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pfeilWas ist das?

Bei einem Leberfleck, auch Muttermal genannt, handelt es sich um einen dunkler pigmentierten Fleck auf der Haut, welcher durch eine Ansammlung von pigmentbildenden Zellen zustande kommt. Diese Wucherung ist in der Regel gutartig.

Zusammenfassung Leberfleck

  • In den meisten Fällen stellen Leberflecke „nur“ ein kosmetisches Problem dar.
  • Leberflecke können im Laufe des Lebens entstehen oder von Geburt an vorhanden sein.
  • Die Entstehung ist noch unklar.
  • Kommt es zum Jucken oder Nässen, solltest Du einen Hautarzt zur Abklärung aufsuchen.
  • In den allermeisten Fällen ist ein Leberfleck gutartig.
pfeilIst das gefährlich?

Ein Leberfleck ist in der Regel harmlos, kann sich jedoch unter Umständen zu einem gefährlichen Hautkrebs entwickel.

Leberflecke werden gefährlich, wenn sie ein untypisches Erscheinungsbild aufweisen. Um das einzuschätzen, gibt es die ABCD-Regel:

  • Asymmetrie – asymmetrische Begrenzung des Flecks.
  • Begrenzung – bogige, unregelmäßige Begrenzung des Flecks.
  • Colour – der Fleck besteht aus unterschiedlichen Farbtönen.
  • Durchmesser – Flecken mit einem Durchmesser > 5 mm.

Das Vorliegen dieser Kriterien macht den Naevus verdächtig für bösartige Erkrankungen. In diesem Fall sollten diese Krankheiten auf jeden Fall ärztlich untersucht werden.

Gefährlichkeit - 2.1 /10
pfeilWann zum Arzt?

Leberflecke sind in aller Regel harmlos. Es ist jedoch empfehlenswert, einmal jährlich die Leberflecke von einem Hautarzt untersuchen zu lassen.
Einen Arzt solltest Du aufsuchen, wenn:

  • Der Leberfleck juckt
  • Der Leberfleck nässt
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Was genau ist das?

Der Begriff Leberfleck ist in der Medizin nicht gebräuchlich und wird nur im Volksmund für einen Fleck auf der Haut verwendet, der eine dunklere Farbe aufweist als die restliche Haut.

In den meisten Fällen ist mit dem Begriff Leberfleck ein melanozytärer Nävus der oberflächlichen Haut gemeint.

Melanozyten sind die Zellen der Haut, die das Melanin – einfach gesagt das Pigment – produzieren.

Bei einem Nävus handelt es sich um Melanozyten der Haut, die etwas umgewandelt ist.
Hier sprechen wir von melanozytären Nävi, also jenen veränderten Melanozyten, die eine Farbveränderung aufweisen.

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Ursachen Leberfleck

  • Leberflecken sind entweder von Geburt an vorhanden oder entstehen im Laufe des Lebens.
  • Ursache unklar – Warum Leberflecken auf dem Körper entstehen, ist noch nicht abschließend geklärt.
  • Erbliche Faktoren – Eine Rolle für die Entstehung von Leberflecken spielen die Gene (es gibt erblich bedingtes gehäuftes Auftreten von Leberflecken).
  • Hormone – Ebenfalls spielen Hormone eine wichtige Rolle für die Entstehung (man hat festgestellt, dass sich während der Pubertät und der Schwangerschaft vermehrt Leberflecken entwickeln)
  • Sonneneinstrahlung – UV-Strahlung ohne angemessenen Sonnenschutz begünstigt ebenfalls die Entstehung von Leberflecken.

Ob und wie viele Leberflecken entstehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die oft nicht beeinflusst werden können, wie der ethnische Hintergrund, das Alter und Genetik.

Durch Umweltfaktoren wie erhöhte UV-Strahlung kann die Entstehung von Leberflecken auch wahrscheinlicher werden.

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Symptome Leberfleck

  • Asymptomatisch (ohne Beschwerden) – Ein Leberfleck ruft in der Regel keine Beschwerden hervor.
  • Dunkler Fleck – Es handelt sich lediglich um ein kosmetisches „Problem“.
    • Leberflecken sind runde bis ovale Hautveränderungen mit einem regulären Rand und etwa einem Durchmesser von 2 bis 5 mm. Je nach Wachstumsphase kann sich das Aussehen des Leberflecks etwas ändern.
    • Einige Leberflecken enthalten Haare, die in der Farbe des Flecks herauswachsen.

