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pfeilWas ist das?

Ein Muttermal (Leberfleck), auch Nävus genannt, entsteht durch eine lokale Vermehrung von Pigmentzellen/Melanozyten (Pigmentfleck) oder auch Äderchen (Feuermal) und zählt zu den gutartigen Hautveränderungen.

Zusammenfassung Muttermal

  • Muttermale können angeboren oder erworben sein.
  • Sie sind als äußerlich sichtbare, scharf abgegrenzte braune/ schwarze Flecken sichtbar.
  • In den meisten Fällen ist keine Behandlung notwendig.
  • Es kann in seltenen Fällen zu einer bösartigen Entartung kommen.
  • Die ABCDE – Regel hilft bei der Diagnose.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 100%
Alters FaktenAlterjedes
Geschlecht FaktenGeschlecht~ 1 : 1
pfeilIst das gefährlich?

In den allermeisten Fällen ist ein Muttermal harmlos. Es besteht jedoch ein gewisses Risiko einer Entartung. Muttermale sollten daher im Auge behalten werden.

Um das Risiko einer bösartigen Form der Hautveränderung einzuschätzen und eigene Muttermale zu beurteilen, gibt es ein hilfreiches Schema. Das ABCDE-Schema hilft bei der Beurteilung und wird ebenfalls von Hautärzten bei der Bewertung herangezogen (fettgedruckte Eigenschaften deuten hierbei auf eine potentielle Entartungsgefahr hin):

  • A – Asymmetrie
    Ist das Muttermal rundlich oder asymmetrisch geformt?
  • B – Begrenzung
    Ist das Muttermal an den äußeren Rändern klar zur restlichen Haut abgegrenzt oder verschwimmt der Übergang, bzw. zeigt er sich ausgefranst?
  • C – Colorierung (Färbung)
    Ist das Muttermal hellbraun oder ist es verschiedenfarbig bis tiefschwarz?
  • D – Durchmesser
    Ist der Durchmesser des Muttermals unter 5 mm oder über 5 mm?
  • E – Erhabenheit
    Ist das Muttermal flach oder zeigt sich eine deutliche Erhabenheit?

Diese Eigenschaften können selbst oder von einem behandelnden Mediziner beurteilt werden und darauf hin, die Gefährlichkeit des Muttermals einstufen zu können.

Ergibt sich durch die Anwendung des ABCDE-Schemas ein Verdacht, kann durch eine Probenentnahme genauere Aussagen getroffen werden. Hierzu kann eine teilweise oder gänzliche Entnahme des Muttermals erfolgen.

Gefährlichkeit - 2.1 /10
pfeilWann zum Arzt?

Muttermale sind in aller Regel harmlos. Bemerkst Du jedoch Veränderungen in Form und Farbe des Muttermals, oder kommt es zu Jucken, Nässen oder Schmerzen, sollte auf jeden Fall ein Hautarzt aufgesucht werden.

Ein generelles jährliches Hautkrebsscreening ist ab dem 35. Lebensjahr empfehlenswert.

pfeil

Was genau ist ein Muttermal

Ein Muttermal, auf Latein „Naevus (Singular), Naevi (Plural)“ genannt, beschreibt eine abgegrenzte Veränderung der Haut oder der Schleimhaut.

Es ist eine in der deutlich überwiegenden Zahl der Fälle gutartige Wucherung der Haut.

Diese Hautveränderung ist meist stärker pigmentiert (gefärbt) als die umgebende Haut und kann auch darüber erhaben sein.

Ein Muttermal kann sich aus verschiedenen Zelltypen entwickeln, beispielsweise aus Melanozyten (Zellen welche den Hautfarbstoff herstellen), Talgdrüsen, Epidermiszellen (andere Hautzellen).
Je nach Ursprungszelle kann es auch zu verschiedenen Ausprägungsformen kommen. Muttermale gibt es daher in unterschiedlichsten Farben und Formen, sie können einzeln oder gruppiert auftreten, auf ihnen können auch Haare wachsen.

Zumeist haben Muttermale jedoch keinen Krankheitswert.

