Verbrennung (Verbrühung), wenn es zu einer Verletzung der Haut oder tiefer liegenden Gewebe durch übermäßige Hitzeeinwirkung kommt. (stadienabhängig)

Bei einer Verbrennung handelt es sich um eine Schädigung der Haut oder des Gewebes, die durch direkte Hitzeeinwirkungen entsteht. Diese kann durch heiße Gegenstände, Chemikalien, Dämpfe oder Gase, elektrischen Strom oder Reibung, Röntgenstrahlung, Flammeneinwirkung oder Explosionen verursacht werden. Bei zu starker Sonneneinstrahlung kann es ebenfalls zu Verbrennungen kommen, die als Sonnenbrand bekannt sind. Bei Kontakt mit heißen oder ätzenden Flüssigkeiten spricht man von Verbrühungen.
Einen Hautarzt solltest Du aufsuchen, wenn …
Bei einer Verbrennung handelt es sich um eine Schädigung der Haut oder des Gewebes, die durch direkte Hitzeeinwirkungen entsteht.
Diese kann durch
Verbrennungen können am gesamten Körper entstehen, am häufigsten sind jedoch das Gesicht, die Lippen, die Mundhöhle, der Gaumen oder die Hand betroffen.
Es werden dabei primär die Haut und Schleimhaut geschädigt, wobei man dann von Brandwunden spricht.
Hinweis! Verbrennungen können dabei in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden, die abhängig von der Ausdehnung und der Tiefe der Verletzung sind.
Jedes Jahr erleiden viele Menschen Verbrennungen, wobei die meisten davon im Haushalt oder bei der Arbeit entstehen.
Eine Verbrennung der Haut kann unterschiedliche Ursachen haben.
Sie entstehen, wenn der Körper starker Hitze ausgesetzt wird oder mit Chemikalien in Berührung kommt.
Schon bei relativ niedrigen Temperaturen ab ca. 44 Grad Celsius kann die Haut Schäden davontragen.
Allerdings ist neben der Art der Hitzeeinwirkung auch die Dauer ursächlich.
Die häufigsten Verbrennungen entstehen im Haushalt beim Kochen, wenn die Haut mit dem Herd, kochenden Flüssigkeiten oder heißem Wasserdampf in Berührung kommt.
Vor allem in kalten Jahreszeiten zählen auch Wärmflaschen und Heizkissen zu den häufigen Ursachen.
Auch beim Bügeln oder Kontakt mit dem heißen Backofen kann es dazu kommen.
Weitere Ursachen können heißes Fett, offenes Feuer, Brände oder Explosionen sein. Aber auch heiße Gegenstände, wie heißes Metall, Kohle oder Glas könne zu sogenannten Kontaktverbrennungen führen. Vor allem bei Arbeiten in Chemiefachbereichen führen ätzende Chemikalien, Lösungsmittel oder Detergenzien zu chemischen Verbrennungen, die oftmals hohe Schweregrade annehmen können.
Darüber hinaus sind Elektroverbrennungen durch elektrischen Strom oder Hochspannungsleitungen, aber auch Strahlenverbrennungen durch starke Sonneneinstrahlung, Solariumbesuche, UV- und Röntgenstrahlungen weit verbreitet.
Zu den Risikofaktoren gehören also Menschen, die mit solchen Auslösern in Kontakt kommen, unabhängig von privaten oder arbeitsbedingten Umständen.
Auch Menschen, die von Natur aus sehr dünne Haut haben oder experimentierfreudig sind, sind häufiger von Verbrennungen betroffen. Eine weitere Risikogruppe sind Kleinkinder, sobald sie selbstständig laufen können. Dabei passieren die meisten Verbrennungsunfälle im Haushalt.
Die Symptome einer Verbrennung unterscheiden sich je nach Schweregrad bzw. Tiefe der Verbrennung.
Das tückische ist, dass mit zunehmender Tiefe der Verbrennung das Schmerzempfinden geringer wird, da die Nervenfasern, die für die Weiterleitung des Schmerzes zuständig sind, schon geschädigt/zerstört wurden.
Abhängig vom Verbrennungsgrad können unterschiedliche Symptome, die sich oftmals auch erst einige Stunden nach dem Ereignis bemerkbar machen, auftreten.
Dabei gilt jedoch, dass je tiefer die Verbrennung in die Haut hineinreicht, desto mehr geht das eigentliche Schmerzempfinden verloren.
Das bedeutet, dass bei Verbrennungen 4. Grades in manchen Fällen überhaupt keine Schmerzen auftreten, da neben dem Gewebe auch die Nervenendigungen, die für das Schmerzempfinden essentiell sind, ebenfalls zerstört wurden.
Oftmals reicht die Blickdiagnose aus, um die Diagnose Verbrennung stellen zu können. Allerdings wird neben der klinischen Untersuchung auch der Unfallhergang erfragt, um herauszufinden, um welche Art der Hitzeeinwirkung es sich handelt.
