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pfeilWas ist das?

Die Kleienpilzflechte, auch Pityriasis versicolor genannt, ist eine harmlose Pilzerkrankung der oberen Hautschicht, bei der sich auf der Haut hellen Flecken bilden, die heller als die Umgebung erscheinen. Besonders die Brust und der Rücken können von Pityriasis versicolor betroffen sein.

Zusammenfassung Kleienpilzflechte

  • Die Kleienflechte ist harmlos und stellt für viele Betroffene lediglich ein kosmetisches Problem dar.
  • Ursache für eine Kleienpilzflechte sind Hefepilze.
  • Es kommt zu rötlich/ bräunlichen Flecken, welche ein marmoriertes Hautbild ergeben.
  • Bei der Behandlung werden spezielle Hautcremes angewandt.
  • In schweren Fällen kann auch eine systemische Behandlung (Tabletten) notwendig werden.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 1 %
Alters FaktenAlter~15 - 25
Geschlecht FaktenGeschlecht~ 1 : 1
pfeilIst das gefährlich?

Die Kleienpilzflechte ist eine ungefährliche Erkrankung der Haut.

Abgesehen von den kosmetischen Veränderungen sind Menschen mit dieser Pilzinfektion meist weitestgehend frei von Beschwerden.
Ohne Therapie kann sich der Pilz jedoch auf der Haut ausbreiten und auch die Kopfhaut besiedeln.

Gefährlichkeit - 1.2 /10
pfeilWann zum Arzt?

Wenn Du Veränderungen an Deiner Haut entdeckst, muss es nicht immer eine Kleienpilzflechte sein.

Für die Diagnose der Kleienpilzflechte sollte ein Hautarzt (Dermatologe) aufgesucht werden.

Dieser kann häufig schon durch eine ersten Blick einschätzen, um welche Hauterkrankung es sich handelt und gegebenenfalls weitere Diagnostik zum Ausschluss von Differentialdiagnosen veranlassen.

Je nach Ausprägung und persönlichem Leidensdruck wird der Hautarzt eine geeignete Therapie auswählen und das weitere individuelle Vorgehen besprechen. Zu einer ersten Beurteilung der Hautveränderungen kann zudem der Hausarzt konsultiert werden.

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Was ist das genau?

Die Kleienpilzflechte (lateinisch: Pityriasis versicolor) bezeichnet eine Pilzerkrankung der Haut.

Ursächlich für die Erkrankung ist Malassezia furfur aus der Gattung der Hefepilze.
Dieser Pilz stellt normalerweise ein Teil der gesunden Hautflora dar. In einigen Fällen entwickelt sich durch verschiedene Faktoren bedingt aus der normalen Besiedlung die Erkrankung.
Es kann durch eine Veränderung in der Zusammensetzung der Hautflora zu einer Überbesiedlung mit dem Pilz Malassezia furfur kommen.

Häufig verursacht das Vorliegen der Erkrankung nur wenig bis gar keine Beschwerden bei den betroffenen Menschen. 

Die Pilzinfektion verursacht wiederkehrende Hautveränderungen in der obersten Schicht der Haut (Epidermis) und ist nicht ansteckend.

Meist äußert sich der Pilz durch dunkel verfärbte Flecken auf der Haut, welche sich bei Sonnenlicht nicht bräunen und somit im Sommer heller erscheinen.

Dadurch, dass der Pilz zur Hautflora gehört, kommt das Auftreten der Kleienpilzflechte relativ häufig in der Bevölkerung vor.

Namengebung! Die Farbveränderung durch den Kontakt mit UV-Strahlung (Sonnenlicht) ist ebenfalls in der lateinischen Namensgebung versicolor (farbwechselnd) wiedergegeben.

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Ursachen Kleienpilzflechte

  •  Pilzerkrankung – Ausgelöst wird die Kleienpilzflechte durch Hefepilze (Malassezia furfurMalassezia globosaMalassezia sympodialis), welcher sich bei fast jedem Menschen auf der Hautoberfläche befindet
  • Pilzvermehrung – Ungehinderte Vermehrung des Pilzes (Ursache dafür bisher unklar).