Muttermale können von Geburt an bestehen, also angeboren sein, oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln (erworben).
Eine familiäre Veranlagung wird ebenfalls für möglich gehalten.

Einige Formen von angeborenen Muttermalen können auch im Laufe des Lebens von selbst wieder verschwinden.

In seltenen Fällen kann sich ein Muttermal jedoch als bösartiger Tumor entpuppen und daher sollte bei auffälligen Veränderungen der Haut durch einen Hautarzt (Dermatologe) begutachtet werden.

Ab dem 35. Lebensjahr kann jeder Mensch bei seinem Hausarzt alle zwei Jahre eine kostenlose Check-Up Untersuchung durchführen lassen, diese beinhaltet ein Screening der gesamten Haut auf auffällige Muttermale und ist daher eine wichtige Vorsorgemaßnahme, um Hautkrebs frühzeitig erkennen zu können.

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Ursachen Muttermal

Muttermale können genetisch bedingt sein oder im Laufe des Lebens erworben.

  • Pigmentzellen/Melanozyten – Gutartige Vermehrung von Pigmentzellen/Melanozyten an einer Stelle.
  • UV-Strahlung – Vermehrter Aufenthalt in der Sonne, besonders in der Kindheit.
  • Hormone – In der Schwangerschaft kann es durch hormonelle Einflüsse auch zu vermehrter Muttermalbildung kommen.
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Symptome Muttermal

  • Asymptomatisch – In der Regel verursachen Muttermale keine Symptome.
  • Sichtbarer Fleck – Äußerlich sichtbarer scharf begrenzter brauner/schwarzer Fleck (Pigmentfleck)
    • zunächst flach, später erhaben, mit warziger Oberfläche.
  • Roter Fleck (Feuermal)
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Diagnose Muttermal

  • Inspektion (Blickdiagnose durch einen Hautarzt)
  • Hautkrebsscreening mit einer bestimmten Lupenlampe
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Bilder

Die meisten gutartigen Muttermale sind einfarbig und besitzen ein braune oder schwarze Farbe und sind am Rand scharf begrenzt.
Ist ein Muttermal im Farbton nicht einheitlich, unregelmäßig geformt und grenzt sich nicht deutlich von der umgebenen Haut ab, sollte man es ärztlich abklären lassen. Auch bei Veränderungen ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

Das Muttermal kann eine Erhabenheit über dem Hautniveau besitzen und darauf können auch Haare wachsen.

Beachte! Sollte eine optische Veränderung des Muttermals beobachtet werden, sollte unbedingt ein Hautarzt zur Beurteilung hinzugezogen werden, da in einzelnen Fällen das Risiko zum Übergang in eine Form des Hautkrebses bestehen kann.

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Du kannst natürlich jederzeit eine Entfernung beatragen!
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Differenzialdiagnose

  • Malignes Melanom – Im Gegensatz zu einem „gewöhnlichen“ gutartigen Muttermal (Naevus) kann eine bösartige Hauterkrankung vorliegen.
    Der bekannteste Vertreter dieser Hautkrebsarten ist das maligne Melanom.
    Es ist ein aggressiver Hauttumor, der zunächst unscheinbar wirkt, aber schnell innerhalb des Körpers streuen kann (Metastasierung) und somit einen dramatischen Krankheitsverlauf bietet.
    Um bösartige Tumoren von Muttermalen zu unterscheiden ist es essentiell regelmäßige Check-Ups durchführen zu lassen und auffällige Stellen zeitnah ärztlich abklären zu lassen. Verdächtig für eine Entartung sind Hautmale, die asymmetrisch geformt, unregelmäßig begrenzt und gefärbt und groß bzw. an Größe stark zunehmend sind.
  • Hellbraune Hautflecken – Eine weitere Differentialdiagnose stellt das Auftreten von unzähliger hellbrauner Flecken auf dem Körper dar.
    Diese „cafe-au-lait“-Flecken können in einigen Fällen Hinweis auf eine andere Grunderkrankung, wie beispielsweise Neurofibromatose, liefern.
  • Entzündung der Haut – Ein akut auftretende rundliche Erhabenheit, kann auch eine kleine Hautverletzung mit einhergehender Entzündung sein, wie beispielsweise durch einen Fremdkörper, eine Verbrennung oder einen Insektenstich.
    Diese können manchmal mit einem Muttermal verwechselt werden.
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Behandlung Muttermal

