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pfeilWas ist das?

Bei Warzen handelt es sich um kleine, scharf begrenzte Hautwucherungen (gutartige Tumoren). Meist werden sie durch Viren verursacht. Warzen treten vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf. Bevorzugter Eintrittsort der Viren sind Hände und Füße.

Zusammenfassung Warzen

  • Meistens sind HP – Viren die Ursache für die Entstehung von Warzen.
  • Warzen sind als stecknadelkopgroße, bis zu erbsengroße, deutliche sichtbare Verhornung der Haut zu erkennen.
  • Die Farbe ist gelblich.
  • Warzen verursachen in der Regel keine Beschwerden und verschwinden nach einiger Zeit von alleine.
  • Zur unterstützenden Behandlung existieren Medikamente oder eine Vereisung.
Epidemiologische FaktenHäufigkeitoft
Alters FaktenAlterv.a. Kind
Geschlecht FaktenGeschlecht~ 1 : 1
pfeilWann zum Arzt?

Warzen sind in aller Regel harmlos. Einen Hautarzt solltest Du aufsuchen, wenn ...

  • die Warze entzündet ist oder blutet
  • die Warze kosmetisch stören ist
pfeil

Was sind Warzen?

Warzen, auch als Verrucae bekannt, sind gutartige Hautwucherungen.

Sie können verschiedene Formen annehmen und an unterschiedlichen Körperstellen auftreten.
Am häufigsten sind Hand- oder Fußsohlen oder auch das Gesicht betroffen.

Warzen werden meist durch Viren verursacht und sind daher hoch ansteckend.

Jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens irgendwann einmal von einem Warzenbefall betroffen.

In der Regel sind diese jedoch harmlos und können nach mehreren Wochen oder Monaten wieder ganz verschwinden.
In einigen Fällen können Warzen jedoch sehr lästig sein und nur durch eine gezielte Therapie abheilen.

Für viele Betroffene sind Warzen unansehnlich und gehen daher mit einem enormen psychischen Leidensdruck einher.

Trotz der unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten, die das Abheilen von Warzen beschleunigen können, ist eine Heilung nicht immer möglich.

Neben den virusbedingten Warzen, die meist durch humane Papillomaviren verursacht werden, gibt es auch die sogenannten Alterswarzen, die im Unterschied zu Ersteren nicht ansteckend sind.
Sie treten meist im höheren Lebensalter auf und führen zu dauerhaften Hautveränderungen.

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Einteilung & Formen

Es sind derzeit viele unterschiedliche Warzenarten bekannt.