 Risikofaktoren Kleienpilzflechte

  • Feuchtwarmes Klima, feuchte Kleidung, feuchte Haut
  • Vermehrte Talgproduktion
  • Verstärktes Schwitzen (Neigung zu Schwitzen)
  • Fetthaltige Hautcremes
  • Bestimmte Grunderkrankungen/ geschwächtes Immunsystem (Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen)
  • Hormonelle Umstellungen (Schwangerschaft, Pubertät)
  • Therapie mit Kortikosteroiden (Cortison)
  • Unterernährung
  • Verwendung von fettigen Cremes & Pflegeprodukten

Der Hefepilz

Da der Auslöser der Kleienpilzflechte, der Hefepilz Malassezia furfur, Teil der gesunden Hautflora ist, kann jeder Mensch von der Hauterkrankung betroffen sein.

Es scheint ein vermehrtes Auftreten bei jungen, männlichen Menschen zu geben.

Da der Pilz in feuchtwarmer Umgebung besonders gut wächst, sind in tropischen Gebieten deutlich mehr Personen betroffen als in Europa.

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Symptome Kleienpilzflechte

Unter normalen Umständen verursacht der Hefepilz Malassezia furfur als Teil der Hautflora keinerlei Symptome.

Unter bestimmten Einwirkungen kann er sich jedoch stark ausbreiten und die Haut über besiedeln. Dies kann zur Entstehung der Kleienpilzflechte führen und sich durch verschiedene, meist sehr milde Symptome äußern: 

  • Charakteristische Hautveränderungen
    • Scharf begrenzte Flecken – Marmoriertes Hautbild, durch scharf begrenzte weiße Flecken (Hypopigmentierung)
    • Rundliche, dunkle, rötlich-braune Flecken (dunkler als die Hautfarbe).
    • Zusammenfluss von mehreren Flecken zu einer größeren Fläche.
    • Bildung von feinen, kleieähnlichen Hautschuppen (pityriasiform).
    • Leichtes Ablösen dieser Schuppen beim darüber streichen (Hobelspanphänomen).
    • Ausbleibende Bräunung der Herde im Sonnenlicht, daher erscheint die betroffene Haut im Sommer heller als die umgebende Haut.
    • häufig betroffene Körperstellen: Rumpf, Dekolletée
    • Ggf. leichter Juckreiz der betroffenen Stellen

Da sich die Symptomatik der Kleienpilzflechte nicht negativ auf die Gesundheit auswirkt, wird der Befall meist eher als kosmetisches Problem gesehen.

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Diagnose Kleienpilzflechte

  • Anamnesegespräch – Gespräch zwischen Arzt und Patient zum Erfassen der Symptome und Krankengeschichte.
  • Körperliche Untersuchung – Meist reicht eine Blickdiagnose zur Beurteilung der Kleienpilzflechte.
    • Blickdiagnose – Bei charakteristischem Erscheinungsbild durch Blickdiagnose durch Dermatologen.
    • Ggf. wird der Arzt einige Hautschuppen mit dem Spatel abkratzen, einfärben und unter dem Lichtmikroskop beurteilen, um seinen Verdacht zu bestätigen.
  • Wood-Licht-Lampe – Untersuchung mittels Wood-Licht.

Vorgehensweise

Zur Feststellung, ob eine Kleienpilzflechte vorliegt, sollte der Hautarzt aufgesucht werden.

Dieser kann zunächst eine gründliche Inspektion der Haut durchführen.

Auch die Kopfhaut sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden. Nach der optischen Beurteilung, bei der die typischen Hautläsionen durch Malassezia furfur festgestellt werden können, sollte eine mechanische Untersuchung erfolgen.

Hierzu wird mit einem Spatel sanft über die Hauterscheinungen gestrichen.
Bildet sich dabei eine feine, weiße, kleieartige Schuppung, wird dies als „Hobelspanphänomen“ bezeichnet und ist typisch für die Erkrankung.

Mikroskopische Untersuchung

Ebenfalls kann eine mikroskopische Untersuchung der Hautschuppen nötig sein.
Dafür kann mittels eines Klebestreifens direkt eine Probe von der betroffenen Haut auf den Objektträger des Mikroskops übertragen werden.
Mit bestimmten Lösungsmitteln oder Färbungen können die Pilze dann leichter sichtbar gemacht werden.

Woodlicht

Eine weitere unterstützende Maßnahme zur Diagnose und zum Ausschluss anderer Erkrankungen kann das Betrachten der Hautveränderungen unter einem spezifischen UV-Licht („Wood-Licht“) darstellen.

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Bilder

Die Kleienpilzflechte äußert sich als ovale Hautflecken, welche im Verlauf zu größeren Flecken mit Umrissen verwachsen.