  • Ohne Behandlung – Solange ein Muttermal keine Malignitätskriterien (Bösartigekeit) aufweist (ABCDE- Regel), ist keine Behandlung nötig.
  • Entfernung – Evtl. chirurgische Entfernung mit Skalpell unter örtlicher Betäubung.

Wann muss ein Muttermal behandelt werden

Anhand des ABCDE-Schemas erhalten Arzt und Patient einen guten ersten Eindruck, ob ein Muttermal bedenklich oder unbedenklich scheint.

Bei auffälligen Veränderungen sollte immer die ärztliche Mitbeurteilung erfolgen.
Dies kann eine Probenentnahme aus der Hautstelle notwendig machen, in einigen Fällen wird dabei gleich das ganze Muttermal entfernt, in anderen nur Teile entnommen.

Beachte! Wenn ein Muttermal Hinweise auf eine bösartige Erkrankung zeigt, sollte in jedem Fall eine Behandlung erfolgen.

Die Therapieentscheidung wird dabei nach einer Einschätzung des Stadiums der Erkrankung getroffen und ist daher individuell zu treffen.

Sollten sich Auffälligkeiten der Haut oder des Muttermals zeigen, die als störend empfunden werden, sollte mit dem Hautarzt eine Untersuchung und Ursachenfindung erfolgen. Für viele Symptome kann dazu eine passende Lösung gefunden werden.

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Prognose

  • Gutartige Muttermale können bösartig entarten (Dysplastischer Nävus)
  • Besonders unregelmäßige und viele Muttermale sind gefährdet
  • ABCDE- Regel
    • Asymmetrie
    • Begrenzung
    • Color (Farbe)
    • Durchmesser
    • EntwicklungErhabenheit
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Vorbeugung

  • Regelmäßiges Hautkrebsscreening beim Hausarzt
  • Auf Jucken oder Schmerzen achten
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Lokalisation

UV-Strahlung, also das Sonnenlicht, kann ebenfalls die Entstehung solcher Hautveränderungen begünstigen.
Besonders der Sonne ausgesetzte Hautpartien können daher ein verstärktes Vorkommen von Muttermalen (beispielsweise Sommersprossen)

Beachte! Hierbei ist zu beachten, dass auch das Risiko einer Entartung hin zu einem bösartigen Tumor begünstigt wird. Es ist immer auf ausreichenden Sonnenschutz für die Haut zu achten.

pfeil

Zahlen & Statistiken

  • Häufigkeit – Fast jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens mindestens ein Muttermal entdecken.
    Je nach ethnischer Herkunft, Genetik und Umweltverhältnissen ausgeprägter oder weniger ausgeprägter.
    Im Durchschnitt können sich pro Person circa 25 Muttermale auf dem Körper finden, dabei ist zu beachten, dass auch Muttermale auf den Schleimhäuten entstehen können. Die Muttermale können also am gesamten Körper und auch auf der behaarten Kopfhaut entstehen, daher ist eine gründliche Inspektion empfehlenswert.
  • Wer ist betroffen – Je nach Muttermal(Naevus)-Art sind unterschiedliche Personengruppen verstärkt betroffen. Beispielsweise zeigt die angeborene dermale Melanozytose, ein Pigmentfleck, der sich bei Neugeborenen meist im Steißbereich zeigt und häufig spontan verschwindet, eine überproportional häufiges Auftreten bei dunkelhäutigen Menschen aus dem asiatischen und afrikanischen Raum.
AQ`sFAQ`s

Wann muss man mit einem Muttermal zum Arzt?

Grundsätzlich ist das Vorkommen von einem oder mehreren Muttermalen, erst einmal kein Anlass sich Sorgen zu machen.