  • Vulgären Warzen – Am häufigsten kommen die vulgären Warzen (Verrucae vulgares) vor, welche auch als Stachelwarzen oder gewöhnliche Warzen bekannt sind.
    Sie sind stecknadelkopf- bis erbsengroß und haben häufig ein raues und schuppiges Aussehen. Die Haut kann dabei an einen Blumenkohl erinnern.
    Sie finden sich vorwiegend an den Fingern, am Handrücken, Nagelrändern oder unter der Nagelplatte, an Füßen oder im Gesicht.
  • Dellwarzen (Mollusca contagiosa) sind stecknadelkopfgroße Knötchen, die in ihrer Mitte eine Delle aufweisen.
    Ihre Farbe reicht von hautfarben bis hellrot. In ihrem Inneren enthalten sie eine Flüssigkeit, die vorrangig aus Viren besteht. Man findet sie vor allem am Hals, im Gesicht, sowie an den Extremitäten.
    Ursache ist hier das Pockenvirus, weshalb meist Kinder daran beteiligt sind, deren Hautabwehrsystem durch zum Beispiel Neurodermitis geschwächt ist.
  • Dornwarzen – betreffen vorrangig die Fußsohle und gehören daher zu den Verrucae plantares.
    Dornwarzen können relativ groß werden und wachsen wie Dornen in die Tiefe der Haut ein.
    Sie haben meist eine verhornte Oberfläche, die mit dunklen Punkten durchsetzt ist. Aufgrund ihrer Lokalisation an der Fußsohle bereiten sie gerne Schmerzen beim Gehen und können daher zu einem erhöhten Leidensdruck bei Betroffenen führen.
    Durch das Einwachsen in die Tiefe ist eine Behandlung oft sehr langwierig und muss konsequent durchgezogen werden.
  • Mosaikwarzen – sind ebenfalls stecknadelkopfgroß und treten beerenartig in großer Zahl auf.
    Vom Aussehen sind sie relativ flach und verursachen daher normalerweise keine Beschwerden.
    Sie finden sich ebenfalls am Fuß, hier aber vorrangig an den Fußballen und unter den Zehen.
  • Flache Warzen – beziehungsweise plane Warzen (Verrucae planae juveniles) sind meist nur relativ wenige Millimeter groß und können leicht bräunlich gefärbt sein.
    Wie ihr Name schon sagt, sind sie flach und finden sich häufig im Gesicht und an den Händen.
    Sie betreffen vorwiegend Kinder und Jugendliche.
  • Pinselwarzen – Eine weitere Warzenart sind Pinselwarzen (filiforme Warzen), die ein pinselartiges und stachelartiges Erscheinungsbild haben.
    Sie finden sich oft im Gesicht und sind daher für die Betroffenen relativ störend.
  • Feigwarzen – Die Feigwarzen (Condylomata acuminata) werden oftmals auch als Genitalwarzen oder Kondylome bezeichnet.
    Sie betreffen vor allem den Genital- und Analbereich und sind sexuell übertragbar. Vom Aussehen erinnern sie an rötliche bis grau-weiße Knötchen und unterscheiden sich in ihrer Behandlung von den anderen Warzentypen.
  • Alterswarzen – Ab etwa dem 50. Lebensjahr kommen vorrangig Alterswarzen (Verrucae seborrhoicae) vor. Sie beschränken sich auf die Brust, das Gesicht und den Rücken. Sie erscheinen grau oder braun bis schwarz und haben eine zerklüftete Oberfläche.
    Von ihrer Form sind sie rundlich oder oval und können bohnengroß werden. Mit steigendem Lebensalter erhöht sich auch die Anzahl der Alterswarzen.
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Ursachen Warzen

  • Humane Papilloma Viren - In den meisten Fällen werden die Warzen durch Humane Papilloma Viren (HPV-Viren) verursacht.
    • Die Viren gelangen über kleine Hautverletzungen in die Haut und „zwingen“ die dortigen Zellen zur Virusvermehrung.
      Dadurch kommt es zu unkontrolliertem Wachstum der Hautzellen und die Gewebewucherungen entstehen.

Risikofaktoren für Warzen

  • Vermehrtes Schwitzen
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Schlechte Durchblutung der Hände/Füße
  • Neurodermitis

Humane Papillom-Viren

Die Ursache der meisten Warzen sind humane Papillom-Viren (HPV).

Hierbei handelt es sich um verschiedene Typen, die unterschiedliche Warzentypen auslösen.

Vulgäre Warzen werden meist durch HPV-Typen 1, 2, 4 und 7 verursacht, wobei Dornwarzen hauptsächlich von HPV-Typen 1, 2, und 4, manchmal zusätzlich durch 63 und 66 ausgelöst werden.
Bei flachen Warzen wird dagegen oftmals nur Typ 3 nachgewiesen.

Bestimmte HPV-Typen sind auch an der Entstehung von Krebserkrankungen, wie dem Gebärmutterhalskrebs beteiligt.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Typen des humanen Papillom-Virus, wogegen es gegen einige dieser Typen mittlerweile Impfstoffe gibt, da sie als potenziell krebserregend gelten.

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Symptome Warzen

  • Hautwucherung – Zu Beginn ist die Haut der betroffenen Stelle noch glatt, mit weiterem Wachstum der Warzen kommt es zur Verhornung.
    • Warzen nehmen eine erhabene, stecknadelkopf- bis erbsengroße Form an.
  • Hautverfärbung – Auch die Farbe der Haut verändert sich mit Fortschreiten des Warzenwachstums, sodass die betroffene Stelle schmutzig-gelb erscheint.
  • Kosmetisches Problem – Die meisten Warzentypen verursachen keine Beschwerden, sondern sind nur äußerlich sichtbar. Dadurch werden sie auch als enorm störend empfunden.
  • Jucken / Schmerzen – Je nach Warten-Untertyp (siehe auch Einteilung) und Lokalisation kann es zu Jucken, oder Schmerzen oder Spannungsgefühl kommen.
    Vor allem, wenn sie an der Fußsohle lokalisiert sind, können sie beim Gehen schmerzen, wie zum Beispiel Dornwarzen.
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Diagnose Warzen