Beachte! Sollte der Leberfleck jedoch anfangen zu jucken oder zu nässen, sollte ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden, da sich dahinter eine Malignität (Bösartigkeit) verstecken kann.

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Diagnose Leberfleck

  • Leberflecken sind normalerweise harmlos
  • Dennoch sollte ein Hautarzt einmal jährlich die Muttermale inspizieren, um eine Bösartigkeit ausschließen zu können
  • Dies geschieht mithilfe der sogenannten ABCDE-Regel - (die Großbuchstaben stehen dabei jeweils für Merkmale des Leberflecks, die auf Malignität hindeuten könnten (Asymmetrie, Begrenzung, Colorit (Farbe), Durchmesser, Erhabenheit)
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Bilder

Ein Leberfleck ist meist rund oder oval, in sich geschlossen, einfarbig und dunkelbraun.

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Wie sieht es bei Dir aus? Bei diesem Thema sagen Bilder mehr als Worte. Falls Du ein passendes Bild hast, würden sich unsere Leser freuen, wenn Du es zur Verfügung stellst.
Du kannst natürlich jederzeit eine Entfernung beatragen!
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Differenzialdiagnose

Andere Diagnosen, die sich auch in Form eines dunkleren Fleckes auf der Haut darstellen können, kommen in Frage.

  • Hierzu zählen der gutartige Naevus bleu, ein bläulicher Fleck,
  • oder das Dermatofibrom,
  • aber auch das bösartige maligne Melanom und das pigmentierte Basalzellkarzinom.

Daher ist es bei der Diagnose essenziell, diese Erkrankungen auszuschließen.

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Behandlung Leberfleck

  • Bei einem harmlosen Leberfleck ist die Entfernung aus medizinischer Sicht nicht indiziert
  • Es gibt ein spezielles Laserverfahren, mit dem Leberflecken aus kosmetischer Sicht entfernt werden können
  • In manchen Fällen kann der Hautarzt nicht mit Gewissheit sagen, ob der Leberfleck gutartig ist. Dann wird eine Gewebeprobe entnommen, welche auf Bösartigkeit untersucht wird
  • Bestätigt sich der Verdacht, wird der Leberfleck aus der Haut herausgeschnitten
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Prognose

  • Die Prognose beim erworbenen Leberfleck ist gut, da sie in den meisten Fällen gutartig sind.
  • In einigen Fällen kann ein Leberfleck aber auch zur Entstehung des schwarzen Hautkrebses beitragen.

Beachte! Daher sollte in regelmäßigen Abständen eine Kontrolle beim Hautarzt im Rahmen des empfohlenen Hautkrebsscreenings erfolgen.

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Vorbeugung

  • Ein angemessener UV-Schutz kann helfen, die Entstehung von Leberflecken zu verhindern
  • Gegen angeborene Leberflecken gibt es keine vorbeugende Maßnahme
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Zahlen & Statistiken

  • Häufigkeit – Viele Menschen sind von melanozytären Nävi (Mehrzahl von Nävus) betroffen.
    Fast jeder Mensch hat einen Leberfleck.
  • Alter – Melanozytäre Nävi können im Laufe des Lebens entstehen oder auch seit der Geburt vorhanden sein. Bis zum 30. Lebensjahrzehnt steigt die Anzahl und nimmt danach in der Regel ab.
  • Wer ist betroffen – Hellhäutige Menschen haben meist mehr Leberflecken als Dunkelhäutige. Dies ist geschlechtsunabhängig, das heißt, es kann nicht gesagt werden, dass Frauen oder Männer häufiger betroffen sind.
AQ`sFAQ`s

Was, wenn ein Leberfleck juckt?

In der Regel sollte ein Leberfleck nicht jucken.

Juckt er aber und hält der Juckreiz einige Tage an derselben Stelle an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Es könnte sein, dass eine Pilzinfektion oder ein anderer Infekt vorliegt, der das Jucken verursacht. Die Ursache des Juckens ist meist nichts Schlimmes, sollte aber in jedem Fall abgeklärt werden.

Was, wenn ein Leberfleck blutet?

Es kann sein, dass der Leberfleck blutet, weil man ihn aufgekratzt hat.

Diese Blutung sollte aber nach einer gewissen Zeit wieder aufhören.