In einem großen Teil der Fälle sind sie Hauterscheinungen ohne Krankheitswert.
Es ist jedoch sinnvoll, sein Hautbild selbst regelmäßig zu beurteilen oder dies vom behandelnden Arzt durchführen zu lassen.

Zeigt ein Muttermal unter Anwendung des ABCDE-Schemas (siehe - ist das gefährlich) eine Auffälligkeit:

  • asymmetrische Form,
  • unscharfe Begrenzung,
  • dunkle oder ungleichmäßige Färbung,
  • Durchmesser größer 5 mm oder schnelles Größenwachstum,
  • Erhabenheit

sollte es unbedingt ärztliche begutachtet werden.

Auch neu aufgetreten schnell wachsende Male, entzündete, blutende oder juckende Veränderungen sollten zusätzlich von einem Hautarzt untersucht werden.
Bei Unsicherheiten oder Beschwerden können Muttermale so mit ärztlicher Hilfe kompetent eingeschätzt und gegebenenfalls behandelt werden.

Zu welchem Arzt muss man mit einem Muttermal?

Bei Vorliegen eines auffälligen Muttermales oder zur Kontrolle des Hautbildes, ist ein Dermatologe (Hautarzt) der richtige Ansprechpartner.

Zur regelmäßigen Vorsorge oder als erste Lösung, falls noch kein Hautarzt bekannt ist, kann der Hausarzt die Lage begutachten und gegebenenfalls weiter verweisen.

Wo treten Muttermale besonders häufig auf?

Muttermale können sich am gesamten Körper zeigen.

Dabei können sie sowohl auf Haut und Schleimhäuten, sowie auch auf der behaarten Haut (beispielsweise am Kopf) auftreten.

Einige Muttermale treten verstärkt durch UV-Strahlung auf. Daher können Körperstellen, welche häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, eine vermehrte Häufigkeit von Muttermalen aufweisen.
Je nach Sonnenschutz und Aufenthalt im Sonnenlicht können dabei verschiedene Areale betroffen sein, wie beispielsweise das Dekollete, Gesicht, Nacken und Schultern.

Durch Hormonumstellungen und auch genetisch bedingt können Muttermale an bestimmten Stellen verstärkt auftreten.

Bei der sogenannten angeborenen dermalen Melanozytose tritt zum Beispiel ein dunkler Pigmentfleck vorrangig im Steißbereich bei Neugeborenen auf und verschwindet häufig im Alter wieder vollständig.

Was kann es sein, wenn ein Muttermal juckt?

Sollte ein Muttermal Juckreiz auslösen, ist es ratsam, die Veränderung dem Hautarzt mitzuteilen und einen Blick darauf werfen zu lassen.

Wurde das Muttermal durch Kratzen verletzt, kann es zu einer Infektion kommen, die sich auch einmal in Juckreiz äußern kann.

Beachte! In jedem Fall sollte dieses Symptom, wenn es länger andauert, von einem Arzt beurteilt werden.

Häufig steckt hinter einem vorübergehenden Juckreiz keine Bedeutung.
In seltenen Fällen kann der Juckreiz auch Zeichen einer bösartigen Hautveränderung sein. Dabei sollte das Gesamtbild des Muttermals bewertet werden und gegebenenfalls mit einer Probenentnahme überprüft werden.

Was kann es sein, wenn ein Muttermal blutet?

Fängt ein Muttermal ohne äußerliche Einwirkung oder schon bei kleinsten, normalerweise harmlosen Berührungen, an zu bluten, ist dies dringend von einem Hautarzt abklären zu lassen.

Ein blutendes Muttermal kann Hinweis auf eine bösartige Erkrankung (Hautkrebs), schnelles Wachstum oder eine Wundheilungsstörung liefern.

Hierbei ist klar zu unterscheiden, ob das Muttermal durch eigenen Manipulation (Kratzen, Herumdrücken) zum Bluten gebracht wurde, oder ob es spontan blutet.

Wenn das Muttermal normalerweise unauffällig ist und nur blutet, weil daran gekratzt wurde, besteht kein Grund zur Besorgnis.