  • Warzen sind in der Regel harmlos.
  • Ein Arzt sollte nur dann aufgesucht werden, wenn die betroffene Stelle entzündet ist oder blutet, oder wenn aus kosmetischen Gründen eine Entfernung gewünscht ist
  • Der Arzt erkennt die Warzen anhand ihres typischen Erscheinungsbildes bereits per Blickdiagnose
  • Falls nötig, kann bei Unsicherheit auch noch eine Gewebeprobe entnommen werden, die im Labor feingeweblich untersucht wird
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Bilder

Warzen sind meist rund, bzw. oval. Warzen sind deutlich erhaben (als Hautwucherung tastbar) und heben sich oft farblich von der umgebenen Haut ab. Manche Warzen haben kleine dunkel/ schwarze Punkte im Zentrum.

Das Aussehen von Warzen kann völlig unterschiedlich sein, abhängig um welchen Warzentyp es sich handelt.

Manche Typen sind relativ flach und unscheinbar, während andere Warzentypen relativ groß werden können.

Vulgäre Warzen sind stecknadelkopf- bis erbsengroß und besitzen ein raues und schuppiges Aussehen.
Sie ähneln vorrangig einem Blumenkohl.

Dellwarzen besitzen, wie der Name schon sagt, in ihrer Mitte eine Delle.
Sie sind ebenfalls stecknadelkopfgroß und haben eine hautfarbene bis hellrote Farbe.

Dornwarzen erinnern an Dornen einer Pflanze.
Ihre Oberfläche ist verhornt und mit schwarzen Pünktchen durchsetzt.

Mosaikwarzen treten beerenartig in großer Zahl auf und sind dabei mosaikartig angeordnet.
Ihre Größe ist ebenfalls stecknadelkopfgroß, wobei sie relativ flach sind.

Flache Warzen sind eher bräunlich verfärbt und nur wenige Millimeter groß.

Pinselwarzen haben ein pinselartiges beziehungsweise stachelartiges Erscheinungsbild, wobei Genitalwarzen eher rötlich bis grau-weiße Knötchen darstellen.

Alterswarzen sind rundlich bis oval und können zwischen erbsen- und bohnengroß werden.

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Differenzialdiagnose

Aufgrund von Aussehen und Symptomen können Warzen mit anderen Erkrankungen verwechselt werden.

  • Hühneraugen – Hierzulokal gehören die weit verbreiteten Hühneraugen (Clavi), die ebenfalls meist an Zehen oder an der Fußsohle entstehen.
    Sie sind rund und verhornt und entstehen durch Druck oder Reibung, zum Beispiel durch zu enge Schuhe.
  • Lichen planus – Auch ein Lichen planus kann an Warzen erinnern.
    Allerdings handelt es sich hierbei um ein juckendes und entzündliches, meist rezidivierendes, also wiederkehrendes Exanthem mit kleinen Papeln.
    Er ähnelt daher in seinem Aussehen vor allem den flachen Warzen.
  • Seborrhoische Keratosen – sind gutartige, warzenähnliche Geschwülste, deren Farbe von Hautfarben über braun bis schwarz reichen kann.
    Sie können überall auf der Haut auftreten.
  • Hautanhängsel (Achrocordon) – sind kleine, weiche Hautgebilde, die vor allem am Hals, in der Leistengegend oder in Achselhöhlen vorkommen können.
    Zu ihnen zählen auch die sogenannten Stielwarzen, die allerdings nicht zu den Warzen gehören.
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Behandlung Warzen

  • Selbstlimitierend – In der Regel bereiten Warzen keine Beschwerden und verschwinden nach einiger Zeit von allein wieder.
  • Falls die Warze als kosmetisch störend empfunden wird, gibt es verschiedene Ansätze zur Entfernung:
    • Säuren – Es gibt Säuren, wie Salicylsäure oder Milchsäure, welche die Hornschicht der Haut auflösen. Die aufgelösten Schichten sollten anschließend mit einer Feile oder einem Hornhauthobel entfernt werden.
    • Vereisung – Eine Vereisung der Warzen mittels flüssigem Stickstoff ist ebenfalls möglich. Durch die Verdunstung des Stickstoffs entsteht extreme Kälte, die die oberste Hautschicht zerstört. Durch mehrfache Anwendung können Warzen so entfernt werden.

