Analprolaps – wenn Teile des Afters bzw. der Analschleimhaut aus dem After ragen.

Erfahrungs Berichte
Ein Analprolaps ist ein Vorfall der analen Schleimhaut vor dem Schließmuskel. Der Analkanal gelangt dabei aus dem Anus. Die Ursache hierfür sind meist ausgeprägte Hämorrhoiden. Stülpen sich alle Wandschichten des Analkanals nach außen, spricht man hingegen von einem Rektumprolaps. Dieser fußt häufig auf Verstopfungen und einer Schwäche des Beckenbodens.
Ein Analprolaps ist nur in äußerst seltenen Fällen lebensbedrohlich, schränkt jedoch in vielen Fällen die Lebensqualität erheblich ein.
Kommt es jedoch zu einem Abklemmen der ausgetretenen Teile des Darms, wird eine Notoperation notwendig. Andernfalls kann es zum Absterben des Gewebes kommen.
Ein Analprolaps solltest Du immer behandeln lassen.
Dein erster Ansprechpartner ist Dein Hausarzt oder Proktologe.
Bei einem Prolaps (Vorfall) im Bereich des Afters kann man unterscheiden zwischen:
Beachte! Die Symptome werden bei einem Analprolaps in der Regel zunehmend schlimmer.

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Der ausgetretene Analkanal ist von außen tastbar und sichtbar.
Die Behandlung eines Analprolaps richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. In vielen Fällen wird jedoch eine kleine Operation notwendig.
Beachte! Wie sooft wirkt sich eine frühe Diagnose und Behandlung günstig auf die Prognose aus.
Eine Vorbeugung vor einem Analprolaps beinhaltet in erster Linie eine Vorbeugung vor Hämorrhoiden.
Der Analprolaps verläuft in der Regel in Stadien.
Bei Kindern kommt es im Allgemeinen seltener zu einem Analprolaps.
Mädchen und Jungen sind in etwa gleich häufig betroffen.
Wenn es bei Kindern zu einem Analprolaps kommt, sind die Kinder oftmals unter ein Jahr alt.
Ursache bei Kindern ist häufig eine Mukoviszidose.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Analkanal und Rektum, Vorfall der Rektumschleimhaut oder der gesamten Darmwand durch den After |
| Differentialdiagnose | Hämorrhoiden (v. a. Grad III–IV), Analpolypen, Rektumtumoren, Analfissur, Analprolaps bei Kindern |
| Medikamente | keine kausalen Medikamente; Stuhlweichmacher, Abführmittel bei Verstopfung, lokale Hautpflege |
| Epidemiologie | selten; häufiger bei älteren Menschen und Frauen; auch bei Kindern möglich |
| Prognose | meist gut nach operativer Therapie; konservative Maßnahmen allein meist nicht ausreichend |
| Verlauf | zunächst nur beim Pressen sichtbar, später dauerhaft vorfallend; Beschwerden nehmen zu |
| Pathophysiologie | Schwäche des Beckenbodens und der Haltestrukturen des Rektums → Vorfall durch den Analkanal |
| Komplikation | Stuhlinkontinenz, Schleimabsonderung, Blutungen, Ulzerationen, Einklemmung (Inkarzeration) |
| Behandlung | operative Therapie (z. B. Rektosigmoidopexie, perineale Verfahren), Beckenbodentraining unterstützend |
| Primärvorbeugung | Vermeidung von chronischem Pressen, Behandlung von Verstopfung, Beckenbodentraining |
| Sekundärvorbeugung | frühe ärztliche Abklärung bei Vorfall, konsequente Nachsorge nach Operation |
| Risikofaktoren | Beckenbodenschwäche, höheres Lebensalter, chronische Obstipation, Mehrfachgeburten, neurologische Erkrankungen |
| Anzeichen | sichtbarer Vorfall aus dem After, Fremdkörpergefühl, Nässen, Blutungen, Stuhl- oder Windinkontinenz |
| Stadien | innerer Prolaps (Intussuszeption), partieller Prolaps (Schleimhaut), kompletter Rektumprolaps |
| Diagnostik | klinische Untersuchung, Pressversuch, Proktoskopie, Defäkographie, ggf. MRT des Beckens |
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