Was kann es sein, wenn ein Muttermal schmerzt?

Ein Muttermal ist grundsätzlich nicht schmerzhaft.

Tritt ein neuer Schmerz bei einem bekannten Muttermal auf, sollte dieses ärztlich untersucht werden. Es kann ein Hinweis auf eine bösartige (Hautkrebs) oder andere Erkrankung der Haut sein.
Harmlose Gründe, aus denen ein Muttermal schmerzen kann, sind beispielsweise:

  • Verletzung – eine selbst durch Manipulation ausgelöste Verletzung (Bluten, Krustenbildung, Entzündungszeichen bei Infektion wie: Wärme, Rötung, Schwellung)
    ACHTUNG: Sollte eine Entzündung des Muttermals bestehen, welche nicht zeitnah rückläufig ist, sollte unbedingt eine Behandlung zur Desinfektion und ggf. auch an den Keim angepasst (bei Bakterien: Antibiotikum) erfolgen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. 
    • eine Verletzung durch Kleidung (häufig bei erhabenen Muttermalen, welche beim Ankleiden „im Weg“ sind und an denen man leicht hängen bleibt).
  • Sonnenbrand – je nach Typ des Muttermals, kann die Haut dort empfindlicher und schmerzhafter reagieren als die Umgebung.
  • Entzündete Haarwurzel – im Bereich des Muttermales (sowohl bei Körper als auch bei Kopfbehaarung möglich).

Wann sollte man ein Muttermal entfernen lassen?

Gibt es Grund zur Annahme, dass ein Muttermal eine Vorstufe oder schon eine Form des Hautkrebses zeigt, sollte dieses unbedingt operativ entfernt werden.

Zusätzlich dazu sind häufig weitere Untersuchung zur Ausbreitung der Erkrankung und auch systemische Behandlungen wie beispielsweise eine Chemotherapie nötig. 

Kosmetische Gründe

Andere Motivationen um sich ein Muttermal entfernen zu lassen können kosmetische Gründe sein.
Für einige Menschen können Muttermale als unästhetisch oder optisch störend empfunden werden, wie die Entfernung erfolgt und ob es einen Kostenzuschuss der Krankenkasse gibt, ist jedoch individuell festzustellen.

Entartung

Ein wichtiger weiterer Grund zur Entfernung kann eine Neigung zur Entartung von Muttermalen sein.
Sind bereits Hautkrebsformen oder Vorstufen vorgekommen, kann es sinnvoll sein, bestimmte verdächtige Muttermale frühzeitig zu entfernen, um eine Entartung vorzubeugen.

Weitere Gründe

Bei Muttermalen, die häufig bluten, schmerzen, oder anfällig für Verletzungen sind, kann die Entfernung ebenfalls Linderung verschaffen.

Wie kann man ein Muttermal entfernen und was kostet es?

Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen, um ein Muttermal zu entfernen:

  • Laser-Behandlung – mit einem gebündelten Hitzestrahl wird das Gewebe verbrannt und damit das Muttermal entfernt.
  • Kryo-Behandlung (Kälte) – durch Vereisung, meist mittels Stickstoff, kann das Gewebe zerstört werden, je nach Muttermal oder Hautveränderung reicht dies alleinig aus und das Gewebe wird selbst vom Körper abgestoßen oder es muss durch eine chirurgische Maßnahme unterstützt werden.
  • Operative Entfernung – mittels Skalpell oder elektronischem OP-Besteck.
  • Radio-Frequenz-Behandlung – es erfolgt eine auf Strom basierende chirurgische Entfernung mit geringerem Gewebeschaden.

Kostenübernahme

Die Entfernung eines Muttermals kann, je nach Grund, finanziell von der Krankenkasse unterstützt oder sogar gänzlich bezahlt werden.

  • Besteht die medizinische Indikation zur Entfernung, sollte dies unbedingt angefordert werden.
  • Bei kosmetischen Gründen muss die Entfernung häufig aus eigener Tasche bezahlt werden.