Hinweis! Viele der Warzen verschwinden nach einiger Zeit von selbst wieder und brauchen dafür keine Behandlung.

Wann wird eine Behandlung notwendig?

Gehen die Warzen mit Schmerzen einher oder stören im Alltag oder Erscheinungsbild oder sind übertragbar, so gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten, die zum Teil relativ langwierig sein können.

Die einzige Ausnahme bilden hier die Alterswarzen, die nicht behandelt werden können.

Prinzipiell richtet sich die Therapie nach der Art, der Lokalisation und auch der Anzahl der Warzen und ob ihnen eine Vorerkrankung vorliegt.
Der Arzt entscheidet letzten Endes, welche der Therapiemöglichkeiten die geeignetste ist und wie die Erfolgsaussichten sind. Diese reichen von konservativen Behandlungen bis zum operativen Entfernen.

Warzenpflaster

In den meisten Fällen lassen sich gewöhnliche und plane Warzen sowie Dornwarzen mit speziellen Pflastern oder Lösungen behandeln. Sie enthalten dabei Substanzen wie Milchsäure oder Salicylsäure und sind in jeder Apotheke verkäuflich.
Sie lassen die verhornte Haut über der Warze aufweichen, welche anschließend abgetragen werden kann. Oftmals kann es hier zu kleinen punktförmigen Einblutungen kommen, die jedoch normalerweise unproblematisch sind.  

Anschließend muss das Pflaster beziehungsweise die Lösung erneut aufgetragen werden, bis die Warze irgendwann vollständig verschwindet.

Diese Prozedur kann mehrere Wochen oder sogar mehrere Monate dauern. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Lösungen immer nur auf das warzenbefallene Gewebe aufgetragen wird, da es sonst in der umliegenden Haut zu Hautschädigungen kommen kann.

Wichtig ist auch, dass die Hände und auch Füße regelmäßig gewaschen werden, vor allem nach der Behandlung, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Vereisen

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die sogenannte Kryotherapie.
Hierbei handelt es sich um die Vereisung der Warze mit flüssigem Stickstoff mit einer Temperatur von knapp minus 200 Grad Celsius.

Der Stickstoff wird dabei mit einem Wattebausch oder einer Flasche auf die befallene Hautstelle aufgetragen, wodurch das Warzengewebe abstirbt und die Warze nach einiger Zeit von allein wieder abfällt.
Oftmals reicht eine Kryotherapie allein nicht aus und sollte daher unterstützend zu den anderen Behandlungsmöglichkeiten angewendet werden.
Die Vereisung wird durch einen Hautarzt oder medizinisches Personal angewendet.

Beachte! Unabhängig von der Therapie besteht immer die Möglichkeit, dass Viren zurückbleiben und sich eine neue Warze bilden kann.

Weitere Möglichkeiten

Weitere Therapiemöglichkeiten sind das Wegätzen von Warzen mit Stoffen, die Essigsäure oder Ameisensäure enthalten.
Die Anwendung sollte vorab jedoch mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

Treten die Warzen großflächig aus, können sie auch chirurgisch oder mittels Laser abgetragen werden.
Allerdings entstehen hier Wundbereiche, die vor allem an der Fußsohle zu Schmerzen beim Gehen führen können.

Auch herkömmliche Hausmittel können als unterstützende Therapie eingesetzt werden, wie zum Beispiel Apfelessig oder Teebaumöl.

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Hausmittel Warzen

Neben den Lösungen, Pflastern und Enteisungsmethoden gibt es auch einige Hausmittel, die eine unterstützende Behandlungsmöglichkeit für Warzen bieten.

Am häufigsten werden benutzt:

  • Teebaumöl
  • Apfelessig
  • Wolfsmilch
  • Ringelblumensalbe
  • Thuja
  • Rhizinus-Öl
  • Aloe Vera
  • Schwedenbitter-Auflagen

Bis bei diesen Hausmitteln eine Wirksamkeit eintritt, kann es jedoch bis zu mehreren Monaten dauern.
Wobei eine konsequente Anwendung hierfür Voraussetzung ist.