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Differenzialdiagnose

Durch die vielfältigen Hauterkrankungen und die moderaten Symptome dieses Krankheitsbildes, sowie das eher unauffällige Erscheinungsbild besonders in Wintermonaten kommen für die Kleienpilzflechte einige andere Erkrankungen als Differentialdiagnosen in Betracht.

  • Anderer Hautpilzerkrankungen
    • Dermatophytosen – Hauterkrankungen durch die Infektion mit Fadenpilzen können ebenfalls rundliche Hautläsionen mit Schuppung aufweisen.
  • Vitiligo – auch „Weißfleckenkrankheit“ genannt, eine autoimmun vermittelt Hauterkrankung, dabei kommt es zum Verlust der Pigmentierung der Haut, also zu weißen oder hellen Flecken, diese Flecken können ähnlich dem Farbumschwung der Kleienpilzflechte im Sommer scheinen.
  • Sonnenbrand – durch Hautschädigung nach dem Sonnenbaden, können sich Teile der Haut verfärben, ebenfalls kann es zu einem Abschälen der betroffenen Areale kommen.
  • Verbrennungen – Kleinere Verbrennungen, beispielsweise durch spritzende Flüssigkeit, können ein ähnliches Erscheinungsbild verursachen.
  • Trockene Haut – durch trockene Schuppung bei fehlender Feuchtigkeit kann dies der Kleienpilzflechte zunächst ähneln, durch Pflege jedoch schnell reversibel.
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Behandlung Kleienpilzflechte

  • Antimykotika – Durch verschiedene Antipilzmittel (Antimykotika), die äußerlich angewendet werden (in Form einer Salbe oder Creme, aber auch Haarwaschmittel oder Waschgels verschaffen Abhilfe).
  • Systemische Behandlung – In schweren/therapieresistenten Fällen sollten Antimykotika (Itraconazol) als Tablettenform (systemisch) angewendet werden.

Etwas ausführlicher

Grundsätzlich ist die Kleienpilzflechte eine harmlose, aber hartnäckige Erkrankung.

Der Hefepilz sitzt in den oberen Hautschichten und kann, auch ohne Symptome zu verursachen, lange erhalten bleiben.
Ohne Durchführung einer Therapie treten die Hautveränderungen häufig immer wieder auf.
Es ist daher sinnvoll, einen Hautarzt aufzusuchen. Dieser kann geeignete Cremes oder Medikamente verordnen.

Dazu eignen sich unter anderem:

  • Lokale Therapie durch Antimykotika („Antipilzmittel“):
    • Waschlotionen & Shampoos mit z. B. Cotrimazol, Econazol, Terbinafin
  • Selten systemische Therapie nötig (in schweren Fällen)
    • orale Einnahme von Antimykotika (Tabletten), nach ärztlicher Anordnung

Die lokale Therapie erfolgt durch Hautreinigung und Pflege mit pilzhemmenden Medikamenten, diese sollte über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen konsequent durchgeführt werden.

Die Kopfhaut sollte zeitgleich zum Körper mitbehandelt werden, um möglich Absiedelungen nicht zu übersehen, von denen sich der Pilz wieder ausbreiten könnte.

Auch bei erfolgreicher Behandlung kann es noch Monate dauern, bis sich die Hauterscheinung wieder zurückbilden.

In einigen Fällen kommt es trotz korrekter Durchführung der Therapie und darauffolgendem Verschwinden der Kleienpilzflechte nach einiger Zeit zu einem erneuten Ausbruch (Rezidiv) der Erkrankung.
Dies kann an hartnäckigen Residuen liegen und kann eine erneute Therapie notwendig machen.

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Medikamente

Um eine Kleienpilzflechte erfolgreich zu behandeln, sollten Wirkstoffe verwendet werden, welche gegen den Hefepilz Malassezia furfur wirksam sind.

Zu diesen sogenannten Antimykotika zählen unter anderem:

  • Azole - Cotrimazol, Bifonazol, Econazol, Fuconazol, Itraconazol, Ketoconazol
  • Terbinafin, Naftifin

Beachte! Die Medikamente sind teilweise verschreibungspflichtig und sollten nur nach Anordnung durch einen Hautarzt verwendet werden.

Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Hausmittel Kleienpilzflechte

Da Pilzerkrankungen meist sehr robuste Infektionen darstellen, sind sie meist nur mit einer wirksamen antimykotischen Therapie durch den behandelnden Arzt in den Griff zu bekommen.

Dennoch können einige Hausmittel die Regeneration der Haut unterstützen.

Neben achtsamer Hygiene und dem Vermeiden von feuchten Hautstellen können lokale Peelings dabei helfen, den Abbau der befallenen Hautschuppen zu unterstützen.

