Dekubitus (Wundliegen), wenn es zu einem Gewebeschaden der Haut aufgrund von anhaltendem Druck kommt.

Ein Dekubitus ist eine Schädigung der Haut und des darunter liegenden Weichgewebes an Druckstellen. Es kommt an den betroffenen Stellen zum Absterben des Gewebes. Dekubiti entstehen häufig bei bettlägerigen oder gelähmten Patienten und vornehmlich an Stellen, unter denen Knochenvorsprünge liegen, bspw. am Steißbein.
Der Dekubitus zählt zu den größten Risiken und Herausforderungen bei pflegebedürftigen Menschen.
Bei ausbleibender Behandlung bzw. vorbeugenden Maßnahmen kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einem sehr gefährlichen Absterben der Haut.
Treten bei bettlägerigen Patienten Schmerzen an der Haut oder Hautrötungen an den Druckstellen der Haut auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Der Ansprechpartner bei Dekubitus ist der Hautarzt (Dermatologe).
Bei einem Dekubitus handelt es sich um eine lokale Schädigung der Haut, die aus einer dauerhaften Bettlägerigkeit resultiert und durch eine Minderdurchblutung langsam und unzureichend abheilt.
Zuerst handelt es sich um eine leichte Schädigung, kann mit der Zeit aber solche Ausmaße annehmen, dass das Gewebe durch eine Unterversorgung allmählich abstirbt.
Die Behandlung des Dekubitus ist zwar möglich, jedoch ist es immer besser, die Entstehung im Vorhinein mit dem Einsatz von speziellen Matratzen zu verhindern, als einen bestehenden Dekubitus im Nachhinein zu behandeln.
Es gibt verschiedene Arten von Risikofaktoren eines Dekubitus.
Zum einen gibt es die intrinsischen Risikofaktoren, die von der betroffenen Person vorgegeben sind, und extrinsische Risikofaktoren, die von der Umwelt des Patienten vorgegeben sind.
Die typischen Symptome eines Dekubitus können für den Patienten auch spürbar sein, sollte er sie nicht sehen können, weil beispielsweise der Dekubitus am Rücken oder Steißbein lokalisiert ist.
Zu diesen zählen:
Die Diagnose des Dekubitus erfolgt mittels einer Untersuchung des Hautbefundes, der ziemlich eindeutig ausfällt.
Anschließend wird der Dekubitus in Stadien eingeteilt.
Bei einem fortgeschrittenem Dekubitus mit eitrigen Ablagerungen kann ein Abstrich entnommen werden, um den Erreger zu bestimmen und diesen gezielt therapieren zu können.
Der Hautarzt erkennt einen Dekubitus relativ einfach anhand der Charakteristik der Symptome.
Bei einem Dekubitus kommt es zu einem sichtbaren, offenen Geschwür.
Das Aussehen ist abhängig vom Schweregrad (Grad I – IV)
Auch andere Krankheiten können ein ähnliches Erscheinungsbild wie das eines Dekubitus auf der Haut verursachen.
Dies können beispielsweise sein:
Die Behandlung des Dekubitus hängt von dem Grad der Schädigung ab.
Bei einem Dekubitus ersten Grades besteht die Therapie in der Druckminderung der betroffenen Stelle und der Mobilisierung und regelmäßigen Umlagerung des Patienten.
Bei fortgeschritteneren Graden kommt es auf die korrekte Wundversorgung durch Spezialisten und die Verhinderung einer Infektion der offenen Wunde an.
Bei ganz großen Dekubitus kann es sein, dass ein plastischer Chirurg zurate gezogen werden muss, da diese ohne operative Hilfe nicht mehr selbstständig vollständig zu heilen ist.
Hinweis! Die Herausforderung ist, durch Vorsorgemaßnahmen einen Dekubitus erst gar nicht entstehen zu lassen.
Da der Dekubitus häufiger Menschen betrifft, die älter und meistens schon bettlägerig sind, ist die Prognose leider oftmals nicht sonderlich gut.
Die Prognose hängt zum einen von dem rechtzeitigen Beginn einer Therapie und zum anderen von den Risikofaktoren ab, die der Patient aufweist.
Am besten ist es, wenn vorbeugende Maßnahmen vorgenommen werden und somit erst gar kein Dekubitus entstehen kann.
In den sehr weit fortgeschritten Stadien des Dekubitus kann es zu einer offenen und sehr tiefen Wunde kommen, die sich infizieren kann.
Auch können betroffene Areale der Haut durch die Minderversorgung absterben, was wiederum zur Infektion führt.
Schwerwiegende Infektionsverläufe, die sich im gesamten Körper ausbreiten, können sogar ein tödliches Ende nehmen.
Beachte! Deshalb sollten Dekubitus immer ernst genommen und frühzeitig therapiert werden.
Vorbeugung besser als Therapie! Es ist sehr wichtig einem Dekubitus vorzubeugen, da das Vorbeugen eines Dekubitus wesentlich einfacher und erfolgversprechender ist als die Therapie eines Dekubitus.
Der Dekubitus lässt sich wie folgt in vier verschiedene Grade einteilen:
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung wird jedem angeraten, nicht nur Menschen, die an einem Dekubitus leiden.
Zwar hilft eine gesunde Ernährung nicht direkt dabei, einen Dekubitus vorzubeugen, die Ernährung hat jedoch durchaus Einfluss auf die Risikofaktoren, die sowohl die Entstehung, als auch den Heilungsprozess und die Heilungsdauer des Dekubitus beeinflussen können.
Das kann man sich so vorstellen, wie wenn man sein Handgelenk einengt und die Finger dadurch weniger durchblutet werden, bis wieder losgelassen wird.
Der Dekubitus entsteht erst beim Liegen und einer Minderversorgung über einen längeren Zeitraum.
Durch die verminderte Durchblutung kommt es zu einem Sauerstoffmangel und zu Aufstau schädlicher Stoffwechselprodukte und im Zuge dessen auf Dauer zur Ödem- und Blasenbildung und im fortgeschrittensten Fall zu einem Absterben des Gewebes.
Da der Dekubitus eine Folge der Minderversorgung des Gewebes ist, kann es infolgedessen bis zu einem Absterben des Gewebes kommen.
In der Fachsprache wird das Nekrose genannt.
Auch kann es zu Infektionen kommen, da Dekubitus in fortgeschrittenen Stadien mit offenen Wunden gleichzusetzen sind, die durch die Minderversorgung nicht mehr heilen.
Bei einem Dekubitus handelt es sich um eine lokale Schädigung der Haut, die aus einer dauerhaften Bettlägerigkeit resultiert und durch eine Minderdurchblutung langsam und unzureichend abheilt.
Zuerst handelt es sich um eine leichte Schädigung, kann mit der Zeit aber solche Ausmaße annehmen, dass das Gewebe durch eine Unterversorgung allmählich abstirbt.
Die Behandlung des Dekubitus ist zwar möglich, jedoch ist es immer besser, die Entstehung im Vorhinein mit dem Einsatz von speziellen Matratzen zu verhindern, als einen bestehenden Dekubitus im Nachhinein zu behandeln.