Die Kosten für so eine Behandlung sind abhängig von der behandelnden Praxis, der angewendeten Methode und der Art und Menge der Läsionen und kann daher nur individuell beurteilt werden.

Wie läuft eine Laserbehandlung ab?

Bei einigen Muttermalen kann es sinnvoll oder gewünscht sein, diese zu entfernen.
Eine wirksame Methode zum Entfernen von Muttermalen stellt die Laserbehandlung dar.

Dabei wird durch der Laser Wasser in den Hautzellen verdampft und diese Energie führt zur Zerstörung der anvisierten Hautzellen.
Der kann sehr präzise und punktuell eingesetzt werden, weshalb er sich zur Entfernung von Muttermalen eignet.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung sollte die Indikation zur Entfernung durch einen Hautarzt gestellt werden und der Laser, wenn medizinisch sinnvoll, als Methode ausgewählt werden. Dieser Prozess erfolgt mit ihrem Arzt gemeinsam.
Dann wird ein geeigneter Termin gefunden und finanzielle Aspekte besprochen. Sind die Entscheidung getroffen, wird der Patient detailliert über den Eingriff und mögliche Nebenwirkungen/Risiken aufgeklärt und gibt seine Einwilligung.

Ablauf

  1. Zur Vorbereitung wird das zu behandelnde Areal betäubt, je nach Muttermal kann dies mit einem Lokalanästhetikum (Betäubungsmittel) und einer Spritze direkt in die gewünschte Region eingebracht werden.
  2. Anschließend sollte der Patient keine Schmerzen im Bereich des Eingriffs mehr spüren können.
    Bei sehr kleinen Befunden kann auch auf ein Lokalanästhetikum verzichtet werden.
  3. Der Eingriff an sich dauert je nach Menge und Größe der Hautläsionen meist nur wenige Minuten. Anschließend wird die Wundfläche gesäubert und steril mit einem Wundverband oder Pflaster versorgt.

Nachbehandlung

Der Behandler kann zur geeigneten Nachsorge eine geeignete Pflege empfehlen, im Vordergrund steht dabei die saubere Abheilung.

Das Pflaster kann meist zeitnah entfernt werden. Es sollte darauf geachtet werden, die Wunde von schweren Kosmetika, Parfum und Sonnenlicht fernzuhalten bis eine vollständige Heilung erfolgt ist, idealerweise einige Monate.

Diese Umstände können den Heilungsprozess verlängern oder sogar behindern, da die Haut anfangs sehr empfindlich ist und somit auch eine leichte Eintrittspforte für Infektionen bieten kann.
Je nach Veranlagung und Pflege kann es zu einer Narbenbildung kommen.

Komplikationen

Komplikationen bei dieser Art von Eingriff sind relativ selten.
Hierzu zählen übermäßige Narbenbildung oder Verfärbung des behandelten Bereichs, sowie allgemeine Komplikationen wie z. B. Infektion durch die Operation. Bei Sorgen sollten dies im Vorhinein mit dem Behandler besprochen werden.

Kosten

Es ist zudem ratsam, sich vor diesem Eingriff über finanzielle Unterstützung und deren Bedingen bei der Krankenkasse zu informieren.
Die genauen Kosten kann der behandelnde Arzt individuell darlegen.

Im Durchschnitt beträgt für Selbstzahler der Eingriff zur Entfernung eines Muttermals zwischen 2 und 3-stelligen Bereich.

Was passiert, wenn man ein Muttermal aufkratzt?

Wird ein Muttermal aufgekratzt, kommt es zu einer Verletzung der Haut. Dabei kann es zu einer Blutung kommen.

Diese entstandene Wunde öffnet eine Eintrittspforte für alle möglichen Umweltstoffe und Erreger, die sich auf unserer Haut befinden können.
Dazu zählen auch Bakterien, die eine Infektion des Muttermals auslösen können.

Kommt es zu solch einer Infektion, kann die Wunde eitrig, gerötet, überwärmt, schmerzhaft und geschwollen sein.
Dies ist zum einen sehr unangenehm, kann zu Narbenbildung aber auch zur Ausbreitung der Infektion im Gewebe und in den Organismus führen.