Weitere Tipps zur Unterstützung des Heilungsprozesses sind:

  • Apfelessig – verdünnt mit Wasser als Reinigung der Hautstellen verwendet, dies kann den pH-Wert der Haut zu Ungunsten des Pilzes beeinflussen.
  • Verzicht auf andere Pflegecremes – die Haut sollte möglichst trocken gehalten werden.
  • Manuka-Honig – einige Menschen scheinen von einer Maske der betroffenen Hautstellen mit dem heilsamen Honig zu profitieren.
  • Teebaumöl, ätherische Öle – desinfizierende und antientzündliche Eigenschaften der Öle können zur Regeneration der Haut beitragen. Vorsicht jedoch vor allergischer Reaktion der Haut (zunächst in geringer Dosis an einer anderes Stelle der Haut testen.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Hausmittel sind oft eine gute Ergänzung, haben jedoch bei einigen Erkrankung ihr Grenzen! Bei Unklarheit wende Dich an Deinen Arzt.
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Prognose

  • Kleienpilzflechte ist nicht gefährlich und stellt eher ein kosmetisches Problem dar.
  • Wird der Pilz mit einem antimykotischen Medikament gezielt behandelt, kann innerhalb einiger Wochen die normale Hautflora wieder hergestellt werden.
    • Behandlung jedoch oft über Monate.
  • Hohes Rückfallrisiko (daher vorbeugende Verwendung des Antimykotikums).
  • Wird dabei die Kopfhaut mit therapiert, kann eine erneuter Befall häufig gut verhindert werden.
  • Die verfärbten Hautstellen brauchen meist deutlich länger, bis sie wieder ihren Ursprungszustand erreichen.
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Verlauf

  1. Zunächst muss sich der Anteil des Hefepilz Malassezia furfur im Vergleich zu den anderen Hautbesiedlern stark vergrößern.
    1. Dies kann durch bestimmte Risikofaktoren wie erhöhte Feuchtigkeit oder Talgproduktion begünstigt werden.
  2. Der Pilz wächst und breitet sich stärker als normal auf der Haut oder Kopfhaut aus. Dies wird auch als Überbesiedlung bezeichnet.
  3. Die Kleienpilzflechte entsteht durch den Abbau von körpereigenen Stoffen wie Aminosäuren, die der Pilz für sein Wachstum nutzt.
    Er hemmt die Produktion von Melanin (dem Farbstoff der Hautzellen) und sorgt so für die fleckigen Erscheinungen.
  4. Die fehlende Bräunung der betroffenen Stellen bei Einwirkung von Sonnenlicht, im Vergleich zur gesunden Haut, lässt diese dann charakteristisch deutlich hell hervorstechen.
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Dauer

Die Kleienpilzflechte stellt unbehandelt einen zähen Hautbesiedler dar.

Der Pilz kann, auch wenn er nicht sichtbar ist, als Teil der Hautflora verweilen und zu einem anderen Zeitpunkt erneut zu der Kleienpilzflechte führen.
Wird die Pilzerkrankung erkannt und intensiv und konsequent über mindestens zwei Wochen behandelt, kann sie innerhalb einiger Wochen austherapiert sein.

Da die Hautveränderungen meist Monate brauchen, bis sie sich zurückgebildet haben, sollte der Hautarzt die Haut regelmäßig inspizieren, um ein Rezidiv (Wiederauftreten) der Erkrankung auszuschließen.

Einige Menschen neigen zu diesen Rezidiven und haben immer wieder mit den Hauterscheinungen zu kämpfen.

In diesen Fällen kann eine systemische Therapie mit einem antimykotischen Mittel in Tablettenform nötig sein. Die Indikation dazu sollte jedoch immer der behandelnde Arzt stellen.

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Vorbeugung

​​​​​​Um eine Infektion mit der Kleienpilzflechte möglichst zu verhindern oder eine weitere Ausbreitung einzudämmen, gibt es einige Dinge, die man beachten kann:

  • Antipilzmittel – Verwendung eines Antimykotikums bei Risikopatienten.
  • Trockenhalten der Haut – z. B. nach dem Duschen, Besuch von Sauna/Schwimmbad.
  • Ausreichende körperliche Hygiene.
  • Peelings – regelmäßiges Peeling der Haut mit Waschlappen oder sanften Peelingprodukten.
  • Verzicht auf fettige Pflegeprodukte.
  • Luftdurchlässige Kleidung – Verwendung von atmungsaktiven Textilien.
  • Hautkontrolle – Regelmäßige Inspektion der Haut durch einen Hautarzt, vor allem bei bekannten Risiken für eine Kleienpilzflechte wie bspw. Diabetes oder Immunschwäche.
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Ansteckung & Übertragung

Die Kleienpilzflechte ist eine nicht ansteckende Hauterkrankung.