Beachte! Der größte Nachteil bei der Behandlung von Warzen mit Hausmitteln liegt in den fehlenden Studien zur Wirksamkeit.
Daher sollten diese Präparate vorrangig als unterstützende Hilfe zur herkömmlichen Behandlung angewendet werden.

Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Hausmittel sind oft eine gute Ergänzung, haben jedoch bei einigen Erkrankung ihr Grenzen! Bei Unklarheit wende Dich an Deinen Arzt.
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Prognose

  • Warzen sind in den meisten Fällen harmlos.
  • Der Körper schafft durch die Immunabwehr, die auslösenden Viren zu bekämpfen und die Warze heilt in wenigen Wochen bis Monaten von selbst wieder ab.

Warzen werden in den häufigsten Fällen von Viren ausgelöst.

Sobald der Körper sich mit dem Virus auseinandergesetzt hat und es ihm gelingt, die auslösenden Viren erfolgreich zu bekämpfen, können sie von alleine wieder verschwinden.

Dieser Prozess ist jedoch langwierig und kann Wochen bis Monate dauern.

Auch der Virus- bzw. Warzentyp, sowie der Zustand des Immunsystems spielen hierbei eine große Rolle.

Oftmals verschwinden die Warzen jedoch nur mit einer gezielten Behandlung.

Auch dann ist man nicht vor Warzen geschützt, sondern die Rückfallquote ist relativ hoch.

Wichtig hierbei ist die Vorbeugung vor Warzen und das richtige hygienische Verhalten, vor allem in öffentlichen Badebetrieben.

Beachte! Die Prognose ist daher im Allgemeinen abhängig vom Viren- und Warzentyp, der Größe der befallenen Hautstelle, dem Zustand des Immunsystems und dem Zeitpunkt des Therapiebeginns.

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Vorbeugung

Man kann durch einige Maßnahmen versuchen, die Ansteckung mit den auslösenden Viren zu verhindern:

Vorbeugende Maßnahmen

Da Warzen häufig durch Viren ausgelöst werden, besteht die Möglichkeit ihrer Vorsorge sowohl von innen heraus als auch von außen.

Eine gesunde Haut, eine regelmäßige und gute Körperhygiene und ein stabiles Immunsystem helfen vor Warzen.

  • Körperhygiene – Äußerliche Vorbeugungen liegen vor allem in der regelmäßigen Körperhygiene und dem anschließenden Abtrocknen.
    Hände und Füße sollten stets trocken gehalten werden.
    Auch das regelmäßige Waschen von Socken, Handschuhen und Schuhe dient dazu bei.
  • Impfung – Warzen werden häufig von den humanen Papillomaviren verursacht, die unter anderem bei Frauen auch zu Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen führen können.
    Daher gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, junge Mädchen dagegen zu impfen.
    Diese Impfung wird daher zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr empfohlen.
  • Immunsystem – Außerdem ist es wichtig, sein Immunsystem zu stärken, indem man sich regelmäßig an der frischen Luft bewegt, um die Durchblutung an Händen und Füßen zu fördern und damit die Entstehung von Warzen zu umgehen.
  • Kontaktvermeidung – In öffentlichen Schwimmbädern, Saunen oder Umkleideräumen sollte man immer Badeschuhe tragen, da das Infektionsrisiko sowohl von Warzen als auch von Pilzinfektionen hier enorm hoch ist.
    Das gemeinsame Nutzen von Kosmetika, wie zum Beispiel ein Deo, sollte ebenfalls vermieden werden.
  • Verhütung – Um den Genitalwarzen vorzubeugen, sollte stets verhütet werden.
    Sie schützen nicht nur vor Genitalwarzen, sondern auch anderen sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten.
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Ansteckung & Übertragung

Nicht alle Warzentypen sind ansteckend, allerdings sind die meisten von ihnen durch Viren ausgelöst und daher höchst ansteckend.

Die meisten Warzen werden durch das humane Papillomavirus ausgelöst, die ein enorm hohes Übertragungsrisiko haben.

Alterswarzen dagegen entstehen durch die Bildung von Hautgeweben mit dem Lebensalter und können nicht übertragen werden und sind daher auch nicht ansteckend.

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Lokalisation

Warzen können überall am Körper auftreten, sind jedoch meist typabhängig an bestimmten Körperstellen zu finden.

So finden sich die vulgären Warzen vorrangig an Fingern, am Handrücken, am Nagelrand oder unter der Nagelplatte, an Füßen oder im Gesicht.