Wenn der Leberfleck immer wieder von sich aus anfängt zu bluten, ohne dass von außen eingewirkt wurde, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da dies auf ein bösartiges Geschehen hindeuten könnte.

Was, wenn ein Leberfleck schmerzt?

Ein Leberfleck und seine Umgebung können auch Schmerzen und so zu einer Belästigung werden.

In der Regel kommt der Schmerz aber nicht alleine, sondern ist mit einem Juckreiz vergesellschaftet.

Dieser Schmerz kann ein Dauerschmerz oder auch ein Druckschmerz sein und sollte, sofern er sich nicht innerhalb weniger Tage legt, vom Hautarzt untersucht werden.

Wann muss man Leberflecke entfernen lassen?

Liegt ein auffälliger Nävus vor, wird dieser präventiv entfernt und mikroskopisch untersucht.

  • Verdächtige Flecken werden also immer direkt entfernt, auch wenn unklar ist, ob sie gefährlich sind.
  • Unauffällige Leberflecke müssen nicht entfernt werden, können aber, wenn Patienten dies aus kosmetischen Gründen möchten, auch herausgeschnitten werden.
    In diesem Fall müssen die Betroffenen meist die Kosten selber tragen.

 

Was gibt es für Möglichkeiten, Leberflecke entfernen zu lassen?

Wenn der Beschluss gefasst wurde, einen Leberfleck zu entfernen, geschieht dies in der Regel immer durch einen kleinen chirurgischen Eingriff beim Hautarzt oder einem anderen Arzt, der die Qualifikation dazu hat.

Die Entfernung erfolgt unter dem Einsatz eines lokalen Schmerzmittels und unter sterilen Bedingungen.
Je nach Größe des Fleckes, kann es sein, dass die Wunde so groß ist, dass sie im Anschluss zugenäht werden muss. Dies sind alles Gründe, weshalb eine eigenständige Entfernung definitiv nicht empfohlen wird.

Beachte! Für die Entfernung eines Leberflecks sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Kann man Leberflecke auch selbst entfernen?

Nein, man sollte auf keinen Fall versuchen einen Leberfleck selbst zu entfernen.

Es handelt sich bei der Entfernung um einen kleinen chirurgischen Eingriff, der nicht in sterilen Bedingungen und ohne Schmerzmittel zu Hause durchgeführt werden sollte.

Dies kann zu verheerenden Infektionen führen.

Kann ein Leberfleck ein Anzeichen für Hautkrebs sein?

In etwa 25 % der Fälle maligner Melanome, dies ist schwarzer Hautkrebs, entsteht der Hautkrebs aus einem melanozytären Nävus.

Aus diesem Grund ist die Hautkrebsvorsorge extrem wichtig.

Das Risiko für Krebs erhöht sich auch, wenn besonders viele melanozytäre Nävi vorliegen.

arrow downZusammenfassende Tabelle

Der Begriff Leberfleck ist in der Medizin nicht gebräuchlich und wird nur im Volksmund für einen Fleck auf der Haut verwendet, der eine dunklere Farbe aufweist als die restliche Haut.

In den meisten Fällen ist mit dem Begriff Leberfleck ein melanozytärer Nävus der oberflächlichen Haut gemeint.

Melanozyten sind die Zellen der Haut, die das Melanin – einfach gesagt das Pigment – produzieren.

Bei einem Nävus handelt es sich um Melanozyten der Haut, die etwas umgewandelt ist.
Hier sprechen wir von melanozytären Nävi, also jenen veränderten Melanozyten, die eine Farbveränderung aufweisen.

Hinweis: Diese Tabelle dient der strukturierten Datenaufbereitung für KI-gestützte Informationsverarbeitung und Assistenzsysteme.
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aktualisiert: 20.08.2025
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    Fast jeder Mensch hat einen Leberfleck.
  • Alter – Melanozytäre Nävi können im Laufe des Lebens entstehen oder auch seit der Geburt vorhanden sein. Bis zum 30. Lebensjahrzehnt steigt die Anzahl und nimmt danach in der Regel ab.
  • Wer ist betroffen – Hellhäutige Menschen haben meist mehr Leberflecken als Dunkelhäutige. Dies ist geschlechtsunabhängig, das heißt, es kann nicht gesagt werden, dass Frauen oder Männer häufiger betroffen sind.
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