Da jeder Mensch den Pilz bereits als Teil der gesunden Flora auf seiner Haut trägt, sind Befürchtungen, sich oder andere damit anzustecken, überflüssig.

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Zahlen & Statistiken

  • Vorkommen – Die Kleienpilzflechte ist eine weltweit verbreitete Hefepilzerkrankung der Haut.
    Der Pilz Malassezia Furfur, welcher die Erkrankung verursacht, ist Teil der gesunden Hautflora.
    Kommt es zu einer Überbesiedlung, wird die Kleienpilzflechte ausgelöst.
  • Wer ist betroffen – Vor allem jüngere und männliche Menschen scheinen häufig von der Flechte betroffen zu sein.
    Menschen, die zu vermehrten Schwitzen  (Hyperhidrosis) neigen, zeigen ein vermehrtes Auftreten der Erkrankung. Zudem scheint ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Kleienpilzflechte und gesteigerter Talgproduktion (Seborrhoe) zu stehen. Dies kann daher kommen, dass der Hefepilz Malassezia furfur vornehmlich in talgdrüsenreichen Hautbereichen vorkommt.
  • Orte – Ebenfalls zeigt sich ein vermehrtes Vorkommen der Kleienpilzflechte in Gebieten mit warmen und feuchten Klima.
    In tropischen Regionen zeigt sich daher ein Vorkommen bei nahezu der Hälfte der Bevölkerung.
    Im europäischen Raum leiden zwischen 1 und 4 % der Erwachsenen unter der Kleienpilzflechte.
  • Wann – Zudem zeigt sich die Erkrankung vermehrt in den Sommermonaten, was durch die charakteristische Farbänderung durch das Sonnenlicht besser festgestellt werden kann.

Weitere körperliche Umstände wie hormonelle Veränderungen, beispielsweise in der Schwangerschaft, Diabetes, Übergewicht, Stress sowie ein vermindertes Immunsystem sollen ebenfalls mögliche Auslöser für diese Hauterkrankung zu sein.

AQ`sFAQ`s

Kleienpilzflechte und Haarausfall, was gibt es für einen Zusammenhang?

Der Hefepilz Malassezia furfur kann neben der Haut am Körper ebenfalls die Kopfhaut besiedeln.
Da er dort auch zur natürlichen Flora gehört, kann sich die Kleienpilzflechte auch auf der Kopfhaut entwickeln.

Der Pilz befällt normalerweise die oberen Hautschichten und siedelt sich in der Nähe von Talgdrüsen an und kommt auch im Bereich der Haarfollikel vor.

Da sich die Erkrankung meist symptomlos zeigt, können bis auf die fleckigen Verfärbungen meist keine Hinweise auf das Auftreten der Kleienpilzflechte festgestellt werden.
Tritt die Erkrankung nun auf der behaarten Kopfhaut auf, kann es sein, dass die Farbveränderungen unter dem Haarwuchs nicht gesehen werden und die Flechte somit unerkannt bleibt.

In einigen Fällen wird eine Schädigung oder Beeinträchtigung der Haarfollikel beobachtet. Dies kann dann zu einer Minderung des Haarwuchses, über Ausdünnen der Haare bis hin zu Ausfall an den betroffenen Stellen der Kopfhaut führen.

Bei einer besonders starken Schädigung der Haarfollikel, kann es auch dazu kommen, dass die ausgefallenen Haare nicht mehr nachwachsen.
Bei Entzündung der Haarfollikel kann neben dem Verfärben und dem Haarausfall auch ein leichter Juckreiz auftreten.

Zu starkes Kratzen kann zudem eine mechanische Belastung für die Kopfhaut und das Haar darstellen und die Gefahr einer Infektion erhöhen und das Haarwachstum zusätzlich negativ beeinflussen.

Insgesamt ist das Auftreten von Haarausfall durch die Kleienpilzflechte ein sehr seltenes Symptom.

Wird die Flechte rechtzeitig erkannt und behandelt, kann eine langfristige Schädigung der Haarfollikel verhindert werden.

In der überwiegenden Anzahl der Fälle begrenzt sich die Symptomatik der Erkrankung nur auf optische Veränderungen der Haut ohne gesundheitliche Folgen.

