieder ab.
Bei den anderen Formen ist meist eine Entfernung durch den Arzt nötig.
Beachte! Auch nach der erfolgreichen Entfernung sollte der Bereich regelmäßig kontrolliert werden, da die Leukoplakie erneut auftreten kann.
Je nach Form der Leukoplakie kann die Heilung unterschiedlich lange dauern.
Bei der homogenen Form der Leukoplakie kann nach Entfernen des Auslöser (mechanischer Reiz oder Umweltreiz) innerhalb von 2 bis 4 Wochen schon eine deutliche Besserung auftreten.
Wird die Leukoplakie chirurgisch entfernt, erhält man ein sofortiges Ergebnis.
Hierbei muss sich die Schleimhaut jedoch auch einige Tage bis Wochen vollständig abheilen. Zudem kann die auch nach Abheilung erneut auftreten, die Ursachen dafür sind nicht ganz geklärt.
Nach Auftreten einer Krebsvorstufe, sollten regelmäßige Kontrollen zur Vorsorge erfolgen.
Das Entstehen der Leukoplakie kann teilweise vorgebeugt werden.
Dies kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Zudem kann es den Fortschritt der Erkrankung verhindern und das Abheilen begünstigen.
Da die Entstehung einer Leukoplakie durch Reize von der Umwelt entsteht, und keine eigene Erkrankung darstellt sondern lediglich eine Hautveränderung, ist sie nicht ansteckend.
Das Auftreten einer Leukoplakie kann jedoch auch nach Abklingen wieder beim gleichen Menschen vorkommen.
Es handelt sich bei der Leukoplakie nicht um eine Infektion, sie kann nicht an andere Menschen weitergegeben werden.
Achtung! Trotz der geringen Infektionsgefahr ist durch das erhöhte Krebsrisiko in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen.
Die Leukoplakie oder auch Weißfleckenkrankheit, betrifft die Schleimhaut.
Da sich an verschiedenen Stellen des Körpers Schleimhaut befindet, kommen dafür auch unterschiedliche Regionen in Betracht.
In der überwiegenden Anzahl der Fälle tritt die Leukoplakie an der Mundschleimhaut auf. Tritt die Leukoplakie an weiteren Stellen auf, wird sie zum Teil als eigenständige Erkrankung klassifiziert.
In jedem Fall sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden.
Veränderungen der Schleimhaut im Genital- sowie Analbereich können auch durch den entsprechenden Facharzt beurteilt werden.
Im Zweifelsfall kann dieser an die Dermatologie überweisen und fachbezogene Differentialdiagnosen ausschließen.
Der Begriff Leukoplakie (altgriechisch = „weiße Fläche“) beschreibt Hautveränderungen der Schleimhaut.
Diese krankhaften Veränderungen werden in der Dermatologie (medizinische Fachrichtung der Haut) auch als eine Form der Effloreszenzen (optische Hautveränderungen) beschrieben.
Die Leukoplakie zeigt sich häufig als weißliche Schleimhautverfärbung.
Durch das typische Erscheinungsbild wird die Leukoplakie im Volksmund auch als Weißschwielenkrankheit bezeichnet.
Im Rahmen der Erkrankung verändern sich die äußersten Zellschichten der Schleimhaut. Diese Veränderungen können beispielsweise an der Mundschleimhaut, aber auch im Genitalbereich auftreten.
Zu der weißlichen Farbveränderung, die auf der eher rötlichen Schleimhaut meist gut zu erkennen ist, zeigen sich die Flecken meist auch etwas verdickt im Vergleich zum restlichen Gewebe.
Der Mundraum ist dabei der häufigere Ort des Auftretens der Leukoplakie.
Dort können unter anderem Zunge, Wangen und Mundboden betroffen sein.
Im Rahmen der Leukoplakie gibt es eine unnatürlich starke Verhornung der obersten Schleimhaut.
Die Verhornung (Keratinisierung) ist ein natürlicher Prozess, bei dem die neuen Zellen im Laufe ihrer Lebensdauer an die Hautoberfläche wandern und ihren Zellkern verlieren, sie liefern dann einen Schutz gegen äußere Reize bis sie abgeschilfert werden.
Geschieht dies, wie im Fall der Leukoplakie verstärkt, können die Zellen durch die ständige Feuchtigkeit (Schleimhäute sind immer feucht) aufquellen und verhindern, dass kleine Blutgefäße nicht mehr sichtbar sind, was dann das beschrieben weiße Bild erzeugt.
Die Entstehung der Leukoplakie kann durch unterschiedliche Reize begünstigt werden.
Ein häufiger Grund ist ein mechanischer Reiz, zum Beispiel durch andauerndes Reiben an der Schleimhaut.
Dies kann durch einen Zahn oder eine Prothese sowie Zahnspange ausgelöst sein.
Andere Gründe können mangelnde (Mund-)hygiene oder Tabak- sowie Alkoholkonsum sein.
Je nach Erscheinungsform und Auslöser kann die Leukoplakie ein Risiko für eine Entartung, also eine bösartige Vermehrung der Zellen, bergen und sollte ärztlich begutachtet werden.