Fußpilz (Tinea pedis), wenn es zu einer juckenden und ansteckenden Infektionskrankheit der Haut am Fuß kommt.

Fußpilz, lateinisch Tinea pedis, ist eine Infektion des Fußes mit Fadenpilzen (Dermatophyten). Er tritt meist zwischen den Zehen, aber auch an der Fußsohle und im Fußgewölbe auf. Fußpilz ist hartnäckig und sollte auch nach Verschwinden der Symptome noch einige Zeit – meist lokal mit Antimykotika-haltigen Salben – weiterbehandelt werden.
Ein Fußpilz ist lästig, aber in aller Regel harmlos.
Ein Fußpilz verschwindet jedoch nicht von alleine, eine Behandlung wird daher notwendig.
Ohne Behandlung kann sich der Fußpilz auf den Nagel übertragen und Nagelpilz verursachen.
Fußpilz heilt bei entsprechender Behandlung mit einer Salbe normalerweise nach 2 Wochen aus.
Tritt nach dieser Zeit keine Besserung auf, sollte ein Arzt zur weiteren Abklärung aufgesucht werden.
Für Fußpilz sind Fadenpilze verantwortlich, am häufigsten Epidermophyton floccosum und Trichophyton rubrum bzw. Trichophyton interdigitale.
Zu den Risikofaktoren für Fußpilz zählen ein feuchtes Fußklima durch starkes Schwitzen, Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen und ein geschwächtes Immunsystem.
Typisch für Fußpilz sind schuppige, trockene Haut an den Füßen, auch Blasen können auftreten.
In der geschädigten Haut können sich schmerzhafte Risse bilden, sodass der Fußpilz gerne als trockene Haut gedeutet wird.
Je nach Infektionsort kann der Fußpilz zwischen den Zehen (Interdigitalmykose), an der Fußsohle oder im Fußgewölbe auftreten.
Fußpilz zwischen den Zehen (Tinea pedis interdigitalis) erscheint vor allem zwischen dem vierten und fünften Zeh.
Für subjektive Beschwerden sorgt vor allem ein ausgeprägter Juckreiz oder ein brennendes Gefühl.
Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Verdickung der Hornschicht.
Es bilden sich immer größere Hautschuppen, die abfallen und darunter gereizte, gerötete und aufgequollene Haut zum Vorschein bringen.
Die Diagnose Fußpilz erfolgt in der Regel klinisch (Betrachten und Untersuchen des Patienten) anhand des Erscheinungsbildes des Fußpilzes.
Darüber hinaus kann der Erreger mittels einer Hautprobe genauer identifiziert werden.
Dafür schabt der Arzt mit einem Spatel einen Teil der veränderten Haut ab.
Unter eine Schwarzlichtlampe lassen sich zudem einige Pilzinfektionen als fluoreszierende Hautareale darstellen.
Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt.
In bestimmten Fällen kann der Besuch eines Dermatologen oder Podologen erforderlich sein.
Bei Fußpilz erscheint die Haut leicht schuppig, aufgerissen und es kommt zu Rötung. Begleitet wird Fußpilz oft durch einen ausgeprägten Juckreiz.
Ähnliche Symptome verursacht der sogenannte „atopische Winterfuß“, ein Ekzem des Fußes, das vor allem in der kalten Jahreszeit auftritt: Trockene Luft, das dauernde Tragen von Socken und dicken Schuhen trocknen die Füße aus, sodass sich in der Haut schmerzhafte Risse bilden.
Der „atopische Winterfuß“ als Minimalform der Neurodermitis betrifft vor allem Kinder.
Als weitere Differenzialdiagnose kommt eine allergische Reaktion des Fußes gegen die Socken oder Schuhe in Betracht.
Zur Abklärung können mikrobiologische und allergische Tests durchgeführt werden.
Pilzinfektionen werden relativ einfach mit Antimykotika behandelt, welche die Pilze am Wachstum hindern bzw. abtöten.
Bei Fußpilz werden diese vorwiegend lokal aufgebracht – etwa als Salbe, Spray, Creme oder auch als Pulver.
Ist die Infektion jedoch fortgeschritten bzw. ein großflächiges Areal befallen, kann auch die Einnahme in Form von Tabletten erforderlich sein.
Fußpilz ist ein hartnäckiger Gegner.
Deshalb sollte die Behandlung regelmäßig und auch nach Abklingen der Symptome fortgeführt werden, insgesamt zwischen 2 und 4 Wochen.
Ebenso wichtig ist es, getragenes Schuhwerk sowie die Socken zu reinigen und anschließend zu desinfizieren.