Dazu werden dem Betroffenen, falls dieser wach und ansprechbar ist, Fragen zur Ursache der Verbrennung, der Schmerzsituation und weiteren Symptomen gestellt.
Zudem wird der Arzt Puls, Blutdruck und Atemfrequenz messen, sowie die Arbeitsleistung des Herzens und die Lungenfunktion.
In manchen Fällen ist auch ein Röntgenbild der Lunge notwendig.
Um den Schweregrad und Umfang der Verbrennung messen zu können, wird die sogenannte Neuner-Regel angewendet.
Dabei wird der Körper in mehrere Bereiche eingeteilt, die einen bestimmten Prozentwert der gesamten Körperoberfläche ausmachen.
Anschließend werden die betroffenen Hautareale zusammengezählt, um eine ungefähre Einschätzung der zerstörten Hautbereiche zu erhalten.
Abhängig von dem Schweregrad der Verbrennung kann das Hautareal unterschiedlich aussehen.
Oftmals verändert sich das Erscheinungsbild nach ein paar Stunden und Tagen, wenn sich die Verbrennung auf tiefere Hautschichten ausbreitet.
In der Regel sind die Anamnese und das klinische Bild ausschlaggebend für die Diagnose Verbrennung.
Allerdings kann es bei anderen Erkrankungen zu ähnlichen Symptomen kommen, die vor allem bei Verständnisproblemen zwischen Arzt und Patient wichtig sein können.
Die Behandlung einer Verbrennung ist abhängig von der Ausdehnung, dem Schweregrad und der Tiefe der Verbrennung. Auch der Zeitpunkt der Verbrennung spielt eine wichtige Rolle bei der Therapie.
Handelt es sich um eine akut auftretende Verbrennung, so ist eine schnelle und situationsgemäße Erste Hilfe wichtig, die anschließend durch einen Notarzt weiter versorgt werden sollte.
Allerdings können sie auch lebensbedrohlich werden und sollten dementsprechend behandelt werden.
Meist ist eine konservative Therapie bei Verbrennungen bis zum Grad 2 a (siehe Stadien) ausreichend.
Dabei sollte die Wunde gereinigt, gekühlt und vor äußeren Einflüssen und Keimen mittels eines Verbands geschützt werden, sofern dies notwendig ist.
In der Regel heilen sie jedoch von selbst wieder aus. Falls sich Brandblasen gebildet haben, sollten diese unter keinen Umständen geöffnet werden, da sich dadurch die Infektionsgefahr erhöht. Öffnen Sie sich allerdings von selbst, so sollten sie nach dem Desinfizieren steril abgeklebt werden.
Treten Schmerzen auf, so können diese mit Schmerzmittel gelindert werden.
Eine Verbrennung ab Grad 2 b sollte immer ärztlich in einer Arztpraxis oder im Krankenhaus behandelt werden.
Hierbei werden eine individuelle Schmerztherapie und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr eingeleitet. Auch ein intakter Tetanus-Impfschutz muss gewährleistet werden.
Die Verletzungen werden fast immer operativ versorgt.
Hierbei entfernt der Arzt die geschädigte Haut und führt gegebenenfalls eine Hauttransplantation durch.
Höhergradige Verbrennungen benötigen häufig mehrwöchige intensivmedizinische Betreuung.
Im schlimmsten Fall kann eine Verbrennung zum Tod führen.
Zu den Medikamenten, die bei Verbrennungen eingesetzt werden, zählen vor allem Schmerzmittel.
Beachte! Arzneimittel sollten immer erst nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker angewendet werden.
Es gibt einige Hausmittel, die sich bei der Therapie von Verbrennungen bewährt haben.
Beachte! Für die Wirksamkeit von Hausmitteln liegen keine Daten vor und sind somit nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.
Die Prognose ist abhängig vom Schweregrad und der Art der Verbrennung.
Je nach Tiefe und Ausdehnung der Verbrennung dauert die Heilung mehrere Wochen oder sogar Monate.
In manchen Fällen gibt es bei so hochgradigen Verbrennungen keine Heilungschance, sondern sie verlaufen tödlich.
Die Heilungsdauer von Verbrennungen ist abhängig davon, um welchen Schweregrad es sich handelt.
Prinzipiell ist jedoch zu sagen, dass eine Wundheilung immer sehr individuell ist und von vielen Faktoren, wie zum Beispiel dem
Allerdings kann man sagen, dass Verbrennungen von Grad 1 und 2 a meistens innerhalb von wenigen Tagen von alleine ausheilen.
Bei Verbrennungen ab Grad 2 b ist die Heilungsdauer abhängig davon, wie groß die zerstörte Körperoberfläche ist und wie tief die Verbrennungen reichen. Eine Heilung kann hier von wenigen Wochen bis zu Jahren reichen.
Verbrennungen können in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden, die den Grad der Zerstörung widerspiegeln und wichtig für das Einschätzen der Prognose sind.
Man unterscheidet dabei vier Stufen.