Beachte! Es ist daher wichtig bei einer solchen Infektion einen Arzt aufzusuchen, um eine geeignete Therapie zu erhalten, wenn dies notwendig sein sollte.

Sollte die Wunde abgeheilt sein, kann durch die Narbe oder Reizung eine erneute Verletzung begünstigt werde. Aus hygienischen und medizinischen Aspekten ist es daher nicht ratsam, selbst an einem Muttermal zu kratzen.

Sollte das Muttermal als störend empfunden werden, kann über eine kosmetische Entfernung nachgedacht werden. Diese Vorgehensweise ist mit weniger Infektionspotential behaftet als eigenständiges Manipulieren des Muttermals.

Muttermale und Hautkrebs, was gibt es für Zusammenhänge?

Muttermale beschreiben pigmentierte Hautveränderung die in der Regel gutartigen Charakter ohne Krankheitswert besitzen.

In einigen Fällen können scheinbar harmlose Läsionen eine Entwicklung zu bösartigen Hauterkrankungen wie Hautkrebs zeigen.

Einige Veränderungen, die als Muttermale auffallen, können sich tatsächlich als eine Form der Hautkrebs entpuppen.

Was ist Hautkrebs?

Hautkrebs beschreibt eine bösartige Veränderung von Hautzellen und kann in verschiedenen Formen vorkommen.
Dazu zählen beispielsweise:

  • das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs)
  • sowie das Basalzellkarzinom und
  • Plattenepithelkarzinom.

Da diese Veränderungen anfangs wie ein harmloses Muttermal anmuten können, ist es wichtig, sein Hautbild regelmäßige selbst zu untersuchen und geeignete Vorsorgeuntersuchung wie den Check Up 35 wahrzunehmen.

Beachte! Sollten Veränderungen an einem Muttermal auffallen, ist eine ärztliche Untersuchung dringend angezeigt.

arrow downZusammenfassende Tabelle

Ein Muttermal, auf Latein „Naevus (Singular), Naevi (Plural)“ genannt, beschreibt eine abgegrenzte Veränderung der Haut oder der Schleimhaut.

Es ist eine in der deutlich überwiegenden Zahl der Fälle gutartige Wucherung der Haut.

Diese Hautveränderung ist meist stärker pigmentiert (gefärbt) als die umgebende Haut und kann auch darüber erhaben sein.

Ein Muttermal kann sich aus verschiedenen Zelltypen entwickeln, beispielsweise aus Melanozyten (Zellen welche den Hautfarbstoff herstellen), Talgdrüsen, Epidermiszellen (andere Hautzellen).
Je nach Ursprungszelle kann es auch zu verschiedenen Ausprägungsformen kommen. Muttermale gibt es daher in unterschiedlichsten Farben und Formen, sie können einzeln oder gruppiert auftreten, auf ihnen können auch Haare wachsen.

Zumeist haben Muttermale jedoch keinen Krankheitswert.

Muttermale können von Geburt an bestehen, also angeboren sein, oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln (erworben).
Eine familiäre Veranlagung wird ebenfalls für möglich gehalten.

Einige Formen von angeborenen Muttermalen können auch im Laufe des Lebens von selbst wieder verschwinden.

In seltenen Fällen kann sich ein Muttermal jedoch als bösartiger Tumor entpuppen und daher sollte bei auffälligen Veränderungen der Haut durch einen Hautarzt (Dermatologe) begutachtet werden.

Ab dem 35. Lebensjahr kann jeder Mensch bei seinem Hausarzt alle zwei Jahre eine kostenlose Check-Up Untersuchung durchführen lassen, diese beinhaltet ein Screening der gesamten Haut auf auffällige Muttermale und ist daher eine wichtige Vorsorgemaßnahme, um Hautkrebs frühzeitig erkennen zu können.

Hinweis: Diese Tabelle dient der strukturierten Datenaufbereitung für KI-gestützte Informationsverarbeitung und Assistenzsysteme.
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aktualisiert: 10.12.2024
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