Dellwarzen sind meist am Hals, Gesicht oder den Extremitäten zu finden.

Dornwarzen und Mosaikwarzen sind Warzen der Fußsohle und daher auch vorwiegend an der Fußsohle, dem Fußballen oder unter den Zehen sichtbar.

Flache Warzen allerdings sind eher an den Händen oder am Gesicht zu finden.

Auch Pinselwarzen findet man vermehrt im Gesicht und fallen daher oft schneller auf als andere Warzenarten.

Feigwarzen beschränken sich nur auf Genital- oder Analbereich und können den Leidensdruck in Bezug auf Intimität extrem steigern.

Alterswarzen dagegen findet man im Gesicht, am Rücken oder an der Brust.

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Zahlen & Statistiken

  • Alter – Abhängig vom Warzentyp reicht die Altersspanne von den Betroffenen vom Kleinkind bis ins hohe Alter.
  • Häufigkeit – Man schätzt, dass ca. 30% aller Kinder und Jugendlichen an Warzen leiden, wobei Erwachsene mit 5 % seltener betroffen sind.
AQ`sFAQ`s

Was gibt es für Warzenmittel?

In der Apotheke gibt es einige Warzenmittel, welche nicht rezeptpflichtig sind.

Es gibt verschiedene Darreichungsformen wie:

  • Lösungen
  • Pflaster oder
  • Enteiser.

Als Lösungen haben sich vor allem die Warzentinktur von N1 und von Omega Pharma Clabin® Plus bewährt.
Beide werden direkt auf die Warze aufgetragen.

Auch der Warzen-Ex-Stift von SOS und die Duofilm Lösung von GlaxoSmithKline sind beliebte Warzenmittel, die ebenfalls direkt auf die betroffenen Hautareale aufgetragen werden.

Es gibt jedoch auch Pflaster, die man auf die Warzen aufkleben kann, welche bestimmte Stoffe enthalten.
Diese Pflaster sind von der Marke Burgit, Cherioll, Wartner, SOS und vielen anderen käuflich.

Von der Firma Wartner wird auch eine häusliche Enteisungsmethode angeboten, die ähnlich der Kryotherapie beim Hautarzt wirkt, allerdings keine so niedrigen Temperaturen erreicht. Ihr Wirksamkeit ist daher eher umstritten, wobei einige Patienten auf dessen Wirkung schwören.

Wie kann man Warzen vereisen?

Warzen können mit flüssigem Stickstoff in Hautarztpraxen vereist werden.

Der flüssige Stickstoff hat dabei eine Temperatur von minus 196 Grad Celsius und wird direkt auf das Warzengewebe aufgetragen.

Dies ist entweder mittels Wattebausch oder direkt aus einer Flasche möglich.
Durchgeführt wird die Vereisung meist von einem Hautarzt oder medizinischem Personal.

Oftmals ist eine Therapie aus mehreren Sitzungen notwendig, bis die Warze irgendwann von alleine abfällt.

Mittlerweile gibt es auch herkömmliche Vereisungsmethoden in der Apotheke zu kaufen, die allerdings aufgrund der deutlich höheren Temperatur in vielen Fällen zu keinem Erfolg führen.

Was ist das Warzenpflaster?

Warzenpflaster sind eine von mehreren Methoden, die zur Behandlung von Warzen zu Hause angewendet werden können.

Sie sind frei in den Apotheken käuflich und enthalten häufig den Wirkstoff Salicylsäure, welche auf die Warzen reagieren können.

Die im Pflaster enthaltene Säure lässt die oberflächlichste Hautschicht der Warze aufweichen, sodass sie nach jeder Anwendung abgetragen werden kann.

Hinweis! Diese Prozedur führt man so lange aus, bis die Warze nicht mehr sichtbar ist. Daher kann diese Behandlungsmethode mehrere Wochen bis Monate andauern.

Wichtig ist hierbei, dass das Pflaster nur auf der betroffenen Hautstelle aufgetragen werden sollte und der Bereich außen herum gesäubert wird.
Andernfalls wird auch das gesunde Hautgewebe beansprucht und geschädigt.

Außerdem hat es sich bewährt, das Warzenpflaster mit einem normalen Heftpflaster zu fixieren, um ein Verrutschen zu verhindern.