Entscheidend für den Schweregrad der Verbrennungskrankheit sind die Ausdehnung auf der Körperoberfläche und die Tiefe der Verbrennung.
Da durch die zerstörte Haut dem Körper nun der äußere Schutz fehlt, verliert der Körper Wärme und Flüssigkeit und das nekrotische Gewebe kann sich im weiteren Verlauf bakteriell infizieren.
Die Verbrennungskrankheit kann in eine Schockphase (Akutphase) und eine Intermediärphase (Latenzphase) unterteilt werden. Beim Erwachsenen spricht man ab 15 % bzw Verbrennungsgrad 3 - 4 verbrannter Körperoberfläche von einer Verbrennungskrankheit. Bei Kleinkindern können sie bereits ab 8 - 10 % entstehen. Das Ausmaß wird dabei mit der sogenannten Neunerregel abgeschätzt.
Sobald Kinder beginnen zu laufen und die Umwelt zu entdecken, sollte man auf der Hut sein vor möglichen Gefahrenquellen.
So kommt es bei Kindern im Kleinkindalter sehr schnell zu Verbrennungen. Vor allem Wasserkocher, heiße Töpfe, Backöfen oder der Herd sind prädestiniert für Verbrennungen bei Kindern.
Allerdings unterscheiden sich Verbrennungen bei Kindern von Erwachsenen, da ihre Körperoberfläche um ein Vielfaches kleiner ist als bei Erwachsenen. Sie können daher sehr schnell lebensbedrohlich werden, vor allem wenn mehr als 10 % der Körperoberfläche betroffen ist.
Dabei können Schockreaktionen schon bei einer Verbrennung von 5 % der Haut entstehen.
Beachte! Daher sollten Verbrennungen jeglicher Art und unabhängig vom Schweregrad bei Kindern immer ärztlich abgeklärt werden, auch wenn sie kleinflächig oder nur oberflächlich erscheinen.
Außerdem sollte man bei Kindern nach der Verbrennung auch vorsichtig sein in Bezug auf Kühlung, da sie deutlich schneller zu Unterkühlungen neigen als Erwachsene.
Oftmals ist aufgrund des Alters die Kommunikation mit Kindern deutlich erschwert, auch weil sie ihre Beschwerden nicht so deutlich ausdrücken können, wie ein Erwachsener. Daher ist die Behandlungsmöglichkeit bei Kindern erschwert, da es zunächst herauszufinden heißt, ob und wo das Kind Schmerzen hat.
In schweren Fällen kann es auch zur sogenannten Verbrennungskrankheit kommen, bei der neben der Zerstörung der Haut und des Gewebes auch der ganze Organismus betroffen sein kann.
Man spricht von Verbrennungskrankheit, wenn bei Erwachsenen mehr als 15 % und bei Kindern mehr als 10 % der Körperoberfläche betroffen sind.
Oftmals kommt es durch die Verbrennung zur Nekrose, also zum Absterben der Hautzellen.
Hier besteht das Risiko von Bakterienansammlungen, die zu starken Infektionen der betroffenen Stelle führen können.
Diese können sich außerdem in einer Sepsis manifestieren, die letzten Endes zum akuten Nierenversagen führen kann.
In manchen Fällen sind Verbrennungen lebensbedrohlich und gehen tödlich aus.
Von den Verbrennungen, die vor allem durch Hitzeeinwirkungen entstehen, sind die sogenannten Kälteverbrennungen abzugrenzen.
Hierbei handelt es sich um eine Sonderform der Erfrierung, die lokal mit der Verbrennung durch Hitze vergleichbare Schäden verursacht.
In beiden Fällen sollte zur Behandlung immer ein Arzt aufgesucht werden.
Sind größere Hautbereiche betroffen, so muss immer ein Notarzt konsultiert werden, um auf lebensbedrohliche Situationen schnell und adäquat reagieren zu können.
Aus der Homöopathie haben sich Arnica-Globuli bei Verbrennungen 1.Grades für gerötete und geschwollene Haut, sowie Cantharis-Globuli bei Verbrennungen 2.Grades bewährt.
Beachte! Homöopathische Mittel haben ihre Grenzen in ihrer Wirksamkeit. Sollten die Beschwerden stärker werden oder sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, so sollte stets ein Arzt aufgesucht werden.
Bei einer Verbrennung handelt es sich um eine Schädigung der Haut oder des Gewebes, die durch direkte Hitzeeinwirkungen entsteht.
Diese kann durch
Verbrennungen können am gesamten Körper entstehen, am häufigsten sind jedoch das Gesicht, die Lippen, die Mundhöhle, der Gaumen oder die Hand betroffen.
Es werden dabei primär die Haut und Schleimhaut geschädigt, wobei man dann von Brandwunden spricht.
Hinweis! Verbrennungen können dabei in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden, die abhängig von der Ausdehnung und der Tiefe der Verletzung sind.
Jedes Jahr erleiden viele Menschen Verbrennungen, wobei die meisten davon im Haushalt oder bei der Arbeit entstehen.