Wer Fußkontakt vermeiden möchte, für den sind Sprays die geeignete Variante.
Fußpilz-Sprays enthalten z. B. Antimykotika wie Terbinafin und Bifonazol oder pflanzliche Stoffe wie Nelkenöl oder Ringelblumenextrakt.
Zur Behandlung von Fußpilz stehen zahlreiche Mittel zur Verfügung.
Je nach Hautzustand sollte man bei trockener Haut eher Cremes und Salben verwenden, um die Haut zu pflegen.
Bei stark schwitzenden Füßen kann es dagegen sinnvoll sein, ein Puder anzuwenden.
Bei ausgeprägtem Befall kann die Einnahme von Tabletten erforderlich sein.
Folgende antimykotische Wirkstoffe helfen gegen Fußpilz
Gegen Fußpilz stehen viele Hausmittel zur Verfügung. Allerdings ist wichtig anzumerken, dass deren Wirksamkeit mangels Studien bislang wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist.
Die Behandlung mit Hausmitteln stellt daher lediglich eine Ergänzung dar.
Folgende Mittel kann man jedoch begleitend ausprobieren:
Hausmittel dienen oft nur als ergänzende Behandlung und können in vielen Fällen eine medikamentöse Therapie nicht ersetzen.
Wende Dich immer an Deinen behandelnden Arzt!
Fußpilz ist in den meisten Fällen harmlos, jedoch hartnäckig – deswegen ist eine adäquate Therapie wichtig.
Durch eine regelmäßige Behandlung über einen Zeitraum von mehreren Wochen dürfte einer Heilung allerdings nichts im Wege stehen.
Jedoch sind Rezidive nicht selten, der Fußpilz kann sich also wieder ausbilden.
Komplikationen sind bei Fußpilz eher selten. Unter Umständen kann sich der Fußpilz jedoch ausbreiten.
Einerseits kann er sich lokal auf die Fußnägel ausbreiten (Nagelpilz), andererseits können Pilzsporen beim Abtrocknen mit dem Handtuch an andere Körperstellen transportiert oder beim Kratzen unter den Fingernägeln hängen bleiben.
Somit ist prinzipiell ein Befall jedes Körperareals möglich.
An sich ist der Fußpilzerreger für den Menschen zwar ungefährlich, jedoch wird die Haut als Abwehrbarriere geschädigt.
Somit können andere infektiöse Erreger leichter eindringen und weitere Infektionen verursachen.
Bekanntes Beispiel ist die Infektion mit Streptokokken, die ein Erysipel (Wundrose) mit starkem Fieber verursacht.
Die Hauptmaßnahme gegen Fußpilz ist, ein dauerhaft feuchtes Fußklima zu vermeiden.
Besonders nach einem Bad oder der Dusche sind die Füße gründlich abzutrocknen, bevor man sie wieder in Socken und Schuhe steckt.
Im Sommer kann es helfen, auf Sandalen umzusteigen oder die Füße, wenn möglich, einfach barfuß zu lassen.
Badeschuhe sind übrigens nicht geeignet, um einem Fußpilz vorzubeugen.
Die Füße haben beim Tragen zwar keinen direkten Kontakt mehr zu infizierten Oberflächen, jedoch gelangt kontaminiertes Wasser ebenso an die Füße.
Außerdem bietet die Oberfläche der Schuhe ihrerseits eine ideale Umgebung für Pilzsporen.
Darüber hinaus können alle Maßnahmen, die das Immunsystem stärken, helfen, Fußpilz zu vermeiden.
Für die Übertragung sind Pilzsporen verantwortlich, die in abgeschilferten Hautbestandteilen einige Tage bis Wochen überleben können.
Die Übertragung findet einerseits durch direkten Kontakt mit dem infizierten Fuß, andererseits indirekt über Kontakt mit einer von Erregern besiedelten Oberfläche statt.
Für eine Infektion mit Fußpilz besonders geeignet sind Schwimmbäder, Duschen und Saunen, also überall dort, wo es feucht und warm ist und die Menschen barfuß sind.
Fußpilz während der Schwangerschaft wird lediglich lokal behandelt, also mit Cremes, Salben, Puder und Sprays, usw.
Eine systemische Therapie mit Tabletten gegen Fußpilz in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.
Viele Antimykotika gegen Fußpilz dürfen während Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, z. B. Itraconazol, Ciclopirox, Terbinafin, Griseofulvin.
Eine lokale Verwendung von Clotrimazol oder nach sorgfältiger Abwägung von Bifonazol ist während der Schwangerschaft unter ärztlicher Kontrolle dagegen möglich.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.