Kann man Warzen lasern?

Wenn andere Behandlungsmöglichkeiten zur Warzenentfernung keinen Erfolg gebracht haben, besteht die Möglichkeit, sie mit einer Laserbehandlung zu therapieren.

Sie wird häufig eingesetzt bei langwierigen Prozessen ohne sichtbaren Erfolg oder auch bei schweren Fällen oder tiefliegenden Warzen, wie zum Beispiel bei Dornwarzen.

Oftmals muss die Behandlung mit Laser mehrfach angewendet werden, um die Warzen vollständig zu entfernen.

Um einer erneuten Warzenbildung vorzubeugen, sollte die Lasertherapie daher immer möglichst frühzeitig angewendet werden.

Die Warze durch einen Laser bestrahlt, dadurch erhitzt und zerstört.

Abhängig von der Größe und der betroffenen Hautfläche können nach der Behandlung Narben entstehen.

Durchgeführt wird sie durch erfahrene Ärzte entweder in Vollnarkose oder in örtlicher Betäubung.

Hinweis! Auch hier ist die Therapie individuell und abhängig vom Ausmaß des Warzenbefalls.

Wie kommt es zu einer Warze?

Bei der Entstehung einer Warze dringt das Virus über kleine Verletzungen in die Haut ein und löst hier ein unkontrolliertes Zellwachstum an.

Dabei werden auch die menschlichen Zellen angetrieben, um weitere Viren zu produzieren.

Jedoch haben nicht alle Warzentypen ihren Ursprung in den humanen Papillom-Viren.

  • Dellwarzen werden von den Viren namens Molluscum contagiosum verursacht.
  • Die Ursache der Alterswarze ist bisher unklar.

Aber auch allgemeine Ursachen bedingen die Bildung von Warzen.

Hierzu gehören ein geschwächtes Immunsystem, eine gestörte Durchblutung in den Endgliedern (Akrozyanose), verstärktes Schwitzen (Hyperhidrose) und seelische Konflikte wie Stress.

Auch Rauchen und die Neigung zu Allergien oder das Vorhandensein einer atopischen Erkrankung, wie zum Beispiel Neurodermitis, gehören zu den Risikofaktoren.

Weitere Risikofaktoren sind Kinder und Jugendliche, die häufig Gemeinschaftsduschen benutzen, zum Beispiel im Sport oder im Schwimmbad.

Auch Familien, in denen Familienangehörige an Warzen leiden, haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls von Warzen befallen zu werden.

Da Genital- beziehungsweise Feigenwarzen ausschließlich im Genitalbereich vorkommen, sind diese vor allem durch Geschlechtsverkehr übertragbar.
Daher ist das häufige Wechseln von Geschlechtspartnern und ungeschützter Geschlechtsvekehr ein großer Risikofaktor.

Auch bei Menschen, die an HIV oder AIDS leiden oder Medikamente einnehmen, die das Immunsystem schwächen (sogenannte Immunsuppressiva), haben ein erhöhtes Risiko für Genitalwarzen.

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Warzen, auch als Verrucae bekannt, sind gutartige Hautwucherungen.

Sie können verschiedene Formen annehmen und an unterschiedlichen Körperstellen auftreten.
Am häufigsten sind Hand- oder Fußsohlen oder auch das Gesicht betroffen.

Warzen werden meist durch Viren verursacht und sind daher hoch ansteckend.

Jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens irgendwann einmal von einem Warzenbefall betroffen.

In der Regel sind diese jedoch harmlos und können nach mehreren Wochen oder Monaten wieder ganz verschwinden.
In einigen Fällen können Warzen jedoch sehr lästig sein und nur durch eine gezielte Therapie abheilen.

Für viele Betroffene sind Warzen unansehnlich und gehen daher mit einem enormen psychischen Leidensdruck einher.

Trotz der unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten, die das Abheilen von Warzen beschleunigen können, ist eine Heilung nicht immer möglich.

Neben den virusbedingten Warzen, die meist durch humane Papillomaviren verursacht werden, gibt es auch die sogenannten Alterswarzen, die im Unterschied zu Ersteren nicht ansteckend sind.
Sie treten meist im höheren Lebensalter auf und führen zu dauerhaften Hautveränderungen.

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aktualisiert: 18.02.2025
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