Bei Befall der Kopfhaut kann mit dem behandelnden Hautarzt eine geeignete Therapie in Form von Pflege oder speziellen Shampoos angeordnet werden. Zudem kann es sinnvoll sein, bei Befall des Körpers mit dem Hefepilz die Kopfhaut in regelmäßigen Abständen zu inspizieren, um ein Auftreten der Flechte unter den Haaren nicht zu übersehen.

Gibt es Shampoos gegen eine Kleienpilzflechte?

Um eine effektive Behandlung der Kleienpilzflechte und eine langfristige Pilz-Freiheit zu erzielen, sollte neben der lokalen Behandlung auffälliger Hautstellen auch die Therapie der Kopfhaut erfolgen.

Hier können sich Pilze Absiedlungen gut „verstecken“ und bei vermeintlicher Besserung so erneut ausbreiten.

Zur Anwendung auf der Kopfhaut eignen sich antimykotische Shampoos, die beispielsweise Wirkstoffe wie Azole enthalten.

Hinweis! Welches Shampoo für die Therapie am besten geeignet ist, wird der behandelnde Dermatologe empfehlen.

arrow downZusammenfassende Tabelle

Die Kleienpilzflechte (lateinisch: Pityriasis versicolor) bezeichnet eine Pilzerkrankung der Haut.

Ursächlich für die Erkrankung ist Malassezia furfur aus der Gattung der Hefepilze.
Dieser Pilz stellt normalerweise ein Teil der gesunden Hautflora dar. In einigen Fällen entwickelt sich durch verschiedene Faktoren bedingt aus der normalen Besiedlung die Erkrankung.
Es kann durch eine Veränderung in der Zusammensetzung der Hautflora zu einer Überbesiedlung mit dem Pilz Malassezia furfur kommen.

Häufig verursacht das Vorliegen der Erkrankung nur wenig bis gar keine Beschwerden bei den betroffenen Menschen. 

Die Pilzinfektion verursacht wiederkehrende Hautveränderungen in der obersten Schicht der Haut (Epidermis) und ist nicht ansteckend.

Meist äußert sich der Pilz durch dunkel verfärbte Flecken auf der Haut, welche sich bei Sonnenlicht nicht bräunen und somit im Sommer heller erscheinen.

Dadurch, dass der Pilz zur Hautflora gehört, kommt das Auftreten der Kleienpilzflechte relativ häufig in der Bevölkerung vor.

Namengebung! Die Farbveränderung durch den Kontakt mit UV-Strahlung (Sonnenlicht) ist ebenfalls in der lateinischen Namensgebung versicolor (farbwechselnd) wiedergegeben.

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aktualisiert: 17.02.2025
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  • Vorkommen – Die Kleienpilzflechte ist eine weltweit verbreitete Hefepilzerkrankung der Haut.
    Der Pilz Malassezia Furfur, welcher die Erkrankung verursacht, ist Teil der gesunden Hautflora.
    Kommt es zu einer Überbesiedlung, wird die Kleienpilzflechte ausgelöst.
  • Wer ist betroffen – Vor allem jüngere und männliche Menschen scheinen häufig von der Flechte betroffen zu sein.
    Menschen, die zu vermehrten Schwitzen  (Hyperhidrosis) neigen, zeigen ein vermehrtes Auftreten der Erkrankung. Zudem scheint ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Kleienpilzflechte und gesteigerter Talgproduktion (Seborrhoe) zu stehen. Dies kann daher kommen, dass der Hefepilz Malassezia furfur vornehmlich in talgdrüsenreichen Hautbereichen vorkommt.
  • Orte – Ebenfalls zeigt sich ein vermehrtes Vorkommen der Kleienpilzflechte in Gebieten mit warmen und feuchten Klima.
    In tropischen Regionen zeigt sich daher ein Vorkommen bei nahezu der Hälfte der Bevölkerung.
    Im europäischen Raum leiden zwischen 1 und 4 % der Erwachsenen unter der Kleienpilzflechte.
  • Wann – Zudem zeigt sich die Erkrankung vermehrt in den Sommermonaten, was durch die charakteristische Farbänderung durch das Sonnenlicht besser festgestellt werden kann.

Weitere körperliche Umstände wie hormonelle Veränderungen, beispielsweise in der Schwangerschaft, Diabetes, Übergewicht, Stress sowie ein vermindertes Immunsystem sollen ebenfalls mögliche Auslöser für diese Hauterkrankung zu sein.

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